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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Aug27

Cigarette burns

Cigarette burns

Originaltitel: Cigarette burns
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 
2005

Genre: Horror
Freigabe: FSK-18
Regie:
 John Carpenter

Darsteller: Norman Reedus, Udo Kier u.a.

Jimmy Sweetman weiß, wie man seltene alte Filme aufspürt. Doch nichts kann ihn auf die Suche nach 'Le Fin absolue du Monde' vorbereiten, ein Werk, das der Legende nach nur einmal gezeigt wurde und sein Publikum in einen hemmungslosen blutigen Mordrausch versetzte. Jimmy wird immer besessener von der Suche, und seine Nachforschungen gestalten sich zunehmend alptraumhaft und schließlich sogar tödlich…

- Kritik -

Die Erwartungen an die ambitionierte „Masters of Horror (MoH)“ Serie waren anfangs enorm – kein Wunder bei Regisseuren wie Joe Dante „Das Tier“), John Landis („American Werwolf“), Dario Argento („Suspiria“), Don Coscarelli („Phantasm“) oder eben John Carpenter („Halloween“). Rückblickend gesehen konnte „MoH“ diese Erwartungen nur selten erfüllen und enttäuschte – insbesondere in der 2. Staffel – zumeist auf ganzer Linie. Die jeweiligen Episoden wurden von Splendid leider nur geschnitten veröffentlicht, was zu einem großen Protest seitens der Fans führte. Um diesen Fehler wieder wett zu machen, plant Splendid nun einen Uncut Release der gekürzten Folgen; der vorliegende Beitrag „Cigarette burns“ dient dabei als eine Art Testballon: Stimmen die Verkaufszahlen, werden die anderen Folgen ebenfalls uncut releast.


 
„Cigarette burns“ ist von Altmeister John Carpenter, der vielleicht wie kein Zweiter den modernen Horrorfilm geprägt hat, in den letzten Jahren jedoch nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Sein letzter Kinofilm „Ghosts of Mars“ datiert aus dem Jahre 2001 und fiel bei Fans und Kritikern durch. Erst im Jahre 2005 – eben mit „Cigarette burns“ – raffte er sich zu einer weiteren Regiearbeit auf – und kann auch hier nicht an seine alte Klasse anknüpfen. „Cigarette burns“ ist eine Mischung aus Carpenters „Die Mächte des Wahnsinns“ und dem Nicholas Cage Streifen „8 mm“. Die Story ist sogar recht interessant, leidet jedoch unter der Tatsache – wie einige „MoH“ Folgen – das Handlungen und Figuren bei der knapp bemessenen Laufzeit viel zu kurz kommen. Eine Charakterisierung findet schlicht und ergreifend nicht statt, oder wird viel zu schnell und oberflächlich abgehakt. Auch die Suche und das Finden des geheimnisvollen Films geht zu schnell: Le fin absolue du monde ist seit Jahren verschwunden, doch Jimmy Sweetman findet den quasi im Hand umdrehen – das ist unglaubwürdig und kostet Punkte.


 
Trotzdem muss man die an sich geschickt ausgedachte Story ebenso loben, wie die erste Hälfte des Films: Carpenter ist zwar weit davon entfernt, an die Qualität seiner alten Filme heran zu reichen, doch er schafft es immer noch eine düstere, bedrohliche Atmosphäre zu schaffen. Auch die Figur des gefallenen Engels ist gelungen arrangiert, selbiges gilt für den Score von Carpenter Sohn Cody, der wohl fleißig die alten Arrangements seines Vaters studiert hat. Leider wirkt der Film immer verlorener, wirrer und in sich unlogisch, je länger er läuft. Das Ende ist dann nur noch ärgerlich – es wird nichts erklärt und wirkt absolut unpassend. Das ist wirklich bedauerlich, da der Stoff und die erste Hälfte der Episode so viel mehr versprachen. Leider schafft es Hauptdarsteller Norman Reedus, zuletzt in „American Gangster“ zu sehen, nicht, eigene Akzente zu setzen und geht im Laufe der Geschichte irgendwann völlig unter. Deutschland Export Udo Kier hat da noch die besseren Momente, kann sich gegen das fürchterliche Finale jedoch auch nicht behaupten.


 
Und die gekürzten Szenen? 
Nun, auch die zuerst releaste Fassung hatte einige härtere Momente und ein paar Splatterszenen. Genau hier wurde seinerzeit auch die Schere angesetzt. Die hier vorliegende ungeschnittene Fassung ist nun knapp 35 Sekunden länger und bietet dem Gorefan ein paar explizitere Details mehr. Aber die machen schlussendlich den Film weder besser noch schlechter – so erfreulich es auch ist, das man nun auf die vom Regisseur gewollte Fassung zurückgreifen kann.

- Fazit -

Die Laufzeit ist einfach zu kurz, um die eigentlich gar nicht üble Story adäquat umzusetzen. Anfangs durchaus düster und atmosphärisch, im weiteren Verlauf jedoch irritierend wirr und unausgegoren gehen Geschichte und Inszenierung schlussendlich weitestgehend baden. Hier wäre bei einer durchdachteren Inszenierung mehr möglich gewesen. Schade um die Qualitäten des Skripts und des Altmeisters Carpenter. Wie tief er jedoch tatsächlich gesunken ist, beweist erst sein Beitrag zu 2. „MoH“ Season „Pro Life“. „Cigarette burns“ ist nicht so schlecht wie sein Ruf, aber auch alles andere als wirklich gelungen. 

Bewertung: 6 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

6.6/10 Bewertung (7 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD-Verleihstart:  -
DVD-Verkaufstart: 27.06.2008
- Single Disc 
 
Label: Splendid
Verpackung: Keep Case
 
Ton:
1. Deutsch Dolby Digital 5.1
2. Englisch Dolby Digital 5.1
 
Untertitel:
- Deutsch
 
Bild: 1.78:1 (16:9)
Laufzeit: ca. 60 Min.
Uncut: Ja 

Extras:

  • Interviews
  • John Carpenter [7:15]
  • Udo Kier [10:29]
  • Drew McWeeny [10:54]
  • Scott Swan [6:56]
  • Norman Reedus [14:40]
  • Die Maske des Engels [30:34]
  • Biographie John Carpenter [Texttafeln]
  • Trailershow 

Review Extras:
Ausnahmsweise mal von hinten: Trailershow ist obligtorisch, allerdings hat Splendid ein amüsantes Menü für diese kreiert. Die Carpenter Biographie auf Texttafeln ist okay – nicht mehr, nicht weniger. Neue Infos erfährt der halbwegs erfahrene Genrekenner nicht, als Übersicht aber durchaus brauchbar. Das Special „Die Maske des Engels“ zeigt recht ausgiebig die ´Verwandlung´ des Schauspielers in die besagte Engelsfigur. Die Laufzeit ist recht üppig, daher kommt aber hin und wieder durchaus Langeweile auf und der Finger zuckt zur Vorspultaste. Insgesamt gesehen jedoch sicher interessant. Herzstück der Extrafeatures sind aber sicher die Interviews mit Hauptdarsteller Norman Reedus, Udo Kier, den beiden Autoren Drew McWeeney und Scott Swan, sowie schlussendlich John Carpenter. Leider wirken diese Interviews nicht nur handwerklich sehr amateurhaft; auch der Interviewer ist ganz offensichtlich überfordert. Während Udo Kier die Situation galant meistert und einfach amüsant erzählt, wirken die Gespräche mit Reedman und den Autoren ziemlich steril und bringen letztlich nur wenig informatives hervor. Das Interview mit Carpenter hingegen bestätigt ausdrücklich das Vorurteil, das der Altmeister der Presse gegenüber nicht der einfachste Gesprächspartner sei: Carpenter wird während des banalen Gesprächs immer unruhiger, verweigert Antworten auf dümmliche Fragen und bricht es schließlich ganz ab. Einerseits verständlich, andererseits verhält sich ein Profi – siehe Udo Kier – anders. Verwunderlich, das dieser Eklat auf der DVD landete. Großes Manko: Keine deutsche Untertitelung! Recht laienhaft wirkendes Bonusmaterial, das aber trotzdem halbwegs überzeugen kann. das Interview mit John Carpenter sollte man sich nicht entgehen lassen. 

Bewertung: 6 | 10

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Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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