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Apr16

The Thing

The Thing

Originaltitel: The Thing
Herstellungsland: USA, Kanada
Erscheinungsjahr: 2011
Genre: Horror, Thriller, Science-Fiction
Freigabe: FSK-16
Regie: Matthijs van Heijningen Jr.
Darsteller: Mary Elizabeth Winstead, Joel Edgerton, Eric Christian, Olsen Adewale, Akinnuoye-Agbaje, Ulrich Thomsen u.a.


 

Inhalt: In der Antarktis stößt eine Gruppe norwegischer Forscher während einer Expedition im ewigen Eis auf ein außerirdisches Raumschiff, in welchem sie auf eine scheinbare tote Kreatur treffen. Aus Neugier wird ein Experiment an dem Wesen durchgeführt, welches aber fatale Folge mit sich bringt; zahlreiche Mitglieder der Crew werden getötet. Die wenigen Überlebenden müssen nun um ihr Leben kämpfen und das Wesen an der Flucht hindern, bevor es die Zivilisation erreichen kann. Dies ist aber leichter gesagt als getan, denn das Wesen kann jede Lebensform nachbilden, ohne auch denn Hauch eines Unterschiedes. Es stellt sich nun für die verbliebenen Forscher die Frage, wie sie das Wesen aufhalten und töten können. Aber wem kann man noch vertrauen, schließlich könnte jeder das "Ding" in sich tragen?

 


 

Kritik: THE THING aka DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT stieß anno 1982 nur auf wenig Gegenliebe beim Publikum und der Kritik. Regisseur John Carpenter war seiner Zeit wieder einmal voraus, denn mittlerweile gilt der Streifen nicht nur als einer seiner besten Filme, sondern auch als ein Meilenstein innerhalb des Genres. Daher waren die Reaktionen auf eine weitere Version des Howard- Hawks-Klassikers aus dem Jahre 1951 sehr gemischt. Viele befürchteten, dass der mehrfach ausgezeichnete Werbe-Clip-Regisseur Matthijs van Heijningen Jr. aus dem sehr düsteren und ernsten Carpenter-Werk eine auf Hochglanz polierte Horror-Mainstream-Ware machen würde.  Was darf man sich nun also von der eher unerwünschten Neufassung erwarten?

Bereits im Vorfeld war die Marschrichtung klar: Man wollte kein klassisches Remake des Carpenter-Films drehen, sondern die Vorgeschichte erzählen – ein Prequel eben.  Wenn man sich nun jedoch entscheidende Impulse versprach, wird man weitestgehend enttäuscht, denn die Handlung läuft über weite Strecken inhaltlich deckungsgleich ab, auch wenn Drehbuchautor Eric Heisserer - der schon das lauwarme Remake zu NIGHTMARE ON ELM STREET und FINAL DESTINATION 5 als Autor zu verantworten hatte – einige schöne Details für die Fans einfließen ließ, die wirklich ideal zum Carpenter-Streifen überleiten oder eine Verbindung herstellen. Doch wirklich relevant unterscheidet sich der Ablauf nicht, so dass es im Grunde eben doch auf ein Remake hinauslief – was jedoch nicht automatisch ein kritikpunkt sein muss, wenn es denn gut gemacht wurde.

Um sich einiges zu ersparen: THE THING hinkt seinem großen Vorbild in allen Punkten hinterher. Er schafft es weder, die bedrückende Abgeschiedenheit als wichtiges Handlungselement einzufangen, noch den entsprechenden Spannungsbogen aufzubauen.  Waren im 82er-Original Paranoia und Misstrauen ganz tragende Säulen, verhebt sich Heijningen Jr. , als er versucht, die Stilistik eines Carpenter einzufangen. Wenn der einstmals große Meister des Genres nur etwas Blut und eine kleine Flamme brauchte, um eine ungemeine Spannung und dichte Atmosphäre aufzubauen, scheitert der Spielfilm-Debütant beim Versuch, dieses zu kopieren. THE THING hat jedoch wesentlich größere Probleme als die handwerklich akzeptable, jedoch innovationsfreie Regie des Niederländers: Einerseits bleiben die Charaktere blass, mehr als austauschbare Figuren wird man nicht finden, da ist niemand der den Film tragen kann oder der auch nur im Ansatz die Präsenz eines Kurt Russell besitzt. Zudem hatte Carpenter den Mut, sich einer klassischen Identifikationsfigur zu verweigern und zeichnete selbst seine Hauptfigur als durchaus unangenehme Person, was im Jahr 2011 scheinbar nicht mehr möglich ist. Des Weiteren vertraute das Studio dem ursprünglichen Cut nicht, verlangte CGI-Einbindungen, die die klassischen handgemachten Effekte weitestgehend ersetzen sollten, was eine Verschiebung des Starttermins zur Folge hatte. Jetzt muss man zur Ehrenrettung sagen, dass diese Computereffekte überwiegend durchaus akzeptabel bis gut ausgefallen sind, in ihrer künstlichen Perfektion jedoch nur selten an die Intensität der 82-er Effekte anknüpfen können. Viel ärgerlicher ist da ein fast komplett neu gedrehtes Finale, das überhaupt nicht überzeugt und fast nur auf Schauwerte setzt, die der Film an sich nicht gebraucht hätte und nun als das erscheinen was sie sind: Auf „die Schnelle“ eingefügt und nur des reinen Effektes zuliebe. Dass dann einige Kulissen, gerade im Finale, wie aus einer Low-Budget-Produktion entliehen wirken, sollte einer fast 40-Millionen-Dollar-Produktion ebenfalls nicht passieren.

Doch das klingt alles fast schon zu kritisch, denn im Grunde ist THE THING trotz aller Schwächen ein durchaus spannender und packender Horror-Thriller geworden, der im aktuellen Genre-Vergleich sicherlich zu den stärkeren Vertretern der Studio-Produktionen gezählt werden darf und dem man alleine schon deswegen einen finanziellen Erfolg gewünscht hätte. Doch der blieb aus: Gerade einmal 28 Millionen Dollar spielte der Streifen weltweit ein – ein Desaster wenn man das Budget bedenkt. Wie gesagt: Schade, denn ein guter Genrefilm gelang Heijningen Jr.  Absolut: Er legte sich nur mit dem falschen Vorbild an und konnte nur verlieren. Hier  wäre ein handfestes Sequel wesentlich gewesen, als ein halbgarer Neuaufguss. Und wenn man bedenkt, dass Carpenter ein Treatment zu dieser Fortsetzung seit Jahren in seiner Schublade hat, könnte man verzweifeln ob der Ignoranz in den Studioetagen.

Fazit: Kein Vergleich zum Carpenter-Film, da dieser wesentlich stimmiger war und Stärken abseits der reinen Story entwickelte. Wer sich von diesem Vergleich jedoch lösen kann, bekommt einen spannenden, packenden Horror-Thriller vorgesetzt, dem ein wenig mehr Rücksichtslosigkeit auf die aktuellen Sehgewohnheiten gut getan hätte, aber trotzdem noch überraschend sauber unterhält – vom fast schon katastrophalen Finale einmal abgesehen. Bedeutend besser als gedacht, schlechter als gewünscht. Trotzdem: Eher eine positive Überraschung.

Bewertung: 7|10

Durchschnittliche Userbewertung

8.8/10 Bewertung (11 Stimmen)

 DVD Verkaufstart: 22.03.2012
DVD Verleihstart: 15.03.2012 

Label: Universal Pictures
Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 98 Minuten 
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)
3. Kommentar (Dolby Digital 2.0 Stereo) 

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch
- Dänisch
- Finnisch
- Norwegisch
- Schwedisch

Extras:
*Filmkommentar mit Regisseur Matthijs van Heijningen Jr. und Produzent Eric Newman 
*7 unveröffentlichte / erweiterte Szenen (9:16 Min.)   
*THE THING entwickelt sich (13:55 Min.) 
*Feuer & Eis (4:48 Min.)
*4 Trailer beim Start der DVD

Kritik Extras:
Akzeptabel bis gut, wobei man sicherlich auf den ursprünglichen Cut gehofft hatte – da wäre ein vergleich mal sinnvoll gewesen. Der Audiokommentar ist gelungen, wenngleich etwas handzahm und die erweiterten Szenen bzw. kurzen Dokumentation sind informativ, allerdings bedeutend zu kurz. Annehmbar.

Bewertung: 6 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

6.0/10 rating 1 vote
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