!

Bereitsgetestet.de verwendet Cookies, um Ihnen bestimmte Funktionen zu ermöglichen und die Website dem Nutzungsverhalten der Besucher besser anpassen zu können. Wenn Sie die Website weiter nutzten, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Datenschutzerklärung

OK

Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Feb02

Crysis

Crysis

Originaltitel: Crysis
Entwickler: Crytek   
Plattformen: Pc, PS3, Xbox 360
Genre: First-Person Action/Science-Fiction

Freigabe: FSK-18
Mulitplayer:
Kein Multiplayermodus
Spielzeit: ca. 8 Stunden
Preis zum Test: 
20.- Euro

Inhalt: Der Planet Erde wurde im Jahre 2019 von einem Asteroiden getroffen und an dieser Stelle beginnt Crysis. Betroffen ist eine Inselkette und sofort sperrt die nordkoreanische Regierung das gesamte Gebiet. Doch die Rechnung hat man ohne die USA gemacht, denn auch die lassen eine Spezialeinheit in das Betroffene Gebiet bringen. Unerwartet explodiert der Meteroit und enthüllt ein 2 Kilometer hohes Raumschiff, dass durch ein Kraftfeld einen riesigen Teil der Inselkette einfriert. Die Folgen sind eine globale Klimaveränderung und was viel schlimmer wiegt, eine Invasion durch eine außerirdische Lebensform.

- Kritik -
 

Es war nur eine Frager der Zeit ...
Es ist genau fünf Jahre her, da Crytek Ihr Schlachtschiff "Crysis" für den PC rausbrachte und damit neue Maßstäbe für den First-Person Gamer gesetzt hat. Solch eine fantastische Grafik gab es bis dato nur vom Karibik-Shooter "Far Cry“" geboten, der 2003 die Gamewelt faszinierte. Nachdem die Videospielindustrie eingesehen haben, dass die Zukunft der Videospiele immer mehr richtig Konsole zusteuert, legte Crytek nach und brachte Ihre Fortsetzung "Crysis 2" eben Falls auch für die Next Genreration Konsole raus. Nach erfolgreicher Umsetzung für den Konsolen-Markt und positiven Feedbacks, war es nur eine Frager der Zeit, bis auch der Vorgänger einen würdigen Platz auf die Next Generation Konsole spendiert bekommt. Letztendlich ging alles sehr schnell und im gleichen Jahr, wo auch "Crysis 2" seinen Release feiert, schmiss Crytek auch Ihren ersten Erfolgshit "Crysis" auf dem Markt und veröffentlicht in einer abgespeckte Fassung "Crysis" bereits im Oktober 2011 als Digitales Medium für schlanke 20.- Euro für den PSN Network Store. Die Portierung war erfolgreich und der Release wurde gefeiert – Jedoch nur mit Teilerfolg! 

Die Fusion ist geglückt.
Für alle First-Person Freunde wohl mit Abstand eine der Wichtigsten Fragen überhaupt: Wie ist
die Handhabung gegenüber der PC-Variante und ist die Steuerung mit dem Gamepad überhaupt ertragbar? Die Frage können wir mit einem klaren "Ja" Beantworten, da Crytek die komplette Steuerung nahezu perfekt für das Gamepad angepasst hat und alle wichtigen Funktionen sinnvoll auf den Tasten verteilt hat. Die Nutzung des Nanoanzuges wurde entschlackt und auf das "Crysis 2"-Niveau gebracht. Gespielt wird aus der First-Person Ansicht mit einer abgespeckten Benutzeroberfläche wo man sich nur auf das wesentliche bezogen hat. Somit dürfte reichlich Spielraum für das betrachten der Umgebung oder das Anvisieren der Gegnerischen Truppen zu Verfügung stehen. Die Orientierungskarte in der linken ecke wurde auf das nötigste herunter gestuft und ist auch nur für die Orientierungspunkte der Nebenmissionen und Hauptmissionen brauchbar. Die Energie des Nanoanzuges sowie der Lebensenergie wurde schlicht und einfach gehalten und erfüllen Ihren zweck. Letzteres hätte unser Meinung nach auch komplette wefallen können, da heutzutage der Shooter-Gamer auf einer Lebensenergie-Anzeige nicht mehr angewiesen ist, leichteres, bis starkes einfärben des Bildschirmes hätte eben Falls ausgereicht. Die Anzeigen für Munition wurde gut positioniert und auf das nötigste begrenzt. Die Special-Fähigkeiten werden via Schultertasten aktiviert und visuell angezeigt. Grade die Stealthsfähigkeit wurde sehr schön umgesetzt und erzeugt auch fürs Auge eine angenehme Spielweise (siehe unten eingebettetes Bild). Die Panzerungsfähigkeit wurde bestmöglich gelöst, in dem nur der Rand mit verkachelten Ellipsen Symbolisiert wird und der Spieler nicht weitgehend beim Spielen beeinträchtigt wird. Die Maximumspeedfunktion betätigt man mit dem gedrückten R3 Stick, der auch für viele anderen Shooter zum Sprinten benutzt wird. Rundum gesehen, bekommt man ein gutes Gefühl beim Steuern der Hauptfigur und das auch unter stressigen Situationen. Negativ hin gegen waren die Verteilung der Special-Fähigkeiten im kompletten Spiel. So wird man grade am Anfang dazu gezwungen im Stealths-Modus zu verfahren, daman sonst recht schnell Entdeckt wird, auch wenn man sich im Busch oder hinter Bäumen versteckt hat. Im späteren Spielverlauf fällt das Versteckspielen komplett weg und man wird regelrecht genötigt im gepanzerten-Modus zu agieren, da das Spiel im späteren Verlauf deutlich Temporeicher und actiongeladen daher kommt. Da wäre eine bessere Aufteilung der Special-Fähigkeiten während des Spiels erwünschenswerert gewesen. 

Bilderrahmentauglich, aber nur auf dem ersten Blick.
In Anbetracht des hohen alters und der Tatsache, dass "Crysis" mit Abstrichen für die Next Generation Konsole Portiert wurde und man absichtlich auf eine abgespeckte CryEngine 3 wert gelegt hat, damit auch eine reibungslose und flüssige Portierung für die Konsole gewährleistet werden konnte, sollte man demnach kein "richtiges" und vorallem kein Grafikbombastisches "Crysis" erwarten, da die abgespeckte Umsetzung auch Ihre negativen Seiten mit sich bringt – Und es sind einige. Da die Portierung doch den einen oder anderen Fehler mit sich gebracht hat, sollte man sich vorab schon mal auf verwischte Texturen aus der Entfernung einstellen, gefolgt von leichten bis mittleren Ruckeln in brenzlichen Situationen oder bei Checkpoints und verschiedene Soundfehler wie z.B. das rapide wegfallen der Background Geräusche beim betreten von Gebäuden mit offenen Wänden. Getoppt wird das ganze von div. Texturfehler bei Objekten wie z.B. Wasserflaschen (sahen übrigens alle gleich aus und verfügen über fast keine Texturen), Holzkisten oder andere Gegenstände sowie auch bei den Aliens und bei fast allen Menschen ähnlichen Figuren. Letzteres zeichnet sich auch negativ davon aus, dass keine einzige Figur über Gesichtszüge wie z.B. Mimik verfügt und auch Steif und unnatürlich von Ihrer Bewegung her dargestellt wurden. Betrachtet man die ganzen negativen Aspekte, dann überschatten die regelrecht die wunderschöne Umgebungsgrafik die den Spieler regelrecht überwältigen und die sehr an dem Karibik-Shooter "Far Cry" erinnern. Auf dem ersten Blick ist die Umgebungsgrafik immer noch sehr atemberaubend und weiß zu überzeugen, aber auf dem zweiten Blick offenbart Sie auch Ihre hässliche Seite.

Schrecklich - Schrecklicher - Am Schrecklichsten - Crysis
Die künstliche Intelligenz (KI) ist grade bei First-Person Videospielen ein Thema für sich. Aber "Crysis" setzt dem ganzen die Krone auf. Verfolgt man den Weg einer Gegnerischen Figur, so fragt man sich wirklich, ob Crytek einem nicht für Dumm verkaufen wollte. Des Öfteren bekommt man Situationen geboten, wo Gegnerische Figuren an einem Vorbei laufen, neben einem stehen bleiben, im Türrahmen Deckung suchen oder eine "8" laufen. Eben so - und da Fragen wir uns bis heute ob das wirklich so gewollt war - Gab es bei den Aliens div. Situationen, dass die Urplötzlich direkt hinter einem standen und beim umdrehen nichts getan haben. Sie standen einfach nur da und sahen uns an. Es war der absolute Horror im positiven, aber auch negativen Sinn, da man grade mit so einer Aktion weiß Gott nicht gerechnet hat. Mehr Handlungsaktivität von den Aliens hätten wir da weiß Gott erwarten können. Betrachtet man jedoch die verschiedenen Schwierigkeitsgrade, wird man leider eines feststellen. Die KI bleibt weiterhin dumm. Der Schwierigkeitsgrad kann durchaus knackig und herausfordernd sein, jedoch zeichnet sich das hauptsächlich bei der Anzahl und Stärke der Gegnerischen Einheiten sowie der Munitionskapazität, die im erweiterten Schwierigkeitsgrad regelrecht im Keller versinkt. Neben dem Story-Modus, der etwa acht Stunden lang unterhalten kann, gibt es ansonsten nichts. Die Nebenmissionen waren schlicht und ergreifen zu flach gestrickt, da diese keine großartigen Herausforderung mit sich zogen und ohne Probleme oder Anstrengung wären der eigentlichen Hauptmission zu bewerkstelligen waren. Teilweise waren Sie identisch und durch die geringe Anzahl an Nebenmissionen (6) auch sehr enttäuschend.

Das Rund-um-Sorglos Paket bekommt man nur bei der PC-Fassung
Der Multiplayer-modus wurde ersatzlos gestrichen, obwohl die PC-Fassung über einen Multiplayer-Modus verfügt und grade der Modus für viele interessante und Unterhaltsame Stunden gesorgt hätte. So bleibt einem nur der Story-Modus, der weiß Gott nicht das Potenzial aufbringen konnte, was alleine ein Mehrspieler-Modus mit sich gebracht hätte.

 

- Fazit -

Betrachtet man die offene Level Struktur, die für mehr Freiraum beim bestreiten der Missionen sorgt, kombiniert mit den unterschiedlichen Special-Fähigkeiten, die eben Falls für Abwechslung sorgten, würde man zurecht behaupten können, man bekomme einen durchaus gelungen First-Person Shooter geboten, der mit den Großen Fischen mit schwimmen kann. Dem ist jedoch nicht so, wären da nicht die Massenhaft angesiedelten Bugs, Clippingfehlern oder die Einbrüche der Framerate. Ebenso der missacht und komplette Verzicht einer Mehrspielervariante sprechen nicht grade für das Spiel. Schade, denn letzteres hätte nicht nur den Wiederspielwert gesteigert, sondern auch die Spielzeit, die man in den Titel von Crytek investiert hätte. So bleibt es weitgehen nur eine Investition von 20.- Euro für etwa acht Stunden Spielspaß – Für ein Shooter der mit Großen Fischen mit schwimmen möchte, definitiv zu wenig.

Bewertung: 4 | 10

 

Grafik:            (7/10)
Sound:           (4/10)
Singleplayer:  (7/10)

Steuerung:     (9/10)
Mulitplayer:    (0/10)     

Durchschnittliche Besucher-Wertung

5.9/10 Bewertung (18 Stimmen)

 


 

- FACTS UND EXTRAS -

 

Verleihstart: 04. Oktober 2011
Verkaufstart: 04. Oktober 2011

Entwickler: Crytek
Verpackung: Digitales Medium
Wendecover: Nein

Ton: 
1.Englisch 
2.Deutsch 
3.Japanisch
4.Französisch
5.Spanisch
6.Italienisch
7.Russisch
8.Polnisch
9.Türkisch
10.Tschechisch

Untertitel: 
- Englisch 
- Deutsch 
- Japanisch
- Französisch
- Spanisch
- Italienisch
- Russisch
- Polnisch
- Türkisch
- Tschechisch

Spielzeit: ca. 8 Stunden 
Mulitplayer: nicht vorhanden
Installation/Größe: 
Ja / 4100 MByte
Schwierigkeitsgrad wären des Test: Normal
Trophäen/Anzahl: Ja / 41
Schwierigkeitsgrad für die Trophäen: Einfach
Wiederspielwert: sehr niedrig

Pro

 offene Level Struktur

 vereinfachte Steuerung des Nanoanzuges

 knackiger Schwierigkeitsgrad

 sehr viele Sprachen zur Auswahl

 sehenswerte Umgebungsgrafik

Contra

 nervendes Checkpunktsystem

 kein Multiplayermodus

 viele Bugs, die ein neu Start der Mission zu folge haben

 die KI teilweise miserable 

 viele Soundfehler

 viele Grafikfehler

 lange Ladezeiten

 instabile Framerate

 keine Sammelobjekte im Spiel versteckt (Schätze, Dokumente oder ähnliche Objekte)
 

Kritik Extras, Spielzeit, Tops/Flops, Schwierigkeitsgrad und Trophäen
Zwar sollte uns bewusst sein, dass mit dieser Portierung nicht Automatisch auch das Rundum-Sorglos-Paket für zahlreiche Unterhaltsame Stunden ins Haus kommt, könnte es aber im Bezug der Unterhaltung schon etwas mehr sein. So bleibt abgesehen von den Trophäen, die den Wiederspielwert etwas hoch drücken und auch human zu erreichen sind, nur noch der Story-Modus, der gerade mal 8-Stunden Unterhalten kann. Es gibt kein weiteren Spielmodi, die für weitere Unterhaltsamen Stunden sorgen könnten, kein Mehrspieler-Modus, keine Sammelobjekte oder Dokumente die im Spiel Entdeckt werden können – Nichts! Würde die Videospielindustrie extra nur für Videotheken eine Verleih-Version herstellen, wäre "Crysis" ein optimaler Kandidat dafür.

Bewertung: 1 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

2.7/10 Bewertung (3 Stimmen)

Autor

Pascal Müller

Pascal Müller

   

Spieltipp  

   

Statistik  

Filme: 1.442
Videospiele: 88
Specials: 105
Interviews: 62
Hardware: 9

Besuche Juli: 114.336
Belege können angefordert werden