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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Aug04

Teenage Mutant Ninja Turtles 3

Teenage Mutant Ninja Turtles 3

Originaltitel: Teenage Mutant Ninja Turtles III
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 1993
Genres: Action, Fantasy, Komödie
Freigabe: FSK 6
Regie: Stuart Gillard
Darsteller: Elias Koteas, Paige Turco, Stuart Wilson, Sab Shimono, Vivian Wu u.a.

 

Es ist langweilig im U-Bahnschacht der vier Super-Turtles; jeden Tag nur trainieren, aber nie passiert etwas. Kein Wunder, daß sich Frust breitmacht bei Leonardo, Raphael, Donatello und Michelangelo. Da kommen Aprils Geschenke vom Flohmarkt ganz recht - wenigstens eine kleine Abwechslung im tristen Untergrund-Alltag. Doch Aprils Mitbringsel für Splinter, eine komische japanische Antiquität hat's in sich: Die antike Zeitmaschine reißt April ganz plötzlich aus dem Raum-Zeit Kontinuum des 20. Jahrhunderts und schleudert sie ins tiefste Japan - und zwar in das Jahr 1593! Das Abenteuer ist da - natürlich machen sich die vier Superhelden auf, ihr Mädchen zurückzuholen. Doch so einfach ist das nicht, denn die Samurai des antiken Japan sind ganz andere Gegner als die Möchtegern-Fighter von New York. Und da ist noch ein Problem - Die Super-Kröten haben nur 60 Stunden Zeit, bis sich das Tor zwischen den Dimensionen wieder schließt...

- Kritik -

1993 hatte der Hype um die Turtles seinen Zenit überschritten. Die Cartoon-Serie lief zwar noch bis 1996, doch langsam ebbte die Hypewelle ab. Der erste Live-Action-Film war mit einem Einspielergebnis in den USA von mehr als 135 Millionen Dollar ein herausragender Erfolg. TURTLES II, der ein Jahr später veröffentlicht wurde, spielte bei einem fast doppelt so hohen Budget, in den USA nicht einmal 80 Millionen Dollar ein. Ein Erfolg war es trotzdem und so schickte man 1993 den dritten Film ins Rennen. 

 

Dieses Mal änderte man jedoch das Konzept. Während Teil 1 und 2 vollständig in New York spielten, ist der Big Apple in TURTLES III nur noch der Ausgangspunkt der Geschichte. Die Turtles sind zurück in die Kanalisation gezogen, wo sie einen recht netten Fleckchen Erde für sich gefunden haben. Doch seitdem Shredder besiegt ist, herrscht Ruhe in New York und Langeweile macht sich unter den jungen Schildkröten breit. Als April eines Tages mit Geschenken im Schlepptau ihre Freunde besucht, geht das Abenteuer in die nächste Runde. Denn eines der Geschenke katapultiert April zurück ins feudale Japan und bringt einen japanischen Edelmann ins New York der Gegenwart. Die Turtles machen sich umgehend auf, April zurück in die Gegenwart zu bringen und tauschen ihre Plätze mit vier Samurai. In Japan finden sie sich mitten in einem Krieg wieder, der noch nicht entschieden ist und die Uhr tickt, denn das Fenster für die Reise zurück schließt sich langsam. 

Warum man sich von der alten Formel löste, können wohl nur die Produzenten beantworten, denn auch wenn der zweite Teil schon qualitativ Federn lassen musste, war er doch nur marginal schlechter als Teil 1. Für TURTLES III mischte man die Karten hingegen völlig neu. Japan als Setting ist ja grundsätzlich nicht verkehrt, schließlich heißen unsere grünen Helden nicht umsonst Ninja Turtles. Allerdings ist die Prämisse nicht sonderlich überzeugend und die Zeitreise nicht sonderlich rund umgesetzt. Allein dass die Zeitreisenden quasi zur „gleichen Zeit“ das Relikt in Händen halten müssen, macht einfach keinen Sinn. Dass Donatello ohne weiteres herausfindet, wie das System funktioniert und das Portal nur noch 60 Stunden geöffnet ist, macht noch viel weniger Sinn. Somit fallen die eigens aufgestellten Regeln innerhalb kürzester Zeit in sich zusammen. Bei einem Film wie TURTLES III sicherlich kein sonderlich großes Problem, aber auch keine elegante Lösung. 

 

Doch auch bei der restlichen Handlung bekleckert man sich nicht gerade mit Ruhm. Es gibt ein leichtes moralisches Dilemma bei den Turtles zu bestaunen, dass jedoch kaum ausgereizt wird. Und es gibt eine neue Nemesis, einen Gaijin (japanische für Ausländer) (Stuart Wilson), der es auf die Turtles abgesehen hat. Gleichzeitig erkennen die Japaner in den Turtles Kappas (japanische Dämonen), was immer wieder für amüsante Momente sorgt. Charaktere waren noch nie die Stärke der Turtles-Filme, stattdessen verhalf man sich durch kurzweilige Handlung und Action, die jedoch hier ein wenig auf der Strecke bleibt. Entsprechend schwach wirken die Figuren, die hier über die Leinwand flimmern. Die Turtles reißen selbstverständlich immer wieder ihr Maul auf und hauen einen dummen Spruch nach dem nächsten raus, jedoch platter denn je, was wirklich störend auffällt. 

Bereits in den ersten beiden Filmen konzentrierte man sich auf Filmsets und ließ New York nur eine untergeordnete Rolle spielen. In TURTLES III sieht es unwesentlich anders aus, mit dem Unterschied, dass das feudale Japan nicht sonderlich authentisch wirkt. Weder die Wälder, noch die Studiosets strahlen japanische Atmosphäre aus. Dafür stimmen die Kostüme, nicht nur die der Turtles, sondern auch die der Japaner. Hierfür scheint das meiste Geld aufgebracht worden zu sein. Allerdings wurden die Turtles-Kostüme stark weiterentwickelt, wirken dadurch aber deutlich künstlicher. Durch die ständige Ausleuchtung bei Tageslicht, fällt die Künstlichkeit sogar noch stärker ins Auge. Gelungen sind die Kostüme jedoch auch weiterhin. 

Enttäuschender fallen jedoch die Kämpfe aus, insbesondere wenn Waffen zum Einsatz kommen. Gleich zu Beginn werden Katanas gekreuzt, jedoch in einer Choreographie, wie man sie von Kindern erwartet. Die Qualität steigert sich durchaus und gerade die waffenlose Akrobatik der Schildkröten ist erneut beachtlich, doch in ihrer Gesamtheit wirken die Kämpfe belangloser als zuvor. Am Ende bleibt nicht viel vom Film in Erinnerung und so ist TURTLES III der mit Abstand schlechteste Film der Reihe.  In den USA spielte der 3. Teil im übrigen gut 42 Millionen Dollar ein. Bei einem Budget von 21 Millionen Dollar. Kein sonderlich gutes Ergebnis. 

  

- Fazit - 

Für TURTLES III versucht man mit frischen Ideen zu punkten, jedoch ohne Erfolg. Die Handlung ist aufgesetzt und löchrig, die Charaktere flach, die Sprüche laut und anstrengend. Die Stärken der Vorgänger werden kaum ausgespielt, so dass die Mängel dieses Mal schwerer wiegen. Dadurch fällt Teil 3 deutlich hinter den ersten beiden Teilen ab und besiegelte damit das Ende der Live-Action-Reihe der 90er.

Wertung: 4|10

Durchschnittliche Userbewertung

5.0/10 Bewertung (6 Stimmen)

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 20. Juni 2014
DVD Verkaufstart: 20. Juni 2014

Publisher: Winklerfilm / Al!ve

Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 92-Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
2. Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: 
- Deutsch
- Englisch

Extras

  • Wendecover
  • Trailer
  • Audiokommentar mit Regisseur Stuart Gillard

Kritik Extras
Ein Audiokommentar des Regisseurs, mehr leider nicht.

Wertung: 2.5|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

2.0/10 rating 1 vote
Sascha Weber

Sascha Weber

   

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