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Okt12

Quarantäne 2: Terminal

Quarantäne 2: Terminal

Originaltitel: Quarantäne 2: Terminal 
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2011
Genre: Horror
Freigabe: FSK-16
Regie: John Pogue

Darsteller: George Back, Andrew Benator, Jason Benjamin, Bre Blair, Lynn Cole, Josh Cooke u.a.

In einem heruntergekommenen Mietshaus in Los Angeles ist eine bizarre Seuche ausgebrochen, die niemand überlebte. außer der Seuche selbst. Nun zeigen sich auch an Bord des Fluges 318 erste Symptome. Plötzlich verwandelt die sich ausbreitende Infektion harmlose Passagiere in furchterregende, blutrünstige Killer. Gezwungen, in einem isolierten Terminal notzulanden und umstellt von bewaffneten Regierungstruppen, werden Crew und Passagiere zunehmend verzweifelter. Die einzige Frage lautet nun: Wie weit werden sie gehen, um das eigene Leben zu retten?

- Kritik -

Das Filmgeschäft ist bisweilen schon absurd. Nachdem abzusehen war, dass der spanische Horrorfilm [REC] von Jaume Balagueró und Paco Plaza ein großer Erfolg werden würde, sicherte sich ein US-Studio in Rekordzeit die Remake-Rechte und veröffentlichte dieses umgehend unter dem Titel QUARANTÄNE, welches im Grund eine 1:1 Kopie des Originals war. QUARANTÄNE kosstete knapp 12 Millionen Dollar und spielte weltweit über 40 Millionen Dollar wieder ein. Nicht sensationell viel, aber doch gut genug, um ein deutlich günstigeres Sequel nachzureichen: Schnell war QUARANTÄNE 2 beschlossene Sache. Doch da man von einem Kinostart Abstand nahm, produzierte man lieber ein Sequel, welches direkt auf DVD erschien und mit einem Budget von vier Millionen Dollaar ausgestattet wurde. Doch in diesem Fall löste man sich von [REC]² und entwickelte eine Story, die völlig andere Wege bestritt, als das spanische Sequel. Deutlich gekürztes Budget, völlig neue Storyline: Kann das funktionieren?

Es kann, wenngleich auch nur mit einigen Abstrichen und Zugeständnissen. QUARANTÄNE 2 ist inhaltlich Standard. John Pogue, der sowohl als Regisseur und Drehbuchautor fungierte, versucht gar nicht erst die ohnehin recht engen Grenzen des Genres aufzubrechen, sondern folgt dessen ungeschriebenen Regeln folgsam und ohne Widerspruch. Das führt zu einer grundsätzlich vorhersehbaren Handlung und zu einem zusammen gewürfelten Haufen voller Klischee-Charaktere, bei dem sich sehr früh abzeichnet, wer überleben wird, und wer nicht. Hier hätte man sich grundsätzlich etwas mehr Innovation gewünscht, zumindest ein paar neue Ansätze. Doch hat man diese Kröte erst einmal geschluckt, kann QUARANTÄNE 2 durchaus mit einigen Stärken punkten.
Einerseits verzichtet man völlig auf die Kamera-Perspektive, so dass man weder ruckartige Schwenks noch das typische wackeln ertragen muss. Allerdings gibt es Hinweise im Film, dass man zumindest mit dem Gedanken gespielt hat, hin und wieder auf diesen Kniff zurück zu greifen.  Zudem überzeugt das Setting des Films. Spielt die Handlung in den ersten zwanzig Minuten noch ein Bord eines Flugzeugs, verlagert man das Geschehen sehr schnell in ein verlassenes Terminal und wenig später in eine Gepäck-Umladestation. Während man aus der Szenerie Flugzeug im Laufe der Handlung sicherlich das Maximum herausholt, wirkt das abgesperrte Terminal eher wie eine blasse Kopie des Hauses aus Teil 1. Doch da das Geschehen bald in die angesprochene Umladestation verlagert wird, ist dieser Zwischenaufenthalt zu verschmerzen. Das letzte Setting kann dann durchaus aufgrund seiner Unübersichtlichkeit überzeugen: Ist das Labyrinth aus zahllosen Gepäckbändern und Luftschächten doch quasi prädestiniert für Angriffe aus dem Nichts.
Zwar sieht man dem Film seine preisgünstige Umsetzung durchaus an, doch Pogue - der hier sein Regiedebüt gab - zuvor jedoch bereits Drehbücher für THE SKULLS 1-3 beisteuerte – inszeniert straff, holt ziemlich viel aus den verschiedenen Locations heraus und verlässt sich auch nicht nur auf reine Knalleffekte. Dabei erreicht er nie die Intensität und Klasse des spanischen Originals, langweilt jedoch nie und kann sich zudem auch auf eine akzeptable Castriege verlassen, wobei allerdings auch niemand stark heraus sticht
So liegt QUARANTÄNE 2 ohnehin schon recht deutlich über dem – zugegeben nicht unbedingt hohen - Genre-Durchschnitt. Was das Sequel dann jedoch noch etwas höher hebt, sind kleine Details, aus denen deutlich wird, dass Pogue hier keinen reinen Auftragsjob übernommen hat. So werden z.B. zu Beginn falsche Fährten gelegt, wer denn nun Überträger des Virus ist. Das hat zwar für den weiteren Verlauf des Films keine wirkliche Bedeutung, ist jedoch eine willkommene und nette Abwechslung. Aufklärung und „Ende“ der Story ist zwar in weiten Teilen wiederum vorhersehbar, ist aber akzeptabel und gefällt dem Rezensenten auch besser als das zu [REC]². Das mehr als nur eine Tür für QUARANTÄNE 3 aufgesperrt wurde, braucht wohl nicht extra erwähnt zu werden. Und in dieser Form und Qualität kann ein weiteres Sequel auch gerne kommen.
 
 
- Fazit -
Trotz einer Handlung voller Klischees und 08/15-Figuren funktioniert das Sequel Dank einer straffen Regie und eines guten Settings über weite Strecken erstaunlich gut. Man bewegt sich zwar dauerhaft auf ausgetretenen Genre-Pfaden und auch das geringe Budget ist deutlich sichtbar, aber: Das bewegt sich sehr deutlich über dem Genre-Durchschnitt, langweilt nicht, ist phasenweise wirklich spannend und zumindest akzeptabel gespielt. Ein überraschend gutes DtD- Sequel.

Bewertung: 6 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

5.6/10 Bewertung (7 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 11.08.2011
DVD Verkaufstart: 11.08.2011

Label: Sony Pictures

Verpackung: Keepcase
Wendecover: Nein

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 83 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1) 
2. Englisch (Dolby Digital 5.1) 
3. Französisch (Dolby Digital 5.1) 
4. Spanisch (Dolby Digital 5.1) 
5. Italienisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch
- Englisch
- Arabisch
- Dänisch
- Finnisch
- Französisch
- Hindi (Indisch)
- I
talienisch
- Niederländisch
- Norwegisch
- Schwedisch
- Spanisch
- Türkisch

Extras:

  • Keine

Kritik Extras:
Nix. Und das ist peinlich, aber für Sony DtD-Titel typisch.

Bewertung: 1 | 10

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Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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