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Feb26

BD Kritik: Venom

BD Kritik: Venom

Originaltitel: Venom
Herstellungsland:
USA
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Action, Science-Fiction
Freigabe: FSK-12
Regie: Ruben Fleischer

Darsteller: Tom Hardy, Michelle Williams, Riz Ahmed
 u.a.

Hardware: Sony KD65XF7596, Sony BDVN8100WB 5.1 Heimkinosystem

Wir danken Sony Pictures Entertainment für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


 

Inhalt: Schon lange ist der Journalist Eddie Brock (Tom Hardy) dem Wissenschaftler Dr. Carlton Drake (Riz Ahmed) auf der Spur, ohne seine Vermutungen über illegale Machenschaften jedoch beweisen zu können. Als er von einer Mitarbeiterin der mysteriösen Life Foundation, deren Chef Drake ist, einen Insider-Tipp bekommt, hat Brock jedoch wieder eine konkrete Spur. Drake soll in den Besitz eines außerirdischen Organismus gekommen sein und führt mit diesem Experimente an Menschen durch. Bei seinen Nachforschungen im Forschungstrakt der Life Foundation kommt der Reporter jedoch selbst mit der sogenannten Symbionten in Kontakt und beide verschmelzen zu einem neuen Wesen. Diese Koexistenz bringt Brock zwar unglaubliche Kräfte, verändert aber auch seine Persönlichkeit und macht ihn sehr viel gewaltbereiter...

 


 

 


Kritik: Regisseur Ruben Fleischer ("Zombieland", "Gangster Squad") konnte für seine erste Comicverfilmung den talentierten Tom Hardy ("Inception", "Mad Max: Fury Road") gewinnen und mit "Venom" ein parallel laufendes Marvel-Universum erschaffen, dass diesmal einen Anti-Helden im Fokus setzt - nämlich Venom. Fleischer's Comicverfilmung beschreibt sich wie folgt: Schon lange ist der Journalist Eddie Brock (Tom Hardy) dem Wissenschaftler Dr. Carlton Drake (Riz Ahmed) auf der Spur, ohne seine Vermutungen über illegale Machenschaften jedoch beweisen zu können. Als er von einer Mitarbeiterin der mysteriösen Life Foundation, deren Chef Drake ist, einen Insider-Tipp bekommt, hat Brock jedoch wieder eine konkrete Spur. Drake soll in den Besitz eines außerirdischen Organismus gekommen sein und führt mit diesem Experimente an Menschen durch. Bei seinen Nachforschungen im Forschungstrakt der Life Foundation kommt der Reporter jedoch selbst mit der sogenannten Symbionten in Kontakt und beide verschmelzen zu einem neuen Wesen. Diese Koexistenz bringt Brock zwar unglaubliche Kräfte, verändert aber auch seine Persönlichkeit und macht ihn sehr viel gewaltbereiter. Über Sony Pictures erschien der Film am 14.02.2019 auf DVD, Blu-ray, 4K Ultra HD und als VoD. Mit dem Cover-Aufdruck: "Die Welt hat genug Superhelden" liegt man mittlerweile genau richtig,  denn viele wünschen sich inzwischen eine kleine Abwechslung vom übersteuerten Marvel-Universum. Ob ausgerechnet "Venom" hier die richtige Wahl ist, steht auf einem anderen Blatt und wird im Laufe der Besprechung noch ausführlich thematisiert.

Nachdem man mit Tom Holland als Spider-Man in "Spider-Man: Homecoming" bereits das zweite Reboot des Marvel-Franchise auf den Weg brachte, startet man nun ein parallel laufendes Marvel-Universum. Und zwar mit einer Comicfigur, die eher als Anti-Helden bekannt ist - nämlich Venom. Der erste Film des Sony Marvel Universum sollte eigentlich schon realisiert werden, nachdem die Comicfigur Venom bereits in "Spider-Man 3" (2007) auftauchte. Doch vielleicht war es richtig, den Anti-Helden erstmal noch auf Eis zu legen. 2016 nahm man die Idee erneut auf und wollte den Anti-Helden bereits in die Story von "Spider-Man: Homecoming" einfügen. Letztlich entschied man sich aber dagegen und separierte die beiden Welten, was symbolisch auch gut daran zu erkennen ist, dass Venom keine weiße Spinne auf der Brust trägt. Für Sony erwies sich die Entscheidung, die Comicfigur Venom separat zu erzählen und damit ein eigenes Marvel-Universum zu starten, als überraschend erfolgreich. Bei einem Budget von $100 Mio. konnte "Venom" am ersten US-Wochenende $80 Mio. und weltweit $855 Mio. einspielen. Ebenso bietet Venom als eigenständiger Film auch genug Input um daraus mehrere Teile entstehen lassen zu können z.B. mit Carnage als Gegenspieler.

Ruben Fleischer bewies in "Zombieland" genau den Humor, den sich die Produzenten offenbar auch für "Venom" vorstellten, um den düsteren Anti-Helden eine leichtere Note zu verpassen. Und mit Tom Hardy ("Inception", "Mad Max: Fury Road") hat man eine ideale Besetzung gefunden, um seinen Anti-Helden optimal zu verkörpern. Man sieht ihm vom Moment seines Befalls mit dem Symbionten an, wie viel Freude er hatte, zu improvisieren und in seine Rolle aufzugehen. Wenn er Anne und ihrem neuen Date im Restaurant einen Besuch abstattet und dabei alles zu verspeisen versucht, was ihm in die Finger gerät, ist das schon ein großer Spaß. Erst Recht, wenn er kurz daraufhin im Hummerbecken platz findet. Kein anderer kann ein am Boden zerstörten Typen so gut darstellen wie Tom Hardy. Ebenso überzeugend gerät seine Verwunderung über die Kräfte, die er plötzlich zur Verfügung hat, wenn er ungläubig die Venom-Faust anschaut, bevor sie einen der Agenten umhaut. Aber auch die Reaktion und Körpersprache, wo er von seiner Kündigung erfährt und wie er auf die Menschen in seiner Umgebung reagiert, beweißt sein können und wird von seiner Körpersprache sehr authentisch übermittelt oder wenn er z.B. im Flur seinen Nachbarn um ruhe bittet, da er gerade eine schwere Zeit durchmacht, ist einfach nur beeindruckend gespielt. Er ist fertig mit der Welt un das wird im Film sehr gut eingefangen. Viele andere Darsteller wären in den gleichen Situationen farbloser und weniger charismatischer gewesen, was Tom Hardy zur einer sehr guten Besetzung macht.

Neben Tom Hardy präsentiert "Venom" den Gegenspieler - Carlton Drake - als aalglatten und skrupellosen Geschäftsmann, der gerne mal eine Drohung losschickt und für seine Ziele ohne mit der Wimper zu zucken über Leichen geht. Optisch wählte man eine dem Thema entsprechende Düsternis, die sich von "Spieder-Man" und den anderen Marvel-Kollegen bewusst abhebt. Und tatsächlich ist der außerirdische Symbiont, vor allem eines: Nicht so beängstigend, wie er hätte sein können. So verständlich die Entscheidung des Regisseurs gegen blutige Szenen und für mehr Familienfreundlichkeit sein mag, so sehr leidet "Venom" unter diesen Entschluss. Die Entwicklungen, die das Marvel Cinematic Universe inzwischen sowohl in Sachen Action, aber auch bei Tempo, Charakterentwicklung und Witz vorlebt, kann der Film ebenfalls bieten. "Venom" erfüllt hier als Comicverfilmung seinen Soll und bietet viel Action abseits der Handlungsstränge rundum Eddie und Anne bei einer etwas langwierigen Entwicklungsphase die im letzten drittel einen sehenswerten Showdown zu bietet hat. Bei einer Laufzeit von 112 Minuten inkl. Mid-Credit-Scene und Spider-Man-Universe-Trailer im Abspann mit eingerechnet, komprimiert sich der Showdown auf eine fast dauerhaft anhaltende letzte halbe Stunde und weil das wirklich fantastisch choreographiert ist, macht es auch unglaublich viel Spaß das CGI-Feuerwerk zu bewundern.

Apropos langwierigen Entwicklungsphase: Während Setting, Stimmung und die Darsteller durchweg passen, nimmt sich Regisseur Ruben Fleischer vielleicht ein bisschen zu viel Zeit, um die Action in Fahrt zu bringen. Für Freunde schneller und rasanter Filme heißt es zunächst mal, etwas Durchhaltevermögen mitzubringen. Denn immerhin dauert es eine weile, bevor Tom Hardy als Venom mal so richtig die Sau raus lässt. Immerhin ist die erste Kampfsequenz im runtergekommenen Appartement echt klasse inszeniert. Da Tom Hardy's Charakter seine Kraft noch nicht kennt und keinem der Agenten wirklich weh tun will, liegen er und Venom permanent im Zwiespalt, was auch über die Körperbewegungen entsprechend visualisiert wird. Bei der anschließende Verfolgungsjagd nutzt man mal wieder die Straßen von San Francisco effektiv und bietet ein paar äußerst originelle Motorrad-Stunts. Das man dem Regisseur vorwerfen kann, er habe nicht seine Hausaufgaben gemacht, kann man an dieser Stelle nicht behaupten. Was man ihm hingegen vorwerfen kann, ist die Tatsache, dass man auf allzu grafische Gewalttaten verzichtet hat. Der in den Comics doch ziemlich brutale Venom wirkt durch die FSK-12 Freigabe und den ausgiebigen Humor doch ein wenig weichgespült. Neben der langwierigen Entwicklungsphase ist das sicher ein Kritikpunkt, den viele an die Umsetzung gestört haben könnte. Gleichzeitig hätte man sich ggf. auch die kitschigen Momente sparen können, in denen der Symbiont mit Beziehungstipps um die Ecke kommt. Diese waren zwar Lustig und sorgten für den einen oder anderen Schmutzler, abseits des ernsten Themas, waren die Szenen ggf. Fehl am Platz und zu sehr an den Haaren vorbei gezogen. Warum sollte ein Symbiont auch Gefühle zeigen?!

Fazit: Auch wenn "Venom" nicht der erste Super- bzw Anti-Held ist, der zwischen einer dunklen Seite und dem Bestreben, Gutes zu tun, hin- und hergerissen ist, sorgt der Zwiespalt letztendlich dafür, dass man bis zum Ende hin, nicht wirklich einordern kann, ob Venom nun gut oder böse ist. Es hat zwar den Anschein, als würde Regisseur Ruben Fleischer das auch so beabsichtigen, doch am Ende verhält sich Tom Hardy wie eine Geisel des Symbionten. Dessen Gesinnungswandel kommt dabei so schnell und klingt so klischeehaft, dass man es kaum für möglich halten mag. Es ist, als hätten die Drehbuchautoren erkannt, dass sie sich im Grunde entscheiden müssten, ob Venom nun gut oder böse ist. Man hat teilweise den Eindruck, als hätte man den Ausweg nur gewählt, um eine Fortsetzung zu ermöglichen. Handwerklich hingegen ist der Film sauber inszeniert, wo die grandiose schauspielerische Darbietung von Tom Hardy und die CGI-Effekte positiv raus stechen. Unter dem Strich bekommen Comic-Fans, aber auch non-Comic-Fans einen sehenswerten und gut animierten Anti-Helden geboten, der offensichtlich hingegen der Comics mehr gut, als böse ist. Für einen Unterhaltsamen Popcornabend ist "Venom" durchaus ein guter Kandidat und ein Super Film.

Wertung: 8|10

Durchschnittliche Userbewertung

8.5/10 Bewertung (4 Stimmen)

 

Verkaufstart: 14. Februar 2019

Publisher: Sony Pictures Entertainment

Homepage: www.sonypictures.com/movies/venom/

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Anzahl Disks: 1
Wendecover: Nein

Bild: 2,40:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 112 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)
3. Französisch (DTS-HD Master Audio 5.1)
4. Türkisch (Dolby Digital 5.1)
5. Audiodeskription für Sehbehinderte (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch
- Türkisch
- Arabisch
- Französisch
- Niederländisch

Extras: 
(Extras mit deutschen Untertiteln)
• Trailer vor dem Hauptmenu Searching (02:28 Min.)
• Venom-Modus (Während des Films werden Texttafeln mit Hintergrundinformationen eingespielt)
• Entfernte und erweiterte Szenen
*Fahrt ins Krankenhaus (01:23 Min.)
*Autoalarmanlage (00:35 Min.)
*Erweiterte San-Quentin-Szene (03:11 Min.)
• Der Anti-Held (10:04 Min.)
 Der tödliche Beschützer im Einsatz (09:14 Min.)
• Venom Vision (07:02 Min.)
• Venoms Design (05:34 Min.)
• Symbionten Geheimnisse (02:40 Min.)
• Pre-Vis-Szenen auswählen
*Carlton Drakes Labortest (01:39 Min.)
*Flucht vor der Life Foundation (02:31 Min.)
*Eddies Untersuchung (01:00 Min.)
*Der Kampf in Eddies Wohnung (01:54 Min.)
*Verfolgungsjagd (03:41 Min.)
*Das Klettern (01:07 Min.)
*Kampf in der Lobby (02:16 Min.)
*Hund-Venom (00:19 Min.)
• Musikvideos
*Venom von Eminem (04:56 Min.)
*Sunflower von Post Malone, Swae Lee / Spider-Man: Into the Spider-Verse (02:48 Min.)
• Vorschau von Spider-Man: A new Universe (03:33 Min.)
• Trailer Searching (02:28 Min.)

Kritik Extras
Das Bonusmaterial von "Venom" umfasst ein durchaus interessantes, aber auch wissenwertes Feature - den "Venom Mode". Aktiviert man dieses In-Movie Feature, bekommt man interessante Pop-up Fenster im laufenden Film eingeblendet, die Insider-Infos und Wissenswertes über die Beziehung des Films zu den Original-Comics und Hintergründe liefern. Des Weiteren finden sich drei sehenswerte "Entfernte und erweiterte Szenen"  mit einer Gesamtzeit von fünf Minuten auf der Disk, die neues Material zum Film bieten. Unter anderem wird die Bindung zwischen Eddie und Venom tiefgründiger thematisiert und die Reaktion von Venom bei einer Autoalarmanlage verdeutlicht nochmal, dass er Töne in einer bestimmten Frequenz höhe nicht verkraften kann. Ebenso bekommt die Mid-Credit-Scene zu "Venom 2" etwas mehr Screentime spendiert. Das Kern-Feature "Vom Symbiont zur Leinwand" beschäftigt sich gut 20 Minuten lang mit der Entwicklung des Films und lässt hier u.a. Kevin Smith zu Wort kommen der ein riesiger Comic-Fan ist und klärt viel über die Hintergründe der Vorlage auf. In "Anti-Held" geht’s dann hauptsächlich um Venom und Eddie, also um die symbiotische Beziehung der beiden zueinander. Außerdem erzählt Kevin Smith auch hier wieder viel Wissenswertes über die im Marvel-Universum beliebte Figur. "Der tödliche Beschützer in Action" führt ins hinter die Kulissen der Action- und Stuntszenen, während "Venom-Vision" sich auf Ruben Fleischer konzentriert, der die Vision natürlich in die Realität umsetzen musste. "Das Design von Venom" läuft knapp fünfeinhalb Minuten und  zeigt, wie man den düsteren Anti-Helden visualisierte und das Comic-Design in das filmische Design verwandelte. "Symbionten-Geheimnisse" ist eher kurz geraten, hält aber einige für Fans ziemlich interessante Querverweise auf die Comics parat. Obendrauf gibt’s dann noch acht Pre-Visualisierungen in direkter Gegenüberstellung sowie die Musikvideos von Eminem zu "Venom" und Post Malone & Swae Lee zu "Sunflower". Letzteres stammt aus dem "Spider-Verse"-Trickfilm. Anders als bei anderen Titeln hat Sony bei diesem Release auf eine zusätzliche Digital Copy bedauerlicherweise verzichtet (Service wird eingestellt) - was übrigens auch für ein Wendecover gilt, denn wie üblich bei Sony muss man auch bei dieser Blu-ray mit dem FSK-Logo vorlieb nehmen. Eine ca. 4 Minuten langes Sneak Peek zu "Spider-Man: A New Universe" im Abspann rundet das Bonusmaterial positiv ab.

Wertung: 9|10

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