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Apr11

Jobs - Die Erfolgsstory von Steve Jobs

Jobs - Die Erfolgsstory von Steve Jobs

Originaltitel: Jobs
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2013
Genres: Drama, Biografie
Freigabe: FSK 6
Regie: Joshua Michael Stern
Schauspieler: Ashton Kutcher, Dermot Mulroney, Matthew Modine, James Woods, Lukas Haas u.a.

Uni-Abbrecher Steven Paul Jobs (Ashton Kutcher) hat seine eigenen Vorstellungen und Ideen. Mit seinem langjährigen Freund Steve Wozniak (Josh Gad) gründet er 1976 in seiner Garage in Kalifornien das Unternehmen „Apple Computer Company“. Jobs hat die Vision, dass irgendwann jeder Haushalt in Amerika einen Computer hat, der nicht nur aus reinen Codezeilen besteht. Seine Ideen und Visionen sind wegweisend für die moderne Computertechnik und –nutzung. Doch innerhalb der Firma entstehen Widerstände gegen den charismatischen Gründer und es kommt zu einem internen Machtkampf mit Apple-Geschäftsführer John Sculley (Matthew Modine). Schließlich verlässt Steve Jobs die Firma und gründet unter anderem das Animationsstudio Pixar. Jedoch sollte dies nicht sein letzter Kontakt mit der Firma Apple gewesen sein...

- Kritik -

Thematisch ist Jobs genau das Richtige für Apple-Fans. Von der Gründung des Unternehmens über den Aufstieg und schließlich die Wiedergeburt des Unternehmens in den späten Neunzigern. Inhaltlich gibt es hier jedoch nichts zu sehen, was Kenner des Unternehmens oder von Steve Jobs’ Wirken nicht schon kennen. "Jobs" ist ein Schnelldurchlauf durch das Leben des Apple-Gründers und die frühen Jahre des Unternehmens. Wer über beides noch nicht Bescheid weiß, bekommt hier einen guten Überblick über den schwierigen Charakter und die Vorstellungskraft des Namensgebers. Die manische Liebe zum Detail, die Rüpelhaftigkeit und die Egozentrik von Jobs kommen zwar in einzelnen Szenen vor, bleiben jedoch immer Randerscheindungen. Der Film geht wohlwollend mit den legendären Macken des Apple-Gründers um.

Obwohl der mäßige Erfolg an der Kinokasse und teils schlechte Kritiken gegen "Jobs" sprechen, ist dies kein schlechter Film. Soundtrack, die authentische Ausstattung der Kulissen und auch die schauspielerischen Leistungen sind gut. Das Problem ist eher, dass "Jobs" keine dramaturgisch interessante Geschichte erzählt. Es ist ein schnell erzähltes Biopic, das knapp 25 Jahre auf rund zwei Stunden komprimiert. Es ist nur zum Teil eine Charakterstudie eines schwierigen Visionärs, nur zum Teil ein Portrait des frühen Silicon Valley, nur zum Teil die Geschichte Apples und des Beginns des Informationszeitalters. Jobs ist von allem ein wenig und nichts richtig. Das ist zu glatt und zu wenig fesselnd. David Fincher hat es mit "The Social Network" besser geschafft, den Menschen Mark Zuckerberg zu portraitieren und dabei dennoch wichtige Stationen des Unternehmens nicht ausgelassen.

Während es für Apple-Kenner nichts Neues zu sehen gibt, fehlt der dramaturgische rote Faden für die Menschen, die den Film sehen, ohne bereits die Jobs-Biografie gelesen oder Jobs’ Wirken zu seinen Lebzeiten verfolgt zu haben. Die Rivalität mit IBM oder Microsoft oder der konsequente Neuaufbau Apples nach Jobs’ Rückkehr: alle diese interessanten Geschichten sind hier nur Randnotizen. Jobs’ Unternehmen Next wird ein einziges Mal erwähnt, Pixar überhaupt nicht. Jobs versucht, zu viele Aspekte in einem Film zu vereinen. Den Menschen Steve Jobs, die Firma, die Produkte und die vielen Geschichten, die das alles miteinander verbinden.

 

- Fazit -

Ist Jobs ein sehenswerter Film für Apple-Fans? Ja, vielleicht. Die gute technische und atmosphärische Umsetzung entschädigt ein Stück weit dafür, dass das Drehbuch sich nicht für eine Geschichte entscheiden konnte und deshalb alles kurz und knapp untergebracht wurde. Jobs ist aber weit davon weg, sich das Prädikat „muss man gesehen haben“ zu verdienen. Der Film liefert einen relativ authentischen Überblick über die Geschichte des ersten Aufstiegs von Steve Jobs mit Apple und den Beginn des zweiten Aufstiegs. Wer also zu faul ist, sich durch 700 Seiten Biografie zu lesen, der erhält hier einen schnellen Ritt durch die wichtigsten Stationen. Vieles wird aber vielleicht zu kurz angerissen, als dass Nichtkenner damit etwas anfangen könnten.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Userbewertung

7.0/10 Bewertung (4 Stimmen)

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 27. März 2014
DVD Verkaufstart: 27. März 2014

Publisher: Concorde
Verpackung:
 Keep Case (Amaray) 
Wendecover: Ja

Bild: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 122 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS 5.1, Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch für Hörgeschädigte

Extras

  • Making-Of [2:42 Min.]
  • Featurerette "Ashton Kutcher ist Steve Jobs" [2:22 Min.]
  • Interviews [23:15 Min.]
  • Programmtipps
    Kapitalismus - Eine Liebesgeschichte [1:33 Min.]
    Die Eiserne Lady [2:32 Min.]
    Ginger & Rosa [1:50 Min.]
    Nachtzug nach Lissabon [1:28 Min.]

Kritik Extras
Das Bild der DVD ist in Ordnung und optimal abgestimmt. Der Ton liegt in DTS 5.1 und Dolby Digital 5.1 vor, was bei so einem Film zwar nicht binnen notwenig wäre, aber sehr angenehm wahrnehmen zu ist. Als Extras gibt es ein Making-Of der eigentlich nur den Trailer mit ein paar Dialogen aus dem Trailer widerspiegelt. Wie man das als Making-Of anbieten kann, verstehe ich nicht. Das Interview hingegen fällt eben Falls eher mittelmäßig aus und bietet kein neues Input bezogen auf dem Film oder Steve Jobs. Unter dem Strich fallen die Extras sehr mager aus und bieten nicht viel Input und erweitern auch nicht den Film mit brauchbaren Infos. Schade eigentlich. Potenzial wäre auf jeden Fall vorhanden!

Wertung: 3|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

3.0/10 rating 1 vote
Patrick Grote

Patrick Grote

   

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