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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Aug27

Cleaner

Cleaner

Originaltitel: Cleaner
Herstellungsland: USA 
Erscheinungsjahr: 
2007

Genre: Thriller
Freigabe: FSK-16
Regie:
 Renny Harlin

Darsteller: Samuel L. Jackson, Ed Harris, Eva Mendez u.a.

Er ist der Spezialist, wenn es um Blut geht. In vielen Großstädten der USA gibt es Spezialisten, die sich darauf verstehen blutige Tatorte wieder in Ordnung zu bringen – es sind sogenannte Cleaner. Der ehemalige Polizist Tom Cutler ist einer von ihnen. Eines Tages wird er in eine Villa gerufen um die Überreste eines entsetzlichen Mordes zu beseitigen. Noch kann er nicht ahnen, dass dieses der Beginn einer unheilvollen Verschwörung ist.

- Kritik -

Das „Cleaner“ nicht im Kino erschien, ist auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar. Schließlich ist er mit Samuel L. Jackson („Pulp Fiction“), Ed Harris („Truman Show“) und Eva Mendes („Ghost Rider“) sehr stark und prominent besetzt und kann zudem mit Renny Harlin einen Regisseur vorweisen, der immerhin solche Erfolge wie „Stirb langsam 2“ oder „Deep Blue Sea“ in seiner Filmographie hat. Nach der Ansicht von „Cleaner“ ist die direkte Veröffentlichung auf DVD jedoch nachvollziehbar: Ein mehr als ein passabler, im Grunde jedoch durchschnittlicher und belangloser, Thriller ist der neue Harlin Streifen nämlich nicht. Renny Harlin lebt immer noch von seinem guten Ruf, den er sich durch Titel wie „Cliffhanger“ erarbeitet hat. Schaut man jedoch etwas genauer hin, stellt man fest, dass sein letzter Erfolg nun schon knapp zehn Jahre zurück liegt – eben „Deep Blue Sea“. Alles was danach kam, ging ziemlich in die Hose – sei es nun das Stallone Rennfahrerspektakel „Driven“, das Christian Slater Vehikel „Minhunters“, die überarbeitete Fassung von „Der Exorzist - Wie alles begann“ oder zuletzt „Der Pakt“. Allesamt konnten diese Arbeiten weder das Publikum, noch die Kritiker zufrieden stellen. Es überrascht daher kaum, dass er bei seinem nächsten Film „12 Rounds“ wieder in altbekannte Actiongefilde zurückkehrt. „Cleaner“ hingegen ist für ihn eher ein untypischer Film: Keine Actionszenen, der Streifen versteht sich als Thriller mit Dramaelementen.


 
Mit einem clever inszenierten Einstieg können die ersten dreißig Minuten durchaus packen und machen Lust auf mehr – leider wird diese Hoffnung jedoch nicht erfüllt. Sobald die Hauptgeschichte eingeführt wird, lässt der Streifen praktisch minütlich nach. Das liegt weder an der handwerklich soliden Inszenierung Harlins, dessen Ursprünge in der Werbeclipbranche auch hier deutlich zu erkennen sind, oder dem Hauptdarstellerpaar Jackson und Harris, die ihre Parts solide bis klasse spielen, sondern an einem unglaubwürdigen, überambitionierten Skript, dass zu viele Dinge anreißt, jedoch kaum etwas konsequent zu Ende erzählt. Eigentlich schade, da die Grundidee wirklich interessant ist und Stoff für einen gradlinigen Thriller bietet. Diese Möglichkeit wird hier leider verschenkt, da man auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzen möchte, und dabei scheinbar die klare Linie verliert.


 
Der eigentliche Twist – wenn man davon sprechen will – kommt fast schon steril und beiläufig daher und ist nur der Gipfel des unentschlossenen Drehbuchs, das nahezu führerlos hin und her schwankt. Zu viele Nebenstories werden eingeführt, die für die Haupthandlung egal sind. Das wäre ja noch zu verschmerzen, wenn es der Charakterisierung dienlich wäre, aber selbst dazu taugen diese „Nebengeplänkel“ nicht. Am deutlichsten wird das in den Sequenzen, in denen Jackson mit seiner Filmtochter gezeigt wird: Die Sequenzen wiederholen sich und nehmen der Geschichte den Rhythmus, was dazu führt, dass die Story nie wirklich packen kann oder sehr spannend wird. Aufgrund der konstruiert wirkenden Geschichte erscheinen auch die Charaktere unglaubwürdig – einzig Jackson und Harris nimmt man ihre Rollen und ihre Beziehung ab. Mendes hingegen geht völlig unter und wirkt gänzlich fehl besetzt.


 
So ist es kein Wunder, dass „Cleaner“ trotz der relativ kurzen Laufzeit von 85 Minuten einige Längen aufweist und in den schlechtesten Momenten einzig und allein durch Jackson und Harris nicht völlig untergeht. Harlin sorgt indes für eine handwerklich saubere Inszenierung und – Dank einer wirklich guten Kameraarbeit – auch für eine gelungene Optik, mehr aber auch nicht. Er ist scheinbar überfordert, die zahlreichen Storyfäden stilsicher miteinander zu verknüpfen oder Längen (spätestens) beim Schnitt auszumerzen. Schuster, bleib´ bei deinen (Action-)Leisten, möchte man da fast rufen.
 

- Fazit -

Eine interessante Grundidee, zwei gute Hauptdarsteller und eine gelungene Optik können nicht darüber hinweg täuschen, dass „Cleaner“ an einem überambitionierten Drehbuch scheitert, das mehr sein möchte, als es eigentlich ist. Man verzettelt sich in einer unglaubwürdig aufgeblasenen Geschichte und gibt sich nicht einmal Mühe, realistische Charaktere zu entwickeln. Teilweise spannend, bremst sich die Geschichte immer wieder selbst aus. Da wäre bedeutend mehr drin gewesen. 

Bewertung: 6 | 10

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7.3/10 Bewertung (6 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD-Verleihstart:  02.02.2009
DVD-Verkaufstart: 26.03.2009
- Single Disc 
 
Label: 3L
Verpackung: Keep Case
 
Ton:
1. Deutsch Dolby Digital 5.1
2. Englisch Dolby Digital 5.1
 
Untertitel:
- Deutsch
 
Bild: 2.35:1 (16:9)
Laufzeit: ca. 85 Min.
Uncut: Ja
 
Extras:

  • Deleted Scenes (dt. UT) 
  • Cast & Crew Interviews (dt. UT) 
  • Audiokommentar von Regisseur Renny Harlin 
  • Behind the Scenes
  • Originaltrailer
  • Bildgalerie
  • Trailershow 

Review Extras:
Für eine Single Disc gibt es erstaunlich viele Extras. So gibt es Interviews mit dem kompletten Cast, die schon alleine knapp 30 Minuten in Anspruch nehmen. Diese sind zwar sehr offensichtlich reine Marketinggespräche, bringen aber trotzdem das eine oder andere interessante Detail ans Licht. Die Deleted scenes und Behind the scenes Kategorien zeigen zwar leider nur Szenen ohne jeglichen Zusammenhang, sind aber ebenso informativ und interessant. So sieht man z.B. die letzte Drehszene von Ed Harris und seine Verabschiedung. Zudem muss man 3L zu Gute halten, dass alle Extras deutsch untertitelt sind. Leider immer noch nicht selbstverständlich. Besonders gelungen ist der Audiokommentar von Renny Harlin, der zwar unter Realitätsverlust leidet, wenn er über die Qualität des Streifens spricht, aber sehr viele interessante Anekdoten der Dreharbeiten zum Besten gibt. Der Rest der Extras besteht dann nur noch aus dem obligatorischen Trailer, einer Bildergalerie und der Trailershow. Gelungenes Bonusmaterial und in der Fülle für eine Single Disc recht ungewöhnlich. 

Bewertung: 9 | 10

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Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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