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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Mai15

Blutgletscher

Blutgletscher

Originaltitel: Blutgletscher
Herstellungsland: Österreich

Erscheinungsjahr: 2013
Genres: Horror
Freigabe: FSK 16
Regie: Marvin Kren

Darsteller: Gerhard Liebmann, Edita Malovcic, Brigitte Kren u.a.

Eine Klimaforschungsstation in den Alpen wird zum Ort unsagbarer Schrecken, als sich ein vermeintlich blutender Gletscher als Hort gefährlicher Mikroorganismen entpuppt. Diese haben nicht nur bei der dortigen Tierwelt grauenerregende Mutationen zur Folge, sondern auch beim Menschen und Letzterer ist an der bluttriefenden Misere nicht ganz unschuldig.

- Kritik - 

Wie der Trailer bereits suggeriert, nimmt sich der Film spürbar und eindeutig John Carpenters Meisterwerk 'The Thing' zur Brust und macht auch hin und wieder Abstecher zu David Cronenbergs Body-Horror-Phase, sowohl thematisch, als auch atmosphärisch, fährt damit aber ausgesprochen gut. Frei nach dem Motto "Besser gut kopiert als schlecht selbst gemacht" geht Regisseur Marvin Kren in Kooperation mit Autor Benjamin Hessler ('Rammbock') den referenzierenden Weg und lässt in den österreichischen Alpen anstatt Aliens die Hölle auf Erden in Form von klimabegünstigten Mutationen auf uns los.



Man merkt dem Film von der ersten Minute an, dass hier Genreliebhaber am Werk waren, was sich sowohl in den Bild- als auch in den Tonkompositionen bemerkbar macht. Es kreucht und fleucht in allen Ecken, unter jedem Stein, in jeder Felsspalte und dank des minimalistischen-, carpenteresque angehauchten Scores vom Komponistengespann Marco Dreckkötter und Stefan Will ('Gespenster', 'Yella') wird eine unheimlich dichte Atmosphäre erzeugt, welche ebenfalls von dem fantastischen Lokalkolorit in Form von ästhetischen Berg-Panoramen und weiten, kargen und felsigen Tälern profitiert. Eine trügerische Idylle, eine vermeintlich malerische Einöde und ein herrlicher Kontrast zum dem Albtraum, der da kommen mag.



Bis auf sehr wenige Ausnahmen wandelt man auf Fanboy stimulierenden Effekt-Pfaden, denn "handgemacht" wird hier groß geschrieben, was sowohl die zum Teil aus Kostengründen von Kameramann Moritz Schultheiß ('Rammbock', 'Romeos') arg hektisch eingefangenen Creature-Designs-, als auch die Verwendung des roten Lebenssafts betrifft. Dabei ging man überraschenderweise äusserst erfinderisch zu Werke und so hat man nie das Gefühl, eines der entstellten Geschöpfe schonmal gesehen zu haben. Kaum zu glauben, was mit einer gehörigen Portion Liebe zum Film und der nötigen Kreativität erschaffen kann.



Wie bereits angesprochen, war das Budget nicht gerade üppig und so beschränken sich die Präsentationen und Attacken der Kreaturen meist auf Nahaufnahmen, die überwiegend im Shaky-Cam Modus von statten gehen, was allerdings nicht weiter tragisch ist, denn trotz der Hektik kommt das geübte Auge nur selten aus der Ruhe. 
Auf Darstellerebene-, welche solide bist stark agiert, macht sich ebenfalls das große Vorbild bemerkbar, denn Hauptdarsteller Gerhard Liebmann ('Atmen', 'Lourdes'), der sich als Leistungsträger herauskristallisiert, erinnert sowohl äusserlich als auch durch die Charakterzeichnung seiner Figur frappierend an Kurt Russels solitären R.J. MacReady aus Carpenter's 'The Thing'.



Man könnte jetzt zweifelsfrei schlussfolgern, dass hier dreister Plagiarismus betrieben wurde, was jedoch keineswegs zutrifft, denn Kren gewinnt durch seinen etablierten Stil dem Szenario genügend eigene und neue Facetten ab, wie z.B. das variierte, ökologisch relevante Szenario, sodass man eher von einer zutiefst liebevollen Hommage, einer hochachtungsvollen Verneigung vor den Meisterwerken des Genres sprechen kann.



Einzig das zwar überraschende-, allerdings tonal etwas misratene Ende und diverse, inadäquate Over-Acting Ausflüge des Schauspiel-Ensembles werten den Film etwas ab, was dem Spaß daran jedoch keinen allzu gravierenden Abbruch tut. 
Freunde des gepflegten Splatters werden an dieser Stelle wohl enttäuscht sein. Zwar zelebriert man das Ableben diverser Akteure relativ zeigefreudig, allerdings wohldosiert und nie berechnend plakativ, weshalb auch die deutsche FSK 16 - Plakette vollkommen in Ordnung geht.



Alles in allem ist 'Blutgletscher' ein überzeugender und detaillversessener Vertreter des Creature-Horrors, der sich deutlich bei Maestros wie Carpenter oder auch Cronenberg bedient, dies aber konsequent zu seinem Vorteil nutzt und dem quasi nicht vorhandenen, deutschen Genrekino- zusammen mit Filmen wie 'In 3 Tagen bist du tot' und dessen Fortsetzung zeigt, was ein österreichischer Dampfhammer ist.

 

- Fazit -

Durchaus gelungenes, liebevolles und spannendes Genre-Kino aus Österreich, welches sich vor den großen, amerikanischen und auch europäischen Vorbildern nicht zu verstecken braucht. Für Freunde des atmosphärischen Creature-Horrors ist 'Blutgletscher' ein Muss!

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Userbewertung

7.5/10 Bewertung (4 Stimmen)

 

- Bluray FACTS UND EXTRAS -

 

Bluray Verleihstart: 20.03.2014
Bluray Verkaufstart: 20.03.2014

Publisher: Koch Media

Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,40:1 (16:9)
Laufzeit: ca. 97 Minuten (inkl. Abspann)
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
2. Audiodeskription für Sehbehinderte (DTS 2.0 Stereo)

Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte

Extras

  • Creature Feature (11:44 Min.) (nur Musik-Untermalung)
  • Originaltrailer Deutsch (1:43 Min.)
  • Originaltrailer Englisch (1:43 Min.)
  • Trailershow:
    "We Are What We Are"
    "Lang lebe Charlie Countryman"
    "Cheap Thrills" 

Kritik Extras
Die Extras der Disc sind zwar nicht gerade üppig, um nicht zu sagen ziemlich mager, allerdings wird dieses Manko durch diese behindertengerechte Veröffentlichung mehr als wett gemacht. Vorbildlich!

In Sachen Bild- und Tonqualität gibt sich die Veröffentlichung ebenfalls kaum eine Blöße und ist mit dem Original-Kinoformat in Full HD und einem kraftvollen DTS HD - Ton bestens ausgestattet.

Durch den digitalen Look des Bildes entsteht zwar keine herausragende räumliche Tiefe oder Plastizität, dafür bekommt man ein sattes Schwarz und eine exzellente Bildschärfe präsentiert.

Wertung: 8|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

8.0/10 rating 1 vote
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