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Mediabook Kritik: Brawl in Cell Block 99

Mediabook Kritik: Brawl in Cell Block 99

Originaltitel: Brawl in Cell Block 99
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2017
Genre: Action, Thriller, Krimi
Freigabe: SPIO/JK
Regie: S. Craig Zahler

Darsteller: Vince Vaughn, Jennifer Carpenter, Don Johnson 
u.a.

Wir danken Capelight Pictures für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


 

Inhalt: Bradley Thomas (Vince Vaughn) war mal ein passabler Boxer. Nun lebt er von Gelegenheitsjobs, die ihn und seine Frau (Jennifer Carpenter) mehr schlecht als recht durchbringen. Seine jüngste Arbeitsstelle hat er soeben wieder verloren. Und als er zu früh nach Hause kommt, bekommt er mit, dass seine Gattin jemand anderen kennen gelernt hat. Nachdem sich Bradley abreagiert hat, schlägt er vor, dass man es noch einmal probiert und ein neues Leben anfängt. Das jedoch beinhaltet, dass er als Drogenkurier zu arbeiten beginnt. Etwas, das ihm schnell Geld einbringt und das gemeinsame Leben mit seiner mittlerweile schwangeren Frau verbessert. Doch wie es immer ist, geht ein Job schief. Zwar versucht Bradley noch, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen, doch am Ende landet er im Knast – sieben Jahre lang. Als wäre das nicht schlimm genug, bekommt er schon am zweiten Tag Besuch von einem Fremden (Udo Kier). Dieser offenbart ihm, dass sein Ex-Auftraggeber Bradleys Frau entführt hat und das man am ungeborenen Kind Gliedmaßen entfernen würde, wenn Bradley nicht einen anderen Knast-Insassen umbringt. Da der in einem Hochsicherheits-Gefängnis einsitzt, muss Bradley aber erst einmal dorthin kommen – und das geht nur mit Gewalt.

 


 

 


Kritik: Endlich! Das sagten sich vermutlich viele Fans des Streifens, als sie mitbekamen, dass „Capelight“ BRAWL IN CELL BLOCK 99 Uncut auf den Markt bringt. Zuvor gab es eine um 13 Schnitte und rund 1,20 Minuten erleichterte Version des Streifens, was für einigen Unmut sorgte. S.Craig Zahler zählt seit BONE TOMAHAWK zu Hollywoods talentiertesten Filmemachern. Der Western mit Kurt Russel überzeugte mit seinen toll geschriebenen Charakteren und unerwarteten Gewaltausbrüchen. Zudem gab es darin Horrorelemente, die dem Film völlig abseits von altbekannten Mustern und gegen den Strich zu Recht einen ganz besonderen und einzigartigen Stempel aufdrückten. Bei BRAWL IN CELL BLOCK 99 schrieb Zahler wieder das Drehbuch und fungierte erneut als Regisseur. Hier belegt er eindrucksvoll, dass BONE TOMAHAWK keine Eintagsfliege war. Demnächst erscheint mit DRAGGED ACROSS CONCRETE der dritte Film des Amerikaners, in dem neben Ex-Superstar Mel Gibson wieder ein Großteil seines Casts aus BRAWL IN CELL BLOCK 99 dabei ist: Vince Vaughn, Jennifer Carpenter, Udo Kier und Don Johnson.

Ähnlich wie bei seinem grausigen Debüt BONE TOMAHAWK nimmt sich Zahler – der auch für die Musik verantwortlich zeichnete -  Zeit für die Charaktere und entwickelt die Geschichte um sie herum, um sie so komplex wie möglich zu gestalten. Damit und mit der Bearbeitung dauert es eine Weile, bis der Film seinem Titel ähnelt. Zahler verwendet keine schnellen Schnitte durch seine Actionszenen, sondern ist bereit, seine Kamera in einen Raum zu stellen und seine Schauspieler damit fortfahren zu lassen. Kritisieren könnte man, dass Bradley Thomas ziemlich schnell in das Gefängnis kommt, auf das er es (gezwungenermaßen) abgesehen hat, doch letzten Endes ist die Tatsache, wie es ihm gelingt, einfach zu gut. Ja, die Story ist simpel, doch hier geht es um einfach um den Hauptprotagonisten. Einen Mann, den man weder als gut oder böse bezeichnen kann. Er handelt, ohne auf die Konsequenzen zu achten. Und bei aller Wut, die in ihm steckt, ist ihm das Herz nicht abhanden gekommen. Der Zuschauer versteht seine Intention und fühlt mit ihm, selbst dann noch, wenn er einen unschuldigen Wachmann den Arm bricht. Vince Vaughn liefert eine großartige Performance ab, doch vorab sollten auch die gut geschriebenen Nebenrollen Beachtung finden, denn auch diese bekommen Raum, sich zu entfalten. So liefert Don Johnson als sadistischer Gefängnisdirektor genauso ab, wie Jennifer Carpenter als gebeutelte Ehefrau. Das reine Böse verkörpert eigentlich nur Udo Kier, welcher wieder einmal das Beste aus seiner recht kleinen aber feinen Rolle herausholt.

Doch bleiben wir bei Vince Vaughn, welcher mit Komödien wie VOLL AUF DIE NÜSSE die meisten Erfolge feiern konnte. Als ernst zu nehmender Schauspieler wird er bis heute – trotz Rollen in Filmen und Serien wie HACKSAW RIDGE oder TRUE DETECTIVE – von vielen Produzenten immer noch übersehen. Doch spätestens mit dieser Rolle sollte er endgültig bewiesen haben, dass er alle Genre bedienen kann. Er ist eine wahre Naturgewalt. Und die Darstellung der Gewalt, findet in dem überaus blutigen Finale ihren Höhepunkt. Die ultrabrutale Härte ist die logische Konsequenz, die sich in Vaughns Charakter im Verlauf seines durchgemachten Martyriums gestaut hat und dient weniger dazu, die Gorefans vor Begeisterung jubeln zu lassen. Selbst die renommierte internationale Presse konnte sich Zahlers Werk nicht entziehen „BRAWL IN CELL BLOCK 99  ist weder für die Zimperlichen, noch für jemanden, der die Idee ablehnt, einen Kerl anzufeuern, der in Wirklichkeit nicht so gütig wäre, wie seine Schöpfer es von uns erwarten. Aber wenn Sie bereit sind, Ihren Unglauben für 132 Minuten auszusetzen, werden Sie sich möglicherweise Hals über Kopf für die grobe, nachdenkliche „Pulp-Fiktion“ dieses Films begeistern.“ (rogerebert.com)


Fazit: BRAWL IN CELL BLOCK 99 ist hart, kompromisslos und blutig. Dennoch kommen hier die Charakterzeichnungen nicht zu kurz, so dass die Motivationen einiger Personen durchaus nachvollziehbar erscheinen. Vince Vaughn liefert die bis hier hin beste Leistung seiner Karriere. Er bricht die Schädel der Zuschauer auf und hinterlässt bleibende Eindrücke.

Wertung: 8.5|10

Durchschnittliche Userbewertung

9.0/10 Bewertung (3 Stimmen)

 

Verkaufstart: 26. April 2019

Publisher: Capelight Pictures (2-Disc Mediabook)

Homepage: www.capelight.de/brawl-in-cell-block-99

Verpackung: Mediabook
Anzahl Disks: 2
Wendecover: Das SPIO/JK-Logo und das Datenblatt befinden sich zusammen auf einer entfernbaren Banderole

Bild: 1,85:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 133 Min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Extras:
Alle englischsprachigen Extras mit optionalen deutschen Untertiteln
• 24-seitiges Booklet mit einem Text von Marcus Stigglegger
• "Journey to the Brawl" - Making Of (15:10 Min.)
• "Beyond Fest"-Q&A mit Cast und Crew, 2017 (31:30 Min.)
• Deutscher Kinotrailer (1:45 Min.)
• Filmtipps:
*Chained (1:31 Min.)
*Der blutige Pfad Gottes (2:12 Min.)
*Girls Against Boys (1:49 Min.)
*Hardcore (1:29 Min.)
• Trailer nach dem Einlegen der Disc:
*Hardcore (1:29 Min.)
*Girls Against Boys (1:49 Min.)

Kritik Extras
Neben einigen Filmtrailer zu kommenden „Capelight“ Veröffentlichungen, ist ein 15 minütiges „Behind the Scenes“ und ein 30 minütiges Q & A auf der Blu-Ray Scheibe enthalten (die DVD  enthält als Extras nur die Trailer). Darin gehen die Darsteller sehr auf ihre Charaktere ein und loben u.a. die großartigen Autoren-Qualitäten des Regisseurs. In das Mediabook eingearbeitet ist ein 24 –seitiges, hochwertiges Booklet, welches von Prof. Dr. Marcus Stiglegger verfasst wurde. Zwei unterschiedliche Artworks prägen die Vorder und Rückseite des Mediabooks. Für die Extras als auch das Booklet gilt, dass man sich diese erst zu Gemüte führen sollte, wenn man den Film schon gesehen hat, weil die sehr interessanten Infos etwas über den Inhalt des Films verraten. Insgesamt sehr zufriedenstellend.

Wertung: 7|10

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