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Aug27

The 5th commandment

The 5th commandment

Originaltitel: The 5th commandment
Herstellungsland: USA 
Erscheinungsjahr: 
2008
Genre: Action
Freigabe: FSK 18 (kJ)
Regie:
 Jesse V. Johnson

Darsteller: Rick Yune, Keith David, Dania Ramirez u.a.

Anno 1976 rettet Max Tempelton den kleinen Asiaten Chance, dessen Eltern Drogenmafia-Killer Z exekutiert hat. Max nimmt den Bub unter seine Fittiche, wo er mit seinem leiblichen Sohn Miles aufwächst. Der bringt ihm bei, sich durchzusetzen, sein Daddy besorgt den Rest: Volljährig geworden, schlägt er den Weg des Ziehvaters ein und arbeitet als Profikiller. Der Auftrag, Pop-Starlet Angel zu töten, bringt ihn nicht nur mit dem tot geglaubten Miles zusammen, der als Bodyguard arbeitet, sondern auch mit dem Mörder der Eltern.

- Kritik -

Für Hauptdarsteller Rick Yune stellt „The 5th commandment“ einen nicht unerheblichen Schritt nach vorne da: Nicht nur, das er nach einigen Nebenrollen, z.B. in „The fast and the furious“ oder dem James Bond Film „Stirb an einem anderen Tag“, hier eine Hauptrolle übernehmen konnte – er war auch für das Skript und die Produktion (mit)verantwortlich. Und eines kann man „The 5th commandment“ sicherlich nicht absprechen: Optisch sieht das alles recht gelungen aus – an allen anderen Ecken und Kanten hapert es jedoch erheblich.


 
„The 5th commandment“ ist ein reinrassiges B-Movie. Die Story ist mehr als nur bekannt, vorhersehbar und voller Klischees. Die Figurenzeichnung ist in allen Bereichen mangelhaft, die Dialoge zum davonlaufen und insbesondere Rick Yune, der auch schon im kürzlich erschienenden „Alone in the dark 2“ alles andere als einen guten Eindruck hinterließ, wirkt völlig abwesend und uncharismatisch. Das trifft sogar auf seine recht rar gesäten Kampfszenen zu, die weder ausgefallen choreographiert, noch bemerkenswert umgesetzt wurden: Das ist Durchschnitt, nicht mehr, nicht weniger. Das das B-Movie unter diesen Umständen einen deutschen Kinorelease zugestanden bekam, ist recht verwunderlich: Qualitativ ähnliche und bessere Filme erscheinen monatlich direkt auf DVD.


 
Das „The 5th commandment“ dann doch etwas über einem typischen B-Movie Niveau liegt, ist insbesondere Regisseur Jesse V. Johnson zu verdanken. Der ehemalige Stuntman hatte in den letzten Jahren Erfahrungen mit schmal budgetierten Actionreissern im Stile von „The last sentinel“ mit Don Wilson oder „Alien Agent“ mit Mark Dacascos sammeln können und fiel auch hier durch eine erstaunlich saubere Inszenierung auf: Die Filme wirkten durchweg teurer und in den Actionszenen – Dank eines cleveren Schnitts – bedeutend aufwendiger und größer, als sie es in Wirklichkeit waren. Das trifft auch hier zu. Johnson inszeniert die eigentlich lahmen und unspektakulären Action - und Fightsequenzen – von denen es zugegeben viele gibt – recht effizient und gelungen und verpasste dem Film eine Hochglanzoptik, die man in Filmen dieser Art recht selten findet. Hier wirkt nichts billig oder schnell runtergekurbelt. Zudem wurde der Streifen mit einem hippen Soundtrack – den man mag oder eben nicht – unterlegt, der zu diesem Stil recht gut passt. Man darf gespannt sein, was Johnson aus dem Sequel zu „Green Street Hooligans“ macht, der in Kürze bei uns erscheinen dürfte.


 
Ein weiterer Pluspunkt ist Keith David, der aufgrund seines Charismas die Eindimensionalität seiner Rolle vergessen lässt und dessen Szenen zu den besten Momenten in „The 5th commandment“ gehören. David - der mit Jesse V. Johnson auch bei „The last sentinel“ zusammenarbeitete - schwankt seit Jahren zwischen B-Movies wie diesem und Big Budget Produktionen wie „Mr & Mrs Smith“, hatte seine bekannteste Rolle wohl im John Carpenter Klassiker „Sie leben!“. Wenn der Film erst einmal ins Rollen gekommen ist, ist er aufgrund seiner zahlreichen und clever arrangierten Actionszenen ziemlich kurzweilig, bekommt aber grundsätzlich Probleme, wenn es eben nicht gerade knallt und scheppert. Wenn man sich auf einen üblichen Direct-to-DVD Actioner einstellt, wird man zufrieden sein. Der Kinorelease kann nur ein Versehen gewesen sein und wird weder Thema noch Arrangement gerecht – trotz aller Bemühungen von Johnson.
 


- Fazit -

Klischees am laufenden Band, eine vorhersehbare Story, ein uncharismatischer Hauptdarsteller und im Grunde unspektakuläre, preisgünstige Actionszenen werden durch eine engagierte und einfallsreiche Regie zwar nicht völlig aufgefangen, aber erträglicher gestaltet. „The 5th commandment“ ist und bleibt ein waschechtes B-Movie und gehört nocht einmal zu den besseren seiner Zunft. Kurzweilige, stylische Actionunterhaltung sollte man erwarten: Nicht mehr, nicht weniger. 

Bewertung: 5 | 10

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- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD-Verleihstart:  03.12.2008
DVD-Verkaufstart: 15.01.2008
- Single Disc 
 
Label: Eurovideo
Verpackung: Keep Case
 
Ton:
1. Deutsch Dolby Digital 5.1
2. Englisch Dolby Digital 2.0
 
Untertitel:
- Deutsch
 
Bild: 1.78:1 (16:9)
Laufzeit: ca. 87 Min.
Uncut: Ja
 
Extras:
-/- 

Review Extras:
Nichts, gar nichts. Das ist grundsätzlich enttäuschend, doch für den DVD Release eines Kinotitels ist das erst recht nicht nachvollziehbar. 

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Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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