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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Feb11

Armour of God - Chinese Zodiac

Armour of God - Chinese Zodiac

Originaltitel: Shi Er Sheng Xiao
Herstellungsland: China, Hongkong

Erscheinungsjahr: 2012
Genres: Abenteuer, Action
Freigabe: FSK 12
Regie: Jackie Chan
Darsteller: Jackie Chan, Oliver Platt, Laura Weissbecker, Emilie Guillot, Kenny G u.a.

Meisterdieb und Schatzsucher Asian Hawk bekommt den Auftrag seines Lebens. 12 Bronzeköpfe der Chinesischen Tierkreiszeichen wurden während der Opiumkriege gestohlen und sind über den Erdball verteilt. Der Auftrag lautet – aufspüren und zurück in den Sommerpalast nach Peking bringen. Der Auftrag führt Asian Hawk in mehrere Kontinente. Er muss sich durch Paris schlagen, steht Dschungelkämpfern gegenüber und kämpft selbst in der Luft mit übermächtigen Gegnern. Knifflige Rätsel warten an jeder Ecke und eine brenzlige Situation jagt die andere. Kann Asian Hawk alle wertvollen Bronzeköpfe wiederbeschaffen?

- Kritik -

Dass Jackie Chan, trotz aller Fitness, in den letzten Jahren abgebaut hat, ist weder ihm, noch dem Publikum entgangen. Trotzdem freuen sich Jackie Chan Fans immer, wenn von einem neuen Projekt die Rede ist. Bei CHINESE ZODIAC umso mehr, schließlich handelt es sich um die Fortsetzung einer Reihe, die zwei der kultigsten Filme lieferte, in denen er mitspielte. Trotzdem, es sind 22 Jahre ins Land gegangen und dass Chan nicht mehr auf der Höhe seiner Zeit ist, hat er mit seinen letzten Filmen leider nur zu deutlich gezeigt. Damit sind nicht einmal die körperlichen Gebrechen gemeint, die den Meister plagen, sondern eher die Filmauswahl. Was Chan mit seinen letzten Filmen abgeliefert hat, kann man bestenfalls als schwankend bezeichnen. Mit STADT DER GEWALT hat er gezeigt, dass er durchaus anspruchsvollere Filme drehen kann. 1911 hingegen zeigte, dass die Rechnung nicht immer aufgeht. Hier häufte er zu viel Pathos und Patriotismus in einen einzigen Film. Ziemlich untypisch für einen Jackie Chan. LITTLE BIG SOLDIER war eine Rückbesinnung zu Chans Wurzeln, bei dem der Veteran die Bühne bereitwillig für die neue Generation frei gemacht hat. Ein gelungener Auftritt. Denselben Versuch unternahm man auch bei SHAOLIN, allerdings war es nicht unbedingt die beste Wahl, Popstar Andy Lau die meisten Kampfszenen zuzuschanzen. Dieses Auf und Ab könnte man gemütlich mit der Filmographie der letzten Jahre durchführen. 

Wie dem auch sei, das frühe Bildmaterial zu CHINESE ZODIAC sah vielversprechend aus. Zudem gibt es in jedem seiner Filme kleinere Highlights, in denen er seine Stärken ausspielt (ja, selbst in THE TUXEDO). Die Hoffnungen, einen würdigen Nachfolger zur Kultreihe zu bekommen, kann man allerdings getrost begraben. Woran liegt es? An einer ganzen Menge. Zum einen wäre da einmal das Drehbuch, dass nicht nur holprig geschrieben, sondern auch noch chaotisch umgesetzt ist. Gerade zu Beginn springt man von einem Setting zum nächsten. Den roten Faden muss man mit der Lupe suchen. Die gesamte Handlung wird von irgendwelche technischen Finessen vorangetrieben, die irgendwo zwischen MINORITY REPORT und THE TUXEDO angesiedelt sind. Zu futuristisch und zweckdienlich. Etwas bodenständiger hätte es ruhig sein können. 

Der Plot ist künstlich aufgebläht, unternimmt den Versuch epische Proportionen anzunehmen und gerät vollends ins Straucheln, als man versucht eine Message zu übermitteln. Weniger ist manchmal einfach mehr. Zudem kommt es zu hanebüchenen Geschehnissen und einigen platten Comedy-Momenten, die häufig einfach nur nerven. Richtig anstrengend: Der Auftritt der Piraten inkl. Jack Sparrow Kostüm. Aber wer setzt schon viel Wert auf die Story bei Jackie Chan Filmen, nicht wahr? Am Ende dreht sich ohnehin alles um die Action. Doch dazu später mehr. 

Richtig störend ist die Besetzung. Chan war nie ein sonderlich begnadeter Schauspieler, aber immer gut genug, weil der Fokus der Filme nicht auf den Figuren lag. Die Hauptrollen sind auch bei CHINESE ZODIAC insgesamt ganz solide besetzt. Sobald man jedoch sein Augenmerk auf die Nebenrollen lenkt, wird man mit wirklich schlechten Leistungen konfrontiert. Negativ hervorzuheben sind Laura Weissbecker als Catherine und Alaa Safi als Vulture. Doch auch der Rest bekleckert sich nicht gerade mit Ruhm. Und erneut müssen die Piraten als Tiefpunkt herhalten. Hier kommt vermutlich dieselbe Frage auf, wie oben. Wen interessieren die Schauspieler? Was ist mit der Action?

Dann mal ein paar Worte zur Action. Ja, die Action ist durchaus vorhanden, aber sie nimmt den kleinsten Spielraum ein. Als Chan-Fan wurde man allerdings nur bedingt zufrieden gestellt. Der Auftakt ist solide und passt hervorragend in die Reihe, sorgt damit schon einmal für die richtige Stimmung. Die nachfolgenden, relativ kurzen Kampfszenen verteilen sich allerdings über die nächste Stunde des Films. Die Choreographie ist sauber, die Umsetzung gelungen, es fehlt jedoch an Akzenten und Besonderheiten. Erst in der letzten halben Stunde dreht CHINESE ZODIAC wieder ein wenig auf. Im Kampf gegen Vulture und das Security-Personal schöpft Chan auch endlich wieder aus den Vollen und spielt seine Stärken gekonnt aus. Die Fights sind abwechslungsreich und Chan zeigt, dass er selbst mit fast 60 noch einiges an Akrobatik hinlegen kann. Und selbstverständlich nutzt er wieder Alltagsgegenstände, um seinen Gegnern eins auszuwischen. Zweifelsohne das Highlight des Films. Erwähnenswert an dieser Stelle auch Zhang Lanxin, die wirklich gute Arbeit abliefert und sich in derselben Szene mit Caitlin Dechelle prügelt. Und dann wäre da noch die letzte Action-Sequenz. Diese ist die logische Fortsetzung der Windkanal-Szene aus MISSION ADLER. Doch ohne zu viel darüber zu verraten, nimmt sie Ausmaße an, die ein wenig an die längste Start- und Landebahn aus FURIOUS 6 erinnern. Vom absolut unglaubwürdigen Ende mal ganz zu schweigen. Unterm Strich bleibt zu sagen, das die Action den Film nicht tragen kann, weil man es auch nie darauf anlegt. 

Hier dann noch ein paar abschließende Sätze zu Regie und Schnitt. Chan macht denselben Fehler wie viele seiner hochangesehenen Regisseur-Kollegen. Er verwendet die Möglichkeiten der neuen Technologien nicht als Hilfsmittel, sondern lässt die Technologie den Film diktieren. Das ist immer eine schlechte Wahl. Fällt umso stärker ins Gewicht, wenn die Technik zudem nicht ganz ausgereift ist. Insgesamt ist das sicherlich nicht das größte Manko des Films, es fällt allerdings auf. 

Als Regisseur ist Chan ohnehin eher jemand, der weiß, wie man Action-Szenen inszeniert und seine Stärken weniger bei der Handlung hat. Das merkt man auch recht deutlich bei CHINESE ZODIAC. Die Geschichte ist keineswegs komplex, doch Regie und Schnitt machen es dem Zuschauer unnötig schwer, dem Konstrukt zu folgen. Ironischerweise hat man auch bei den Action-Szenen ab und an Probleme den richtigen Rhythmus zu finden. Die meiste Zeit sind einfach zu viele Figuren unterwegs, zwischen denen hin- und hergesprungen wird. Entsprechend unübersichtlich wird das Szenario. Sobald man die Anzahl der Teilnehmer drastisch reduziert, macht die Action auch deutlich mehr Spaß.

 

- Fazit - 

CHINESE ZODIAC ist leider der INDY 4 der ARMOUR OF GOD-Reihe. Zu viel technischer Schnickschnack, zu wenig Besinnung auf Chans Stärken. Einzig in den letzten 30 Minuten blitzt noch einmal etwas von Chans Können auf. Allerdings zu wenig, um aus dem Film einen würdigen Nachfolger zu machen. Es bleibt zu befürchten, dass Jackie Chan einen letzten Kracher schuldig bleibt. Mal schauen, vielleicht erfüllt er die Wünsche mit POLICE STORY 2013. 

Wertung: 5.5|10

Durchschnittliche Userbewertung

8.0/10 Bewertung (5 Stimmen)

 

- Bluray FACTS UND EXTRAS -

 

Bluray Verleihstart: 31. Januar 2014
Bluray Verkaufstart: 31. Januar 2014

Publisher: Splendid

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,35:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 109 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch
- Niederländisch

Extras

  • Trailer nach dem einlegen
  • Systemfehler - Wenn Inge tanzt (2:02 min.)
  • Hours (1:55 min.)
  • Maging Of (57:24 min.)
  • Storyboard Animation (3:47 min.)

Kritik Extras
Da uns nur ein Pressemuster ohne Extras zu Verfügung stand, entfällt an dieser stelle eine Besprechung über die Extras.

Wertung: x|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

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Sascha Weber

Sascha Weber

Aug21

Amour of God Pack

Geschrieben von: Daniel Fabian Amour of God Pack

Jackie Chan war während seiner gänzlichen Karriere sehr aktiv und bringt es auf eine Vielzahl von Filmen. Manche schlechter, manche besser. Die „Armour of God“-Filme entstanden in den 80er Jahren - die Zeit in der Jackie wohl in der Blüte seines Lebens bzw. seiner Karriere war. Somit lassen sich diese beiden Filme auch zu den besseren zählen. 

9.3/10 Bewertung (7 Stimmen)

   

Spieltipp  

   

Statistik  

Filme: 1.442
Videospiele: 88
Specials: 105
Interviews: 62
Hardware: 9

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