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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Feb04

Left Behind

Left Behind

Originaltitel: Left Behind
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2014
Genres: Thriller, Action, Science-Fiction
Freigabe: FSK-16
Regie: Vic Armstrong

Darsteller: Nicolas Cage, Chad Michael Murray, Lea Thompson, Nicky Whelan, Martin Klebba u.a.

Preis: EUR 9,99




 

 

 

 


Story:
Rayford Steele (Nicolas Cage) ist ein erfahrener Pilot, doch als es bei einem scheinbaren Routineflug zu ausgeprägten Turbulenzen kommt, hat selbst er Probleme die Maschine zu steuern. Mit großer Not bekommt er das Flugzeug in den Griff, doch auf dem Boden ist derweil die Hölle losgebrochen: Ein infernalisches Beben stürzt die Erde in Dunkelheit und die Menschen verfallen in grenzenlose Panik. Als sich die Lage beruhigt, realisieren sie, dass alle Gläubigen und Kinder verschwunden sind - auch Rayfords Ehefrau ist plötzlich weg, wie er von seiner Tochter Chloe (Cassi Thomson) erfährt. Die Übriggebliebenen, die "Ungläubigen", verursachen derweil massives Chaos: Züge entgleisen, Geschäfte werden ausgenommen und Krankenhäuser sind prompt randvoll. Nun ist es an Rayford, den Kampf über den Wolken aufzunehmen und die Verantwortung für die Leben seiner vielen Passagiere zu übernehmen – und nicht nur für diese, denn bei den Vorgängen scheint eine höhere Macht im Spiel zu sein und der Pilot fürchtet um die Seelen aller übrigen Erdenbewohner. 
 

 


 

 


 

- Kritik -   

Finale – Die letzten Tage der Erde (englischer Originaltitel: Left Behind) ist eine Bestseller-Serie von Romanen der US-amerikanischen Schriftsteller Tim LaHaye und Jerry B. Jenkins. Sie veranschaulicht eine dispensationalistische Vorstellung vom Ende der Welt in der christlichen Eschatologie. (Wikipedia) 

Leser, denen die Romane bekannt sind, müssen für sich entscheiden, wie nahe die filmische Adoption der Vorlage kommt. Diejenigen – und da schließe ich mich ein – denen dieses apokalyptische Szenario unbekannt ist, werden nach Sichtung des Films womöglich hoffen, dass die Vorlage gänzlich anders ist, als ihnen dieses filmische Machwerk verkaufen möchte. Daher sei vorab erwähnt, dass ich daher nur den Film für sich bewerte, ohne über das Buch zu urteilen.

Generell mag ich Regisseur Vic Armstrong, ist er doch einer der besten Stunt-Koordinatoren der letzten 30 Jahre (James Bond: Stirb an einem anderen Tag) und zudem zeichnete er als Regisseur von „Joshua Tree“ für einen der besten Dolph Lundgren Filme überhaupt verantwortlich. Von diesem Actioner mal abgesehen, hat er nur eine Handvoll weiterer Filme inszeniert und im Nachhinein wünschte ich mir, er hätte sich nach seiner langen Regieabstinenz einen für ihn passenderen Stoff zugewandt. Vielleicht erneut etwas im Bereich Actionfilm, da kennt er sich ja aus, wie kaum ein Zweiter. Sein „Left Behind“ macht leider sehr deutlich, dass ihn zumindest diese Art Film - inszenatorisch wie dramaturgisch – überfordert hat.

Die Grundidee ist sicher interessant, doch was die Verantwortlichen auf den ahnungslosen Zuschauer loslassen, ist hanebüchen, dumm und vor allem ärgerlich. Jedes Klischee wird bedient: Nicolas Cage spielt einen Piloten, der eine Affäre mit seiner Stewardess hat und seine gläubige Frau (Lea Thompson) nicht mehr liebt, weil sich diese zu sehr der Bibel verschrieben hat. Cage´s Tochter (Cassi Thomson) ist genauso ungläubig, zeigt diese Abneigung auch gleich in ihrer ersten Szene am Flughafen, als sie sich bei einem „Rededuell“ einmischt, welches sich ein Flug-Gast mit einer Bibeltreuen Frau liefert. Weitere Beispiele könnten an dieser Stelle aufgeführt werden, doch es sei vorab verraten, dass all diese bösen Atheisten zur Strafe nicht in den Himmel gebeamt werden, sondern so lange verbannt auf der Erde verweilen, bis sie wieder an Gott glauben.

Wenn die Story schon so mies ist, dann wird doch zumindest die Action beziehungsweise das Chaos auf der Erde, welches nach dem Wegbeamen der Guten und gläubigen Menschen endstanden ist, einen nennenswerten Unterhaltungsfaktor einnehmen – sollte man meinen – dem ist aber nicht so. Ja, es gibt einige Unfälle und Ausschreitungen, die auch relativ gut und im Anbetracht des 15 Millionen Dollar Budgets zufriedenstellend eingefangen werden, doch das wirkt im Zusammenhang mit den Ereignissen einfach uninspiriert und lahm. Das Szenario ist einfallslos, ohne jegliches Aufkommen von Endzeit-Stimmung oder Atmosphäre und suggeriert eher den neuesten RTL Event Movie statt einen Kinofilm. Selbst der Einsatz des Scores langweilt auf ganzer Linie und ist fast immer fehl am Platze. 

Ok, wenn die Story so mies ist, kein dramaturgischer und spannender Aufbau gelingt sowie kaum Endzeit-Atmosphäre aufkommt, dann gibt es doch immer noch „Con Air“ Nic Cage! Der muss doch was reißen – sollte man meinen – dem ist aber nicht so. An ihm und an dem restlichen Cast – und das sollte fairerweise gesagt werden - liegt es am wenigsten, dass sich „Left Behind“ als absoluter Fehlschlag offenbart. Sicher, Cage nimmt seit einigen Jahren jede Rolle an, die ihm ein warmes Essen garantiert, doch er gehört noch immer zu den besten Schauspielern Hollywoods. Diese Rolle gibt ihm kaum Handlungsspielraum um zu zeigen, was er kann, da er fast nur am Cockpit sitzt und versucht, sein beschädigtes Flugzeug zu landen. 

 

Die Notlandung beziehungsweise das Finale ist aber ein Highlight – sollte man meinen – dem ist aber nicht so. Dennoch sei davon abgeraten, den Film vorab zu beenden, denn wie unser Kapitän das Flugzeug landet  - unter Mithilfe seiner Tochter – ist einfach zum Hände über den Kopf schlagen und gehört zweifellos zu den unfreiwillig komischsten Kino-Momenten des Jahres. Der Film ist mit einem Einspiel von 16 Millionen Dollar selbst  bei den so christlich angehauchten Amis gefloppt und wurde für 4 goldene Himbeeren nominiert - zu Recht!

 

- Fazit -

„Left Behind“ ist durch die Bank weg schlecht. Armstrong schafft es zu keiner Zeit, dem Film seinen Stempel aufdrücken. Er ist langweilig, inszenatorisch bestenfalls ausreichend, dumm und lässt Zuschauer unbefriedigt zurück. Nicht einmal für hartgesottene Cage-Fans zu empfehlen. Diejenigen, die sich nach Sichtung dieses Films trotz allem bekehrt fühlen sollten, haben währenddessen wahrscheinlich zu tief ins Glas geschaut, oder etwa nicht?

Wertung: 2|10 

Durchschnittliche Userbewertung

2.5/10 Bewertung (4 Stimmen)

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

Bluray Verleihstart: 01. Dezember 2014
Bluray Verkaufstart: 01. Dezember 2014

Publisher: NewKSM

Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild:  2,40:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 105 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)

2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Extras

  • Trailer vor Menüstart:
    -The Prince: Only God Forgives (1:29 Min.)
    -Wolf Creek 2 (1:47 Min.)
  • Interviews:
    -Cassi Thomson [Rolle Chloe Steele] (5:55 Min.)
    -Jordin Sparks [Rolle Shasta Carvell] (2:24 Min.)
    -Nicky Whelan [Rolle Hattie Durham] (6:06 Min.)
    -Nicolas Cage [Rolle Ray Steele] (5:58 Min.)[Deutsch untertitelt]
  • B-Roll (3:41 Min.)
  • Bildergalerie

Kritik Extras
Mit diversen Interviews der Stars, sowie B-Roll und Bildgalerie ist die Scheibe befriedigend bestückt. Es darf immer etwas mehr sein, aber es gibt deutlich bekanntere Titel, die weniger zu bieten haben. 

Wertung: 5|10 

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5.0/10 rating 1 vote
Kevin Zindler

Kevin Zindler

   

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