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Apr07

BD Kritik: Good Omens - Staffel 1

BD Kritik: Good Omens - Staffel 1

Originaltitel: Good Omens
Herstellungsland: Großbritannien

Erscheinungsjahr: 2019
Genre: Science Fiction, Fantasy, Serie
Freigabe: FSK-12
Regie: Douglas Mackinnon

Darsteller: David Tennant, Michael Sheen, Anna Maxwell Martin
 u.a.

 Wir danken Polyband für das Rezensionsexemplars!


 

Inhalt: Ein Engel und ein Dämon, die sich etwas zu sehr an das Leben auf der Erde gewöhnt haben, müssen einen ungewöhnlichen Bund eingehen, um den Weltuntergang zu verhindern. Sie haben jedoch den Antichristen verloren, einen elfjährigen Jungen, der nichts davon ahnt, dass er die Endzeit einläuten soll. Die beiden müssen ihn finden und die Welt retten, bevor es zu spät ist.

 


 

 


Kritik: Eine Buchvorlage von Terry Pratchett und Neil Gaiman. David Tennant als Dämon und Martin Sheen als Engel. In den Nebenrollen Frances McDormand, zumindest ihre Stimme, als Gott. Jon Hamm als Engel Gabriel und Brian Cox als Tod. Eine Geschichte zwischen zwei ungleichen Freunden und dem drohenden Weltuntergang. Alles in Form einer Mini-Serie. Das klingt ambitioniert und man fragt sich unweigerlich, ob die Ambitionen vielleicht etwas zu groß waren. Der mittlerweile verstorbene Autor Terry Pratchett ist berühmt für seine cleveren und amüsanten Scheibenwelt-Romane. Selbst Fantasy-Muffel finden an seinen Büchern gefallen. Tatsächlich gab es schon verschiedene Anläufe, die ein oder andere Scheibenwelt-Geschichte zu adaptieren. Sowohl in Film- als auch in Serien-Form. Ein ambitioniertes Unterfangen, weil die Romane mit vielen verrückten Ideen aufwarten, die auf dem Papier funktionieren, aber große Herausforderungen an eine visuelle Umsetz stellen. Dass Josh Kidbys Romancover die Vorstellung der Scheibenwelt und seinen Bewohnern massiv geprägt haben, hilft da sicherlich auch nicht weiter. 


Neil Gaiman auf der anderen Seite hat schon einige gelungene Adaptionen vorzuweisen. Der eher unbekannte MIRRORMASK (2005) fällt einem dabei sofort ein. Die Stop-Motion-Produktion CORALINE (2009) von Laika Entertaiment sowie DER STERNWANDERER (2007) sind ebenfalls erwähnenswert. Kürzlich erst hat Amazon zwei Staffeln von AMERICAN GODS produzieren lassen, die mit eindrücklichen Bildern und einer klugen Geschichte aufzuwarten wissen. Der Roman GOOD OMENS ist hingegen eine Zusammenarbeit von Pratchett und Gaiman. Die Geschichte trägt die Handschrift beider Autoren gleichermaßen. Skurrile Charaktere, eine wendungsreiche Geschichte, absurde Momente und viel, viel (britischer) Humor. Die ungleichen Freunde, der Engel Aziraphale (Martin Sheen) und der Dämon Crowley (David Tennant) kennen sich schon seitdem Adam und Eva aus dem Garten Eden verbannt wurden. Trotz der unterschiedlichen Lager verstehen sich die beiden prächtig. Gleichzeitig sind sie natürlich treue Anhänger ihrer Fraktionen, aber irgendwie haben sie Gefallen an der Erde und ihren Bewohnern gefunden. Als Crowley im Auftrag der Unterwelt (wortwörtlich) den Antichrist einem Menschenpaar unterjubelt und es dabei zu einer folgenschwere Vertauschung von Babys kommt. Droht die nahende Apokalypse aus den Fugen zu geraten und der unausweichliche Krieg zwischen Gut und Böse nähert sich mit großen Schritten. Himmel und Hölle mobilisieren ihre Kräfte und planen jeweils als Sieger aus dem Krieg hervor zu gehen. Unerlaubt und klammheimlich arbeiten Crowley und Aziraphale zusammen, um die Apokalypse im Keim zu ersticken. Dafür müsste man jedoch erst einmal wissen, wo der Antichrist nun wirklich lebt. 

Eine skurrile Odyssey, voller quirliger Ideen entfaltet sich vor dem Zuschauer. Die Hexe Anathema Device (Adria Arjona), deren Geburt schon vor Jahren prophezeit wurde, mischt dabei genauso mit, der wenig talentierte ITler Newton Pulsifer (Jack Whitehall). Pulsifer schafft es, ohne viel zu tun, elektronischen Geräte zu zerstören und sorgt damit immer für Chaos. Die vier Reiter der Apokalypse haben ebenfalls einen Auftritt und selbstverständlich ist der geborene Antichrist Adam Young und dessen junge Freunde, die ihm moralischen Beistand leisten. GOOD OMENS wartet mit wahnsinnig vielen Charakteren auf und schafft es nicht immer, allen gerecht zu werden. Die vier Reiter der Apokalypse bekommen zwar jeweils eine recht ansehnliche Einführung, bleiben aber ansonsten eher außen vor. Auch Adam Young oder eher dessen Freunde bekommen nicht so viel Entfaltungsraum, wie notwendig wäre. Der Fokus liegt recht deutlich auf dem Endel und dem Dämon. Allerdings aus gutem Grund. Zum einen sind die beiden Hauptdarsteller unglaublich gut gecastet und füllen ihre Rollen mit sehr viel Leben. Zum anderen stimmt die Chemie zwischen den beiden. Das ist alles sehr erheiternd, teilweise auch recht clever geschrieben und immer überzeugend geschauspielert. 

Der Humor ist ein zweischneidiges Schwert. Man spürt recht deutlich Pratchetts Handschrift. Mal subtil, mal deutlicher direkter und nicht selten auch etwas erzwungen. Gerade die etwas subtilere Gangart macht am meisten Spaß und zeigt auch, wie klug Pratchett der Gesellschaft den Spiegel vorhält. Aber auch die klamaukigeren Passagen wissen häufiger mal zu gefallen. Nichtsdestotrotz ab und an ein wenig zu viel, wie beispielsweise die Landung von Aliens auf der Erde oder die laufenden Referenzen auf Queen und ihre verschiedenen Songs. Was beeindruckt ist die Produktionsgüte der Mini-Serie. Die Qualität ist auf einem durchgängig hohen Niveau. Sowohl in Bezug auf die Sets, als auch auf die Effekte und selbstverständlich auch in Hinblick auf die Schauspieler. Zudem profitiert GOOD OMENS davon, dass Douglas Mackinnon bei allen Episoden Regie geführt hat. Dadurch wirkt alles aus einem Guss. 

Fazit: Mit sechs Episoden ist GOOD OMENS fast ein wenig zu kurz geworden oder anders ausgedrückt, man hat viel Inhalt in eine recht kurze Laufzeit gequetscht. Das tut dem Pacing nicht immer gut und wirkt manchmal etwas erschlagend. Am Ende weiß GOOD OMENS aber gut zu unterhalten und beweist, das auch Pratchett verfilmbar ist. Mal schauen, ob man sich demnächst erneut an eine Scheibenwelt-Verfilmung wagt.

Durchschnittliche Userbewertung

7.0/10 rating 1 vote

 

Verkaufstart: 28. Februar 2020

Publisher: Polyband/WVG
Homepage: www.polyband.de

Verpackung: Softbox
Anzahl Disks: 2
Wendecover: Ja

Bild: 2,35:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 326 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Englisch (DTS-HD 5.1)
2. Deutsch (DTS-HD 5.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch

Besonderheit: Keine

Extras:
• Die Charaktere von Good Omens [1:43 Min.]
• Die Welt von Good Omens [1:08 Min.]
• Vom Buch zur Serie [6:07 Min.]
• Führung durch den Buchladen [5:09 Min.]
• Die Welt von Crowley [3:59 Min.]
• Die Welt von Erziraphael [4:31 Min.]
• Deleted Scenes [9:56 Min.]
• Storyboard Galerie [4:41 Min.]
• Concept Art Galerie [3:37 Min.]
• Kostümdesign Galerie [1:11 Min.]
• Queen Music Compilation [11:54 Min.]
• Good Omens Visuelle Effekte [3:16 Min.]
• Good Omens Trailer [1:31 Min.] 

Kritik Extras
Der Vorteil einer Disc-Veröffentlichung ist unter anderem die Existenz von Extras. HIer erfährt der interessierte Nutzer näheres über die Effekte, die Charaktere, die Romanvorlage und kann auch einige Deleted Scenes begutachten. 

Durchschnittliche Besucher-Wertung

7.0/10 rating 1 vote
Sascha Weber

Sascha Weber

   

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