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Jan07

DVD Kritik: Fariña - Cocaine Coast - Staffel 1

DVD Kritik: Fariña - Cocaine Coast - Staffel 1

Originaltitel: Fariña
Herstellungsland: Spanien

Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Drama, Thriller, Krimi, Serie
Freigabe: FSK-16
Regie: Carlos Sedes, Jorge Torregrossa

Darsteller: Javier Rey, Tristán Ulloa, Carlos Blanco
 u.a.

Wir danken eye see movies für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


 

Inhalt: Galicien in den 80er Jahren: Das Leben an der spanischen Atlantik-Küste ist rau. Durch die schlechten wirtschaftlichen Bedingungen haben viele Fischer ihre Arbeit verloren. Nicht Wenige versuchen, sich mit krummen Geschäften über Wasser zu halten. Dem jungen Fischer Sito Miñanco (Javier Rey) genügt der Zigaretten-Schmuggel nicht. Mit Ehrgeiz, Gerissenheit und Kokain aus Südamerika kann er sich vom kleinen Schmuggler bis an die Spitze der spanischen Drogen-Mafia hocharbeiten. Doch der Polizist Darío Castro (Tristán Ulloa) und der Richter Baltasar Garzón (Miquel Fernández) wollen ihn um jeden Preis fassen. Miñanco ist ein Typ wie aus einem Märchen, einem Film – wie er zu dem wurde, was er ist, wie geschickt er sich in dem Umfeld bewegt hat. Ein sehr charismatischer Kerl. Als gegen ihn 2001 ermittelt wurde, dachte er mal wieder, er hätte alles unter Kontrolle gehabt. Aber er ist immer wieder gestürzt.

 


 

 


Kritik: Die 14-teilige Serie FARINA - COCAINE COAST ist ein spanisches Drogendrama über einen jungen Fischer, der sich aus Geldnot vom rechten Pfad abbringen lässt. Die spanische Thriller-Serie beruht auf dem gleichnamigen Sachbuch des Journalisten Nacho Carretero. Die im spanischen Original zehnteilige Serie (Bambu Producciones) spielt im Galicien der 80er Jahre und überspannt einen Zeitraum von zehn Jahren. In der deutschen Fassung sind es 14 Episoden. Das vielschichtige Drogen-Drama über den Aufstieg und Fall des charismatischen galizischen Narco hat in diesem Jahr drei Feroz Awards gewonnen, u.a. in der Kategorie Beste Serie und Bester Hauptdarsteller. Die Feroz Awards gelten als spanisches Pendant zu den Golden Globes. Nicht nur Kolumbien auch Spanien hat seine schillernden Drogenbosse. Allen voran Sito Miñanco aus der Region Galicien. Die wahre Lebensgeschichte des spanischen Fischers der zum mächtigen Drogenbaron wurde, erschien als preisgekrönte Serienfassung am 05. Dezember 2019 auf DVD und Blu-ray. Mehr zur der Serie könnt ihr in unserer Kritik nachlesen.

Mit FARINA - COCAINE COAST bekommt man erneut eine Serie aus dem Mafia-Sektor auf dem Tisch serviert, die ebenfalls die kriminellen Machenschaften der 1990er Jahre behandelt, dieses Mal aber nicht in Italien, sondern in Spanien. Um genau zu sein die Region Galicien, im Nordwesten Spaniens. Denn auch dort gab es einige Drogenbosse, die ihrem Vorbild Escobar nacheiferten, allen voran Sito Miñanco. Nach II CACCIATORE bekomt man jetzt ein weiteres Thema rund um den Mafia-Sektor der 1990er Jahre geboten. Vorab kann man schon mal sagen, dass FARINA - COCAINE COAST nicht an die Qualität von II CACCIATORE heranreicht. Dazu später mehr. Ehrlicherweise muss gesagt werden, dass die Machenschaften in Italien präsenter waren. Deshalb war man eigentlich sehr gespannt, wie sich die Machenschaften in Galicien ereigneten und wie die Spanier die Serie dazu letztendlich umgesetzt haben. Der Cast, bestehend aus Javier Rey als Sito Miñanco spielt wirklich sehr authentisch und souverän. Damit hebt er sich auch vom restlichen Cast ab. Wo man auch schon beim ersten negativen Punkt wären: Javier Rey ist der einzige vom Cast, der glänzen kann. Die schauspielerische Leistung und auch die Ausstrahlung hebt sich vom restlichen Cast stark ab. Was direkt auch in den ersten Folgen auffällt, besonders beim Treffen mit Terito und den anderen Clan Mitgliedern, als es zum Eklat kommt. Im direkten Vergleich mit II CACCIATORE bietet der italienische Cast mehr und bleibt daher auch eher im Gedächtnis.

Die Inszenierung erfüllt leider auch alle Klischees und startet auch ungebremst in die Geschehnisse. Eine Einführung in die Figuren selbst bleibt erstmal aus und man muss mit dem zurechtkommen, was man durch die spärlichen Informationen im laufe der Serie erfährt. Schön ist wiederum, dass man ebenfalls wie bei II CACCIATORE anfangs auf Archivmaterial aus realer Aufnahmen zurückgriff, um wenigstens eine kurze Einleitung zu inszenieren, damit der Zuschauer nicht komplett verunsichert da steht. Dennoch, die Sprünge vom kleinen Fischer zum Zigarettenschmuggler, Haschisch-Schmuggler und Kokain-Schmuggler werden so zackig abgearbeitet, dass man eigentlich keinerlei Bezug zu den anderen Personen bekommt. Man kann schon froh sein, der Figur Miñanco zu folgen. Das drumherum wird wie am Fließband abgearbeitet, gerade noch Fischer muss Miñanco zusehen, wie er sein Geld in Panama waschen muss und dort hat er neben seiner Frau auch gleich klischeehaft inszeniert sein Liebchen. Zu herrlich ist auch die jugendliche Naivität, mit der die Galicier an die harten Drogen herangehen. Scheinbar weiß noch keiner so recht, was das weiße Teufelszeug bewirkt, aber die Bosse wissen, dass man dafür in den Knast wandern kann. Was aber beweist, warum es für Miñanco vergleichsweise einfach war, sein Drogenimperium aufzubauen.

Das größte Manko war jedoch, dass man keinen großen Bezug zu den anderen Figuren bekommt. Alles dreht sich um Miñanco. Natürlich gibt es seine Freunde, seine Frau, den Ermittler, die Bosse und etliche andere, aber irgendwie erhält man keinen wirklichen Zugang zu diesen. Besonders dem ermittelnden Beamten hätte man mehr Aufmerksamkeit schenken müssen. Natürlich hinterlassen die Ermittlungen auch ihre Spuren, aber auch da hätte man definitiv mehr draus machen können. Man schenkt den Nebencharakteren zwar Screentime, trotzdem fehlte da das gewisse Etwas. Diese hätte man besser ausarbeiten können. Bei II CACCIATORE z.B. sind beide Parteien von Anfang an auf Augenhöhe, was die Geschichte wesentlich interessanter machte. FARINA - COCAINE COAST schippert dagegen im Fahrwasser bekannter Verfilmungen rundum den Mafia-Sektor. Das bedeutet jetzt nicht, dass die Serie schlecht wäre. Optisch ist sie gelungen, Javier Rey spielt wirklich überzeugend, der restliche Cast nach seinen Möglichkeiten, die Kulisse passt, die Ausstattung, die Kostüme sehen wirklich nach den 1990er Jahre Look aus und die Musik wurde ebenfalls passend gewählt. Auch wenn die Rockmusik teils eher unpassend und aufgesetzt klingt, wirkt alles dennoch authentisch.

Fazit: Die Mafia-Serie FARINA - COCAINE COAST aus Spanien muss sich keinesfalls hinter Serien wie SOPRANOS oder II CACCIATORE verstecken. Die Serie kann als Mafia-Serie durchaus auch aus ihrem Land heraus überzeugen, jedoch wird man schnell bemerken, dass noch viel Luft nach oben da gewesen wäre. Sofern man das potential komplett ausnutzt hätte. Unter dem Strich ist FARINA - COCAINE COAST einen Blick wert, besonders wenn man mal einen Blick über den Tellerrand von Spaniens Mafia werfen möchte, denn auch andere Länder hatten eine ziemlich kriminelle Vergangenheit.

Durchschnittliche Userbewertung

6.0/10 rating 1 vote

 

Verkaufstart: 05. Dezember 2019

Publisher: Eye See Movies (Staffel 1)
Homepage: www.themroc.com/film/aktuelles/farina-cocaine-coast/

Verpackung: Digipak im Schuber
Anzahl Disks: 4
Wendecover: Ja, abzieh FSK-Logo

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 700 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
2. Spanisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel:
- Deutsch

Episoden­anzahl: 14

Extras:
• Booklet

Kritik Extras
Ein interessantes Booklet mit Informationen rund um die Serie komplettieren das etwas magere Bonusmaterial ab. Wer sich FARINA - COCAINE COAST allerdings ohne Spoiler anschauen möchte, sollte tunlichst vermeiden, sich das Booklet durchzulesen, bevor alle Folgen gesichtet wurden. Zumindest wenn der Wunsch besteht, nicht gespoilert zu werden - die Beschreibungen der einzelnen Folgen verraten nämlich sehr viel.

Durchschnittliche Besucher-Wertung

3.0/10 rating 1 vote
Sascha Gilke

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