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Mär05

BD Kritik: El Chapo - Staffel 1

BD Kritik: El Chapo - Staffel 1

Originaltitel: El Chapo
Herstellungsland:
USA
Erscheinungsjahr: 2017
Genre: Drama, Serie
Freigabe: FSK-16
Regie: Daniel Vega Vidal, Ernesto Contreras u.a.

Darsteller: Marco de la O, Danny Pardo, Humberto Busto
 u.a.

Hardware: Sony KD65XF7596, Sony BDVN8100WB 5.1 Heimkinosystem

Wir danken Polyband für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


 

Inhalt: Er besiegte Verbündete und vernichtete Feinde. Die Netflix-Serie umfasst die Geschichte des berüchtigten mexikanischen Drogenboss Joaquin "El Chapo" Guzman, der 2015 Schlagzeilen machte, als er aus seinem Gefängnis flüchtete. 1985 begann er seine kriminelle Karriere als kleines Mitglied des Guadalajara-Kartells und stiegt zum gefürchteten Gangsterboss auf. El Chapo hatte den Schlüssel gefunden, der die Tür zu den oberen Rängen des Drogenhandels öffnete - kolumbianisches Kokain. Während die große Mehrheit seiner Kollegen immer noch mit Marihuana handelte, sah er in dem weißen Pulver eine Chance, die höchsten Ebenen der Macht zu betreten: den Kreis, der sich aus Bossen des Guadalajara-Kartells zusammensetzt.

 


 

 


Kritik: Über die südamerikanischen Drogenkartelle gibt es mehr als genug zu erzählen und wenn man ehrlich ist, langweilig wird es nie. Es ist unfassbar und faszinierend zugleich, mit welchem Erfolg die Kartelle aktiv waren/sind. Gleichzeitig ist es schockierend und erschreckend, mit welcher Brutalität sie ihre Position verteidigt haben. Netflix’ NARCOS über den Aufstieg und Sturz Pablo Escobars, den Kopf des berühmten kolumbianischen Medéllin-Kartells zeigt einen abgebrühten, souveränen, aber auch charismatischen Soziopathen, der zumeist mit klarem Kopf und viel Kalkül die Zügel in der Hand gehalten hat. Die Figur des El Chapo in der gleichnamigen Serie steht hingegen im starken Kontrast zu Escobar, auch wenn er eine vergleichbare Karriere hinlegt. 

Joaquin Guzmán (Marco de la O) genannt El Chapo, der Kleine, hat große Träume. Er möchte nicht weiter nur ein Handlanger sein, sondern ein Patrón, ein Chef. Dafür muss er einige Abkürzungen nehmen, sich den Bossen widersetzen und eigene Pläne schmieden. Der drohende Tod ist dabei ein ständiger Begleiter, jedoch keiner, der El Chapo davon abhält, seinen Träumen nachzujagen. Trotzdem er die Ansage von oben bekommt, keine eigenmächtigen Entscheidungen zu fällen, trifft er sich mit Pablo Escobar und handelt einen Deal mit ihm aus. Er verspricht Escobar, dass er dessen Drogen innerhalb 48 Stunden in die USA geschmuggelt bekommt. Hierfür hat er einen groben Plan ausgearbeitet und mit Ach und Krach gelingt ihm das Kunststück. Nach und nach arbeitet er sich nach oben, sticht seine Rivalen aus oder lässt zu den Waffen greifen. Einen richtigen Plan verfolgt er dabei nicht und dass er links und rechts Feinde macht, interessiert ihn ebensowenig.

El Chapo ist das tumbe Gegenstück zu Pablo Escobar. Der Erfolg gibt ihm zwar Recht, doch während Escobar mit Kalkül und Finesse waltet, ist El Chapo impulsiv, opportunistisch und steigt eher durch Glück, als durch durchdachte Planung in den Rang eines Patrón auf. So zumindest die Darstellung in EL CHAPO. Die Serie nimmt sich für die Darstellung des Aufstiegs nur wenig Zeit und springt Wochen oder gar Monate nach vorne, um aufregender Ereignisse ins Feld zu führen. Dies hat den Vorteil, dass das Tempo recht hoch bleibt und Langeweile ein Fremdwort bleibt. Gleichzeitig leidet die Übersicht darunter und Figuren werden eingeführt, ohne sie näher zu beleuchten. Wichtige Ereignisse in El Chapos Leben werden abgespult und urplötzlich ist dieser einer der gefährlichsten und meistgesuchten Drogenlords. Die Amerikaner, die in NARCOS die Grundlage für die Geschichte liefern, bleiben jedoch wenig mehr als Scherenschnitte, ohne Profil. Stichwortgeber, die man getrost ignorieren kann. Hierdurch fehlt es EL CHAPO an einem richtigen Gegenspieler. Der Rolle am nächsten kommt der Politiker Conrado (Humberto Busto). Conrado entpuppt sich schmieriges Gegenstück, der sich mutmaßlich auf der richtigen Seite des Gesetzes bewegt. Der Politiker scheut jedoch nicht davor zurück, mit schmutzigen Tricks zu arbeiten, um seine Position zu festigen und seine Gegner auszustechen oder gar eigenhändig zu erledigen.


Conrado ist es auch, der El Chapo schließlich hinter Gitter bringt. Bis dahin vermeidet die Serie es tunlichst Joaquin Guzmán menschlich darzustellen. Schließlich handelt es sich hier um den Kopf des berühmten Sinaloa-Kartells, der für viel Leid verantwortlich ist. Im letzten Drittel der 1. Staffel steigt die Serie jedoch sehr stark auf die Bremse und nimmt sich Zeit, um El Chapos Charakter etwas näher zu beleuchten. Gleichzeitig zeichnet man ein eher unvorteilhaftes Bild über das Justizsystem Südamerikas. El Chapo wird Opfer von psychischer Gewalt. Im Gefängnis wird alles daran gesetzt, um den Mann zu brechen, der jahrelang gesucht und endlich gefasst wurde. Urplötzlich wird El Chapo zu einem Menschen, der wegen seiner Taten eigentlich keine Empathie des Zuschauers verdient hat. Gleichzeitig kommt man nicht umhin, vor den Torturen zurück zu schrecken, die er nun durchmachen muss. Ein eigenwilliger Perspektivwechsel, der nicht so recht mit den Geschehnissen der vorhergegangen Erzählstruktur in Einklang gebracht werden kann. Ehrlicherweise muss man sagen, dass El Chapo auch im letzten Drittel nicht sympathisch wird, doch man schwenkt verstärkt auf Conrado um, der schließlich nicht hinter schwedischen Gardinen sitzt, jedoch ebenfalls hinter diese gehört. So endet die 1. Staffel auch recht offen, ohne dass der Zuschauer wirklich nach mehr lechzen würde.


Fazit: EL CHAPO ist definitiv kein NARCOS, was Fluch und Segen gleichermaßen ist. Die Serie ist eigenständig genug, um nicht wie ein müder Abklatsch zu wirken. Man verfolgt eine eigene Erzählform, die jedoch sehr sprunghaft ist und keine richtige Übersicht zulässt. El Chapo begleitet seinen tölpelhaften Aufstieg mit stoischem, immergleichen Gesichtsausdruck und wirkt weit weniger gefährlich als Pablo Escobar. Die schillernde Gestalt des Joaquin Guzmán kommt kaum zum Vorschein. Nichtsdestotrotz eine solide Serie, die man Fans des Genres eingeschränkt empfehlen kann. 

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Userbewertung

7.5/10 Bewertung (2 Stimmen)

 

Verkaufstart: 22. Februar 2019

Publisher: Polyband (Staffel 1)

Homepage: -

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Anzahl Disks: 2
Wendecover: Nein

Bild: 1,78:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 419 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD High Resolution Audio 5.1)
2. Spanisch (DTS-HD High Resolution Audio 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Episoden­anzahl9

Extras: 
Keine

Kritik Extras
Die Veröffentlichung kommt leider ohne Extras daher. 

Wertung: 0|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

0.0/10 Bewertung (0 Stimmen)
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