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DVD Kritik: 4 Blocks - Die komplette dritte Staffel

DVD Kritik: 4 Blocks - Die komplette dritte Staffel

Originaltitel: 4 Blocks
Herstellungsland:
Deutschland
Erscheinungsjahr: 2019
Genre: Thriller, Krimi, Drama, Serie
Freigabe: FSK-16
Regie: Marvin Kren, Oliver Hirschbiegel u.a.

Darsteller: 
Kida Khodr Ramadan, Veysel Gelin, Almila Bagriacik u.a.

Wir danken Eye See Movies für das Rezensionsexemplars!


 

Inhalt: Familie, Ehre, Macht: Für Toni Hamady steht alles auf dem Spiel. Während neue Kontrahenten in Berlin eintreffen und sich ehemalige Verbündete zu gefährlichen Rivalen wandeln, drohen Hochmut und Hass, aber auch grenzenlose Loyalität und Liebe die Hamadys zu zerstören. Denn die vielleicht größte Gefahr könnte den Clan aus den eigenen Reihen drohen. Kann Toni seine Familie und seine 4 Blocks noch ein letztes Mal verteidigen oder wird er alles verlieren?

 


 

 


Kritik: In der dritten und letzten Staffel der deutschen, von TNT produzierten Gangsterdramaserie 4 BLOCKS, die aus sechs Folgen à ca. 60 Minuten besteht und auf einer Idee der Drehbuchautoren Richard Kropf, Hanno Hackfort und Bob Konrad beruht, führte wieder Özgür Yildirim (CHIKO, NUR GOTT KANN MICH RICHTEN) Regie. Jede der Episoden dieser Abschlussstaffel beginnt mit einer Rückschau auf das bisherige Geschehen und endet mit einem Cliffhanger oder einem Paukenschlag. Die erschütternden Ereignisse am Schluss der zweiten und zu Beginn dieser Staffel haben ihre Konsequenzen. 15 Auszeichnungen erhielt die Serie um einen arabischen Clan in Berlin-Neukölln bislang, darunter der Grimme-Preis, der Deutsche Fernsehpreis in drei Kategorien und eine Goldene Kamera. Die Heimkinoauswertung der dritten Staffel erfolgt auf DVD und Blu-ray in einem Digipak im Schuber am 13. Dezember 2019 bei Eye See Movies. Mehr zur der Serie könnt ihr in unserer Kritik nachlesen.


Die Serie zeichnet sich in der finalen 3. Staffel durch eine gelungene Mixtur aus konsequenter Härte und einer satten Portion Alltagskomik - besonders in den Szenen zwischen Zeki und seinem Freund Pascal (Florian Renner) oder zwischen Maruf, der von Hassan Akkouch gespielt, und Djamila, die von Sabrina Amali dargestellt wird - aus. Außerdem durch einen stimmigen, wendungsreichen, nur selten vorhersehbaren Plot, eine durchgängig atmosphärische, dunkle, angsteinflößende Dichte und hohe Authentizität, einerseits bezüglich der aktuellen Thematik, der Bedrohung durch arabische, genauer kurdisch-libanesische Clans und das polizeiliche Vorgehen gegen sie, andererseits bezüglich der Schauspieler, die, oft Laien, aufgrund ihrer Massigkeit und bedrohlichen Ausstrahlung imponieren und einschüchtern. Auch die realistische Alltagssprache, ziemlich genuscheltes, abgehacktes Deutsch mit Akzent, und häufig Arabisch mit deutschen Untertiteln, und die lebensnahen Dialoge, dazu die mal schmerzhaft spröde, mal aggressive oder treibende Musikuntermalung und die Rap-Titel als Takt- und Stimmungsgeber, ein Kniff, der an die italienische Mafiaserie GOMORRHA erinnert, tragen maßgeblich dazu bei, dass sie einen schnell packt und nicht loslässt.


Um es gleich vorweg zu nehmen: Es wird nicht, wie man es aus anderen Serien kennt, darauf angelegt, alles irgendwie zu Ende zu bringen, sondern Regisseur Özgür Yıldırım führt alles sorgfältig, Schritt für Schritt, zu einem soliden Ende. Und dabei sind einige große Momente dabei. Da ist natürlich vor allem Tonis Konflikt mit Karami - völlig offen, wie Toni das lösen möchte, zu übermächtig scheint Karami zu sein. Das LKA bekommt Karami zumindest schon mal nicht zu fassen, er entzieht sich mit einem einfachen Trick der Überwachung. Und statt durch den Vordereingang ins edle China-Restaurant geht’s über einen Hinterhof durch eine Tür, über der einfach nur Panda steht. Karami versucht eine neue Familie für sich zu gewinnen, einen neuen Statthalter in Berlin zu platzieren. Doch dann kommt der erste gute Move der Folge - der neue Kontakt sagt ihm ziemlich deutlich, was er von Karami hält, derweil drumherum das Restaurant geräumt wird und Toni die Szenerie betritt. Die spannende Frage ist, ob er jetzt mit Karami kurzen Prozess macht oder ob er einen neuen Deal abschließt. Doch Toni bleibt hart und erledigt Karami. Das ist ein Fehler, das weiß auch Toni, weswegen er sich auf die Flucht begibt - natürlich nicht ohne seinen Bruder.

Das LKA spielt derweil glücklicherweise nur eine Nebenrolle. Der erneute Fehlschlag bei der Überwachung bringt einen inneren Konflikt im Polizei-Team hervor, am Ende bekommt Ermittlerin Alexandra Winter zumindest ihren Zeugen, der gegen die Hamadys aussagt. Die Story bleibt angenehm im Hintergrund, passt für mich. Allerdings werden immerhin auch alle Orte von der Polizei gestürmt, die mit den Hamadys zu tun haben - und alle Familienmitglieder ausnahmslos einkassiert. Das ist ziemlich gut inszeniert und recht bedrückend inszeniert, weil wir dank der Kameraführung auch immer extrem dicht dran sind am Geschehen. Das sich Abbas selbst seiner Verhaftung entzieht, ist dann ganz leicht überzogen, passt aber natürlich auch irgendwie zu dem Charakter. Bleibt noch Toni, ohne seinen Bruder, der weiß, dass ihn das LKA draußen in seinem neuen Haus vielleicht nicht so schnell findet - aber die libanesischen Partner von Karami, die in einer letzten Einstellung das Haus von Toni stürmen - der sich selbst da schon längst gerichtet haben dürfte. In einer früheren Folge hatte Tonis Frau Kalila ihm vorgeworfen, Feuer in der Stadt gelegt zu haben und dass ihn das irgendwann einholen wird - letztlich ist das jetzt passiert.

Dann gelingen Özgür Yıldırım allerdings noch zwei gute Momente am Ende der Serie. Da ist zunächst der Abspann, der ein gemaltes Bild von Toni und Abbas an einer Hausfassade in Berlin zeigt. Er transferiert die Geschichte von 4 BLOCKS so in die Realität, zeigt noch einmal auf, wie dicht diese wirklich außergewöhnliche Serie an der Realität war, ohne zu übertreiben - das Bild zeigt es buchstäblich schwarz auf weiß. 4 BLOCKS hat Berlin ungeschönt gezeigt, hatte für mich sehr viel Realistisches, ohne Berlin auf einen Schild zu heben und die Stadt zu inszenieren, nur um sie als namhafte Plattform zu benutzen. Dazu passt, dass Toni-Darsteller Kida Khodr Ramadan selbst einen eigenen Laden in Berlin eröffnet hat, einen Friseursalon mit dem Namen - Toni HamadyUnd dann ist da noch etwas, nach dem Abspann, eine Post-Credit Scene. Sie zeigt, wie jemand in einen der alten Läden der Hamadys spaziert und sich an einen alten Schreibtisch setzt, an dem schon Toni und zuletzt Latif saßen. Er rückt auf dem Schreibtisch die Dinge zurecht und scheint bereit zu sein, die Dinge anzugehen, weiterzumachen. Es ist Maruf. Offensichtlich ist er bei den Polizeiermittlungen durchs Netz gefallen, man konnte ihm wohl nichts oder nicht viel nachweisen. Zuvor hatte er noch zwei starke Szenen in der letzten Folge, zum einen mit Djamila, in der er ihr mit einem Bündel Geld zeigen will, dass er für sie sorgen kann, um ihr anschließend nach ihrer klaren An- und Absage ein paar Scheine als Lohn in die Hand zu drücken - ziemlich herabwürdigend, aber auch ziemlich stark erzählt. Und dann erleben wir ihn noch in einem Extremmoment, wenn ihn seine Familie dafür zur Rechenschaft zieht, dass er mit Zeki gemeinsame Sache gemacht hat. Diese dichte Inszenierung an der Stelle ist nochmal ein klasse 4 BLOCKS-Moment zum Schluss. Bei der Auflösung fragen wir uns kurz, wo Maruf denn zu sehen ist, als die Täter und Opfer Zeki von der Polizei abgeführt werden. Der Cousin bleibt also übrig, ein Hamady, der offensichtlich gewillt ist, die Geschäfte weiterzuführen - toller Idee ganz am Ende, wenn auch ohne Hoffnung auf Fortsetzung für uns Zuschauer. Denn Staffel 3 war definitiv das Ende einer richtig großartigen deutschen Serie, die erstklassig erzählt und inszeniert wurde, mit einem tollen Cast inklusive starker Hauptdarsteller.

Fazit: 4 BLOCKS macht da weiter, wo die zweite Staffel aufgehört hat. Es gab überraschende Momente, wenig Vorhersehbares, klare Worte und teils schockierende Situationen. Über drei Staffeln hinweg ist diese raue, fesselnd konzipierte und realitätsnahe Erzählweise ohne Qualitätsabfall beibehalten worden und der Schlussakkord sitzt. Das hat alles zu bester Serienunterhaltung geführt und bei aller Brutalität, Aggresivität und Kriminalität ist einem der Berliner Familienclan hier und da dann sogar ans Herz gewachsen.Deswegen ist 4 BLOCKS nicht nur eine besondere, sondern ohne wenn und aber eine herausragende deutsche Produktion der Spitzenklasse auf Augenhöhe mit vergleichbaren Serien wie eben der oben in der Kritik erwähnte GOMORRHA und zu recht vielfach ausgezeichnet worden.


Durchschnittliche Userbewertung

8.0/10 rating 1 vote

 

Verkaufstart: 13. Dezember 2019

Publisher:
Eye See Movies
Homepage: www.4-blocks.de

Verpackung: Digipack im Schuber
Anzahl Disks: 2
Wendecover: Ja

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 360 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Englisch

Episoden­anzahl: 6

Extras:
• 12-seitiges Booklet
•  Inside 4 Blocks (60 Min.)

Kritik Extras
Das Bonusmaterial zu der dritten Staffel von 4 BLOCKS ist mit überschaubaren Extras gefüllt. Neben ein 12 seitiges Booklet mit interessanten Hintergrundinformationen bekommt man mit INSIDE 4 BLOCKS einen 60-minütigen exklusiven Einblick hin die Kulissen geboten, die durchaus sehr interessant Ausschnitte aus der 3. Staffel zeigen. Leider bekommt man sonst keine weiteren Extras auf der DVD geboten.

Durchschnittliche Besucher-Wertung

5.0/10 rating 1 vote
Sascha Gilke

Sascha Gilke

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Dez27

DVD Kritik: 4 Blocks - Die komplette zweite Staffel

Geschrieben von: Sascha Gilke DVD Kritik: 4 Blocks - Die komplette zweite Staffel

Ein Jahr nach dem dramatischen Showdown mit den Cthulhu hat sich für die Hamadys viel verändert: Abbas steht wegen Mordes vor Gericht, Amara hat mit Latif einen Neuanfang gewagt und Toni kann endlich wie erhofft ins Immobiliengeschäft einsteigen. Doch seine Versuche, den Einfluss der Familie auszubauen, bringen nicht nur seine Ehe in Gefahr, denn die mächtigen al-Saafis geben die Kontrolle über Berlin nicht kampflos auf. Die Serie erhielt bislang 15 Auszeichnungen, darunter der Grimme-Preis, der Deutsche Fernsehpreis in drei Kategorien, eine Goldene Kamera, sechs Auszeichnungen beim Fernsehpreis der Deutschen Akademie für Fernsehen (DAFF) sowie der Preis des Séries Mania Festivals für Kida Khodr Ramadan als „Bester Schauspieler“.

8.0/10 rating 1 vote

   

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