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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Dez09

The Fourth Phase

The Fourth Phase

Originaltitel: The Fourth Phase
Erscheinungsjahr: 2016
Herstellungsland: Österreich, USA

Genre: Abenteuer, Action, Dokumenation
Freigabe: FSK-12
Regie: Jon Klaczkiewicz
Darsteller: Travis Rice, Jeremy Jones, Ben Ferguson u.a

Preis zum Test: EUR 12,99
 


 

Inhalt: Der amerikanische Snowboarder Travis Rice ist ein begabter Innovator,der schon immer an die Grenzen des Möglichen gegangen ist. Aber er will mehr. Während er gemeinsam mit seinem Mentor Bryan Iguchi das unberührte Backcountry seiner Heimat Wyoming erkundet, plant Rice den Plot für eine 26.000 Kilometer lange Reise, die dem Wasserkreislauf am Nordpazifik folgt. Auf den gewaltigen Bergriesen Asiens und Nordamerikas kreieren Schnee und Eis traumhaft schöne Landschaften. Auf seiner Reise begleiten Rice die innovativsten Snowboarder der Welt, darunter Mark Landvik (USA), Eric Jackson (USA), Mikkel Bang (NOR), Jeremy Jones (USA) und Victor de Le Rue (FRA). Von den Bergen Japans über die Vulkane Russlands bis zu den spektakulär abgelegenen Gipfeln Alaskas: Rice und seine Crew müssen alle Herausforderungen überwinden, die ihnen die unwirtliche Natur stellt. Es warten unzählige Hürden, und Rice weiß genau, dass von seinen Entscheidungen viel abhängt.

 


 

 


 

- Kritik - 

Neben seinen Energy Drinks ist Red Bull nicht minder berühmt für seine Extremsportler. Die Liste ist lang, die Erfolge der Sportler sogar noch länger. Rekorde werden aufgestellt, Grenzen ausgelotet und neue Standards werden gesetzt. Red Bull versteht sich auch sehr gut darauf, seine Events medial zu inszenieren. Man denke nur an Red Bull Stratos am 14. Oktober 2012, welcher allein auf YouTube zu seinen Spitzenzeiten 8 Millionen Zuschauer verzeichnen konnte. Mittlerweile ebenfalls sehr bekannt, sind die Dokumentationen, die von Red Bull Media House produziert werden. THE FOURTH PHASE ist der dritte Film, bei dem Snowboarder Travis Rice mit Freunden die Welt bereist und zeigt, was sie zu leisten vermögen. 
 

Travis Rice bezeichnet mit der vierten Phase den Zustand des Wassers (neben fest, gasförmig und flüssig) und versucht dem Zyklus des Wassers durch die Welt zu folgen. Ein groß angelegter Plan führt ihn dabei unter anderem nach Japan, Russland und selbstverständlich in die USA. Zugegeben, der Aufhänger wirkt recht aufgesetzt, dient aber als halbwegs roter Faden, um die Reise um die Welt zu erklären. Doch so pathetisch die hochtrabenden Worte auch zu Beginn auch wirken mögen, so griffig erfolgt die Inszenierung in Bild und Ton, dass man direkt eingesogen wird. Immer wieder greift Rice seine Idee auf, umreißt und erläutert sie. Wirklich verständlich oder glaubwürdig wird die Idee dabei jedoch nie. Das Kernstück des Films bleiben aber ohnehin die Snowboard-Künste von Rice und seinen Freunden. Allerdings stellt sich leider nie dieses Gefühl der besonderen Verbindung ein, die diese Sportler verbindet. Alles wirkt deutlich isolierter und losgelöster, als es bei THE ART OF FLIGHT der Fall war. 

Für die Snowboard-Szenen werden alle Register gezogen. Die Sportler fliegen förmlich durch die Luft, streifen Baumspitzen, schlagen Salti, Schrauben und Pirouetten. Lassen eine Leichtigkeit bestaunen, die in keinem Zusammenhang mit der Leistung zu stehen scheint. Hubschrauber setzen die Snowboarder auf oder an unwegsamen Bergspitzen ab, an Steilhängen, deren Bezwingung eher einem kontrollierten Fall ähneln müsste, als einer Abfahrt. Doch die Extremsportler gleiten den Schnee hinunter und zeigen eindrucksvoll, weshalb sie zur Elite der Snowboard-Szene gehören. Ihren fast schon übermenschlichen Fähigkeiten zum Trotz, sind sie am Ende jedoch immer nur ein Spielball der Natur. Und diese lässt sich längst nicht immer bezwingen. So entpuppt sich eine unberührte Schneefläche als zu hart, um befahren werden zu können. Macht den Sportlern und der Regie damit einen Strich durch die Rechnung. Deutlich dramatischer der Moment, in dem Travis Rice von einer Lawine erfasst wird und der Ausgang ungewiss ist. Was zunächst als kontrollierte Abfahrt startet, entwickelt sich im wahrsten Sinn des Wortes zu einem Rennen um Leben und Tod. Diese Szene ruft dabei unwillkürlich die Schlagzeile um die junge Snowboarderin Estelle Balet in den Kopf. Diese wurde im April 2016 von einer Lawine erfasst und verunglückte dabei tödlich. Die Bilder in THE FOURTH PHASE zeigen eindrücklich, dass die Natur trotz aller Erfahrung, Absicherung und Fähigkeiten unkalkulierbar ist. 

Ein wichtiger Bestandteil des Dokumentarfilms ist auch die musikalische Untermalung. Die Auswahl ist breitgefächert, jedoch trifft man nicht immer den richtigen Ton und scheitert manches Mal an der Symbiose zwischen Bild und Ton. Bedauerlich, wenn man sieht, wie gut die Momente funktionieren, in denen die Musik wirklich perfekt auf die Bilder abgestimmt ist. Inszenierung und Kamera zeigen sich jedoch von einer sehr guten Seite. Sämtliche Bilder sind herausragend eingefangen, vermitteln das richtige Gefühl für die Ästhetik des Sports, die Extrema der Situationen und die Dynamik der Abfahrt. Was aus einem Blickwinkel simpel erscheint, wird durch einen veränderten Kamerawinkel in eine andere Perspektive gerückt und zeigt dadurch, was hier Herausragendes geleistet wird.

 

- Fazit -

THE FOURTH PHASE greift eine etwas hanebüchene, aber auch charmante Idee auf und nutzt sie als Prämisse für eine Reise auf die Gipfel der Welt. Im Zentrum des Films stehen aber ohnehin die Abfahrten der begabten Extremsportler, die dynamisch und eindrucksvoll eingefangen sind. Nicht ganz so gut gelungen ist die musikalische Untermalung und leider bleiben die verschiedenen Sportler recht gesichtslos. Einzig Moderator und Sportler Travis Rice bleibt durch seine Präsenz in Erinnerung. Nicht vergessen sollte man die Rolle der Natur, die sich nicht immer zuvorkommend zeigt, gleichzeitig aber die Schönheit des Sports erst möglich macht.

Bewertung: 7.5|10

Durchschnittliche Userbewertung

8.0/10 rating 1 vote

 


 

- BD FACTS UND EXTRAS - 

 

BD Verkaufstart: 25. November 2016
BD Verleihstart:  25. November 2016

Label: Studio Hamburg Ent.
Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Nein

Bild: 1,78:1 (1080i)
Laufzeit: ca. 90 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Unbekannt 2.0 Stereo)

Untertitel:
Keine

Extras:

  • Making Of (7:30)
  • Behind the Scenes (6:51)
  • Outtakes (5:02)
  • Crash Landing (2:12)
  • Built to Fly (4:23)
  • Trick Analysis (1:02)
  • Know Before You Go (5:18)

Kritik Extras:
Im ersten Moment lesen sich die Extras ganz vielversprechend. Making Of, Behind the Scenes, Outtakes, Crash Landing oder Built to Fly lächeln den interessierten Zuschauer an. Dahinter verstecken sich jedoch recht kurze Clips, die leider allein auf Grund ihrer Laufzeit, etwas oberflächlich bleiben und wenig Tiefe bieten.

Bewertung: 5| 10

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Sascha Weber

Sascha Weber

   

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