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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Aug23

In deiner Haut

In deiner Haut

Originaltitel: The Secret 
Herstellungsland: Frankreich
Erscheinungsjahr: 
2007

Genre: Thriller, Drama
Freigabe: FSK-12
Regie: 
Vincent Perez 

Darsteller: David Duchovny, Olivia Thirlby, Lili Taylor u.a.

Ben's geliebte Ehefrau Hannah und seine Tochter Sam werden Opfer eines schrecklichen Autounfalls. Gerade als die Ärzte befürchten, Sam verloren zu haben, wandert Hannahs Seele in ihren Körper. Somit überlebt Sam, ihre Mutter Hannah jedoch stirbt. Als Sam erwacht, befindet sich die Seele ihrer Mutter in ihrem Körper. Hannah entscheidet, Sams Leben für sie fortzuführen, bis sich die Seele ihrer Tochter dazu entschließt, zu ihrem eigenen Körper zurückzukehren. Es beginnt eine turbulente Zeit für eine Mutter, die sich im Alltag eines Teenagers zurechtfinden muss, sowie für einen Vater, der zwischen der Liebe zu seiner Ehefrau und Tochter hin und her gerissen ist.

- Kritik -

„In deiner Haut“ ist ein Remake des japanischen Films „Himitsu“ aus dem Jahre 1999. Könnte man anhand der Storyangabe evtl. auch eine Komödie im Stile von „Big“ mit Tom Hanks erwarten, ist „Si j'étais toi“ (Originaltitel) in Wirklichkeit ein zu anrührendes Drama, das jedoch daran krankt, das die komödiantischen Einflüsse nicht wirklich in die Inszenierung passen wollen.


 
„The Secret“ (Internationaler Titel) besticht vor allem durch die überraschend souverän agierende Olivia Thirby, die Bens Tochter Samantha spielt. Die Wandlung zwischen den beiden Charakteren und der Entwicklung von Sam/Hannah stellt sie wunderbar differenziert da. Die Unterschiede in der Porträtierung der Figuren, insbesondere die Problematik, die die 36jährige Frau im Körper eines Teenagers fühlt, wirkt absolut glaubwürdig. Sie schafft es tatsächlich den Zuschauer Glauben zu machen, das zwei unterschiedliche Menschen in diesem Körper stecken. Durch diese tolle Vorstellung lässt sie auch über vieles weitestgehend hinwegsehen. So bleibt Lili Taylor als Sams Mutter recht blass und kommt über ihr Rollenklischee nicht hinaus. Auch David Duchovny, der noch nie ein ganz großer Mime war, überlässt Thirby bereitwillig die Bühne, enttäuscht jedoch nicht, bleibt insgesamt in der Darstellung seiner Figur aber recht unscheinbar und setzt keine nennenswerten Akzente.


 
Das größte Manko des Films besteht jedoch darin, das die unglaubwürdige Ausgangssituation von Ben alias Duchovny viel zu schnell und problemlos akzeptiert wird. Auch die Problematik, das seine Frau im Körper seiner Tochter steckt wird viel zu wenig bedacht und maximal oberflächlich behandelt. Hier wäre eine einfühlsamere, subtilere Inszenierung dringend nötig gewesen, denn die einzige offensichtliche Reaktion des Vaters auf die Situation besteht darin, das er nicht mehr mit seiner Frau schlafen will. Dazu fügte Regisseur Vincent Perez, eher als Schauspieler bekannt – so spielte er z.B. die Hauptrolle in „The Crow 2“ - , absichtlich oder unabsichtlich komödiantische Sequenzen ein, die sich leider nicht nahtlos in die eigentlich ruhige und ernste Stimmung von „In deiner Haut“ einfügen wollen. Des weiteren nervt der Streifen zu Beginn mit einer ganzen Batterie an Klischees, was sich jedoch nach dem Unfall recht schnell ändert. Im Verlaufe der Handlung bewegt man sich zwar zeitweise sehr grenzwertig in recht bekannten Klischeevorurteilen, bekommt jedoch immer noch rechtzeitig die Kurve und verlässt diese ausgetretenen Pfade, bevor es peinlich wird.


 
Doch der Film hat genug Substanz und Ideen, um darüber größtenteils hinweg sehen zu können. Besonders schön funktioniert die Erzählebene, in der Hannah diesen Körperwechsel als zweite Chance versteht und nun alles nachholen will, worauf sie seinerzeit aus Liebe zu ihrem Mann verzichtet hat. Hier zeigt Perez durchaus, das er in der Lage ist, Szenen etwas subtiler zu gestalten und lässt insbesondere Thirby, die nach ihrem Auftritt in „Juno“ eine weitere Glanzleistung abliefert, eine Menge Raum. Auch der Soundtrack ist hervorragend und ordnet sich perfekt der Stimmung unter, ohne je aufdringlich zu wirken. Besonders schön ist das eigentliche Ende gelungen, wenn Mutter und Tochter schlussendlich doch noch ihren eigenen Weg finden und sich Sam bewusst wird, was passiert ist. Die Szenen die dann noch kommen, sind überflüssig. Allerdings ist die Lösung für dieses inhaltlich passende Ende recht unglaubwürdig und ein wenig unbefriedigend. Produziert wurde das Projekt übrigens von Luc Besson, der auf den Stoff durch Erzählungen seiner Frau aufmerksam wurde. 


 
- Fazit -

Ein schönes, teilweise hervorragend gespieltes Liebesdrama, das jedoch mit seinen zahlreichen Einflüssen nicht wirklich umgehen kann. Etwas weniger wäre mehr gewesen. Aber absolut sehenswert und packend ist „In deiner Haut“ definitv.

Bewertung: 6.5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

5.8/10 Bewertung (4 Stimmen)

- DVD FACTS & EXTRAS -

 

DVD-Verleihstart:  02.05.2008
DVD-Verkaufstart: 19.06.2008
- Single Disc 
 
Label: Ascot Elite
Verpackung: Keep Case
 
Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Französisch (Dolby Digital 5.1)
 
Untertitel:
- Deutsch
 
Bild: 1.85:1 (16:9) 
Laufzeit: ca. 89 Min.
Uncut: Ja 
 
Extras:

  • Making of [17:44]
  • Trailer 

Extras: 
Schade! Denn allzuviel gibt es leider nicht. Neben dem deutschen Trailer und einem weiteren Trailer zu „Penelope“ ist nur noch ein recht kurzes, 18 minütiges Making of enthalten. Das bietet zwar lobenswerter Weise deutsche Untertitel und ist auch recht informativ, aber ins Detail geht es natürlich bei dieser Laufzeit nicht. Ein Audiokommentar von Perez, Thirby oder Duchovny wäre lohnenswert gewesen.

 

Bewertung: 4 | 10

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Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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