!

Bereitsgetestet.de verwendet Cookies, um Ihnen bestimmte Funktionen zu ermöglichen und die Website dem Nutzungsverhalten der Besucher besser anpassen zu können. Wenn Sie die Website weiter nutzten, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Datenschutzerklärung

OK

Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Okt14

The Man From Nowhere

The Man From Nowhere

Originaltitel: Ahjeosshi
Herstellungsland: Südkorea
Erscheinungsjahr: 
2010
Genre: Action, Thriller, Drama
Freigabe: 
FSK-18
Regie: Lee Jeong-beom
Darsteller: Won Bin, Kim Sae-ro, Thanayong Wongtrakul u.a.

Tae-Sik lebt zurückgezogen und geht seiner Tätigkeit als Pfandleiher nach. Als sich seine Nachbarin durch einen Drogendiebstahl mit einem mächtigen Kartell anlegt und die Ware in seinem Pfandhaus versteckt, wird er unfreiwillig in die Sache hineingezogen. Die Nachbarin wird samt ihrer Tochter So-mi entführt und Tae-sik wird gezwungen, einen Job für das Kartell zu übernehmen, will er sie wiedersehen. Schnell wird ihm klar, dass er damit zur Marionette der Drogenbosse wird und es keinen Ausweg mehr gibt. Doch das Kartell hat nicht mit einem  Pfandleiher gerechnet, der ein ausgebildeter Special Agent ist.

- Kritik -

Bei einem Wettbewerb für Originalität dürfte der südkoreanische „The Man From Nowhere“ vermutlich leer ausgehen, erinnert der Film doch von der Handlung recht stark an Filme wie „96 Hours“ oder „Man on Fire“. Doch wie bereits Cameron mit „Avatar“ bewies, muss ein Film nicht unbedingt vor Originalität sprühen, wenn Inszenierung und Umsetzung stimmen. Ähnliches kann man mit gutem Gewissen auch „The Man From Nowhere“ attestieren, mit neuartigen Ideen hält sich Lee Jeong-beoms Werk stark zurück, jedoch will das am Ende nicht störend auffallen, denn das Gesamtpaket stimmt einfach. 



Nachdem man den Film gesehen hat, wird einem vermutlich zunächst die direkte und schnörkellose Action in Erinnerung bleiben, dabei fängt „The Man From Nowhere“ überaus verhalten, fast schon geizig an. Die 18er-Freigabe lässt brutale Fights und allgegenwärtige Gewalt vermuten, doch Jeong-beom geht viel cleverer vor und webt ein geschicktes Netz um seinen mysteriösen Hauptcharakter Tae-Sik (Won Bin). Tae-Siks Art und Weise ist im Grunde genommen ein wandelndes Klischee: wortkarger, zurückgezogener Kerl, der auf eine lebhafte und tragische Vergangenheit zurückblicken kann. Doch Inszenierung und Won Bins Schauspiel verhindern, dass es langweilig wird. Kleine Akzente formen den Charakter und das Spiel mit der kleinen So-Mi (Kim Sae-ro) bietet genug Möglichkeiten, um neue Facetten aufzudecken, ohne jemals alles zu enthüllen. Ebenso bleiben die ersten Actionszenen der Vorstellungskraft des Zuschauers überlassen, da man diese schlichtweg nicht zeigt. Nach und nach steigert sich jedoch der Gewaltgrad und dem Zuschauer wird die Action nicht mehr vorenthalten. Spätestens nachdem Tae-Siks Hintergrund gelüftet wird, bekommt der Zuschauer unverfälschte Action. Effizient, schnörkellos, simpel und effektiv werden Tae-Siks Kampfkünste präsentiert und der Schnitt passt sich diesem Stil nahtlos an. Dabei bleibt Tae-Sik jedoch nicht der unverwundbare Killer, sondern bekommt auch sein Fett weg, was ihn, in Kombination mit einem einfachen Flashback, menschlicher macht. 



„The Man From Nowhere“ hat jedoch mehr als nur Action zu bieten, auch emotionale Akzente werden gesetzt, die einen nicht kalt lassen. Sei es der erwähnte Flashback, der überaus simpel ist, seine Wirkung jedoch nicht verfehlt oder der Blick auf die menschenverachtenden Umstände, in denen die Kinder leben müssen. Die Schraube wird auch hier angezogen und als Zuschauer bekommt man immer Spitzen zu spüren, die sich ins Rückgrat bohren. Nur allzu häufig ist es bei koreanischen Filmen leider so, dass ein Genre-Mix zusammengepanscht wird, bei dem nur einige wenige Töne wirklich getroffen werden. Gerade aufgesetzter Humor oder ein vor Pathos triefendes Finale, das plump auf die Tränendrüse drückt, kommen da in den Sinn. „The Man From Nowhere“ vermeidet fast vollständig diese Stolperfallen, lässt lediglich Raum für zwei leicht deplatzierte Kerle, die für ein paar Witze sorgen sollen. Wie bereits erwähnt, sind die Emotionen in „The Man From Nowhere“ ehrlich und glaubhaft, ohne übertrieben pathetisch zu wirken. 



Jeong-Beom beweist hier ein gutes Händchen für Dramaturgie, Action und Emotionen, wird dabei astrein von seinem Hauptdarsteller unterstützt, der den Film fast im Alleingang trägt. Doch auch die Jungdarstellerin Kim Sae-ro passt perfekt in ihre Rolle und harmoniert im Zusammenspiel mit Won Bin. Es gibt zwar noch viele weitere Darsteller im Film, fast schon zu viele, doch diese wirken vornehmlich am Rand und bringen lediglich die richtigen Impulse für Handlung und Film. Jedoch sei noch der charismatische Bösewicht Ramrowan (gespielt vom Thailänder) Thanayong Wongtrakul) erwähnt, der für einen sehenswerten Zweikampf mit Tae-Sik sorgt. 
 


- Fazit -

„The Man From Nowhere“ ist ein ergreifendes Action-Spektakel, dass nicht mit Emotionen geizt. Innovation findet man hier zwar nur tröpfchenweise, aber das tut wenig, bis gar nichts zur Sache, denn Inszenierung und Dramaturgie sitzen punktgenau. Won Bin, der bereits in „Mother“ seine Fähigkeiten zeigte, überzeugt als Actionheld mit Charisma und physischer Präsenz. Definitiv sehenswert.   

Bewertung: 8 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

6.5/10 Bewertung (6 Stimmen)

- DVD Facts und Extras -

 

DVD Verleihstart: 10.05.2011
DVD Verkaufstart: 27.05.2011 

Publisher: Splendid
Verpackung: 
Amaray (Keepcase)
Wendecover: Ja

Ton:
1. Deutsch Dolby Digital 5.1
2. Koreanisch Dolby Digital 5.1

Untertitel: 
- Deutsch
- Niederländisch

Bild: 16:9 (2,35:1) 
Laufzeit: ca. 114 Minuten
Uncut: Ja

Extras:

  • Trailer


Kritik Extras
Obligatorische Trailer, sonst findet man nichts auf der Disc.   


Bewertung: 1 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

8.0/10 rating 1 vote
Sascha Weber

Sascha Weber

   

Spieltipp  

   

Statistik  

Filme: 1.442
Videospiele: 88
Specials: 105
Interviews: 62
Hardware: 9

Besuche Juli: 114.336
Belege können angefordert werden