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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Sep10

BD Kritik: Narcos – Staffel 1

BD Kritik: Narcos – Staffel 1

Originaltitel: Narcos
Herstellungsland: Kolumbien, USA

Erscheinungsjahr: 2015
Genres: Drama, Krimi, Serie
Freigabe: FSK-16
Regie: José Padilha, Andrés Baiz u.a.
Darsteller: Wagner Moura, Pedro Pascal, Boyd Holbrook u.a.

Preis zum Test: EUR 22,00


 

Inhalt: Zu Beginn der 80er Jahre hieß der größte Drogenschmuggler der Welt Pablo Escobar. Er war der personifizierte Inbegriff des kolumbianischen Traums und gehörte schnell zu den reichsten und mächtigsten Männern seines Landes. Die Verbreitung von kolumbianischem Kokain brachte ihn und das Medellin-Kartell an die Spitze des internationalen Drogenhandels. Mit dem Geld kam die Gewalt. Escobar wurde von vielen für seine Skrupellosigkeit und Brutalität gefürchtet. Das kolumbianische Volk aber verehrte ihn aufgrund seiner nach außen wirkenden charismatischen Art und seinen Einsatz für gemeinnützige Zwecke. Die kolumbianischen und US-amerikanischen Behörden kämpften über Jahre gegen dieses beispiellose Drogenimperium und die beiden US-Drogenfahnder Steve Murphy und Javier Peña setzten alles daran Escobars illegalem Treiben endlich ein Ende setzen.

 


 

 



- Kritik -
     

Das Medellin-Kartell in Kolumbien hat schon einige Geschichten inspiriert. Der Drogenkrieg zwischen den kolumbianischen Narcos und den USA ist einzigartig. Der Drogenlord Pablo Escobar war stets das Feindbild für die amerikanische DEA, den man mit aller Macht versuchte auszuschalten. Doch Escobar bewies stets strategische Voraussicht und konnte auf finanzielle und personelle Ressourcen zurückgreifen, von denen die USA nur träumen konnten. Die Netflix-Produktion NARCOS liefert in zehn spannenden Episoden, mit welchen Mitten die USA Jagd auf Escobar machten und wie Escobar seine Gegner stets an der Nase herumführte. 

Eines der größten Probleme der 80er Jahren für die USA kam aus Kolumbien. Drogen überschwemmten das Land und für jedes Kilo, welches beim Schmuggel über die Grenze geschnappt wurde, blieben dutzende andere Kilo unentdeckt. Weder das Volk, noch die Regierung konnte das gutheißen. Verantwortlich für diese Schwemme war das Medellin-Kartell geführt von Pablo Escobar (Wagner Moura). Ein skrupelloser Drogenlord, der mit eiserner Hand nicht nur seine Vasallen kontrollierte, sondern seine Finger auch im Getriebe der Regierung hatte. Drogen fließen in die eine Richtung, Millionen Dollar in die andere Richtung. Dollar. Dollar, die Escobar zu nutzen weiß, um korrupte Polizisten und Politiker für sich arbeiten zu lassen. Um dem Problem endlich Herr zu werden, schicken die USA den jungen DEA-Agenten Steve Murphy (Boyd Holbrook) nach Kolumbien, um vor Ort die Unterstützung bieten zu können, um endlich Escobar hinter Gittern zu bekommen. Unterstützung bekommt er von Javier Peña (Pedro Pascal) und Horacio Carrillo (Maurice Compte). Doch Murphy kann sich nie sicher sein, wem er wirklich vertrauen kann.  

Die besten Geschichten schreibt immer noch das Leben. Ob man auf Grund der brutalen Übergriffe des Medellin-Kartells unbedingt von „beste Geschichte“ reden kann, sei mal dahingestellt. Spannend und mitreißend sind die zehn Episoden allerdings zweifelsohne. NARCOS ist eine Drama-Serie, die dermaßen stark in der Realität verankert ist, dass sie beinahe als Dokumentation durchgehen könnte. Die Drehbuchautoren haben hervorragende Arbeit bei der Recherche geleistet und immer wieder wird echtes Archiv-Material gezeigt, welches die bittere Realität zeigt, die in den 80ern vorherrschte. Teils sind die Bilder schwer zu verdauen und es ist erschreckend, wie Escobar seine Macht nutzte, um eine ganze Nation an der Nase herumzuführen. Die Kolumbianer lebten in einer Zeit der Angst, in der niemand sicher vor den Narcos war, die das Land kontrollierten.   

Eine faszinierende Geschichte entspannt sich vor dem Zuschauer, bei der man auf eine aufgesetzte Dramaturgie verzichtet. Die Geschehnisse sind spannend genug, so wie sie abgelaufen sind und Escobar ist ein wahnsinnig faszinierender Charakter. Glücklicherweise dämonisiert man den Drogenlord nicht einfach, sondern nimmt sich Zeit für die Charakterisierung. Es präsentiert sich eine überaus facettenreiche, charakterstarke Figur. Escobar ist skrupellos, kaltblütig und flößt sowohl seinen Untergebenen, als auch seinen Gegner stets Furcht ein. Er nutzt diese Furcht sogar als Instrument, um seinen Willen durchzusetzen. Gleichzeitig brachte er einem von Armut gebeutelten Land auch Hoffnung, indem er sein Geld nutzte, um Leuten zu helfen. Auch dieses Instrument der Macht wusste er für sich zu nutzen. Zuckerbrot und Peitsche sind Mittel, die er einzusetzen wusste, zudem nutzte er den kleinen Spielraum, den ihm die Gesetze einräumten. Eine Mischung, die Escobar extrem gefährlich macht und die Escobar ist mit Wagner Moura perfekt besetzt, der mit seiner Darstellung in TROPA DE ELITE (2007) bereits zeigte, wie begabt er ist. Moura findet stets die richtigen Nuancen, um seiner Figur die richtige Tiefe zu verpassen. Charismatisch, brutal, von Ängsten geplagt, jede Szene ist glaubwürdig und man kann sich keinen besseren Darsteller in der Rolle vorstellen. Dass man diese Szenen auch ausschließlich im Original zeigt, Spanisch und mit Untertiteln, untermauert die Authentizität noch. Ohnehin hat man beim Casting für alle Rolle ein sehr gutes Händchen bewiesen. Aussetzer gibt es keine. 

Auch wenn man auf simple Kniffe verzichtet, um eine Dramaturgie aufzubauen, bleibt die Handlung stets intensiv und spannend. Nie kann man sich sicher sein, was als nächstes passiert. Immer wieder werden die Fakten nüchtern von Murphy aus dem Off präsentiert. Die kleinen Siege, die das DEA respektive die kolumbianische Regierung davon tragen kristallisieren sich nicht selten als kaschierte Niederlagen heraus, denn scheinbar ist Escobar seinen Verfolgern immer drei Schritte voraus. Einzig, es fehlt ein wenig die Darstellung der US-Seite, die zwar von Murphy repräsentiert wird, jedoch bekommt man kein rechtes Gefühl dafür, welchen Einfluss Escobar auf das Land hat. Auch die Ambivalenz, die mit dem Drogenimport/-export einhergeht, findet sich nicht in der Serie wieder. Ein Aspekt, der beispielsweise in Don Winslows Romanen TAGE DER TATEN und DAS KARTELL viel deutlicher zur Geltung kommt. Dies sind allerdings nur Kleinigkeiten in einer makellosen Serie, die hochwertig produziert ist und die mal wieder beweist, dass Netflix genau weiß, wie man sein Publikum bedient.

  

- Fazit -  

Eine faszinierende und zugleich schockierende Geschichte wird in NARCOS erzählt. Escobar ist kein Mann, dem man sonderlich viele Sympathien entgegenbringt und trotzdem ist er eine schillernde Persönlichkeit, dessen Fähigkeiten, dessen Weitsicht einem ein gewisses Maß an Respekt abringt. Ein skrupelloser Mann, der seinen eigenen Regeln folgt, für seine Familie lebt und dabei über Leichen geht. NARCOS ist unglaublich gut besetzt, hochwertig produziert und nie langweilig. Absolut sehenswert!

Wertung: 9.5|10

Durchschnittliche Userbewertung

10.0/10 Bewertung (2 Stimmen)

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 01. September 2016
BD Verleihstart: 01. September 2016

Publisher: Polyband (1. Staffel)

Verpackung: Softbox in O-Card
Wendecover: Ja

Bild: 1,78:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 500 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital DTS-HD 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital DTS-HD 5.1)

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch

Extras:

  • Featurettes

Kritik Extras
Es gibt ein paar Extras, die beispielsweise in 12 Minuten über die Serie und den realen Hintergrund beleuchtet. Weitere Featurettes gehen auf die Sprachbarriere und die Route der Drogen ein. Es gibt sogar Extraszenen und einige Audiokommentare von den ausführenden Produzenten und den Regisseuren. Durchaus aufschlussreich.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

0.0/10 Bewertung (0 Stimmen)
Sascha Weber

Sascha Weber

Sep21

BD Kritik: Narcos – Staffel 2

Geschrieben von: Sascha Weber BD Kritik: Narcos – Staffel 2

Während auf Netflix schon die dritte Staffel um die kolumbianischen Drogenkartelle zu sehen ist, steht die 2. Staffel der Ausnahme-Serie in den deutschen Kaufhäusern als BD zum Kauf. Staffel 1 endete mit der explosiven Flucht Pablo Escobars (Wagner Moura) aus seinem Gefängnis und die 2. Staffel setzt nahtlos daran an. Die Hetzjagd nach dem Kopf des Medellin-Kartells beginnt erneut. CIA, DEA, das Militär, die kolumbianische Regierung und natürlich die rivalisierenden Drogenkartelle setzen alles daran, Escobar zu töten. Klingt spannend? Lest unsere Kritik, um herauszufinden, ob die Umsetzung ebenfalls gelungen ist.

10.0/10 Bewertung (3 Stimmen)

   

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