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Sep10

PS4 Kritik: The Dark Pictures - Man of Medan

PS4 Kritik: The Dark Pictures - Man of Medan

Originaltitel: The Dark Pictures - Man of Medan
EntwicklerSupermassive Games
Plattformen: PlayStation 4, Xbox One, PC
Genre: Third-Person, Survival-Horror, Thriller

Freigabe: FSK-18
Mehrspieler:
 Ja (1-5)
Spielzeit: 3 Stunden und 15 Minuten (Kampagne)

Getestete Version: Deutsche Kaufversion (v.1.02)
Hardware: Sony PS4 Pro, Sony KD65XF7596, Sony BDVN8100WB 5.1 Heimkinosystem


 

Inhalt: Fünf Freunde planen einen Bootstrip, um zu einem Wrack aus dem Zweiten Weltkrieg zu tauchen, um das sich unheimliche Gerüchte ranken. Zunächst scheint alles nach Plan zu laufen, doch während des Tages zieht aus dem Nichts ein Sturm auf und verwandelt den anfänglich entspannten Trip in ein gefährliches und düsteres Abenteuer. Plötzlich geht es um Leben und Tod. Wer wird leben, wer wird sterben? Es liegt allein an Ihnen. Können Sie alle retten?

 


 

 


Kritik: Supermassive Games ("Until Dawn") hat mit "The Dark Pictures" den Grundstein für mehrere filmische Horror-Episoden im Serie-Format angekündigt. Die Episoden sind nicht miteinander verbunden und bieten jedes Mal aufs Neue eine brandneue Geschichte, ein neues Setting und neue Charaktere. Laut der Entwicklerschmiede ist bei über 39 Sub-Genres des Horrors die Vielfalt und der Ideenreichtum zu groß, um nur ein einziges Spiel zu erschaffen. Der Kurator ist zeitlos und zeichnet Geschichten über Leben und Tod auf. Diese verwahrt er in einer riesigen Sammlung, die jede jemals erzählte Geschichte enthält. Dieser Tätigkeit geht er seit Tausenden von Jahren nach. Er ist an gewisse Regeln gebunden und darf sich nicht in das Geschehen einmischen. Manchmal lässt er sich jedoch mitreißen, wenn er Dinge sieht, die die SpielerInnen verpasst haben. Jedoch darf er ihnen nicht direkt sagen, was. Daher gib er dezente Hinweise, in der Hoffnung, dass die SpielerInnen im Nachhinein seine Brillanz erkennen. Die erste Episode "Man of Medan" soll eine spannende Horrorgeschichte, in der man sich seinen tiefsten Ängsten stellen muss, beinhalten und bietet einen Koop-geladenen Survival-Horror wo alle spielbaren Charaktere überleben oder sterben können. Jede Entscheidungen hat Konsequenzen - was letztendlich über Leben oder Tod entscheiden kann. "Man of Medan" ist am 30.08.2019 für die stationären Next-Gen-Konsolen und Microsoft Windows erschienen ist. Ob die erste Episode "Man of Medan" den filmischen Horror im Kino-Format gut einfangen kann und der Koop-Part zu überzeugen weiß, steht auf einem anderen Blatt und wird im Laufe der Besprechung noch ausführlich thematisiert.

Die Geschichte handelt von einer Gruppe von fünf Leuten, die einen gemütlichen Tauchausflug machen wollten und sich nach nicht vorhergesehen Ereignissen auf einem alten, verlassenen Schiff wieder finden. Dort nimmt der Grusel auch schon seinen Lauf. Die Charaktere sind dabei sehr verschieden, was aber für den Verlauf der Handlung keine wirkliche Auswirkungen hat. Es gibt den schüchternen Nerd, den arroganten Geldsack, das nette Mädchen, das nicht so nette Mädchen und den mutigen Helden. Einfacher gesagt: Charakterzüge die bereits altbekannt sind und bereits in diversen Geschichten thematisiert wurden. Die Handlung hingegen hat einen tollen Einstieg und nimmt am Anfang richtig schön Fahrt auf. Zum Ende hin lässt sie allerdings ganz schön nach. Auf einen coolen Twist oder einen großen WOW-Effekt wartet man hingegen vergebens. Der Horror-Part, sofern man davon überhaupt sprechen darf, bestehen hauptsächlich nur aus Jumpscares und davon waren fast alle sehr vorhersehbar. Momente, die einem wirklich Angst machten oder einem eine Gänsehaut verpassten, gab es leider nicht. Auch fraglich ist, ob die Bezeichnung Horror-Spiel nicht zu weit her geholt ist, schließlich wirkt der Titel bis auf ein paar Jumpscares recht Handzahm für ein FSK-18 Horror-Spiel. Die Gefühle der einzelnen Charaktere hingegen fallen insgesamt sehr emotionslos aus und werden in gewissen Situationen falsch oder erst gar nicht rüber gebracht, was das ganze ziemlich unrealistisch wirken lässt.

Die Spielzeit insgesamt fällt leider recht kurzweilig aus, was aber bereits im Vorfeld bekannt war. Wir haben für den ersten Spieldurchlauf gerade Mal 3 Stunden und 15 Minuten benötigt, bis wir die Credits erreicht haben. Die Geschichte in "Man of Medan" wurde aber für eine längere Spielzeit auch nicht ausgelegt, wie es z.B. bei "Until Dawn" der Fall war, stellenweise wird man auch mit ziemlich dämlichen Dialogen konfrontiert. Die typischen Klischees wirken auch zu übersteuert, wodurch man nicht wirklich mit den Charakteren mitfiebern kann. Der einzige Lichtblick ist der Kurator, der dem Doktor aus "Until Dawn" ähnelt. Eine mysteriöse Figur, die das Spielgeschehen leitet und Lust auf eine eigene Story macht. Leider fallen seine "Hilfe"-Stellungen sehr fraglich und spärlich aus. Das Finale und die komplette fällt von der Auflösung her komplett vorhersehbar und an manchen Stellen sogar löchrig aus. Einige Storylines aus den Hinweisen, die man während des Spiels findet, werden leider nicht komplett aufgelöst bzw. führen in eine andere Richtung als die Hauptgeschichte. Man merkt leider zu jeder Zeit, dass die Entwicklerschmiede weniger Zeit in die erste Episode einfließen ließ, als bei "Until Dawn". Es wirkt gehetzt, nicht zu Ende gedacht und kommt komplett ohne Twist wie es noch bei "Until Dawn" der Fall war. Gerade durch diese Elemente und den tollen Charakteren hat "Until Dawn" so viel Spaß gemacht. Leider fehlen diese Elemente komplett in "Man of Medan", genauso wie der versprochene Horror- und Gore-Anteil.

Das Grundprinzip im Spiel hält sich auch in Grenzen. Man sieht viele Zwischensequenzen, kann ab und zu ein wenig herumlaufen, Gegenstände aufheben und untersuchen und die Quick-Time-Events meistern, bei denen man schnell die richtigen Tasten zur richtigen Zeit drücken muss. Das alles funktioniert zwar ziemlich gut, aber kommt an der Spielweise eines "Until Dawn" einfach nicht ran. Die Kamera begleitet einen dabei auf Spielfilm Niveau und lässt einen häufiger auf die Umgebung achten als ständig nur auf den Protagonisten. Ein nettes neues Feature ist außerdem der Offline-Koop-/ und Online-Koop-Modus. Beim Offline-Koop-Modus kann man das ganze Abenteuer mit nur einem Controller und fünf Freunden zusammen spielen. Dabei wählt jeder am Anfang einen Charakter aus. Der Online-Koop-Modus hingegen ist was ganz neues und lässt einem das Spiel mit einem Freund gleichzeitig erleben, was bedeutet, dass man zu zweit alle Charaktere im wechsel spielt.

Die Steuerung bei "Man of Medan" fühlt sich sehr träger an, als es beim "Until Dawn" der Fall war, einige Texturen flackern oder Laden erst später nach. Alles keine gravierenden Fehler, aber in der Summe zeigt sich auch hier der fehlende Feinschliff. Da hat die Entwicklerschmiede wohl die technischen Arbeiten etwas vernachlässigt. Das Spiel hat auch auf der PlayStation 4 Pro noch häufige Ruckler, was vor allem bei den Quick-Time-Events für Frustration sorgt. Das Problem kann jedoch ein ein zukünftiger Patch noch beheben, weshalb der Punkt nicht so gravierend ausfällt. Als unspielbar kann man "Man of Medan" jetzt nicht betiteln, jedoch ist in der heutigen Zeit es etwas nervig. Die Grafik hingegen ist mittlerer durchschnitt und nicht Next-Gen-Konform. Die Details, Lichteffekte und das Kino-Bildschirm-Format, sorgen jedoch für ein richtiges Spielfilm-Feeling. Das verlassenen Schiff wurde hingegen atmosphärisch dicht und mit einer Gänsehaut machenden Spannung in Szene gesetzt. Die die Wasser-Effekte hingegen hätten noch einen weiteren Feinschliff gut getan. Die sehen nämlich nicht mehr Zeitgemäß aus. Die FSK-18 Freigabe ist im Großen und Ganzen sehr fraglich. Schließlich wirkt der Titel recht Handzahm und unblutig. Für eine FSK-18 Freigabe ist man heutzutage einfach härteres gewöhnt.

Fazit: Mit einem Jahr mehr Entwicklungszeit hätte "Man of Medan" sicherlich auf große Begeisterung gestoßen, so hingegen stört der fehlende Feinschliff in diversen Bereichen doch sehr stark: Die schwammige Steuerung, die Animationen, die Wasser-Effekte oder Ruckler bremsen den Titel sehr stark aus. Für ein oder zwei gelungene Abende reicht dieses interaktive Spiel im Kino-Format jedoch aus, aber einen bleibenden Eindruck wie bei "Until Dawn" oder "Detroit Become Human" wird der Titel leider nicht erreichen, dafür harkt es einfach noch an zu vielen Ecken wie z.B. an authentischen Emotionen und tiefgründige Persönlichkeiten bei den einzelnen Charakter-Figuren um sich letztendlich besser in diesen hinein versetzen zu können, bessere und überraschende Jumpscares sowie Quick-Time-Events. Vor allem wesentlich mehr Horror-Elemente und Gore hätten den Titel vor dem versinken retten können. Zwar wird die Episode "Man of Medan" nicht als Vollpreis-Titel gehandelt, hätte ein Preis i.h.v. 20.- EUR ein besseres Preis-/Leistungsverhältnis bei den Mankos und der geringen Spielzeit erreichen können. So kann man jetzt nur noch hoffen, dass die nächste Episode "Little Hope" es besser machen wird.

Bewertung: 5|10

Grafik:
 (5/10)

Sound:
 (6/10)

Einzelspieler:
 (3/10)

Steuerung:
 (3/10)

Mehrspieler:
 (7/10)

Durchschnittliche Besucher-Wertung

5.0/10 rating 1 vote

 


Verkaufstart: 30. August 2019

Publisher: Bandai Namco Entertainment
Entwickler:
Supermassive Games
Homepage: www.de.bandainamcoent.eu/the-dark-pictures/man-of-medan

Verpackung: Keep Case
Anzahl Disk: 1
Wendecover: Nein

Bild: PAL HD 720p,1080i,1080p
Uncut: Ja
Spiel-Engine: Unreal Engine 4
HDR: Nein

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Russisch (Dolby Digital 5.1)
3. Englisch (Dolby Digital 5.1)
4. Italienisch (Dolby Digital 5.1)
5. Französisch (Dolby Digital 5.1)
6. Spanisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch
- Arabisch
- Russisch
- Englisch
- Italienisch
- Französisch
- Spanisch

Spielzeit: ca. 3 Stunden und 15 Minuten (10 Hauptmissionen)
Mehrspieler: Ja, 2-5 Spieler (lokal, abwechselnd); Online-Koop für zwei Spieler
PlayStation Plus notwendig: Ja, für Koop
Installation/Größe:
Ja / 29044 MByte
Schwierigkeitsgrad wären des Test: Leicht
Trophäen/Anzahl:
 Ja / 31
Schwierigkeitsgrad für die Trophäen: Leicht
Wiederspielwert: Hoch
In-Game-Käufe: Nein
Besonderheit: Offline mit bis zu 5 Spielern

Pro
 Cineastische Inszenierung
 Gute deutsche Sprachausgabe
 Packende Atmosphäre
 Entscheidungen formen den Verlauf der Geschichte
 Interessante Mehrspieler-Einbindung (Koop, Filmabend)

Contra
 Darstellung nicht immer flüssig
 Letterbox- Format sorgt für schwarze Bildränder
 Hakelige Animationen
 Wartezeiten stören Immersion im Koop- Modus
 manche Entscheidungen haben keine oder nur sehr geringe Auswirkungen
 Figuren sehr emotionslos
 Kaum Horror

Kritik Extras, DLCs, Spielzeit, Tops/Flops, Schwierigkeitsgrad und Trophäen
Neben den Hauptmissionen (10 Missionen) bietet "Man of Medan" einen offline-Modus mit bis zu 5 Spielern, wo jeder einen Charakter auswählt und diesen über einen Controller spielt. Der Controller muss dabei weiter gereicht werden. 
"Man of Medan" verfügt über automatische Speicherpunkte, die im Spielverlauf erfolgen. Manuelles Speichern ist nicht möglich, dafür kann jeder das Spiel eigenständig pausieren. Die automatischen Speicherpunkt liegen sehr human, scheitert man z.B. bei einer Quick-Time-Events, dann muss man die Mission nicht komplett von vorne beginnen. "Man of Medan" lässt sich vom Schwierigkeitsgraden nicht einstellen. Es stehen demnach keine Schwierigkeitsgrade zu Verfügung. Der Spielfortschritt wird bei beiden Spieler abgespeichert. Der Koop-Partner kann demnach eigenständig alleine oder mit jemand anderem den Spielfortschritt weiterspielen. Die Trophäen (31) sind sehr gut ausbalanciert und sind Offline und Online in mehreren Spieldurchläufe zu erhalten. Für alle Trophäen muss man jedoch auch Online gespielt haben. Die Spielzeit für die Hauptstory liegt sehr bescheiden bei 3-4 Stunden. Wir haben für die komplette Hauptmission gerade Mal 3 Stunden und 15 Minuten gebraucht. Nachdem die Hauptmission mit seinen 10 Missionen erfolgreich abgeschlossen wurde, ist das Spiel beendet. Man kann jedoch die einzelnen Missionen einzeln noch Mal auswählen und Spielen und sich ggf. anders Entscheiden. Bei einem Kaufpreis von 30.- EUR hätte die Spielzeit jedoch etwas höher ausfallen dürfen. Alternativ wäre ein Kaufpreis von 20.- EUR für die Episode wesentlich gerechter gewesen. Bleibt abzuwarten, was die nächste Episode kosten wird und wie hoch da die Spielzeit ausfallen wird, es kann aber nur besser werden.

Bewertung: 5|10

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Autor

Pascal Müller

Pascal Müller

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