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Jul28

Across the River

Across the River

Originaltitel: Oltre il guado
Herstellungsland: Italien
Erscheinungsjahr: 2013
Genres: Horror
Freigabe: FSK 16
Regie: Lorenzo Bianchini
Schauspieler: Renzo Gariup, Marco Marchese, Lidia Zabrieszach u.a.

Mit seinem Wohnmobil fährt der Biologe Marco Contrada (Marco Marchese) in ein Waldgebiet nahe der italienisch-slowenischen Grenze. Dort untersucht der Forscher mittels Kameras vor allem das Nachtleben der einheimischen Tiere. Einem Fuchs, der ihm in die Falle geht, schnallt er sogar direkt eine Kamera um. Bei der Auswertung der Aufnahmen wird Contrada jedoch stutzig. Nicht nur, dass der Fuchs sich offenbar in der Nähe eines tief im Wald gelegenen, von Menschen vor Jahren verlassenem Dorf aufhält, offenbar wird er dort auch von einem anderen Tier getötet. Contrada kann sich keinen rechten Reim auf die Herkunft der Bissspuren machen und bezieht in der Nähe des Dorfes Quartier. Je weiter er sich in die verfallenden Häuser wagt, desto näher kommt er den tödlichen Gefahren, die sich in den Grundmauern eingenistet haben...

- Kritik -

Wie in dutzenden Horrorfilmen zuvor, lauert auch in "Across the River" das Grauen in den Wäldern. Oder genauer gesagt: In einem verlassenen Dorf das mitten in einem abgelegenen Waldstück fernab der Zivilisation liegt. Hier strandet ein Biologe, der in den Ruinen des Dorfes mit unheimlichen Geschehnissen konfrontiert wird und bald um sein eigenes Leben fürchten muss. Die ersten Minuten des Films sind der Einführung des Hauptprotagonisten (Renzo Gariup) gewidmet und zeigen ihn bei seiner alltäglichen Arbeit in den italienischen Wäldern an der Grenze zu Slowenien. Sein Hauptinteresse gilt dem Verhalten der Tiere des Waldes. Mithilfe von Kameras, die er den Tieren umschnallt, zeichnet der Naturforscher jede Bewegung auf. In seinem heruntergekommenen Wohnmobil sieht er sich anschließend die Aufzeichnungen der Videokameras an. Immer und immer wieder.

Bereits in der ersten Viertelstunde wird deutlich das Regisseur Lorenzo Bianchini mit einer sehr reduzierten Herangehensweise die, strenggenommen nur in Ansätzen vorhandene, Geschichte aufrollt. Ruhige Kameraeinstellungen folgen dem Biologen in zum Teil unendlich langsamen und fast statisch anmutenden Bildern auf Schritt und Tritt. Jede seiner Bewegungen wird gleichberechtigt gewürdigt und im Detail eingefangen. Bianchini interessiert sich dabei vor allem für die authentische Darstellung eines Mannes, der ganz von seiner Arbeit eingenommen wird. Ein Mann der hochkonzentriert, aber auch vollkommen ausdruckslos und gänzlich ohne Gefühlsregungen seine Aufgaben verrichtet. 

Bis der Naturforscher einem Tier in ein altes Dorf folgt und aufgrund andauernder Regenfällt dort festsitzt, vergeht einige Zeit. "Across the River" verzichtet bis zu diesem Moment und auch im weiteren Filmverlauf fast vollständig auf Dialoge oder erhellende Erklärungen. Als Zuschauer weiß man allerdings längst dass der Biologe an einem unheilvollen Ort gefangen ist. Erste Hinweise darauf erhält man in der ersten Filmhälfte bröckchenweise. Im letzten Drittel manifestiert sich die Bedrohung schließlich auch für den Hauptprotagonisten endgültig.

"Across the River" vermittelt diese Bedrohung auf äußerst effektive Weise durch den Einsatz einer stimmungsvollen Geräuschkulisse und einer eindringlichen musikalischen Untermalung. Im Gegensatz zum aktuellen amerikanischen Genre-Kino wählt Bianchini hier einen sehr unaufdringlichen Weg. Das Böse kündigt sich leise und zurückhaltend an. Der Film hat es diesbezüglich nicht nötig die Soundeffekte anschwellen und in kakophonische Sphären abdriften zu lassen. Unterstützt durch den hervorragenden Score schafft es Bianchini eine enorm bedrückende Atmosphäre aufzubauen, die gänzlich ohne billige Schocksequenzen auskommt und einen Sog entfaltet, dem man sich nur schwerlich entziehen kann.

So wirkungsvoll "Across the River" auch Stimmung und Gänsehaut erzeugt, ist nicht zu leugnen, dass der Film streckenweise extrem zäh voreinschreitet und einige Längen vorweist, die den Unterhaltungswert des Films deutlich schmälern. Der künstlerisch durchaus ambitionierte Film ist somit eine zwiespältige Angelegenheit. Zwischen Experimentalfilm und minimalistischer Schauergeschichte verliert sich Lorenzo Bianchinis Grusel-Geschichte oftmals in redundanten Bilderfolgen, die zwar die kompositorischen Fertigkeiten des Regisseurs unterstreichen, aber letztlich die dramaturgische Ebene negativ beeinflussen.

 

- Fazit -

"Across the River" kann insofern nicht vollends überzeugen. Stilsicher und inszenatorisch stimmig, sorgt zu viel Leerlauf dafür dass der Film trotz intensiver Momente nicht die richtige Balance findet und wirkliche Spannung nur sporadisch aufflammt. Einen Blick ist Lorenzo Bianchinis Werk dennoch wert. Selten sah man ausgewählte Horrorfilmmotive dermaßen reduziert und gleichermaßen effektiv aufbereitet wie hier.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Userbewertung

5.0/10 Bewertung (5 Stimmen)

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 18. Juli 2014
DVD Verkaufstart: 18. Juli 2014

Publisher: Mactropolis / Al!ve
Verpackung:
 Keep Case (Amaray) mit Schuber
Wendecover: Ja

Bild: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 85 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Italienisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
keine

Extras

  • Vorfilm: Foxes
  • Original Trailer
  • Trailershow
  • Kurzfilm: A night with friends

Kritik Extras
Das Bild der DVD wirkt kräftig und optimal abgestimmt. Der Ton liegt in deutsch und italienisch Dolby Digital 5.1 vor, was bei so einem Film beide Seiten ganz gut abdeckt, jeglich der Englisch-Sprachige Endverbraucher schaut in die Röhre. Als Extras gibt es den 15 min. Vorfilm "Foxes" zu begutachten, der beim Cinestrange Filmfestival in Dresden gewonnen hat und überzeugen konnte. Ansonsten gibt es neben dem obligatorischen Original Trailer noch eine Trailershow und als Bonus noch den Kurzfilm "A night with friends" von Daniele Trani, der auch bei "Across the River" als Kameramann tätig war. Unter dem Strich fallen die Extras durchweg gut aus und runden das Bonusmaterial mit den beiden Kurzfilmen positiv ab.

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

7.0/10 rating 1 vote
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