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Mär07

BD Kritik: Gauguin

BD Kritik: Gauguin

Originaltitel: Gauguin - Voyage de Tahiti
Herstellungsland:
Frankreich
Erscheinungsjahr: 2017
Genre: Drama, Biographie
Freigabe: FSK-6
Regie: Edouard Deluc

Darsteller: 
Vincent Cassel, Pernille Bergendorff, Tuheï Adams u.a.


 

Inhalt: Tahiti, 1891. Der französische Künstler Paul Gauguin hat sich in sein selbsterwähltes Exil nach Französisch-Polynesien zurückgezogen. Er lässt sich vom Dschungel verschlucken, trotzt Einsamkeit, Hunger und Krankheit. Während seinen Erkundungstouren über die Insel trifft er auf die junge Eingeborene Tehura, die seine Muse und auch Modell seiner bekanntesten Gemälde werden wird. Als freier Mann in der Wildnis – fernab der Politik und Regeln eines zivilisierten Europas, entwickelt er einen neuen Stil des Malens. Er nannte sich selbst einen „Wilden" und war zeitlebens ein Suchender nach dem Wesen der Dinge und den Mysterien der Welt. Der Maler Paul Gauguin (1848-1903) war einer der wichtigsten Wegbereiter des Expressionismus. Seine Südseebilder zeugen noch heute von seiner Sehnsucht nach dem Paradies, das er in der Exotik Tahitis gefunden zu haben glaubte. In dem bildgewaltigen Biopic GAUGUIN entführt Vincent Cassel die Zuschauer in diese für Gauguin so faszinierende Welt der Südsee.


 

 



- Kritik -

Paul Gauguin war ein Maler im 19. Jahrhundert, von dem wohl jeder schonmal bewusst oder unbewusst ein Bild gesehen hat. Der Franzose lebte und arbeitete lange von der Südsee aus in Polynesien, wo auch seine meisten und bekanntesten Bilder entstanden sind. Im Film GAUGUIN spielt Vincent Cassell deun umtriebigen Maler und das Biopic konzentriert sich schließlich auch vor allen Dingen auf seine Seit in Polynesien. Dort geht der getriebene Maler Gauguin hin, nachdem er keinen Erfolg mehr mit seinen Bildern zu haben scheint und selbst in der städtischen Welt zu ersticken droht. Die Reise dorthin finanzierte er sich aber dann mit dem Verkauf seiner Bilder. Der Film ist nun von Studiocanal auf DVD und Blu-ray erschienen.


© Arthaus

Gauguin sieht kein Gesicht und keine Landschaft mehr in Frankreichs Hauptstadt Paris und möchte deshalb das Festland verlassen, so die Interpretation im Film des Franzosen Edouard Deluc. Zu diesem Zeitpunkt hatte Gauguin noch viele seiner berühmtesten Bilder noch gar nicht gemalt und Delouc fokusiert sich auch nicht auf die Zeit davor, sondern konzentriert seinen Film auf einen bestimmten Zeitraum. Also gerade einmal zwei Jahre. Und zwar auf seine Zeit in Polynesien von 1891 bis 1893. Durch die Fokusierung tritt aber auch die Charakterisierung des Malers in eine anderes Licht. Denn unerwähnt bleibt so die erste Frau Gauguins, die gerade einmal 13 Jahre alt war. Puristen seiner Biografie sollten deshalb wohl weniger Gefallen an dem Film finden. Wenn es auch löblich ist nicht mit einem Film zu versuchen ein ganzes Leben abzubilden, da dies nur selten erfolgreich und unterhaltsam gelingt. Am Ende soll ein Film auch kein Lexikoneintrag werden, sondern auch für sich Figuren und Ereignisse haben, die für sich sprechen können, egal mit welchem Vorwissen der Zuschauer an einen Film herantritt.


© Arthaus

Verlassen kann er sich dabei auf Vincent Cassell, der mit ergrautem Vollbart und gegerbtem Gesicht wieder zeigt, welche Bandbreite an Leistungen er abrufen kann, wenn er die Möglichkeit dazu bekommt. Er ist es auch, der den Film schließlich zusammenhält. Denn das Liebesdreieck, das parallel zu seinen Erlebnissen aufgebaut wird, scheint den Film mitunter nicht immer völlig alleine tragen zu können und enttäuscht in seiner Ausführung eher. Auch gerade, weil es so sehr im Widerspruch mit dem echten Maler steht, der nicht die romantische Liebesgeschichte gelebt haben soll, wie ja schon das verschwiegene Alter der ersten Frau zeigt. Dabei kann man aber dem Film technisch nichts anhaben, der visuell tolle Bilder für seine Geschichte findet und von Warren Ellis einen malerischen Score bekommen hat, der einen zumindest den Film genießen lässt. Wer ohnehin nicht mit Paul Gauguin weiter bewandert ist, wird mit dem Film auch keine Probleme haben und so schneidet der Film wohl am besten ab, wenn man ihn einfach als das Porträt eines Künstlers sieht, der im weitesten Sinne von Gauguin inspiriert ist.

- Fazit -

Vincent Cassell zeigt was er kann, dem Film selbst fehlt es da manchmal an Biss und zudem nimmt er sich inhaltlich deutliche Freiheiten.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Userbewertung

5.5/10 Bewertung (2 Stimmen)

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 08. März 2018
BD Verleihstart: 08. März 2018

Publisher: Arthaus

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,40:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 97 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
2. Französisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel:
- Englisch
- Deutsch

Extras:
*Featurettes: Vincent Cassel ist Gauguin
*Gauguins Leben und Malerei
*Tahiti
*Trailer

Kritik Extras
Drei Featurettes, eines zum Hauptdarsteller, eins zum Maler und eines widmet sich Haiti. Nett, aber kurz.

Wertung: 5|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

0.0/10 Bewertung (0 Stimmen)
Manuel Föhl

Manuel Föhl

Feb14

DVD Kritik: The Magicians - Staffel 1

Geschrieben von: Manuel Föhl DVD Kritik: The Magicians - Staffel 1

Bereits seid die Serie angekündigt wurde und darüber berichtet wird, werden immer wieder Parallelen zum Harry Potter-Universum gezogen. "Harry Potter für Erwachsene" scheint ein Tenor zu sein, der sich dabei durchgesetzt hat. Mit FANTASTIC BEASTS AND WHERE TO FIND THEM (2016) hat ja auch die Welt des jungen Zauberlehrlings jüngst Amerika als Spielort erreicht und tut es damit der Serie gleich. Ob es noch weitere Unterschiede oder Parallelen gibt? Die erste von Syfx produzierte Staffel umfasst insgesamt 13 Episoden. Eine weitere Staffel ist seit kurzem schon in den USA zu sehen. Nachdem die Serie in Amerika Ende 2015 anlief, wurde sie im deutschen Free-TV im September des letzten Jahres bei sixx gezeigt. Nun endlich gibt es die Debüt-Staffel von Universal auch auf DVD und Blu-ray. Hier unser erster Eindruck.

7.0/10 Bewertung (2 Stimmen)

   

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