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Sep06

I Come With The Rain

I Come With The Rain

Originaltitel: I Come With The Rain
Herstellungsland: Spanien, Hongkong, Irland, Frankreich
Erscheinungsjahr: 2009
Genre: Thriller
Freigabe: FSK-16
Regie: Tran Anh Hung
Darsteller: Josh Hartnett, Elias Koteas u.a.

Kline ist einer der besten Cops von Los Angeles. Bis er in der Gewalt des perversen Serienkillers Hasford die Hölle auf Erden durchlebt. Seelisch und körperlich gebrochen, quittiert er den Dienst und schlägt sich fortan als Privatdetektiv durch – mehr schlecht als recht. Eine neue Mission soll Kline von seinem Trauma erlösen. Im Auftrag eines mächtigen Magnaten reist er nach Südostasien, um dessen vom Erdboden verschluckten Sohn Shitao ausfindig zu machen. Schnell kommt Kline zu der Überzeugung, dass Shitao nicht mehr am Leben sein kann. Doch dann gibt es eine erste Spur in Hongkong, die den Amerikaner geradewegs zu dem brutalen Gangster Su und dessen drogenabhängige Freundin Lili führt – und einem mysteriösen Geheimnis, das den angeschlagenen Detektiv endgültig den Verstand rauben könnte...

- Kritik -

Nachdem Josh Hartnett vor fast zehn Jahren auf dem besten Weg war, ein Teenstar zu werden trat er auf die Notbremse und entschied sich immer öfter für Rollen, welche man ihm nicht unbedingt zugetraut hätte. In letzter Zeit scheint sich Hartnett auch zu dem experimentellen Film, welcher gängigen Konventionen entgegen tritt, hingezogen zu fühlen. Der hier besprochene "I Come With The Rain" und der bald folgende "Bunraku" sind diesbezüglich beispielhaft.

"I Come With The Rain" ist harter Tobak. Regisseur Hung inszenierte einen äußerst schwermütigen, zähen, melancholischen und verwirrenden Thriller und schreckt auch nicht davor zurück die Passionsgeschichte mitsamt offensichtlich christlicher Symbolik in den Film einfließen zu lassen.

Wie man unschwer erahnen kann, ist ein solcher Mix nicht unbedingt jedermanns Sache, da Hungs Film sehr experementierfreudig daherkommt und sich in keinster Weise an irgendwelchen Konventionen des gängigen Genrekinos festhält. "I Come With The Rain" erfindet selbstverständlich auch nicht im Subgenre des experimentellen Films das Rad neu, ist aber zweifelsfrei für Personen, die sich noch nicht mit den "etwas anderen" Filmen beschäftigten, eine Herausforderung.

Die Dialoge des Films, welche in einem Thriller oder dialoglastigen Film grundsätzlich stimmig sein müssen, da sie eine tragende Säule einnehmen, sorgen leider dafür, dass das Fundament in sich zusammen bricht. Sie sind unglaublich hölzern, aufgesetzt unheilschwanger und manches Mal pseudo-philosophisch, was dafür sorgt, dass das Zuhören regelrecht in Arbeit ausartet. Problematisch ist auch die Erzählkunst des Regisseurs, da auch hier gegen den Strom geschwommen wird und eine auf dem Papier eigentlich stringente Geschichte unnötig verkompliziert wird. Man könnte fast sagen, dass Hung das Geschehen viel zu verworren präsentiert, da es laufend Flashbacks und abgehackt anmutende Schnitte gibt, welche es unmöglich machen dem Film ohne Probleme zu folgen.

Auch die Spielzeit ist für einen derartigen Film schlichtweg zu lang. Die Dialoge sind, wie bereits erwähnt, sehr zäh, was im Umkehrschluss dafür sorgt, dass einem zarte fünf Minuten, manches Mal wie eine halbe Stunde vorkommen. Des Weiteren bietet der Plot auch keinen wirklichen Nährwert, sodass man sagen kann, dass achtzig Minuten völlig ausreichend gewesen wären. Zu erwähnen sind noch die mitunter sehr radikalen Spitzen, welcher der Film bietet. Ohne Vorwarnung wird es sehr brutal und der Film wechselt in kleinere Gewaltexzesse über, welche sich nicht wirklich homogen in ein von Grund auf heterogenes Ganzes einfügen wollen.

Auf der Habenseite verbucht der Film allerdings durchweg gute Darstellerleistungen. Speziell Hartnett sticht hervor und kann als abgefuckter Ex-Cop mehr als überzeugen. Es bleibt zu hoffen, dass er in naher Zukunft wieder einen Hit landet und Hollywood medienwirksam zeigen kann, dass er sich zu einem der besten Darsteller seiner Generation gemausert hat.    

 

- Fazit -

"I Come With The Rain" ist ein kruder, verworrener und mit unglaublich zähen Dialogen bestückter Thriller geworden, der krampfhaft versucht mehr zu sein, als er ist. Spätestens bei dem Versuch die Passionsgeschichte plump in den Film zu integrieren, kann man nur noch mit dem Kopf schütteln.

Bewertung: 3.5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

6.6/10 Bewertung (5 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: -
DVD Verkaufstart: Im Handel

Label: Ascot Elite
Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch

Bild: 2.35:1 
Laufzeit: ca. 109 Minuten
Uncut: Ja

Extras
  • Trailershow
  • Making Of

Kritik Extras
Die Extras sind sehr spartanisch ausgefallen und bieten kaum Unterhaltungswert. Das Making Of ist mit knapp über zehn Minuten sehr kurz geworden und kann keinen interessanten Einblick in das Leben hinter den Kulissen bieten.

Bewertung: 2 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

6.0/10 rating 1 vote
Giuliano Bertini

Giuliano Bertini

   

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