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Aug28

Day of the Dead

Day of the Dead

Originaltitel: Day of the Dead
Herstellungsland: USA 
Erscheinungsjahr: 
2008
Genre: Horror
Freigabe: FSK-18
Regie: 
Steve Miner
Darsteller: Mena Suvari, Ving Rhames, Chrsita Campbell u.a.

Plötzlich und unerwartet bricht das Unheil herein. Ein unbekannter Virus greift mit rasender Geschwindigkeit um sich und verwandelt jeden Infizierten in einen menschenfressenden Zombie. Eine kleine Gruppe Überlebender versucht, sich bis zu einem unterirdischen Militärbunker durchzuschlagen...

- Kritik -

Nachdem 2004 das „Dawn of the Dead“ Remake von Zack Snyder („300“) recht erfolgreich war und auch bei den Fans auf Zustimmung traf, war es nur eine Frage der Zeit bis man sich auch an das letzte Kapitel der Dead-Trilogie-Saga von Altmeister George A. Romero wagte: „Day of the dead“. Millennium Films, die auch den letzten „Rambo“ ins Kino hievten und die Rechte an dem „Conan“ Franchise haben, drängten auf eine schnelle Umsetzung, damit man noch möglichst zeitnah im „28 days/weeks later“ Erfolgs-Fahrwasser mitschwimmen konnte. Als Regisseur verpflichtete man Steve Miner, einen alten Hasen im Horrorgenre. Er machte „Freitag der 13 2+3“, „Halloween H 20“ oder auch „Lake Placid“.Als Drehbuchautoren nahm man Jeffrey Riddick an Bord, der die Skripts zu „Final Destination 1+2“ beigesteuert hatte, und das Zombie Thema nun etwas zeitgemäßer gestalten sollte. Bei soviel Genreerfahrung konnte doch gar nichts schief gehen, oder?

„Day of the dead“ ist handwerklich exzellent gemacht. Die Action- und Verfolgungsszenen sind zahlreich, durchaus aufwendig und auf den Punkt inszeniert, die Masken sehen hervorragend aus und auch an Splatter- und Goreszenen mangelt es nicht. Dazu funktioniert die auf den ersten Blick mutig wirkende Besetzung der recht zierlichen Mina Suvari – am ehesten aus „American Beauty“ bekannt und demnächst in Stuart Gordons „Stuck“ zu sehen – überraschend gut. Auch über Ving Rhames („Pulp Fiction“), der bereits im „Dawn of the Dead“ Remake dabei war, muss man nicht viele Worte verlieren – der Mann hat einfach eine enorme Präsenz. Warum man ihm nicht mehr Screentime zugestand ist schleierhaft. Die Zombies erinnern in ihrer Agressivität und Schnelligkeit bei weitem mehr an die Infizierten aus den „28“ Filmen, als an die bedrohlich schleichenden Untoten aus den Romero Filmen. Manche können sogar über Wände und Decken krabbeln … ein Effekt der eher peinlich, als angsteinflössend ist.

Auch auf die satirischen und gesellschaftskritischen Nuancen, die der Altmeister immer wieder in seinen Filmen durchblitzen ließ, wartet der Zuschauer vergeblich – es gibt sie einfach nicht. Fast pausenlose Daueraction steht hier klar im Vordergrund. Leider auf Kosten der Atmosphäre. Denn wirkliche Bedrohung will nie aufkommen. Zu wirr, unentschlossen und klischeebeladen  sind Story und Figuren. Die Probleme die der Film während seiner ganzen Entstehung bis zum Schluss hatte, werden überdeutlich. Das Skript wurde mehrfach während der Dreharbeiten umgeschrieben. Als die Produzenten den fertigen Film sahen waren sie unzufrieden und ordneten Nachdrehs an, die Millionen verschlangen. (Im übrigen umsonst: Der Film erscheint in den USA genau wie bei uns direkt auf DVD.) Und dieses hin und her spiegelt sich im Film wieder. Mal kann der Virus von der Luft übertragen werden, dann wieder nur per Biss, mal dauert die Infektion nur Sekunden, dann wieder Stunden. Einige Zombies behalten ihre Intelligenz in Grundzügen bei, die meisten anderen nicht.Während der letzte Aspekt in Romeros „Land of the dead“ noch recht harmonisch in die Story eingefügt wurde, ist er hier überflüssig und schlecht in die Rahmenhandlung integriert.

Besonders negativ fällt die Idee auf, einen „verliebten“ Zombie (teilweise) in den Mittelpunkt zu stellen … das er dazu noch auf Menschenfleisch verzichtet, weil er einst Vegetarier war, macht das Ganze natürlich nicht besser. Leider können auch die bemühten Schauspieler nicht verhindern, das ihre Charaktere wie vom Reissbrett entsprungen wirken; hier ließ man wirklich kein Klischee aus. Besonders nervig ist dabei Nick Cannon, der quasi den Quotenschwarzen verkörpert und in seiner Pseudocoolness einfach nur nervt. Auch die Dialoge bewegen sich teilweise sehr an der Schmerzgrenze. Von einem wirklichen Remake mag man auch gar nicht sprechen, da Riddick noch nicht einmal das Grundgerüst als Vorlage nahm. Punktuell sind einige Ähnlichkeiten vorhanden, aber im Endeffekt unterscheiden sich Original und Remake bei weitem mehr, als es bei „Dawn of the dead“ der Fall war. Allerdings kann das auch an den ständigen Skriptänderungen liegen, ebenso wie die Tatsache, das man Miners Handschrift überhaupt nicht erkennt. Ist „Day of the dead 2008“ deswegen ein Flop? Nein, sicherlich nicht. Dafür ist die handwerkliche Inszenierung zu gut, die Actionszenen qualitativ und quantitativ zu gelungen, die Zombies zu gut. Der Film kann auch Spannung aufbauen, wird von dem wirren Skript aber immer wieder ausgebremst.
 

- Fazit -

Wer atemlose und actionbetonte Horrorfilme im härteren Stil bevorzugt, liegt mit „Day of the dead 2008“ garantiert richtig. In den knapp 80 Minuten kommt man kaum zum Luft holen. Das kann jedoch nicht über fehlende Atmosphäre und das mangelhafte Skript hinwegtäuschen. Im Genrevergleich aber schon aufgrund der handwerklichen Qualität klar über Durchschnitt.

Bewertung: 6 | 10

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6.0/10 Bewertung (5 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD-Verleihstart:  12.05.2008
DVD-Verkaufstart: -
- Single Disc 
 
Label: e-m-s
Verpackung: Keep Case
 
Ton:
1. Deutsch Dolby Digital 5.1

2. Deutsch DTS
3. Englisch Dolby Digital 5.1
 
Untertitel:
- Deutsch

 
Bild: 1.85:1 (16:9)
Laufzeit: ca. 83 Min.
Uncut: Ja 
 
Extras:

  • Deutscher Trailer [1:39]
  • Original-Trailer [1:39]
  • Behind the Scenes [14:08]
  • Interviews:
  • AnnaLynne McCord [1:57]
  • Mena Suvari [1:59]
  • Nick Cannon [2:13]
  • Michael Welch [1:39]
  • Dean Jones [2:29] 
  • Stark Sands [2:00]
  • Steve Miner [3:18]
  • Trailershow
  • KM.31 [1:50]
  • Are you scared [1:50] 
  • KM.31 [1:20] 
  • The Eye: Infinity [2:33]
  • The Nun [2:17]
  • The Call 2 [0:31]
  • The Uninvited [1:48] 

Review Extras:
Die Extras sind recht überschaubar. Neben der obligatorischen Trailershow sowie demdeutschen und englischsprachigen Trailer zum Film, enthält die Disc noch ein Behind the scenes sowie sechs Interviews. Das Behind the scenes Material besteht aus wahllosen Mitschnitten während der Dreharbeiten. Das ist zwar in Ansätzen recht informativ, wird jedoch nicht kommentiert und ist durch die Zufälligkeit der Aufnahmen nach ein paar Minuten bereits ermüdend. Die Interviews schwanken zwischen recht interessant und Promomaterial, sind aber mit insgesamt sechs verschiedenen Personen recht zahlreich vertreten. Größtes Manko: Keine deutsche Untertitelung. Da dürfte es dem einen oder anderen schwer fallen, den Sätzen zu folgen. Besonders schade ist das gänzliche Abwesenheit von Audiokommentaren. Gerne wäre ich den Ausführungen von z.B. Miner gefolgt, auch in der Hoffnung etwas über das Chaos bei den Dreharbeiten zu erfahren. Doch es ist nicht ein einziger auf der Scheibe. Allerdings muss man fest halten das uns die Verleihversion zu Rezensionszwecken vorlag. Es mag nicht ausgeschlossen sein, das ein (noch nicht fixierter) Verkaufsrelease, sich in der Ausstattung unterscheiden kann.

Bewertung: 5 | 10

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Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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