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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Aug31

Fighting Beat

Fighting Beat

Originaltitel: Pahuyut
Herstellungsland: Thailand
Erscheinungsjahr: 
2007

Genre: Action, Komödie
Freigabe: 
FSK-16
Regie: 
Piti Jaturaphat

Darsteller: Thun Thanakorn, Sura Thirakon, Micky Novaki, Nuttanan Juntarwet u.a.

Khem (Thun Thanakorn) und seine Freunde leben von Touristen bzw. deren Ausgaben. Tagsüber zeigen sie ihnen die richtigen Dive-Spots und Abends wird in einer Bar für die richtige Unterhaltung gesorgt. In der Bar finden auch allabendlich Muay-Thai-Kämpfe mit den Touristen statt. Um sich ihr Trinkgeld zu verdienen, werden die Kämpfe dabei immer verloren. Doch das finanzielle Potential der Bar lockt auch andere, skrupellosere Männer an. Diese machen Onkel Prao (Sura Sankum) dem Besitzer der Bar ein Kaufangebot, welches er jedoch ausschlägt. Die Situation eskaliert und als mit Gewalt versucht wird das Eigentum zu übereignen, müssen sich die Freunde zusammentun, um die Bar und damit ihren Lebensunterhalt zu verteidigen.

- Kritik - 

Als Freund und Fan des Martial Arts Genres hat man schon so alles mögliche in Filmen geboten bekommen. Die bekanntesten Vertreter warten in der Regel mit Wushu Techniken auf, die nicht nur elegant aussehen, sondern auch mit einer Vielfalt an Bewegungen und Variationen ausgestattet sind, so dass noch längst nicht alles ausgeschöpft ist und man in der Zukunft wohl noch eine Menge davon zu sehen bekommt. Seltener bekommt man auch etwas ausgefallenere Kampfkünste zu Gesicht, wie beispielsweise Capoeira (Only the Strong), Wing Tsun (Prodigal Son), Aikido (Under Siege) oder auch die durch UFC und Co. zunehmend an Popularität gewinnenden Mixed Martial Arts (Flashpoint). Doch insbesondere die Techniken des Muay Thai erfreuen sich seit wenigen Jahren einer größer werdenden Beliebtheit, was man wohl primär den Leistungen Tony Jaas zu verdanken hat. In den Filmen Ong-Bak und Tom Yum Goong (Revenge of the Warrior) hat er gezeigt, dass nicht nur Wushu gut und akrobatisch aussehen kann. Hinzu kam die Tatsache, dass die Kämpfe einen realistischen Touch hatten, brachiale Moves zu sehen waren und man die Schläge und Kicks nicht nur andeutete, sonderen in der Regel mit Körperkontakt durchgezogen hat. Halsbrecherische Stunts machten das Paket dann perfekt und trieben dem Martial Arts Fan das Wasser in die Augen. Lediglich die nur in Ansätzen vorhandene und sich in beiden Filmen wiederholende Story war dabei ein Dorn im Auge des Betrachters, konnte die Qualität des Gesamtpakets aber nur bedingt schmälern.


 
Auf der Erfolgswelle schwimmend, schwappen dann und wann auch andere Filme aus Thailand nach Deutschland rüber und bieten dabei leider eine nicht ganz so makellose Perfomance ab. Auch der zur Kritik vorliegende Fighting Beat, schlägt einen ähnlichen Weg ein und wirbt mit Muay Thai und explosiven Kämpfen. Ob die Kämpfe halten können, was die Beschreibung verspricht, wird sich später zeigen. Der Anfang des Films verwöhnt den Zuschauer mit schönen und malerischen Strandaufnahmen und einer entspannenden Musik. Khem, der Protagonist und Erzähler, stellt in wenigen Minuten seine Freunde und seine Arbeiten vor. Nachdem sein Vater in der Bar seines Onkels Prao ums Leben kam, lebt er bei einem Mönch. Tagsüber besteht seine Arbeit darin, Touristen an Schnorchel- und Tauch-Spots zu bringen und den Touristenführer zu spielen. Abends und dies ist auch der deutlich wichtigere Teil, versucht man die zahlungskräftigen Farangs, Ausländer, in der Chok Dee Bar zu ordentlichen Ausgaben zu veranlassen. Hierfür steigen Khem und Chai (Sura Teerakol) allabendlich in den Ring und sind sich dabei auch nicht zu schade, absichtlich gegen weniger versierte und trainierte Jungs zu verlieren. Das man an dieser Stelle nicht mit sonderlich ausgereiften Kämpfen oder exzellenten Ausführungen rechnen muss, ist klar, aber was hier geboten wird, ist dann doch in die Kategorie Anfängerkurs Muay Thai einzugliedern. Die Kämpfe sind relativ humoristisch gestaltet, überhaupt hat man versucht eine ordentliche Portion Humor in den Film zu packen, der jedoch eher zum Slaptstick abdriftet und selten zum Schmunzeln animiert. 


 
Onkel Prao, der sich für das Ableben von Khems Vater verantwortlich fühlt und dadurch auch einen besonderen Beschützerinstinkt entwickelt hat, bringt seinen Töchtern und seinen anderen Schützlingen seit Jahren die Essenzen des Muay Thai bei, damit sich diese vor gewalttätigen Übergriffen wehren können. Dies bekommt man mit ein paar wichtigtuerischen Kommentaren, die Tiefe vermitteln sollen und ein paar Szenen, die die Truppe beim Training zeigen, vermittelt. Aber man lässt es sich auch hier nicht nehmen, ein paar Witze einzubauen, die wie immer ein wenig aufgesetzt wirken. Im Laufe des Films greift man vermehrt den tragischen Tod von Khems Vater auf und führt den Mörder, der seitdem sein Leben im Knast fristen musste und endlich wieder auf freiem Fuss ist, als Nemesis ein. Dieser nimmt dann auch recht zügig das Zepter in die Hand und schafft es mit Gewalt und der Hilfe der anderen Ausländer, die Chok Dee Bar zu übernehmen. Das klassische Racheelement kommt zum tragen und Khem wirft sich mit der Unterstützung seiner Freunde ins Gefecht, um im finalen Showdown, nicht nur die Bar zurückzugewinnen, sondern auch um den Tod seines Vaters zu rächen. 


 
Es ist schon erstaunlich, mit wie wenig Storyelementen man einen Martial Arts Film aufziehen kann und wie oft die klassischen Themen wie Rache oder Verteidigung zum tragen kommen. Der hartgesottene Fan lässt sich davon aber in der Regel nicht von abhalten und harrt der Kämpfe, die später ins Feld geführt werden. Und auch bei Fighting Beat bahnt sich der Showdown mit grossen Schritten an und entpuppt sich leider als Rohrkrepierer. Während man bei den anderen thailändischen Produktionen, allen voran Ong Bak und Tom Yum Goong, akrobatische, dynamische und harte Kämpfe zu Gesicht bekommt, kann Fighting Beat wenig mehr als Jungs und Mädels zeigen, die von Muay Thai nur wenig Ahnung zu haben scheinen. Spätestens beim Endkampf wird klar, dass man die Schauspieler in erster Linie auf Grund ihrer optische Vorzüge für den Film ausgewählt hat und nicht, weil sie auch gute Muay Thai Kämpfer sind. Selten hat man in einem asiatischen Kampfkunstfilm so schlechte Techniken gesehen und insbesondere die holde Weiblichkeit bekleckert sich nicht gerade mit Ruhm. Das auch Frauen ordentlich zulangen können und sich nicht vor Männern verstecken müssen, dürfte spätestens mit JeeJa Yanin in Chocolate, im übrigen auch aus Thailand, bewiesen werden. Lediglich Khem und die Truppe der bösen Jungs, bieten ein wenig was fürs Auge, können den Film jedoch leider nicht mehr retten und so verkommt das Kernstück eines jeden Martial Arts Films, die Kämpfe, zu einer grossen Enttäuschung. Hinzu kommt, dass man zum Schluss das Gefühl hat, dass der Soundtrack auf Endlosschleife läuft und man immer und immer wieder die gleiche Musik zu hören bekommt. 

 
- Fazit - 

Fighting Beat hat eigentlich alles, was einen guten Kampfkunstfilm ausmacht, aber leider halt nur auf dem Papier. Über die Story guckt man gerne einmal hinweg, aber die schlechten Kämpfe enttäuschen auf ganzer Linie und so bleiben die (thailändischen) Hoffnungen wohl vorerst bei Tony Jaas Ong Bak 2, welcher nicht mehr allzulange auf sich warten lässt. 

Bewertung: 4 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

6.2/10 Bewertung (5 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD-Verleihstart:  27.06.2008
DVD-Verkaufstart: 25.07.2008
- Single Disc 
 
Label: Sunfilm Entertainment
Verpackung: Keep Case
 
Ton:
1. Deutsch Dolby Digital 5.1
2. Thailändisch Dolby Digital 5.1
3. Deutsch DTS
 
Untertitel:
- Deutsch
 
Bild: 1:1,85 (16:9) 
Laufzeit: ca. 79 Min.
Uncut: Ja 
 
Extras:

  • Trailer
  • TV Spots [0:32]
  • Musikvideo [ca. 2:00]
  • Behind the Scenes [ca. 3:00]
  • Making Of [ca. 6:00] 

Review Extras:
Bei den Extras findet man neben ein paar Trailern zum Hauptfilm und anderen Veröffentlichungen auch ein Making Of, sowie ein Behind the Scenes. Leider summiert sich die Laufzeit auf gerade einmal knappe ca. 10 Minuten und bietet nicht sonderlich viele Informationen. 

Bewertung: 4 | 10

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Sascha Weber

Sascha Weber

   

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