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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Nov23

BD Kritik: Hammer Film Edition

BD Kritik: Hammer Film Edition

Originaltitel: Hammer Film Edition
Herstellungsland: UK, Italien

Erscheinungsjahr: 1970-1972
Genre: Horror
Freigabe: FSK-16
Regie:
Jimmy Sangster, Peter Collinson, Peter Sykes, Roy Ward Baker
Darsteller:
Bolam, Joan Collins, Judy Geeson, Martine Beswick, Ralph Bates, Rita Tushingham, Robert Hardy, Shane Briant u.a.

Preis zum Test: EUR 54,99


 

Inhalt: Seit den 1930er-Jahren hat sich die berühmte Produktionsschmiede HAMMER FILMS immer wieder erfolgreich dem fantastischen Film angenommen und zahlreiche Perlen des Horror- und Science-Fiction-Genres produziert. Stars wie Christopher Lee gehörten zur Stammbesetzung in Filmen wie „Dracula – Nächte des Entsetzens“ und etablierten das Unternehmen als eines der bekanntesten Erfolgsgaranten des Genres, dessen Ruf noch heute besteht und sich großer Beliebtheit innerhalb der Fangemeinde erfreut!


 

 



- Kritik -
     

Die Hamme-Studios entdecken Ende der 50er-Jahre in England, dass er durchaus lukrativ sein kann mit klassischen Horror-Stoffen noch Geld zu machen. Ihr besonderer Clou war, das ihre Interpretationen oftmals blutiger ausgefallen sind, als die bisher bekannten Adaptionen. Die zweite große Idee ihrerseits war dies möglichst kostengünstig zu produzieren. Mit wenig Geld aber enorm viel Enthusiasmus schuf man auf diese Weise zum Teil bis heute neue bekannte Klassiker, da ich heutigen Ikonen des Genres wie Christopher Lee oder Peter Cushing die große Bühne bescherten. Dazu kam noch, dass man den großen Vorteil hatte im Gegensatz zu den damals schon populären Universal-Klassikern, dass sie ihre Filme in Farbe präsentieren konnten. Bis Mitte der 60er waren so die Hammer-Filme eine wahre Goldgrube. Erst dann wurden die Erfolge immer kleiner und Ende der 70er-Jahre war Schluss mit dem Studio. Studiocanal präsentiert nun in der neuen Box sieben Filme aus der späteren Ära (1970-72), wovon einige Filme auch hierzulande ihre Blu-ray-Premiere feiern dürfen.

Was ist von den sieben Filmen zu halten, die diese Box schmücken? DRACULA - NÄCHTE DES ENTSETZENS ist der fünfte bzw. sechste Teil von Hammers eigener Dracula-Reihe und erschien im selben Jahr wie sein Vorgängerteil! Schon alleine das lässt stutzen. Dies mag auch daran gelegen haben, dass Christopher Lee mehr und mehr die Lust an der Roille verlor und man ihn so vielleicht noch etwas binden wollte, solange er halbwegs wollte. Der Film beginnt mutig, verflacht aber dann mit steigender Laufzeit mehr und mehr und bewegt sich nur in bekanntem Gewässer. So bleibt der Film auf allen Ebenen eine Routine-Arbeit. FRANKENSTEINS SCHRECKEN, war ebenfalls der sechste und letzte Teil von Hammers Frankenstein-Reihe und bekommt etwas konfus, indem die Hauptfigur verjüngt wird und von ganz woanders beginnt, aber sich doch auch wieder am Original orientiert. Peter Chushings Rolle übernimmt hier Ralph Bates und macht aus dieser bisher ambivalenten Figur des Victor Frankenstein eine düstere Gestalt, die auch vor eiskaltem Mord nicht zurückschreckt. Er schafft sein Monster nur um sich selbst nicht mehr die Hände schmutzig machen zu müssen. Eine interessante Interpretation, wenn auch unter Panik seitens Hammer entstanden um nochmals etwas Geld mit der bekannten Figur zu machen. DAS GRAB DER BLUTIGEN MUMIE (1971) verlor nach dem ersten Drehtag Peter Cushing, da seine Frau im Sterben lag. Und nur ein paar Wochen später erlitt der Regisseur Seth Holt einen tödlichen Herzinfakt und musste tragischerweise ersetzt werden. All diese Ereignisse hinter den Kulissen sind schließlich mehr der Rede wert als der Film selbst, der nur knapp an einer Parodie vorbeischrammt. Der Titel von DOKTOR JEKYLL UND SCHWESTER HYDE (1971) mag übles erahnen lassen, aber am Ende ist dies einer der Geheimtipps des Spätwerks des Studios. Ein teilweise mutiges, visuell ansprechendes Farben- und Beleuchtungsspiel hat beinah Züge von Mario Bava, und versieht den Streifen mit dem Hauch einer surrealen Note. Beeindruckend auch, wie die geringen Mittel (der Film muss sich mit zwei bis drei Sets begnügen, was schnell furchtbar monoton werden könnte) effektiv eingesetzt werden. 

Mit FURCHT IN DER NACHT (1972) versuchte man schließlich mal was ganz eigenes zu machen und sich von den bisher verwendeten und bekannten Motiven zu lösen, doch leider muss das Experiment als gescheitert eingestuft werden.  Offenbar leicht inspiriert von (frühen) italienischen Gialli lässt man eine junge, leicht naive und herzensgute Schönheit (Judy Geeson) an ihrem Verstand zweifeln. Ist sie - seit einem Nervenzusammenbruch vor einiger Zeit – ein psychisches Wrack oder wird sie wirklich von einem unbekannten mit schwarzen Handschuhen verfolgt, der ihr nach dem Leben trachtet? Leider bleibt das ganze spannungsarm und vorhersehbar und bietet am Ende vielleicht nur eine halbwegs gelungene Wendung. EHE DER MORGEN GRAUT (1972) war so ein weiterer Versuch von einem jungen Regisseur, der weniger Horror, denn Psychothriller ist und so fast gar nicht in das sonstige Portfolio des Studios passen mag. Schade, dass er trotzdem auch nur schwer als solider Film einzuordnen ist. DÄMONEN DER SEELE (1972) ist handwerklich solide und will sich lange Zeit in keine Schublade stecken lassen. Der Versuch wirkt aber ambitionierter, wenn auch überfrachtet und zeigt, dass man bei Hammer auch in den letzten Jahren noch etwas erwarten konnte.  

- Fazit -  

Es ist das Spätwerk und brachte schließlich das Studio zu seinem Ende. Man darf also keine Hochkaräter erwarten, aber für die Filmgeschichte und Fans bleibt es eine wichtige und gelungene Veröffentlichung.

Wertung: 7|10

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- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 23. November 2017
BD Verleihstart: 23. November 2017

Publisher: Studiocanal

Verpackung: BD Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,78:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 661 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD 2.0)
2. Englisch (DTS-HD MA 2.0)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch für Hörgeschädigte

Extras:

  • Blutige Rituale: Einblicke in "Dracula - Nächte des Entsetzens"
  • End of Term: Einblicke in "Furcht in der Nacht"
  • Ladykiller: Einblicke in "Doktor Jekyll & Schwester Hyde"
  • Blut fordert Blut: Einblicke in "Dämonen der Seele"
  • Der Fluch des Pharaos: Einblicke in "Das Grab der blutigen Mumie"
  • Galgenhumor: Einblicke in "Frankensteins Schrecken"
  • JIGSAW Kinotrailer

 

 

Kritik Extras
Zu jede Film ein kleines Featurette, angesichts des Alters der Filme völlig ok.

Wertung: 6|10

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Manuel Föhl

Manuel Föhl

   

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