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Aug28

5 Days of War

5 Days of War

Originaltitel: 5 Days of War
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 
2011
Genre: Action, Drama

Freigabe: 
FSK-16

Regie: Renny Harlin
Darsteller: Rupert Friend, Richard Coyle, Heather Graham, Val Kilmer u.a.

Thomas Anders (Rupert Friend) ist ein junger Kriegskorrespondent, den seine inneren Dämonen auf die Schlachtfelder treiben. Nur im Chaos des Krieges findet er Ruhe und Gelassenheit. In aller Welt streift Anders mit seinem langjährigen Kameramann Sebastian (Richard Coyle) von einer Konfliktzone zur anderen. Der Reporter ist süchtig nach Kriegserlebnissen. Für die Details der Nachrichten, die er vor Ort recherchiert, interessiert er sich weniger. Als Anders und Sebastian erfahren, dass die Spannungen zwischen Georgien und Russland wegen der abtrünnigen Region Südossetien rasant ansteigen, reisen sie in die georgische Hauptstadt Tiflis. Dort schließen sie sich drei alten Kollegen an, die gerade von der sich verschärfenden diplomatischen Krise berichten, in der die georgische Regierung unter Präsident Micheil Saakaschwili (Andy Garcia) steckt.

- Kritik -

In „5 Days of War“ greift Renny Harlin das erste Mal ein Thema auf, welches sich tatsächlich in der Realität abgespielt hat. Aufhänger für den Film ist der Kaukasuskrieg (manchmal auch als Fünftagekrieg bezeichnet) von 2008, der in Georgien ausgetragen wurde. Statt sich an die Fersen von irgendwelchen Soldaten oder örtlichen Zivilisten zu hängen, sind es die Kriegsreporter, bei denen man mitbangen muss. So startet der Film auch mit der Aussage, dass in den letzten 10 Jahren über 500 Reporter in Krisengebieten gestorben sind. Eine Information, die eine gewisse Tragik in sich birgt, jedoch dabei die anderen Opfer des Krieges komplett ausblendet.  



Die ersten Minuten werden in bester Mockumentary-Manier präsentiert. Kameramann Sebastian Ganz (Richard Coyle) und die Reporter Thomas Anders (Rupert Friend) und Miriam (Heather Graham) befinden sich im Irak. Miriam wird in einem Kugelhagel tödlich verwundet und Thomas und Sebastian werden aus dem Krisengebiet evakuiert. Erst ein Skype-Anruf ein paar Jahre später von seinem Freund und Kollegen Dutchman (Val Kilmer) treibt Anders dazu, nach Georgien zu reisen. Dutchman hat das Gefühl auf einem Pulverfass zu sitzen, welches jederzeit hochgehen kann. Die perverse Faszination die ihn bei diesen Worten ergreift, ist erschreckend und formt seinen Charakter. Dutchman ist ein Sensationsreporter, der auf der einen Seite zwar im Sinne der Wahrheit agiert, sich auf der anderen Seite viel zu freudig an dem Elend labt, welches ein Krieg über die Bevölkerung bringt. 



Diese Zweideutigkeit, die in Dutchman völlig überspitzt dargestellt wird, zieht sich durch den gesamten Film. Anders und Ganz stolpern auf ihrer Odyssee durch Georgien immer wieder in gefährliche Situationen und werden Zeuge von Kriegsverbrechen, die von den Truppen begangen werden, die im Namen Russlands in Georgien eingedrungen sind. Immer darauf erpicht, die Wahrheit ans Tageslicht zu bringen (CNN und Co. senden lediglich die Sicht der russischen Seite), halten sie mit verklärtem Blick die Kamera auf die blutigen Taten und bringen sich dabei immer mehr in Gefahr. An ihrer Seite Tatia (Emmannuelle Chriqui), die sie bei einer Hochzeitsfeier getroffen haben, die ein tragisches Ende nahm. Leider ist gerade die Hauptfigur Anders überaus unsympathisch und zu unnahbar. Der Spagat zwischen reserviertem, da gezeichnetem Mann und gewissenhaftem Journalist will Rupert Friend schlichtweg nicht gelingen und lässt die Hauptfigur zu einem eher arroganten Kerl verkommen, der eher zufällig bzw. gezwungenermaßen das Richtige tut, statt es aus Überzeugung zu tun. Ein wenig retten Tatia und Sebastian die Figur aus der Misere, indem sie ein breiteres Spektrum an Emotionen in den Film einfließen lassen.  



„5 Days of War“ ist zweifelsohne ein interessanter Film, der spannend ist, zum Denken anregt und ein wichtiges Thema aufgreift. Als unbeteiligter Außenstehender ist man schlussendlich immer auf die Berichterstattung der Medien angewiesen und kann nur darauf hoffen, dass auch wirklich neutral berichtet wird. Dass man hier einen Krieg thematisiert, der tatsächlich stattgefunden hat, macht es sogar noch dramatischer. Skepsis kommt jedoch auf, wenn man bedenkt, dass der Film finanzielle Unterstützung von Georgien erhalten hat. Und so ist die Darstellung recht einseitig. Auch wenn man definitiv viel Recherche betrieben hat um möglichst authentisch zu bleiben, kommt man nicht umhin, die Darstellung ein wenig kritisch zu hinterfragen. Selbst wenn es gewollt ist, schadet es dem Film an der Stelle. Auf der Seite der einfallenden Truppe gibt es nur ganz selten einen Moment des Erbarmens, der Moral und sonst nur Brutalität und Kaltblütigkeit. Bei einem simplen Actionfilm mag das Usus sein, hier will es nicht so recht passen. Da hätte man ruhig differenzierter sein können. Das man die letzte Szene den Familien der georgischen Opfer einräumt, verstärkt das Gefühl der parteiischen Inszenierung dann noch ein Stück mehr und will auch nicht so recht in den Film passen. 



Bewegt sich ein Action-Regisseur in ein Kriegsszenario, muss man damit rechnen, dass man auch Action präsentiert bekommt. Hier enttäuscht „5 Days of War“ auch kein bisschen. Was hier aus dem Minimal-Budget (die Angaben schwanken zwischen 12 und 20 Millionen Dollar) gezaubert wird, ist mehr als beachtlich. Die Unterstützung des georgischen Militärs macht sich bezahlt, denn ob nun Hubschrauber, Panzer oder andere Militärfahrzeuge, alles wird hier zuhauf ins Feld geführt und ist imposant anzusehen. Man kann allerdings nur bedingt kaschieren, wie chaotisch der Militärschlag daherkommt. Zweifelsohne ist die Action sauber inszeniert und man merkt Harlin an, dass er Spaß an der Umsetzung hatte, aber auch hier fühlt sich die Inszenierung ein wenig falsch an, zu unterhaltsam für einen Film, der kritisch sein möchte.  
  


- Fazit -

„5 Days of War“ ist ein zweischneidiges Schwert und wie der Film beim Einzelnen ankommt, hängt maßgeblich davon ab, welcher Aspekt einem wichtiger ist: Drama oder Action. Die Action ist beeindruckend und lässt hoffen, dass Harlin wieder bei einem Kinofilm hinter die Kamera kommt. Hofft man primär auf dein Drama, will die Inszenierung nicht so recht zum kritischen passen. Wen es nicht stört, wie (einseitig) hier reale Kriegsgeschehnisse präsentiert werden, bekommt einen Film, der sowohl unterhaltsam, als auch ergreifend ist.  

Bewertung: 6 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

5.8/10 Bewertung (6 Stimmen)

 - DVD Facts & Extras -

 

DVD Verleihstart: 11.08.2011
DVD Verkaufstart: 19.08.2011 

Label: WVG Medien
Verpackung: 
Keepcase
Wendecover: Nein

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 2.0)
2. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
3. Englisch (Dolby Digital 2.0)
4. Englisch (Dolby Digital 5.1)
5. Französisch (Dolby Digital 2.0)
6. Französisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch
- Englisch
- Französisch

Bild: 16:9 (1,77:1) 
Laufzeit: ca. 108 Minuten
Uncut: Ja

Extras:

  • Cast & Crew Interviews (ca. 28 Min.)
  • Behind the Scenes (ca. 15 Min.)
  • Trailer


Kritik Extras
Die Interviews mit Cast & Crew bieten ab und an ein paar interessante Informationen, sind aber häufig auch recht oberflächlic und behandeln teilweise einfach die Filmfiguren, die von den Darstellern gespielt werden. Jedoch allemal aufschlussrecher, als das Behind the Scenes, welches nichts weiter als eine B-Roll ist, ohne dass irgendwelche Informationen gegeben werden. Die Bilder allein sind am Ende einfach nicht aufschlussreich genug.

Bewertung: 4.5 | 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

0.0/10 Bewertung (0 Stimmen)
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