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Jul11

Schock - Hammer Edition 11

Schock - Hammer Edition 11

Originaltitel: The Quatermass Xperiment
Herstellungsland: Großbritannien

Erscheinungsjahr: 1955
Genres: Horror, Thriller, Science-Fiction
Freigabe: FSK-12
Regie: Val Guest

Darsteller: Brian Donlevy, Jack Warner, Margia Dean u.a.

Preis: EUR 27,49




 

Story: Eine Rakete stürzt in England ab und versetzt eine Kleinstadt in Panik. Hinzu gerufene Experten können nur noch den Tod von zwei der drei Astronauten feststellen, welche von Professor Quatermass (Brian Donlevy) auf eine umstrittene Mission in die Tiefen des Weltraums geschickt wurden. Der dritte Astronaut, Victor Carroon (Richard Wordsworth), verhält sich merkwürdig apathisch- und beginnt, zunächst unbemerkt, eine grauenhafte Verwandlung…

 


 

 


 

- Kritik -   

Die britischen Hammer-Films-Studios stehen heute vor allem als Synonym gotischer Horrorfilme rund um Dracula oder Frankenstein, doch ihre Wurzeln hatten Hammer-Films in anderen Genres, vor allem im Kriminalfilm und Thriller. Mit dem 1955 erschienenen Schwarzweiß-Film "Schock" legte das Studio dann auch einen Science-Fiction-Stoff vor, dem dann nur kurze Zeit später die große Welle an Horrorfilmen folgte. Regisseur Val Guest war bereits vor "Schock" für Hammer tätig gewesen, u.a. "Robin Hood, der rote Rächer" (1954). Ihm oblag es, das erste Abenteuer rund um Wissenschaftler Quatermass zu realisieren, wofür natürlich nur ein begrenztes Budget zur Verfügung stand. Die Figur des Quatermass war 1953 für eine sechsteilige Fernsehserie ersonnen worden und wurde nun auf die Kinoleinwand übertragen. 

Aus heutiger Sicht begründete "Schock" eine Trilogie von Quatermass-Filmen aus den Hammer-Studios. Dem ersten Abenteuer folgte schnell "Feinde aus dem Nichts" (1957), wo erneut Brian Donlevy unter der Regie von Val Guest den Prof. Quatermass gab. Erst zehn Jahre später wurde mit "Das grüne Blut der Dämonen" (1967) und Andrew Keir als Quatermass unter der Regie von Roy Ward Baker der Zweiteiler mit einer späten Fortsetzung zur Trilogie gemacht. "Schock" startete im September 1955 in den britischen Kinos, während Deutschland erst ein halbes Jahr später im Mai 1956 folgte. Der Film hatte zunächst für seine, nach damaligen Maßstäben, vorhandenen Härten eine Freigabe ab 18, wurde inzwischen aber längst auf "frei ab 12 Jahren" herunter gestuft.

In einer Zeit nach der Mondlandung und den großen Quantensprüngen in der Tricktechnik kann der über 60 Jahre alte Film heute nicht mehr schockieren oder zum Staunen animieren. Einen gewissen Charme kann man ihm aber nicht absprechen, wobei ein großes Lob auch Richard Wordsworth (1915-1993) gebührt. Ohne Worte bringt er in Verbindung mit immer noch ordentlich aussehenden Make-up-Effekten die Wandlung von Carroon überzeugend rüber. Obwohl die große Berühmtheit ausblieb hatte der Schauspieler immer wieder Engagements, auch bei Hammer. So war er u.a. in "Frankensteins Rache" und "Der Fluch von Siniestro" zu sehen.

Protagonist Quatermass kommt dabei weniger gut weg. Während man mit dem einer Verwandlung unterworfenen Astronauten noch empathisch mit fiebern kann, hält Quatermass seine Mitstreiter und dabei auch den Zuschauer auf Abstand. Er bellt vor allem Befehle durch die Gegend, welche zwar die Forschung voran treiben, aber wenig sympathisch wirken. Wenn er sich am Ende nach der Lösung des Konflikts vom Tatort abwendet vermittelt er nicht zwingend das Bild eines zielstrebigen Wissenschaftlers und Weltverbesserers sondern das eines Ignoranten, der aus der Tragödie nichts gelernt hat.

  

- Fazit - 

Mit für damalige Verhältnisse sehenswerten Make-Up-Effekten und moderatem Budget präsentiert Val Guest das erste Kinoabenteuer von Prof. Quatermass in einem Sci-Fi-Film, der es versteht, den Zuschauer mit rätseln zu lassen, was in der Rakete geschehen ist. Auch die spätere Jagd auf den überlebenden Astronauten und die Spur der Verwüstung und des Todes, welche dieser hinterlässt, können sich sehen lassen. Die Auflösung der Geschichte gerät indes so generisch wie simpel und kann mit dem Spannungsaufbau nicht mithalten. Auch die außerirdische Bedrohung verliert deutlich an eben jener Bedrohlichkeit, sobald sie die menschliche Form hinter sich gelassen hat. Nichts desto weniger ein unterm Strich zumindest vielversprechender Auftakt in den Sci-Fi-Reigen aus dem Hause Hammer.

Wertung: 5|10 

Durchschnittliche Userbewertung

5.0/10 rating 1 vote

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verleihstart: 03. Juni 2016
BD Verkaufstart: 03. Juni 2016

Publisher: Anolis

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,66:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 82 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 2.0 Mono)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 2.0 Mono)
3. Audiokommentar (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel:
- Deutsch
- Audiokommentar

Extras

  • Audiokommentar mit Val Guest und Marcus HearnAudiokommentar mit Dr. Rolf Giesen
  • Alternative Filmfassung: dt. Kinofassung
  • Interview mit Val Guest (8 Min.)
  • Interview mit Val Guest, 2008 (37 Min.)
  • "From Reality to Science Fiction" mit Val Guest (11 Min.)
  • "A Creeping Xperiment" – Vergleich zw. britischer Originalfassung und amerikanischer Fassung (7 Min.)
  • US-Trailer (2 Min.)
  • US Titelsequenz (1 Min.)
  • Englische Super-8-Fassung (27 Min.)
  • Deutscher Comic (16 Min.)
  • Deutsche Filmprogramme (5 Min.)
  • Bildergalerie (2 Min.)

Kritik Extras
Bei den Neuveröffentlichungen alter Hammer-Studio-Filme aus dem Hause Anolis ist man inzwischen bereits Superlativen gewöhnt. Trotzdem freut man sich immer wieder, wenn sich eine weitere gelungene Veröffentlichung hinzu gesellt. Auch "Schock" ist eine Bereicherung für jede Hammer-Studio-, Sci-Fi-Klassiker- und Horror-Sammlung geworden, welche die Entscheidung zum Erstkauf genauso einfach macht wie die zum Upgrade. Schon die Erstveröffentlichung (damals noch auf DVD) aus dem Jahr 2003 war mit verschiedenen Bonusmaterialien und beiden deutschen Tonspuren ausgestattet. Die Blu-ray-Neuauflage von 2016 bietet (fast) all das und noch deutlich mehr. Unter den Tisch gefallen sind dabei lediglich die 24-minütige Episode "World of Hammer: Science Fiction" sowie das Booklet von Uwe Sommerlad. "Schock" erscheint als 11. Beitrag zur Hammer-Blu-ray-Edition von Anolis in drei verschiedenen Varianten. Zwei reguläre Blu-rays lassen den Käufer zwischen zwei verschiedenen Cover-Versionen (natürlich alle mit Wendecover ohne FSK-Kennzeichnung) wählen. Für einen kleinen Aufpreis gibt es den Film auch im schicken Mediabook inkl. Booklet. Ansonsten ist die Ausstattung aller drei Varianten jedoch identisch- und über jeden Zweifel erhaben. Neben zwei sehr hörenswerten Audiokommentaren gibt es beide deutsche Synchronisationen und zwei weitere Filmfassungen (die dt. Kinofassung und die engl. Super-8-Fassung). Darüber hinaus enthalten ist noch einen Vergleich zwischen der englischen und der amerikanischen Fassung des Films. Sowohl das Feature "From Reality to Science Fiction" als auch zwei Interviews stellen Regisseur Val Guest in den Mittelpunkt während verschiedene Galerien, Trailer und Clips das Gesamtpaket abrunden. Mit drei Versionen des Films, deutschem und englischem Audiokommentar, Interviews und verschiedenen Features und Clips lässt die Blu-ray keinerlei Wünsche offen. Außer natürlich den Wunsch: noch viele weitere Filme aus dem Archiv von Hammer Films auf diese umfangreich bestückte und so liebevoll wie sachkundig zusammengestellte Weise veröffentlicht zu bekommen.

Wertung: 9|10

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9.0/10 Bewertung (2 Stimmen)
Dominik Starck

Dominik Starck

   

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