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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Aug30

No Exit

No Exit

Originaltitel: Breathing Room
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 
2008

Genre: Thriller
Freigabe: FSK-18
Regie: 
John Suits, Gabriel Cowan 

Darsteller: Ailsa marshall, Michael McLafferty, Kim Estes u.a.

Befolge die Regeln oder stirb! Ahnungslos eingesperrt in einem kalten, trostlosen Raum beginnt für Tonya (Alisa Marshall) und dreizehn „Mitspieler“ ein blutiger Kampf ums Überleben. Mit elektronischen Halsbändern gefesselt und von unzähligen Kameras überwacht, beginnt für sie ein tödliches Spiel. Sie erhalten immer wieder scheinbar sinnlose Hinweise einer mysteriösen Stimme. Immer wenn das Licht erlischt sind sie ihrem Killer schutzlos ausgeliefert. Sie müssen auf grausamste Weise erfahren, dass wieder einer unter ihnen auf bestialische Weise getötet wird. Auf der Suche nach dem Ausweg und dem Grund ihrer Entführung wächst in ihnen zunehmend Panik und Misstrauen. Bald ist allen klar, dass der Mörder unter ihnen ist. Doch die Frage ist: Wer?

- Kritik -

Nachdem vor allem „Saw“ (2004) und „Cube“ (1997) bewiesen haben, das gute, spannende Filme nicht zwangsläufig ein großes Budget benötigen – „Saw“ kostete knapp über 1 Mio Dollar und „Cube“ gar nur lächerliche 400.000 Dollar – und auch abseits der auf Hochglanz polierten Standardschocker erfolgreich an den Kassen, bzw. auf dem DVD Markt laufen, brach eine wahre Welle von ähnlich gelagerten Billigschockern auf die Zuschauer ein. Manche durchaus gelungen, manche durchschnittlich und wiederum andere eher schlecht. Zu letzterer Gattung muss sich leider auch „No Exit“ zählen lassen.


 
Es ist schon wirklich dreist wie hier insbesondere von „Saw“ und „Cube“ abgekupfert wird. Beide Stories werden in den Mixer gepackt, kräftig gerüttelt und geschüttelt, in Nuancen verändert und schon erhält man „Breathing Room“ (Originaltitel). Der Film spielt eigentlich nur in zwei völlig unspektakulären Sets;: einer furchtbar grell ausgeleuchteten Lagerhalle und einem winzigen Bad. Mehr sieht man nicht – einerseits natürlich aufgrund des schmalen Budgets, andererseits, weil die Regisseure und Drehbuchautoren John Suits und Gabriel Cowan damit die Geschichte fokussieren wollen. Die zahlreichen Probleme von „No Exit“ resultieren auch nicht etwa aus dem schmalen Budget: Die Geschichte ist einfach nicht gut und wird größtenteils schleppend erzählt. Warum Suits und Crowan insgesamt 14 Leute einsperren, wenn sie sich dann doch nur auf vier oder fünf Charaktere beschränken, ist und bleibt schleierhaft. Und diese Hauptcharaktere sind auch noch die Paradebeispiele für Schablonencharaktere, ohne jegliche Identifikationsmöglichkeit. Das liegt noch nicht einmal immer an den Schauspielern, die allesamt bemüht wirken, gegen die schwache Figurenzeichnung und die schlechten Dialoge aber auch nicht ankommen. Vielmehr kommt die Geschichte einfach nicht in Fahrt, wirkt undurchdacht, unlogisch und steif.


 
Aber genau hier muss ein Film dieses Stils punkten, da optisch – wie erwartet – nicht viel geboten wird. Die Lagerhalle ist trist und einfallslos, dagegen wirkt der Raum in „Saw“ gigantisch einfallsreich. Erschwerend hinzu kommt, das mit einer Hand Digicam gefilmt wird, was „No exit“ überhaupt nicht entgegen kommt. Egal, warum die beiden Macher zu diesem stilistischen Kniff griffen – ich vermute, das es mit dem Budget nicht anders ging, doch wenn sie damit einen realistischen Touch schaffen wollten, ging der Schuss gewaltig nach hinten los – es funktioniert einfach nicht und lässt „No Exit“ ungemein billig aussehen. Wo „Saw“ von den Fallen, guten Darstellern, einer wendungsreichen Geschichte und schlussendlich auch einem starken (gesichtslosen) Gegenpart lebte, bietet „No Exit“ genau genommen davon nichts bis wenig: Die Geschichte verläuft tempoarm, Überraschungsmomente gibt es wenige und den Spielleiter per Videoscreen als Bösewicht zuzuschalten, erweist sich als großer Fehler. Ohne Charisma oder Biss wirkt dieser fast schon lächerlich und sein sich ständig wiederholender Satz „Licht aus, Kinder“, nervt bereits beim zweiten Mal. Neben den dramaturgischen und inszenatorischen Schwächen schleichen sich Logikfehler gleich reihenweise ein, was dem Film natürlich alles andere als hilft. Selbst Gore Fans wird wenig geboten, wobei man zugeben muss, das die raren härteren Szenen handwerklich absolut okay sind, da kann man nicht meckern.


 
Überraschenderweise – nachdem der Zeigefinger schon mehrfach den Vorlaufmodus betätigen wollte – kommt dann doch noch etwas Dynamik in die Story, als der Spielleiter verkündet, das es in der Gruppe einen Vergewaltiger, einen Mörder und einen Pädophilen gäbe. Dieser Handlungskniff ist wirklich gelungen, lässt die bisherigen Mängel nicht vergessen, doch interessanter wird die Gruppendynamik ab hier auf jeden Fall. Auch eine gewisse Unvorhersehbarkeit kann man hier nicht von der Hand weisen – rückblickend gesehen rettet das „Breathing Room“ auch vor dem Komplettabsturz. Allerdings ist das Ende und die Auflösung – obwohl dieses Wort nicht einmal ansatzweise zutrifft - dermaßen schlecht, undurchdacht und aus der Luft gegriffen, das es dem Film diese Sympathiepunkte dann auch wieder kostet.
 

- Fazit -

Dreiste Kopie von „Saw“ und „Cube“. Das war zwar schon der Storyangabe zu entnehmen, aber in der Form dann doch nicht zu erwarten. Ein schlechtes Skript, überforderte Schauspieler und ein sinnloses Ende rauben „No Exit“ jegliche Stärken. Das war nichts.

Bewertung: 2 | 10

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4.0/10 Bewertung (4 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD-Verleihstart:  25.07.2008
DVD-Verkaufstart: 15.08.2008
- Single Disc 
 
Label: Sunfilm
Verpackung: Keep Case
 
Ton:
1. Deutsch Dolby Digital 5.1
2. Englisch Dolby Digital 5.1
 
Untertitel:
- Deutsch
 
Bild: 1.85:1 (16:9)
Laufzeit: ca. 90 Min.
Uncut: Ja 
 
Extras:

  • Casting [4:15]
  • Casting mit Kommentar von Gabriel Cowan und John Suits [4:27]
  • Alternatives Musikende [1:07]
  • Deleted Scenes 
  • Lee und der Priester [0:53]
  • Lee und Spieler Nr. 13 [0:39]
  • Lee spricht mit Spieler Nr. 11/Spieler Nr. 6 liest einen Hinweis [0:58]
  • Spieler Nr. 6 flirtet mit Tonya [1:07]
  • Trailer
  • No Exit [2:04]
  • Cold Prey [2:08]
  • Deadly Instincts [1:31]
  • The Jammed [2:15] 
  • Underground Fighter [1:17]
  • The Hamiltons [2:27]
  • Behind the Mask [2:16]
  • Hatchet [1:38]
  • Hellphone [1:50] 

Review Extras:
Das Bonusmaterial wirkt auf den ersten Blick gar nicht übel, entpuppt sich dann aber als weniger ergiebig, als man denkt.mDas alternative Ende ist eigentlich keins, sondern das Filmende mit musikalischer Untermalung. Die Deleted Scenes, insgesamt vier Szenen, sind völlig zurecht im Schneideraum geblieben und erzählen nichts neues. Das Casting – offensichtlich in einem Wohnzimmer aufgenommen – ist recht passabel, mehr aber nicht. Das Casting wird dann noch einmal aufgewärmt, diesesmal mit den Kommentaren von den beiden Regisseuren. Nett, aber nicht sonderlich informativ. Abgerundet wird das Bonusprogramm durch den Originaltrailer sowie einer Trailershow. 

Bewertung: 4 | 10

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Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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