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Sep01

Masters of the Universe

Masters of the Universe

Originaltitel: Masters of the Universe
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 1987
Genres: Action, Science-Fiction, Abenteuer, Fantasy
Freigabe: FSK-12
Regie: Gary Goddard
Darsteller: Dolph Lundgren, Frank Langella, Meg Foster, Billy Barty, Jon Cypher u.a.

Skeletor (Frank Langella) hat den Planeten Eternia erobert und die mächtige Zauberin von Greyskull in seine Gewalt gebracht. Das Schicksal des Universums scheint besiegelt. Doch noch besteht Grund zur Hoffnung: He-Man (Dolph Lundgren), der stärkste Krieger von Eternia, und seine Freunde Teela und Man-at-Arms sowie der Erfinder des kosmischen Schlüssels Gwildor (Billy Barty), haben Skeletor den Kampf angesagt. Mit Mühe und Not und der Hilfe des kosmischen Schlüssels, gelingt ihnen die Flucht zu einem anderen Planeten, der Erde. Die alles entscheidende Schlacht bahnt sich zwischen den Schergen Skeletors und He-Man und seinen Freunden an.

- Kritik -

Michael Bays Transformers und Stephen Sommers G.I. Joe sind  nicht die ersten Verfilmungen, die auf einer beliebten und bekannten Spielzeugreihe beruhen. Bereits 1987 wagte sich Gary Goddard an die Live-Action-Umsetzung von Mattels He-Man und seinem Erzfeind Skeletor und bekam zu diesem Zweck ein unglaublich hohes Budget von mehr als 15 Millionen Dollar zugesprochen. Selbstverständlich kann man die eingesetzten Special Effects, Masken, pyrotechischen Effekte und Setbilder nicht mit heutigen Produktionen vergleichen, aber in Hinblick auf die Zeit, muss man anerkennen, dass man als Zuschauer durchaus etwas ansprechendes präsentiert bekommt. Doch dazu später mehr.

Fans der Franchise werden nicht müde zu erklären, dass Masters of the Universe ungemein wenig mit der Cartoonserie oder den Spielzeugen zu tun hat, wodurch viele Fans sich wünschen würde, dass diese Verfilmung nie das Licht der Projektors erblickt hätte. Gerade in Bezug auf die mächtig auftrumpfenden und mit Special Effects zugedonnerten Transformers-Verfilmungen, hört man immer wieder den Wunsch nach einer adäquaten Verfilmung, die sich deutlich enger am Original orientiert. Als jemand, der zwar mit He-Man und Co. groß geworden, aber die Spielfiguren und den Cartoon nicht so innig ins Herz geschlossen hat, wie manch anderer, kann ich nicht umhin und bestätigen, dass Masters of the Universe als He-Man-Adaption nur bedingt tauglich ist. Als Fantasy-Action-Film der 80er ist er aber durchaus akzeptabel, aber leider auch nur Mittelmaß.

Die Entscheidung den Plot Großteils auf die Erde zu verlagern, ging wohl ein wenig mit dem Budget einher. Für Eternia wären sicherlich aufwendigere und somit kostspieligere Sets von Nöten gewesen. Bei diesem Makel kann man als Fan noch mit Ach und Krach ein Auge zukneifen. Viel schwieriger ist es hingegen zu akzeptieren, dass nur auf eine handvoll der bereits existierenden (Spiel-)Figuren zurückgegriffen wurde. Das Ensemble um He-Man, dessen Freunde sowie Skeletor und seinem Gefolge bietet eine illustre und üppige Auswahl, aus der man ohne Probleme hätte auswählen können. Doch statt  vorgefertigte Figuren in die Handlung einzubetten, erfand man kurzerhand ein paar Charaktere, welche natürlich im nach hinein auch im örtlichen Spielwarengeschäft als Actionfigur gefunden werden konnten. So findet man auf der Seite der Guten neben He-Man, Man-at-Arms, Teela auch noch die Figur des Gwildor, welcher ein wenig als Ersatz für Orko dienen sollte. An Skeletors Seite findet man Evil-Lyn, Beastman und die drei neu erdachten Bestien: Saurod, Blade und Karg.

Dolph Lundgren als He-Man ist (visuell) sicherlich die mit Abstand beste Wahl gewesen, auch wenn sein schauspielerisches Talent doch arg zu wünschen lässt. Frank Langellas Darstellung des Skeletor ist durchaus ansprechend, leider schränkt die durchaus gelungene Gummimaske seine Mimik arg ein. Neben Langellas Performance, sticht die junge Courteney Cox (Friends, The Longest Yard) am meisten hervor und zu guter Letzt kann noch James Tolkin als Detective Lubic positiv hervor gehoben werden. Der Rest des Casts hingegen ist bestenfalls als durchwachsen zu bezeichnen. Billy Barty wurde in seiner Rolle als Gwildor sogar für die goldene Himbeere nominiert. Zu seiner Rettung sei jedoch gesagt, dass er, wenn man ehrlich ist, längst nicht so schlecht ist, wie seine blassen Kollegen, allen voran Teela (Chelsea Field).

Neben der Razzie-Nominierung war Masters of the Universe in der Lage einen Saturn- und einen International Fantasy Film Award zu gewinnen und erhielt sogar eine Nominierung als bester Science Fiction Film und für die besten Special Effects (beides für die Saturn Awards). Gegen die damalige Konkurrenz in Form von Predator und RoboCop hatte der Film aber ungleich schlechtere Karten. Wie bereits erwähnt sind die visuellen Effekte als solche, in der Regel wirklich ansprechend und kommen relativ häufig zum Einsatz. Eifrig finden Schusswechsel statt, die zuweilen an Star Wars erinnern, was nicht zuletzt an den, in schwarze Uniformen gezwängte Handlangern Skeletors  liegt, welche doch ein wenig an einen Hybrid aus Darth Vader und einem Sturmtruppler erinnern. Glücklicherweise werden die meisten Kämpfe als Feuergefechte ausgeführt, denn die Schwertkämpfe sind alles andere als berauschend und wirken extrem einstudiert und undynamisch. Der Thronsaal, der neben Gwildors Höhle im Yoda-Style, die einzige Location auf Eternia ist, ist großzügig in Szene gesetzt. Die Kostüme und Masken sind solide, aber gerade im Vergleich zur erwähnten Konkurrenz aus demselben Jahr eher bescheiden, dafür bekommt man jedoch mehr unterschiedliche Figuren präsentiert. Alles in allem ist Masters of the Universe visuell zwar nicht der ganz große Schuss, aber er spielte damals durchaus in der Oberliga mit.

 

- Fazit -

Masters of the Universe ist ein trashiger Film, der den Charme der 80er ausstrahlt, hölzerne Darsteller, banale Dialoge, nervige Sidekicks und Synthesizer-Musik runden das Bild ab. Für Trash-Fans und Nostalgiker durchaus eine Empfehlung wert und für einen ruhigen Sonntagnachmittag gut geeignet. Wer den Film damals nicht zu Gesicht bekommen hat, wird heute wohl seine liebe Mühe haben, He-Man und Skeletor etwas abzugewinnen.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Userbewertung

7.8/10 Bewertung (16 Stimmen)

 

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 
DVD Verkaufstart: 06. November 2009

Publisher: Winklerfilm

Verpackung: Keep Case (Amaray) 
Wendecover: Ja

Bild: 1,85:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 100 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 2.0)
2. Englisch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel: 
- Deutsch

- Englisch

Extras

  • Original Kinotrailer
  • Audiokommentar von Regisseur Gary Goddard

Kritik Extras
Regisseur Gary Goddard kommentiert den 100-minütigen Film und bietet viele interessante Fakten zu und einen informativen Blick hinter die Kulissen der He-Man-Verfilmung. Ansonsten findet man nur noch einen Original-Trailer, darüber hinaus ist leider Ebbe auf der Disc, was in Betracht des alten Films leider nicht weiter verwunderlich ist.

Wertung: 4|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

4.0/10 Bewertung (3 Stimmen)
Sascha Weber

Sascha Weber

   

Spieltipp  

   

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