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Jul30

Book of Blood

Book of Blood

Originaltitel: Book of Blood
Herstellungsland: England
Erscheinungsjahr: 
2008

Genre: Horror
Freigabe: FSK-16
Regie:
 John Harrison

Darsteller: Sophie Ward, Jonas Armstrong, Paul Blair u.a.

Mary ist eine erfolgreiche Bestseller-Autorin, die in ihren Büchern über paranormale Phänomene schreibt. Bei ihren Recherchen stößt sie auf ein angebliches Geisterhaus, das sie näher unter- sucht. Assistiert wird sie dabei von dem Studenten Simon, der behauptet, übersinnliche Fähig- keiten zu besitzen. Simon soll in einem Zimmer im obersten Stock übernachten und so die Geis- ter anlocken. Doch beide ahnen nicht, dass das Haus als Kreuzung ins Jenseits dient. Die Toten wollen sich über Simon Gehör verschaffen und nutzen ihn als ihr Medium – sie schreiben ihre Worte in Simons Haut. Aus seinem Körper wird das Buch des Bluts…

- Kritik -


Über 20 Jahre haben Clive Barkers "Bücher des Blutes" nun auch schon auf dem Kerbholz, und haben von ihrer Faszination und von ihrem Stellenwert innerhalb der Horrorliteratur nichts eingebüsst. Seine ureigene Mischung aus Splatterpunk und Gothic ist bis heute unerreicht. Barker schaffte es zudem mit "Hellraiser", seinen Stil auf das Medium Film zu übertragen, und galt als einer der kommenden Regiegrößen im Genre. Doch der Einmischung durch Studios müde und desillusioniert geworden, legte Barker seine bislang letzte Regiearbeit mit "Lord of Illusions" vor, und dieser Eintrag datiert bereits aus dem Jahre 1995. Danach wurden zwar noch einige seiner Bücher umgesetzt, z.B. "Saint Sinner" oder "Die Seuche", aber wirklich gute Filme sprangen nicht dabei heraus. Erst 2008 machte Barker wieder von sich reden, als er sich mit dem Studio Lionsgate anlegte, die den Film "Midnight Meat Train" direkt auf DVD veröffentlichen wollten. Barker führte hier zwar keine Regie, war aber von der Umsetzung so begeistert, dass er alle Hebel in Bewegung setzte, um die Studiobosse doch noch zum umdenken zu zwingen - vergeblich. Trotzdem scheint "Midnight Meat Train" so etwas wie ein Startschuss für weitere Barker Adaptionen gewesen zu sein, denn es stehen einige weitere Umsetzungen in den Startlöchern. Eines dieses neuen Projekte ist "Book of Blood". Und eines, das bereits vorweg, hat "Book of Blood" mit den anderen, eher misslungenen Barker Verfilmungen gemein: Gelungen ist das Ganz nicht

Bereits wenn man sich die Namen der Verantwortlichen zu Gemüte führt bekommt man ein mulmiges Gefühl: Die Regie der knapp 5 Millionen teuren Produktion übernahm John Harrison. Eher ein Auftragsarbeiter, der bislang ausschließlich fürs TV arbeitete, was aber ja mittlerweile kein Nachteil sein muss. Allerdings kann man Produktionen wie "Painkiller Jane" oder "Supernova" nicht gerade als Aushängeschild vor sich her tragen. Warum ausgerechnet Harrison für ein Projekt dieser Art engagiert engagiert worden ist, bleibt unklar. "Book of Blood" beginnt atmosphärisch und vielversprechend, sackt nach den ersten 15  Minuten jedoch völlig ab und bietet dann vor allem eines: Langeweile. Die Story kommt einfach nicht in die Gänge, zieht sich mit im Grunde nebensächlichen Details unnötig in die Länge und kombiniert den gelungenen ersten Abschnitt nur mangelhaft mit tpischen Haunted House Elementen. Das geschieht jedoch alles so träge, dass die gelungenen Momente eher in Vergessenheit geraten und von den negativen Aspekten überstrahlt werden. Dazu agieren die Schauspieler hölzern, wirken mitunter unpassend besetzt. Das die Optik auf gepflegtem TV Niveau daher kommt, überrascht da auch nicht weiter.Und wer sich Dank der der literarischen Vorlage und des reißerischen Titels auf ein Splatterfest gefreut hat, dürfte ebenfalls enttäuscht werden. Zwar scheint die FSK16 Freigabe in einigen, wenigen Momenten arg gutmütig vergeben wirken, doch im Vergleich zu "Midnight Meat Train" ist das Gezeigte in "Book of Blood" äußerst zahm gehalten.

Ein kompletter Reinfall ist die Umsetzung jedoch nun auch wieder nicht, gerade im Genrevergleich. Denn wenn man verkraftet hat, dass das Tempo nach dem gelungenen Beginn nur eine Richtung kennt, nämlich gen Langeweile, wird man im Laufe der weiteren Geschichte durchaus mit dem einen oder anderen  Schockmoment oder einzelnen, gelungenen und atmosphärisch überzeugenden Sequenzen belohnt, was dem geneigten Zuschauer dann auch wieder milder stimmt und den Finger von der Vorspultaste lässt. Das diese Momentaufnahmen jedoch nicht reichen, um die Erwartungshaltung zu erfüllen, muss jedem klar sein. Zu sperrig wirken die einzelnen Elemente, zu träge die Inszenierung, zu unspektakulär die Umsetzung. Und so stellt sich auch nach dieser, allenfalls durchwachsenen Barkeradaption die Frage, wann sich der "Maestro" mal wieder selbst auf den Regiethron schwingt. In der Zwischenzeit kann man nur hoffen, dass die bereits abgedrehten Barkerverfilmungen "Dread" und "Born" auch das halten, was sie versprechen. "Book of blood" tut es nicht.

 

- Fazit -

Auch hier hält der Name Barker nicht das, was er verspricht: Träge Umsetzung, bei der man die gelungenen Elemente kaum mitbekommt. Schade.

Bewertung: 4.5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

6.6/10 Bewertung (8 Stimmen)

- DVD FACTS & EXTRAS -

 

DVD Verleihstart:  11.09.2009 
DVD Verkaufstart: 16.10.2009 

Label: Sunfilm
Verpackung: Keep Case
Wendecover: Nein 

 
Ton:
1. Deutsch (DTS 5.1, Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (DTS 5.1, Dolby Digital 5.1)
 
Untertitel:
- Deutsch
 
Bild: 1.85:1 (16:9)
Laufzeit: 95 Min.
Uncut: Ja 
 
Extras: 
Da uns eine Presse DVD ohne Extras vorlag, entfällt eine Bewertung.

Wertung: x.x | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

7.0/10 rating 1 vote
Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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