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Jul19

Teenage Mutant Ninja Turtles

Teenage Mutant Ninja Turtles

Originaltitel: Teenage Mutant Ninja Turtles
Herstellungsland: Hongkong, USA

Erscheinungsjahr: 1990
Genres: Action, Fantasy, Komödie
Freigabe: FSK 6
Regie: Steve Barron
Darsteller: Judith Hoag, Elias Koteas, Josh Pais u.a.

 

In New York ist eine Bande krimineller Jugendlicher, angeführt von dem japanischen Ninja-Meister Shredder, so einflussreich geworden, dass die Polizei die Lage nicht mehr unter Kontrolle hat. Die einzigen, die dem Chaos Einhalt gebieten können, sind vier mutierte Schildkröten, die dank der weisen Ratte Splinter, ebenfalls ein Mutationsprodukt, über hervorragende Ninjitsu-Kenntnisse verfügen. Die vier grünen Helden mit losem Mundwerk und Vorlieben für Pizza und Kampfsport wurden durch dieses spektakuläre Spielfilm-Abenteuer zu den Lieblingen einer ganzen Generation.

- Kritik -

Michael Bays Verfilmung der mutierten Ninja-Schildkröten steckt mitten in den Startlöchern. Die ideale Zeit also, um die alten Filme aus den 90ern neu auf DVD/BD zu veröffentlichen. Mit dem Hochglanz polierten CGI-Geknüppel, welches der Bay-Trailer vermuten lässt, kann das Original in Punkto Action sicherlich nicht anknüpfen. 1990, als der Film veröffentlicht wurde, musste man noch auf Kostüme zurückgreifen, CGI war zu dem Zeitpunkt lediglich eine Randnotiz und musste sich vermehrt auf das junge Publikum einschießen, welches mittlerweile erwachsen geworden ist. Zeit einen neuen Blick auf das „Original“ zu werfen. 

New York hat unter einer Verbrechenswelle zu kämpfen, die weder vor jung, noch alt oder arm und reich Halt macht. Die Polizei ist machtlos und die Menschen leben in Angst und Schrecken. In den Tiefen der Kanalisation leben jedoch vier tapfere Helden und ihr Meister ein Leben in den Schatten. Leonardo, Donatello, Michaelangelo und Raphael sind mutierte Schildkröten, die unter der Obhut der ebenfalls mutierten Ratte Splinter in der Kunst des Ninjitsu unterrichtet wurden. Jahre haben sie in der Kanalisation verbracht, doch schließlich wagen sie sich an die Oberfläche und stellen sich dem Footclan und bringen in Erfahrung, dass ihr Anführer Shredder ist. Den Ninja Turtles ist jedoch nicht bewusst, dass Shredder und Splinter eine gemeinsame Vergangenheit haben.  

TEENAGE MUTANT NINJA TURTLES war ein Phänomen der frühen  80er Jahre. Zunächst als Comicserie veröffentlicht, eroberten die Ninja Turtles schließlich den Fernseher und trafen insbesondere bei den Jungs auf viel Gegenliebe. Von 1987 bis 1996 kämpfte sich die Turtles in animierter Form durch die TV-Landschaft und brachten es auf stattliche zehn Staffeln und insgesamt 193 Episoden. Deutschland musste ein wenig länger warten, bis die grünen Helden über die heimischen Flimmerkisten liefen. Im Sommer 1990 war es dann schließlich soweit. Im Schlepptau hatte man bereits den ersten Live-Action-Kinofilm der von Raymond Chow, seines Zeichen Präsident der „Golden Harvest Studios“, produziert wurde. Die Hong Kong chinesische und amerikanische Co-Produktion lief in den hiesigen Kinos am 12. Dezember 1990 an und war ein stattlicher Erfolg. Hierzulande besuchten mehr als 1 Million Besucher die Kinos und weltweit spielten man bei einem Budget von 13,5 Millionen Dollar mehr als 200 Millionen Dollar wieder ein.

Ein Erfolg, der heutzutage nur schwerlich nachzuvollziehen ist. Seinerzeit holte man mit TURTLES das Publikum auf der steigenden Hype-Welle um die Schildkröten ab. Mittlerweile hat jedoch der Zahn der Zeit tüchtig an den panzerbewehrten Kampfkünstlern genagt. TURTLES ist sehr offensichtlich auf ein junges Zielpublikum zugeschnitten, macht wenig Zugeständnisse, um auch Erwachsene zu unterhalten. Die Handlung folgt typischen Mustern, die altbewährt und altbekannt sind, ohne dass man dramaturgische Tiefe erzielen würde. Es gibt einige, wenige Momente, in denen man sich emotional ein wenig hervorwagt und Andeutungen macht, dass man mehr sein kann, als Kinderunterhaltung. Leider scheint man dann plötzlich Angst vor der eigenen Courage zu haben und lässt alles wieder abflachen, rettet sich in Blödeleien und lockere Sprüche. 

Man darf diesbezüglich zwar nicht außer Acht lassen, dass die TURTLES Jugendliche sind und sich auch wie solche benehmen. In dem Kontext passen die platten Sprüche auch, schließlich versucht man das Identifikationspotential mit dem jungen Zielgruppe so groß wie möglich gestalten. Es wirkt jedoch aufgesetzt und nicht mehr zeitgemäß. Dumme Sprüche, Albernheiten und viel Klamauk füllen den 90 Minuten langen Film. Für Teenager der 90er ein Fest, für den erwachsenen Zuschauer von heute eher anstrengend. 

Die wirklich positiven Elemente sind die Effekte und die Kampfchoreographien. Bei Letzterem muss man sich natürlich wieder mit einer handzahmen Umsetzung zufrieden geben, doch die Kämpfe sind abwechslungsreich, zahlreich und unterhaltsam, wenngleich nicht sonderlich ausgefeilt. Man arbeitet mit großen, auffälligen Techniken, so dass alles etwas grobschlächtig wirkt. Leider schlägt man auch nicht genügend Kapital aus den vier verschiedenen Waffen, welche von den TURTLES genutzt werden. Stattdessen erinnern die Kämpfe ein wenig an besser choreographierte Bud-Spencer-und-Terrence-Hill-Schlagabtausche, was keineswegs negativ gemeint. Es fehlt zwar etwas an Überzeugungskraft und Dynamik,  doch insgesamt kann es sich sehen lassen. 

Was sich ebenfalls sehen lassen kann, sind die Kostüme der TURTLES. Kein Wunder, stammen diese schließlich aus „Jim Henson's Creature Shop“ und haben die Fähigkeiten der dort Arbeitenden wirklich komplett ausgelotet. Die Ganzkörperanzüge sind wirklich herausragend gelungen, wirken authentisch und behindern die Schauspieler glücklicherweise nicht allzu stark bei ihren Bewegungen. Gerade hinsichtlich der Kämpfe ein ganz wichtiger Aspekt. Mit den Gesichtern kann man zwar nicht gerade die komplette Palette der Emotionen abspielen, jedoch wirken die Turtles erstaunlich überzeugend in ihrer Gestik und Mimik. Umso enttäuschender fällt das Urteil über Shredder und die Footsoldier aus. Die Footsoldier sehen einfach nur peinlich aus und Shredder erinnert an einen zu groß geratenen und unhandlichen Dosenöffner. Furchteinflößend ist Shredder deshalb leider nicht, eher lächerlich. Die Nemesis bleibt eh sehr blass, kommt kaum zur Geltung und spielt eine eher untergeordnete Rolle im Gesamtkonzept des Films. 

  

- Fazit - 

TURTLES muss man wohl als Jungspund genossen haben, um hier auf seine Kosten zu kommen. Alles wirkt klein und beschaulich, gleichzeitig aber auch charmant und sympathisch. Unterhaltsam allemal, aber kaum mit dem Bombastkino zu vergleichen, dass Bay dieses Jahr auf die Zuschauer loslassen wird. Dafür aber mit Seele, gelungenen Kostümen, solider Kampfchoreographie, aber leider auch primär für ein junges Zielpublikum (dessen Sehgewohnheiten noch nicht zu sehr von aktuellen Produktionen geprägt wurde) und Nostalgiker gedacht.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Userbewertung

7.2/10 Bewertung (5 Stimmen)

 

- Bluray FACTS UND EXTRAS -

 

Bluray Verleihstart: 20. Juni 2014
Bluray Verkaufstart: 20. Juni 2014

Publisher: Winklerfilm / Al!ve

Verpackung: Blu-ray Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,78:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 94-Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Linear PCM 2.0 Stereo)
2. Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: 
- Deutsch
- Englisch

Extras

  • Audiokommentar von Steve Barron
  • Deleted Scenes (3:01 Min.)
  • Alternatives Ende (2:24 Min.)
  • Kinotrailer
    *Turtles (dt., 1:37 Min.)
    *Turtles (eng., 1:15 Min.)
    *Turtles 2 (2:00 Min.)
    *Turtles 3 (1:40 Min.)

Kritik Extras
Viel mehr lässt sich da vermutlich leider auch kaum rausholen. Immerhin gibt es einen Audiokommentar mit dem Regisseur zu genießen, ansonsten ein paar Deleted Scenes.

Wertung: 3.5|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

4.0/10 Bewertung (2 Stimmen)
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Sascha Weber

   

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