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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Okt29

Hatchet 2

Hatchet 2

Originaltitel: Hatchet II
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2010
Genre: Horror
Freigabe: FSK-18
Regie: Adam Green
Darsteller: Danielle Harris, Tony Todd, Kane Hodder, Tom Holland, R.A. Mihailoff u.a.


 

Inhalt: Marybeth war die Einzige aus ihrer Clique, die bei einer Serienkiller-Touristentour durch die Sümpfe Louisianas der Axt des grauenhaften Schlächters Victor Crowley entkommen konnte. Als sie erfährt, dass es eine unmittelbare Verbindung zwischen Crowley und ihrer Familie gibt, beschließt sie, dem enthemmten Killer den Krieg zu erklären. Sie versammelt eine Gruppe bestens instruierter Jäger um sich und kehrt zurück in die Sümpfe: Dort will sie die Leichen ihrer Familienmitglieder bergen und Crowley seine eigene Medizin verpassen.


 

Kritik: Regisseur Adam Green verstand seinen Old-School-Fun-Splatter Hatchet als eine Verbeugung vor alten Klassikern wie Freitag der 13, wollte jedoch weder das Thema noch sich selbst zu ernst nehmen und servierte den Genrefans einen durchaus humorvollen bis albernen und ziemlich gorigen Horrorspaß. Und auch wenn der erste Film keineswegs so gut war, wie man Dank so mancher US-Kritik hätte erwarten können, lieferte Green über weite Teile des ab, was er versprochen hatte. Nachdem die DVD-Zahlen sehr zufriedenstellend ausfielen und die Fans nach mehr gierten, versprach er ihnen ein Sequel, welches noch mehr die Erwartungen der Horrogeeks erfüllen sollte. Ob er bei Hatchet 2 Wort gehalten hat?



Hatchet 2 setzt nahtlos an den Vorgänger an, auch wenn Hauptdarstellerin Tamara Feldman von Danielle Harris ersetzt wurde. Harris ist schon seit Ende der 80er Jahre im Genre zu Hause, als sie in Halloween 4+5 Jamie, die Nichte von Michael Myers, spielte und auch von Rob Zombie für seine Interpretation des Carpenterstoffes verpflichtet wurde. Harris ist – ganz im Stile des ersten Films, in dem u.a. Robert „Freddy Krueger“ Englund den Cast bereicherte, jedoch nicht der einzige Genre-Star, der sich in Hatchet 2 die Ehre gibt: Einerseits kehrt Kane „Jason Vorhees“ Hodder in der Rolle des Victor Crowley zurück, bekommt aber auch wesentlich mehr Screentime ohne Maske zugestanden. Auch Tony „Candyman“ Todd ist als Reverend wieder dabei und wird sogar Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Dazu gibt es noch einige Cameos: So kann man die SFX-Legende John Carl Buechler ebenso sehen wie Chucky-Regisseur Tom Holland oder Troma-Boss Lloyd Kaufmann. Da überrascht es nicht, dass Hatchet 2 zahlreiche Anspielungen, Querverweise und Zitate von bekannten Genre-Klassikern liefert – mal ehrfürchtig, mal albern, mal instinktlos, mal gelungen. Und dieses qualitative Auf und Ab spiegelt auch der komplette Film wider.



Um eins vorweg zu nehmen: Hatchet 2 ist in der Tat ein Film von Genre-Fans für Genre-Fans. Wer mit Old-School-Slashern oder dem ersten Teil nichts anfangen konnte, wird mit dem Sequel erst recht nicht warm werden. Denn auch die Fortsetzung ist Funsplatter pur – das mag man, oder eben nicht. Doch selbst Genrefans müssen bei allem Spaß, den Hatchet 2 fraglos bietet, zugeben, dass hier nicht alles Gold ist, was glänzt. Dass sich die Handlung um Glaubwürdigkeit oder nachvollziehbaren Handlungen nicht kümmert, sei ihm verziehen, doch Green unterläuft sein eigenes Fun-Konzept, in dem er das erste Drittel zu ernsthaft, zu Dialoglastig aufbaut. Dieser Teil gibt dem ganzen Szenario zwar etwas mehr Tiefe, wenn man denn bei den Hatchet-Streifen davon sprechen will, fügt sich jedoch alles andere als harmonisch in den Kontext und den Ton des Rests ein, was nicht zuletzt zu einigen Hängern führt. Zudem läuft alles nach Schema F ab, bekannte Stereotypen werden nur variiert, jedoch viel zu ernst, als dass man von einer parodistischen Herangehensweise sprechen könnte – es wirkt vielmehr einfallslos, auch wenn die ursprüngliche Intention vieelleicht mal eine andere war.



Fahrt nimmt das Sequel schließlich dann auf, wenn sich der Mob erst einmal im Sumpf befindet. Hier knüpft Hatchet 2 an die Stärken des Originals an, legt ein hohes Tempo mit zahlreichen derben und ausgefallenen Kills vor, nimmt sich dabei aber erfreulicherweise selten zu ernst, sondern spielt eher mit der Erwartungshaltung des kundigen Zuschauers, nur um dann am Ende doch genau das zu bieten, was dieser erwartet hat – nicht jedoch ohne noch einen drauf zu setzen. (Zu der deutschen Fassung kommen wir noch) Das ist, wenn man es denn nun mag, durchaus amüsant und recht temporeich. Trotzdem: Wenn man sich die im letzten Drittel völlig logelöste Over-the-Top-Regie von Green so anschaut, mag man kaum glauben, dass dieser auch den Minimalismus-Thriller Frozen in seiner Vita stehen hat. Da wünscht man sich fast, Green würde diese beiden Stile etwas miteinander mischen - vielleicht wäre das der ideale Mix, um auch bei der breiten Masse punkten zu können.

Schauspielerisch ist natürlich Magerkost angesagt: Danielle Harris ist immer noch ein optischer Leckerbissen, jedoch von dem Status einer annehmbaren Schauspielerin so weit entfernt, wie Kane Hodder von einem weiteren Engagement als Jason Vorhees. Selbiges gilt für die Nebendarsteller, die eher unbeholfen durch den Film tapsen, aber das ist ja in den „Kultfilmen“, denen Green ja huldigt, nicht wirklich anders. Stark hingegen Tony Todd, der alleine durch seine Präsenz seine bedeutend größere Rolle rechtfertigt, sich selbst auf die Schippe nimmt und alle anderen an die Wand spielt. Hatchet 2 wird die Fans weitestgehend zufrieden stellen, bringt jedoch nicht mehr zustande als der erste Film – weder ein Hit, noch ein Flop. Ein Nischenfilm, aber einer der besseren Sorte.
 

Fazit:
Auch Hatchet 2 ist ein Funsplatter reinsten Wassers, eine derbe Verbeugung vor den großen Klassikern, dem ein wenig mehr Eigenidentität nicht schaden würde. Der Film macht vor allem im letzten Drittel Spaß, bleibt aber trotz der einfallsreichen Kills vorhersehbar und überraschungsfrei. Ein Film für die Fans – mit allen Stärken und Schwächen. Nicht mehr, aber sicher auch nicht weniger.
 
Bewertung: 6|10
 
Einige Worte noch zur deutschen Fassung:
Nachdem der erste Film etwas überraschend uncut veröffentlicht werden konnte, mussten beim Sequel gleich drei Minuten heraus geschnitten werden. Vergleicht man beide Filme und die entsprechenden Szenen, bleibt nur einmal mehr fassungsloses Kopfschütteln zurück. Was jedoch wesentlich schwerer wieg,t und dann auch überhaupt nicht mehr nachvollzogen werden kann, ist die Tatsache, dass selbst beim Making of die Schere angesetzt wurde und aufgrund des Vetos der FSK ein Feature über die SFX ganz verschwinden musste. Darüber mag sich nun jeder selbst sein Urteil bilden. Eine ungeschnittene Veröffentlichung via Österreich oder andere Kanäle ist bis jetzt zwar nicht angekündigt, aber aufgrund der Erfahrungen der letzten Monate durchaus realistisch.

Durchschnittliche Userbewertung

8.2/10 Bewertung (6 Stimmen)

 


 DVD Verleihstart: -
DVD Verkaufstart: 07.04.2011

Label: Sunfilm
Verpackung: Keepcase
Wendecover: Ja

Bild: 1,85:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 78 Minuten
Uncut: Nein

Ton:
1. Deutsch (DTS, Dolby Digital 2.0)
2. Englisch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel: 
- Deutsch

Extras:
• Audiokommentar
• Making of
• Audiokommentar 1 (Production Audio Commentary)
• Audiokommentar 2 (Cast Audio Commentary)
• Dt. Trailer  1:15 Min.
• Engl. Trailer  1:57 Min.
• Engl. Teaser  1:15 Min.
• Engl. TV Spot  0:34 Min.
• Hatchet II: Behind the Screams (Making Of)*  26:36 Min.
• Hatchet II: First Look (Featurette)*  8:06 Min.
• I spit on your Grave -Remake-  1:28 Min.
• 2001 Maniacs 2  1:53 Min.
• Dinocroc vs. Supergator  1:32 Min.
• Küss mich, Zombie  2:03 Min.
• College Vampires  2:20 Min.
• Das Chaos Experiment  2:18 Min.
• Train  1:25 Min.

Review Extras
Das kann sich alles sehen lassen. Geraade das Making of zeigt sehr deutlich, dass hier ein Film von Fans für Fans gemacht wurde und Enthusiasten am Werk waren. Der Info- und Entertainmentbereicch ght weit über gängiges Material hinaus.

Bewertung: 6|10

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Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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