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Okt09

DVD Kritik: Hassel - Staffel 1

DVD Kritik: Hassel - Staffel 1

Originaltitel: Hassel
Herstellungsland: Schweden, Deutschland, Belgien

Erscheinungsjahr: 2017
Genre: Drama, Thriller, Krimi, Serie
Freigabe: FSK-16
Regie: Amir Chamdin, Erik Eger, Eshref Reybrouck

Darsteller: Ola Rapace, Aliette Opheim, Wilma Lidén
 u.a.

Wir danken eye see movies für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


 

Inhalt: Roland Hassel (Ola Rapace), abgebrühter Kommissar in den Vororten Stockholms, ermittelt mit seiner Einheit „Triton“ an der Grenze zur Legalität. Als Yngve Ruda, Roland Hassels Ziehvater und Mentor, brutal ermordet wird, entschließt sich der erschütterte Hassel, seine eigenen Undercover-Ermittlungen aufzunehmen. Er hat Ruda alles zu verdanken, und so ist Hassel wie besessen von der Idee, dessen Mörder zu finden und ihn zu rächen. Dabei gelten Hassels eigene Regeln: Gerechtigkeit hat für ihn nichts mit Justiz zu tun. Selbst der brüchige Frieden mit seiner Freundin Daniela und deren Tochter Vida steht bei dieser Operation auf dem Spiel. Gefangen in der Abwärtsspirale seiner eigenen Besessenheit, würde er dennoch alles tun, um die Beziehung zu retten, denn noch einen Verlust könnte er nicht verkraften.

 


 

 


Kritik: Die 10-teilige Serie HASSEL ist ein knallharter Cop-Thriller in bester skandinavischer Machart und erinnert mit Ola Rapace (SKYFALL - 007, WALLANDER) als Protagonist Roman Hassel an das ganz große Starkino. Die Krimiserie kommt dabei düster und sehr realistisch anmutend daher und erzählt in zehn Episoden die Kriminalfälle der schwedischen Romanfigur Roman Hassel. Der Detektiv ermittelt in Stockholm, wo die Anzahl der Verbrechen immer weiter zunimmt. In den dunklen Straßen der schwedischen Hauptstadt sind Gewalt und Korruption allgegenwärtig. Die Geschichten des Autors Olov Svedelid über den schwedischen Kommissar Roland Hassel begeistern Krimileser bereits seit 1972 weltweit. Die Serie erinnert an Filme wie DIRTY HARRY, DEPARTED, LINE OF DUTY und IM ANGESICHT DES VERBRECHENS und wurde 2017 im Rahmen der Nordischen Filmtag in Lübeck ausgezeichnet. Die Heimkinoauswertung erfolgt auf DVD und Blu-ray in einem Digipak im Schuber am 16. September 2019 bei eye see movies. Mehr zur der Serie könnt ihr in unserer Kritik nachlesen.

Wer bisher nun dachte, schwedische Fernsehunterhaltung bestehe nur aus PIPI LANGSTRUMPF, MICHEL AUS LÖNNEBERGA oder gar MADITA, hat sich mal so ganz richtig geirrt. Auch die Skandinavier können sehr wohl die eine oder andere harte Krimiserie aus dem Hut zaubern. HASSEL ist der pure menschliche Abgrund, kriminell, korrupt und gewalttätig. Verbrechen lassen sich besser mit gleichen Mitteln bekämpfen und wenn dabei die eine oder andere schwedische Krone abfällt, warum sich zieren. Sollte natürlich einer aus der Ermittlungsgruppe Triton in Schwierigkeiten geraten, wird zusammengehalten. Wird jemand aus der Gruppe angegangen, wird das geregelt und handelt es sich dabei auch noch um Mord und das auch noch an Hassels Ziehvater, wird’s erst recht persönlich.

Die Serie präsentiert sich recht düster und dreckig. Keiner der Charaktere hat eigentlich Sympathien verdient, denn jeder hat "Leichen" im Keller oder verhält sich selbstsüchtig, dennoch gibt es Zusammenhalt. Hassels Familienverhältnisse bergen auch nicht gerade die heile Welt. Seine Freundin, ein streitsüchtiges Weib, seine Stieftochter, die in ihrer eigenen Welt lebt, und dann gibt es noch den wirklichen Vater, der im Knast sitzt und bald auf freien Fuß kommt. Sein Ziehvater und Vorgesetzter ist auch kein gutes Vorbild. So nimmt er billigend Korruption und Gewalt hin und deckt seine Ermittler. Dazu hatte auch dieser ein dunkles Geheimnis, das ihn verfolgte und sein Leben kostete. Jeder in der Ermittlungsgruppe Triton hat keinerlei Skrupel, Gewalt anzuwenden. Die Sonderermittlerin ist nur ein Rädchen, das von anderer Stelle gesteuert wird und über allem stehen Saubermänner- und Frauen, die versuchen, ihren eigenen Dreck zu verschleiern. Hass, Liebe, Wut, Abscheu, Besessenheit und Freundschaft stehen hier ganz eng beieinander. Diese Serie zieht einen mit in den Abgrund und man möchte wissen, wie tief ist dieser Sumpf eigentlich.

Dabei lässt sich nicht leugnen, dass auch diese Serie etwas ihre Längen hat. Bei rund zehn Episoden sind diese aber zu verschmerzen. Auch der Charakter der Internen-Ermittlerin wirkt etwas daneben konstruiert, da sie zwar immer wie wild am ermitteln ist, aber irgendwie gar nichts herausfindet oder gar bewirkt. Geschweige denn, ein ernstes Problem für Triton werden könnte. Erst im letzten Drittel kommt sie endlich mal etwas in Fahrt, wirkt für die Gruppe und Hassel aber weiterhin nie wirklich gefährlich. Dazu noch die nervtötende Freundin, irgendwann wollt ich diese nur noch auf den Mond schießen, dennoch, ist ihre Rolle inkl. Stieftochter für den weiteren Verlauf nicht gerade unerheblich. Dafür kommt der Plot um Hassel nie zur Ruhe, entweder ist es ein gejagter Krimineller, ein Unterweltboss, seine gestörte Stieftochter, seine Kollegen oder seine noch gestörtere Frau/Freundin. Hassel ist definitiv Dreh- und Angelpunkt der Serie und auch derjenige, der den Zuschauer zum weiterschauen zwingt.

Neben dem Interesse, wer hinter der Ermordung von Hassels Ziehvater steckt, wird auch noch der echte Vater von Hassels Stieftochter ins Licht des Interesses gerückt. Denn obwohl dieser im Knast sitzt, scheint er einiges zu wissen und zur Gefahr zu werden. Dies aber nicht nur für Hassel und seine Familie, sondern auch für andere. Die Serie ist spannend, dreckig und hart und auch wenn es ein paar Defizite bezüglich Storyline und Darstellung gibt, so überwiegen dennoch die positiven Punkte. Für Freunde europäischer Krimiserien, die nicht immer nur die glattgebügelten und äußerst sauberen amerikanischen Vertreter des Krimis Genres sehen wollen, ist HASSEL ein absolutes Muss. Und auch die geneigten NAVY CIS, BLUE BLOODS, CHICAGO P.D. u.s.w. Zuschauer sollten mal einen Blick auf HASSEL riskieren, denn diesen dürften weder Er noch Sie bereuen.

Fazit: Hassel ist der Polizist, der ohne Grenzen auf eigene Faust ermittelt. Spannend inszeniert und recht düster gehalten kommt schnell Thriller Stimmung auf. Im Gegensatz zu den teils langatmigen Krimis aus unserer Republik, serviert die skandinavische Regie einen entschlossenen und skrupellosen Hauptdarsteller, der sich auf die Jagd nach den Mördern seines geliebten Mentors macht. Abstriche zu den großen Hollywood-Blockbustern muss man machen, dafür stehen 450 Minuten Spielzeit auf dem Programm, die nett verstrickt wurden. Luft nach oben ist also noch da, aber der Weg nach unten ist ebenfalls nicht unerheblich tief. Im gesetzten oberen Mittelfeld kann HASSEL eine kleine Duftnote hinterlassen, die man noch ausbauen kann. Wer Lust und Zeit auf was Neues in Sachen Krimi-Thriller hat, kann hier ruhig mal zugreifen, Zeitverschwendung sieht anders aus!


Durchschnittliche Userbewertung

7.0/10 rating 1 vote

 

Verkaufstart: 16. September 2019


Publisher: eye see movies (Staffel 1)

Homepage: themroc.com/film/aktuelles/hassel-staffel-1/

Verpackung: Digipak im Schuber
Anzahl Disks: 3
Wendecover: Ja, abzieh FSK-Logo

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 450 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Schwedisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Episoden­anzahl: 10

Extras:
12 -seitiges Booklet

Kritik Extras
Bist auf ein 12-seitiges Booklet mit interessanten Hintergrundinformationen erschien die HASSEL-Veröffentlichung mit kein nennenswerten Bonusmaterial. Schade!

Durchschnittliche Besucher-Wertung

2.0/10 rating 1 vote
Sascha Gilke

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