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Mai20

Machete Kills

Machete Kills

Originaltitel: Machete Kills
Herstellungsland: Russland, USA

Erscheinungsjahr: 2013
Genres: Action, Thriller
Freigabe: FSK 16
Regie: Robert Rodriguez

Darsteller: Danny Trejo, Mel Gibson, Demian Bichir, Amber Heard, Michelle Rodriguez u.a.

Ex-Federal Agent Machete (Danny Trejo) trauert um seine geliebte, im Drogenkrieg ermordete, Sartana (Jessica Alba), als ihn der Präsident der USA (Charlie Sheen) auf ein wahres Himmelfahrtskommando schickt: Machete soll den verrückten mexikanischen Kartellboss Mendez (Demián Bichir) ausschalten, der Washington mit einer Nuklearrakete bedroht. Der Zünder ist mit Mendez' Herz verbunden, und nur ein Mann kann die Bombe entschärfen: Mastermind Luther Voz (Mel Gibson), ein steinreicher und exzentrischer Waffendealer mit Allmachtsfantasien. Von zahlreichen Verfolgern quer durch Mexiko gejagt und immer wieder mit heißen Ladies und ihren ganz besonderen Waffen konfrontiert, bleiben Machete nur 24 Stunden, um die globale Anarchie zu stoppen…

- Kritik - 

Ja, das Grindhouse-Kino. Einst als Quentin Tarantinos ('Pulp Fiction', 'Django Unchained') und Robert Rodriguez' ('Desperado', 'Spy Kids') Huldigung an die alten Exploitation- und B-Movies der 60er und 70er Jahre gedacht und wiederbelebt, brachten die beiden Regie-Exoten anno 2007 eben jenes betitelte Spaß-Projekt 'Grindhouse' als Double-Feature in die Kinos.



Durchuas namhaft besetzt, u.a. mit Bruce Willis, Jeff Fahey und Michael Biehn, fand das Konzept schnell seine Fans, vor allem die ebenfalls herrlich trashigen Fake-Trailer im Vorprogramm der eigentlichen Hauptfilme. Einer davon hieß 'Machete' und überstiliserte den bis dato auf Nebenrollen spezialisierte Danny Trejo ('From Dusk Till Dawn', 'Zum Töten freigegeben') als eine Art mexikanischen James Bond, der mit einer Machete bewaffnet gegen das Unrecht kämpft. Aufgrund der überwältigenden Resonanz entschied sich Robert Rodriguez letzten Endes, dem Trailer einen ganzen Spielfilm zu spendieren, ebenfalls im unverwechselbaren Grindhouse-Stil gehalten und mindestens genauso überdreht und trashig wie sein Beitrag 'Planet Terror'.

Lange Rede, kurzer Sinn:

'Machete' wurde ein kleiner aber feiner Erfolg, sowohl bei den Fans, als auch an den Kinokassen und so ließ die bereits im Abspann angekündigte Fortsetzung namens 'Machete Kills' nicht lange auf sich warten. Nun, im Jahr 2014, darf sich das deutsche Publikum selbst von der filmischen Qualität des Nachfolgers überzeugen und wie diese ausfällt, wird hier besprochen. Die Grundprämisse von 'Machete Kills', konzeptionell stark an die Sci-Fi-Persiflage 'James Bond: Moonraker' angelehnt, folgt konsequent dem selbst auferlegten Muster. Eine forciert kostensgünstige Inszenierung, welche sich in den Bildern, der Musik und auch den Spezial- und Make-Up-Effekten wiederspiegelt, wird von partiell arg theatralischen und auf den ersten Blick lächerlich anmutenden, schauspielerischen Leistungen zusätzlich apostrophiert.



Dies ist allerdings Mittel zum Zweck und gehört zu diesem Sub-Genre wie die Machete zu, naja, Machete. Der Spaß steht hier plakativ im Vordergrund und ernst genommen werden möchte der Film sicherlich nicht. Vielmehr ist man sich seiner Rolle, seiner instinktiven Irrelevanz sehr wohl bewusst und Konventionen wären zudem eine persönliche Beleidigung für alle Beteiligten. So agiert Haupdarsteller und Protagonist, nein, eher Anti-Held Danny Trejo bewusst irgendwo zwischen hölzern und cool. In jedem anderen Film, in jedem anderen Genre würde dies befremdlich wirken, wäre ein Zeichen für Inkompetenz und absente Spielfreude, hier allerdings passt das minimalistische Mienenspiel wie die berühmte Faust auf's Auge, zur Figur und deren Charakter und wird wiederum durch andere, kontarstiert emphatische Darbietungen stabilisiert.



Mehr als eine Erwähnung wert ist diesbezüglich Mel Gibson als charismatisch auftrumpfender Oberschurke namens Voz, der mit einer selbstverständlichen Leichtigkeit in jeder seiner Szenen den Film an sich reisst, womit er 'Machete Kills' beinahe samaritisch des Öfteren vor dem Absturz bewahrt. Denn trotz des Charmes und der Intension, sich abseits des Hollywood-Mainstreams- und fern von irrwitzigem CGI-Bombast zu bewegen, es mangelt der Geschichte und auch der Inszenierung an einem roten Faden bzw. fällt es schwer, diesem zu folgen. Dieser Schuh muss sich maßgeblich der Regisseur- und ebenfalls in nicht zu vernachlässigendem Maße der Autor des Ganzen anziehen, welcher jedoch durch die Tatsache entschuldigt ist, dass es sich hierbei um sein Spielfilmdebüt handelt.



War Rodriguez im ersten Teil lediglich als Co-Regisseur aktiv, übernimmt er jetzt wieder den Chef-Posten, macht dabei jedoch nahezu alles falsch, was er zuvor mit 'Planet Terror' und auch 'Machete' richtig gemacht hat. Es drängt sich dem Zuschauer der negative Eindruck auf, als würde hier Robert Rodriguez Robert Rodriguez kopieren und dabei dessen Stärken zu Gunsten eines Maximums an Detailverlorenheit ignorieren. Zu viele Nebenschauplätze und Handlungsstränge, zu viele Nebendarsteller nehmen zu viel Raum und zu viel Zeit in Anspruch und ersticken die nötige Dramaturgie, das Tempo, die Transparenz ob des Überflusses in Belanglosig- und Langatmigkeit.



Hier wäre weniger definitiv mehr gewesen, auch wenn eine Lady Gaga in einer dieser Nebenrollen durchaus einen kuriosen Reiz besitzt. Glücklicherweise gilt dieses wünschenswerte Understatement nicht für den comichaft exekutierten Gewaltgrad. Stets mit einem humorigen Unterton versehen, mordet sich Machete explizit, kreativ und mit Freude durch den Film. Zwar verzichtet man auf Handegemachtes, gibt sich jedoch wenigstens Mühe bei Blut und Gekröse aus dem Computer.



Übrig bleibt ein durchaus spaßiges-, von einigen Längen und Inkonsistenz durchzogenes Trashkino ohne frische Impulse, dessen Wiedererkennungswert primär durch seinen Hauptdarsteller und dessen charismatischen Antagonisten definiert wird. Vielleicht findet man mit der zweiten Fortsetzung 'Machete Kills Again...In Space' wieder zurück zu alter Stärke. Man würde es der Reihe wünschen.

 

- Fazit -

'Machete Kills' ist eine absurd humorvolle und glänzend besetzte Schlachtplatte, die zwar das Trashkino nicht neu erfindet und mit einigen Schwächen zu kämpfen hat aber genügend Schauwerte besitzt, um gut zu unterhalten.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Userbewertung

6.3/10 Bewertung (10 Stimmen)

 

- Bluray FACTS UND EXTRAS -

 

Bluray Verleihstart: 23.05.2014
Bluray Verkaufstart: 23.05.2014

Publisher: Universum Film

Verpackung: Keep Case (Amaray) / Steelbook
Wendecover: Ja

Bild: 1,85:1 (16:9)
Laufzeit: ca. 108 Minuten (inkl. Abspann)
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte

Extras

  • Behind the Scenes (20:20 Min)
  • Deleted Scenes:
    Jetzt klingt El Cameleon auch wie Banderas (03:59 Min)
    Sheriff Doakes über seinen Papa (03:57 Min)
    Im Truck - Extended (01:56 Min)
    Ich hab' von Krankenschwestern geträumt (02:09 Min)
    Ich bewahr' dich nur vor Sonnenbrand (01:34 Min)
    Gestatten, Baby Machete (02:51 Min)
    Heute Nacht ist keiner auf der Straße unterwegs (01:47 Min)
    Tito wurde getasert 01:36 Min)
  • Kinotrailer (01:41 Min)
  • Trailershow:
    3 Days to Kill
    Homefront
    Riddick
    Olympus Has Fallen
    Rush - Alles für den Sieg
    Lone Survivor
    Getaway

Kritik Extras
Die Extras sind mit den Deleted Scenes, Behind The Scenes und dem Original Kinotrailer ordentlich. Zusätzlich findet man die obligatorische Trailershow zu aktuellen Kino- und Heimkino-Veröffentlichungen des Hauses Universum Film auf der Disc.

Zwar vermisst man optionale, deutsche Untertitel, allerdings hat man lobenswerterweise deutsche Untertitel für Hörgeschädigte zur Verfügung gestellt.

In Sachen Bild- und Tonqualität bewegt man sich innerhalb der Grenzen des gewählten Stilmittels, verzichtet jedoch trotzdem nicht auf eine ansprechend qualitative Präsentation.

Durch das farbenfrohe Bild und den guten Schwarzwert ist die Blu-Ray der DVD jederzeit überlegen.

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

7.0/10 rating 1 vote
Ralf Enderlein

Ralf Enderlein

   

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