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Aug21

39,90

39,90

Originaltitel: 99 franc 
Herstellungsland: Frankreich 
Erscheinungsjahr: 2007
Genre: Satire 
Freigabe: FSK-16
Regie: Jan Kounen 
Darsteller: Jean Dujardin, Jocelyn Quivrin, Patrick Mille u.a.

Octave Parango hat es geschafft – er ist jung, talentiert, schwimmt im Geld und gehört zu den erfolgreichsten Kreativen seines Fachs. Seine Welt ist die Werbebranche. Er arbeitet für die noble Pariser Agentur „Ross & Witchcraft“ und entscheidet heute, was die Welt morgen begehren wird. Er legt die schönsten Models flach und feiert die rauschendsten Parties. Erst als er seine große Liebe Sophie trifft und wieder verliert, gerät sein Leben auf der Überholspur ins Wanken. Octave erkennt, dass er selbst ein Opfer des Systems ist und beginnt an sich und seiner Scheinwelt zu zweifeln. Er will der oberflächlichen Werbewelt einen Denkzettel verpassen, den sie so schnell nicht vergessen wird …

- Kritik -

Nachdem der französische Film sich in den letzten Jahren in fast schon bedenklicher Form dem typisch amerikanischen US Mainstream näherte – als Beispiele sei nur „Transporter“ genannt – und die zeigbaren Grenzen des Horrorgenres auslotete - z.B. in „Inside„ - , dabei jedoch die eigenen filmischen Wurzeln nahezu verleugnete, ist „39,90“ ein modernisiertes Comeback des klassischen, europäischen Kinos. Das dabei der niederländischer Filmemacher Jan Kounen das Regiezepter schwang, ist recht unerheblich – hat er doch u.a. mit „Dobermann“ bewiesen, dass auch ihm viele Konventionen einer „normalen“ Erzählstruktur ziemlich egal sind. Und so ist das Ergebnis der Romanverfilmung des Buches von Frederic Beigbeders nur konsequent: So etwas verrücktes und wirres hat man schon lange nicht mehr gesehen. Ob das nun gefällt liegt im Auge des Betrachters – für die breite Masse dürfte sich „39,90“ vermutlich zu vielen Konventionen verweigern.


 
Kounen konzipiert seine Parabel wie einen überlangen Werbeclip und arbeitet – bis auf ganz wenige Ausnahmen - dementsprechend mit kurzen Schnitten, schnellen Überblendungen und fragmentischen Storyeinschüben. Prinzipiell erzählt er die Geschichte ohne einen roten Faden, sondern konzentriert sich fast schon Episodenhaft auf kleine Minigeschichten, bei denen er sich nur selten Mühe gibt, diese in einen Kontext zum Rest der Geschichte zu bringen. Das ist manchmal anstrengend, häufig verwirrend, visuell jedoch beeindruckend umgesetzt und stylisch bis ins Detail ausgearbeitet. Auch hier passte man sich der Oberflächlichkeit der Werbebranche an: Inhalt zählt nicht, die Verpackung ist wichtig. Und so ist auch sein Hauptcharakter Octave, hervorragend gespielt von Jean Dujardin, eine leere Hülle, der sein „perfektes“ Leben mit Oberflächlichkeiten füllt und erst sehr spät merkt, dass sein Leben nicht so perfekt verläuft wie die Welt, die er selbst schafft, vorgaukelt.


 
Dabei interessiert Kounen eine gradlinige, chronologische Erzählweise überhaupt nicht. Dieser Umstand und die Tatsache, dass er mit raschen Szenenabfolgen und Schnitten arbeitet, bewirkt, das „39,90“ für den Zuschauer manchmal etwas ermüdend wird. Es ist einfach zuviel, was auf das Publikum los gelassen wird. Zudem kann sich der Film – über das Buch kann ich nichts sagen, da ich es nicht kenne – teilweise nicht verkneifen, seine Botschaft etwas arg plakativ und vulgär an den Mann zu bringen: Da schwingt deutlich Freude an der Provokation mit, obwohl das der Stoff in dieser Form gar nicht nötig hätte. Tricktechnisch hingegen bewegt man sich auf allerhöchstem Niveau, benutzt die diversen Effekte aber nur im Ausnahmefall zu selbstverliebt, um die Geschichte zu erzählen. Alleine schon der direkte Beginn ist eine wahre Augenweide und zeigt auf, in welche Richtung sich der Streifen optisch und inhaltlich bewegen wird. Und wer nach Ansicht glaubt, dass der Film mit einem Happy End endete, hat Kounen und die Vorlage nicht verstanden.


 
„39,90“ ist eine wunderbar abgedrehte, doppelbödige Satire mit einem hohen Tempo. Sicherlich nicht für den breiten Masse konzipiert, schießt manchmal auch über das Ziel hinaus, ist aber trotz aller kleinerer Mängel ein absolutes Erlebnis, dass auf geteilte Meinungen stoßen wird. Mir hat´s gefallen: Mehr davon!
 

- Fazit -

„39,90“ ist ein visueller Rausch, eine bitterböse Satire, inszeniert wie ein fieser Drogentrip mit faszinierenden und originellen Ideen.

Bewertung: 8 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

4.3/10 Bewertung (4 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD-Verleihstart: 05.02.2009
DVD-Verkaufstart: 19.03.2009

Ton:
1. Deutsch Dolby Digital 5.1
2. Französisch Dolby Digital 5.1 

Untertitel:
- Deutsch

Bild: 2.35:1 (16:9) 
Laufzeit: ca. 100 Min.

Uncut: Ja

Extras:
-/-

Review Extras:
Uns wurde eine Presse DVD ohne Extras zur Verfügung gestellt, daher entfällt eine Wertung. 

Durchschnittliche Besucher-Wertung

0.0/10 Bewertung (0 Stimmen)
Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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