!

Bereitsgetestet.de verwendet Cookies, um Ihnen bestimmte Funktionen zu ermöglichen und die Website dem Nutzungsverhalten der Besucher besser anpassen zu können. Wenn Sie die Website weiter nutzten, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Datenschutzerklärung

OK

Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Aug27

Closing the Ring

Closing the Ring

Originaltitel: Closing the Ring
Herstellungsland: USA/Kanada
Erscheinungsjahr:
 2009

Genre: Drama, Liebesfilm
Freigabe: FSK-12
Regie:
 Richard Attenborough

Darsteller: Shirley MacLaine, Christopher Plummer, Neve Campbell u.a.

Im Jahre 1943 gibt der sterbende Pilot eines Kampffliegers einen goldenen Ring an einen Einheimischen, der ihn der Freundin des Piloten in den USA überbringen soll. 50 Jahre später wird der Ring von einem Mann auf einem Hügel in Irland gefunden. Er macht sich auf die Suche nach dem rechtmäßigen Besitzer und stößt auf Ethel, die ihm ihre Geschichte erzählt, wie sie als junges, wildes Mädchen von drei Verehrern gleichzeitig umworben wurde ...

 - Kritik -

Vielleicht ist Richard Attenborough einigen eher als Darsteller vertraut: Er spielte den kauzigen John Hammond in „Jurassic Park“. Allerdings ist er auch ein fabelhafter Regisseur, kann er doch angesehene Filme wie „Chorus Line“, „Die Brücke von Arnheim“ oder auch „Chaplin“ vorweisen. Seinen größten Erfolg, für den er auch mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, konnte der mittlerweile 84jährige jedoch mit „Gandhi“ feiern. Sein letzter Film als Regisseur datiert aus dem Jahre 1999: „Grey Owl und der Schatz der Biber“ mit Pierce Brosnan in der Hauptrollem, lief weit unter Wert, bekam recht wenig Aufmerksamkeit und gilt – zurecht – als finanzieller Flop. Erst mit dem vorliegenden „Closing the ring“ feierte er ein kleines Comeback.

„Closing the ring“ erzählt eine Geschichte, die über fünf Jahrzehnte angelegt ist. Der Altmeister Attenborough verweigert sich jedoch einer chronologischen Erzählung und lässt Gegenwart und Vergangenheit mit Hilfe von Rückblicken zu einer erzählerischen Einheit verschmelzen. Das ist teilweise recht verschachtelt, aber hervorragend gelungen und der eigentliche Reiz des Films. Die Regie versteht es meisterhaft die verschieden Schauplätze und Zeiten zu wechseln, und trotzdem nie zu verwirren. Der Zuschauer weiß von dem Geheimnis genau so viel wie Ethles Tochter Marie, gespielt von Neve Campbell, und kommt der wahren Geschichte wie in einem Puzzle nur Stück für Stück auf die Schliche. Schlussendlich ist es Attenboroughs Verdienst, das „Closing the ring“ besser in Erinnerung bleiben wird, als er eigentlich ist.

Die Story ist im Kern nämlich recht dünn und dazu noch überfrachtet. Warum Drehbuchautor Peter Woodward, der hier sein Erstling abliefert und derzeit „Unthinkable“ für Samuel L. Jackson schreibt, den IRA Aspekt in die Geschichte hieven musste, ist völlig unklar und schadet dem Film. „Closing the ring“ erzählt eine schöne Geschichte über Liebe, Freundschaft, Loyalität – da ist der Kampf der IRA völlig unangebracht. Woodward ist auch nicht in der Lage, seinen Charakteren wirkliche Tiefe oder Glaubwürdigkeit zu verleihen; von der saftigen Portion Kitsch und den Dialogen voller Pathos ganz zu schweigen. Man kann von Glück sagen, das der gut aufgelegte Cast – einzig Neve Campbell überzieht ihr Spiel ein wenig – und die hervorragende Regiearbeit zumeist über die diversen Schwächen hinweg strahlen; Insbesondere Christopher Plummer kann auf ganzer Linie überzeugen.

Trotz der intelligent eingebauten Rückblenden und der fabelhaften Inszenierung fällt auf, das Attenborouhs Stil teilweise etwas altbacken wirkt. Das passt zum Film und der Geschichte, lässt jedoch erahnen, das ein weiterer Geniestreich und Kraftakt a´la „Gandhi“ von ihm nicht mehr zu erwarten ist. Trotzdem gelingt es dem alten Mann alleine schon durch seine handwerkliche Brillianz mühelos, den Film in der Spur zu halten und aus dem mittelmäßigen Stoff einen wirklich schönen Liebesfilm mit dramatischen Untertönen zu zaubern: Man leidet mit, man rätselt mit und man geht mit einem guten Gefühl aus „Closing the ring“ heraus und behält ihn in guter Erinnerung. Dazu kommen sehr gelungene Landschaftsaufnahmen sowie eine recht aufwendige Ausstattung, die den Streifen in den verschiedenen Epochen stets glaubwürdig wirken lassen. 
 

- Fazit -

Wunderbarer, etwas verschachtelter Liebesfilm mit überwiegend guten Schauspielern und einer exzellenten Regie. Selbiges kann man über das durchwachsene und überfrachtete Drehbuch leider nicht sagen. Trotzdem: Ein richtig schöner Film, der trotz des Pathos und der Überdosis Kitsch ein sicherer Tip im Genre ist.

Bewertung: 7 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

5.8/10 Bewertung (4 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD-Verleihstart:  14.08.2009
DVD-Verkaufstart: 17.09.2008
- Single Disc 
 
Label: Eurovideo
Verpackung: Keep Case
 
Ton:
1. Deutsch DTS 5.1
2. Deutsch Dolby Digital 5.1
3. Englisch Dolby Digital 5.1
 
Untertitel:
- Deutsch
 
Bild: 1.85:1 (16:9)
Laufzeit: ca. 113 Min.
Uncut: Ja 
 
Extras:
-/- 

Review Extras:
Das ist schon fast lächerlich: Nichts, gar nichts. Wie gerne hätte ich einen Audiokommentar von Attenborough oder ein paar Interviews gehabt? Aber hier gibt es gar nichts. Mag sein, das das bei der Kaufversion anders aussieht, aber für die Leih DVD gibt es 

Bewertung: 0 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

0.0/10 Bewertung (0 Stimmen)
Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

Spieltipp  

   

Statistik  

Filme: 1.442
Videospiele: 88
Specials: 105
Interviews: 62
Hardware: 9

Besuche Juli: 114.336
Belege können angefordert werden