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Mär03

Eureka Seven Vol. 1

Eureka Seven Vol. 1

Originaltitel: Kôkyô shihen Eureka Sebun
Herstellungsland: Japan

Erscheinungsjahr: 2005
Genres: Action, Science-Fiction, Anime, Serie
Freigabe: FSK 12
Regie: Kazuya Murata u.a.
Darsteller: Mamoru MiyanoYasunori Matsumoto u.a.

Preis: EUR 54,49.-


 

Inhalt: Bei E7 geht es um den jungen, pubertierenden Renton, dessen Vater Adroc Thurston als Militärheld die Welt gerettet hat. Renton wächst im langweiligen Bellforest bei seinem Grossvater und Mechaniker Axel Thurston auf. Seinen Enkel würde Axel am liebsten in seine Fussstapfen treten und als Mechaniker arbeiten sehen. Renton ist durchaus talentiert in diesem Bereich, hat jedoch den Traum die Welt zu bereisen und auf Trapar Wellen zu surfen, wie sein grosses Vorbild Holland, Anführer des Kampfschiffs Gekkostate und Trapar-Surfer. Als eines Tages der L.F.O. (Roboter) Nirvash mit der Pilotin Eureka, in die Renton sich augenblicklich verliebt, direkt in Rentons Haus fliegt, bekommt er die Chance dieser auf die Gekkostate zu folgen. Hier lernt er Holland und die anderen Rebellen kennen. An dieser Stelle beginnt sein Abenteuer aus Schlachten, Liebe, Freundschaft, Verzweiflung und Krieg. 

   


 

 



- Kritik -
   

Eureka Seven ist ein Anime, der den Zuschauer sofort begeistern kann und bereits nach den ersten Folgen in eine interessante Story einbindet. Renton begleitet mit Erzählungen aus der Ich-Perspektive durch den Anime, in denen er seiner verschollenen Schwester über sich und seine Erlebnisse erzählt.

Auch wenn ab der ersten Episode viel passiert, weiss die Serie jedoch erst ab der achten Folge vollends zu begeistern. Hier werden erste Dialoge geführt, die nicht nur an der Oberfläche kratzen und dem Zuschauer zu denken geben. Trotzdem lassen die Dialoge sich gut auf die Geschichte beziehen, ohne das die Spannung abbaut. Ausserdem kommt ab diesem Teil mit der religiösen Gruppierung Vodarac eine weitere spannende Interessengruppen hinzu, die der Story neues Futter gibt und den Zuschauer noch mehr über mögliche Zusammenhänge spekulieren lässt. Der einzige Punkt, der den Anime bis dahin etwas dröge macht sind Rentons Monologe, die er führt oder Gedankengänge, die er verarbeitet. In diesen werden Sachverhalte erklärt, die klar sind, und Details veranschaulicht, die das Publikum auch ohne seine Hilfe begreifen würde.

Teils wird dem Zuschauer somit die Arbeit abgenommen sich selbst ein Bild von der Situation zu machen, da diesem alles vorgekaut wird. Gleichzeitig verzichtet der Anime somit auf die Möglichkeit noch mehr mit kleinen Details in der Mimik oder durch eine noch bessere Darstellung der Situationen, die Rentons Gefühle beeinflussen, aktiv klar zu stellen wie diese auf ihn wirken. Da das sonst sehr gut klappt, ist es schade, dass das Potenzial an dieser Stelle nicht voll ausgeschöpft wird. Auf der anderen Seite wird so garantiert, dass auch ein jüngeres Publikum im ersten Teil des Animes nicht sofort abgehängt wird und am Ball bleibt. Die Monologe oder Gedankengänge haben jedoch auch etwas Positives: sie zahlen auf die Persönlichkeiten der einzelnen Figuren ein, die einer der stärksten Pluspunkte des Anime sind.

Die Charaktere sind hervorzuheben. Wer mit E7 einen ganz typischen Anime sucht ist nicht gut bedient und wird eher nicht glücklich. Anime-Klischees wie fehlende Tiefgründigkeit, nur geringe Entwicklung der Akteure oder für Anime typische, gross gezeichnete Augen wird man bei E7 nicht häufig finden. Ob Renton, Eureka, Holland, die Verantwortlichen des Militärs oder die Rebellen - die Bones Studios haben es geschafft interessante, komplexe und facettenreiche Figuren zu schaffen, die ihre Eigenarten besitzen und sich nicht in die typischen Klischees pressen lassen. Natürlich wird an manchen Stellen mit Anime-Stilmitteln gearbeitet, so beispielsweise mit einem rot anlaufenden Renton, dem etwas unangenehm ist, oder dem typischen Kussmund, mit zusammengekniffenen Augen. Auch hier weiss das Anime diese Dinge jedoch meist zum richtigen Zeitpunkt einzusetzen um nach kritischen Szenen die Spannung zu lockern und den Zuschauer mit einem leichten Seufzer wieder entspannt in die Couch fallen zu lassen.

Abgesehen davon wird die Individualität der einzelnen Charaktere nicht nur deutlich durch die facettenreichen und teils geheim anmutenden Persönlichkeiten, sondern auch durch die Darstellung und Animation von diesen. Die Abfolgen der Bilder sind flüssig und vor allem bei Renton und Holland werden Körpersprache und Mimik des Gesichts sehr gut genutzt um den Charakteren Leben einzuhauchen und Emotionen zu verdeutlichen. Unterstützt werden diese Eigenschaften durch Kamera-Einstellungen in der Halbnahen oder Halbtotalen, die Figuren häufig von der Nähe zeigen. Daneben begeistert der Anime durch gelungene "Kamerafahrten" zur Verdeutlichung der Thematik einiger Szenen sowie durch Aufnahmen in der Totale, welche tolle Bilder beinhalten.

Desto mehr sich die Figuren im Laufe der Serie entwickeln, desto tiefgründiger wird auch die Story. Zum Ende der DVD wird in Bezug auf die Vodarac sogar ein Vergleich zum Terrorismus gezogen, der auch in der heutigen Zeit noch gut funktionieren würde. So schafft der Anime es sich immer weiter zu entwickeln und unterschwellig sogar gesellschaftskritische Themenpunkte aufzuarbeiten. Gleichzeitig gewinnt nicht nur der Anime immer mehr an Klasse. Auch die einzelnen Story-Elemente weben sich immer besser in den Hauptstrang ein und es entsteht ein klarer roter Faden, der langsam die einzelnen Figuren, Geschichten, Ziele und Schicksale zusammenführt und darauf hindeutet, dass erste Fragen, die sich dem Zuschauer ergeben haben, aufgelöst werden. Trotzdem reisst der Spannungsbogen nicht ab. Vielmehr wird dieser weiter aufgebaut und zieht die Zuschauer noch mehr in die Geschehnisse hinein, was dazu führt, dass die Serie es schafft zu emotionalisieren.

Was im Gegensatz zur Storyline leider stetig mittelmässig bleibt und sich durch den Anime hindurch zieht sind die L.F.O.-Kämpfe, in denen teilweise wenig Details dargestellt werden. Aus diesen geht beispielsweise nicht hervor, warum die Rebellen und vor allem die Nirvash so viel stärker sind, als die Roboter des Militärs. Meist sind die Kämpfe sehr kurz und folgen dem gleichen Schema. Im Gegensatz dazu steht die musikalische Auswahl und Untermalung. Naoki Satō schafft es von der ersten bis zur letzten Sekunde der DVD-Reihe mit der Auswahl seiner Musik den Anime perfekt in Szene zu setzen und den Bildern hiermit den letzten Schliff zu verpassen. Besonders durch eine Auswahl an Streicher- und Piano-Stücken schafft er Atmosphäre, die perfekt mit den Szenen harmoniert. Gleichzeitig werden vereinzelt Acid- und Drum'n'Bass-Stücke oder japanischer Poprock eingesetzt um in den richtigen Momenten Akzente zu setzen.

 

- Fazit - 

Auch wenn ich am Anfang nicht gut in den Anime eintauchen konnte, so fand ich diesen zum Ende hin immer besser und würde gerne die zweite DVD gucken. Das liegt vor allem daran, dass die Story sich zum Ende immer besser entwickelt hat, spannender geworden ist und sich dennoch weiter aufbaut. Ich bin gespannt wohin Renton seine Geschichte noch führen mag und wie die einzelnen Charaktere sich entwickeln. Trotzdem gebe ich der ersten DVD von Eureka Seven nur 7/10 Sternen, da die Story sich im ersten Teil noch aufbaut und bis dato nur ersichtlich ist, dass noch eine Menge passieren wird, es jedoch erst in Anfängen spannend ist. Wenn sowohl das Vol. 1, als auch Vol. 2 von Eureka Seven rezensiert werden würden, bin ich mir sicher, dass der Anime es mit Sicherheit über die 8 Sterne hinaus schafft. Denn der zweite Teil der Reihe hat es mit Sicherheit in sich!

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Userbewertung

7.0/10 rating 1 vote

 

- Blu-ray FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufsstart: 27. November 2015
BD Verleihstart: 27. November 2015

Publisher: Nipponart (Box Vol. 1)

Verpackung: stabiler Sammelschuber
Wendecover: Nein

Bild: 1,78:1 (1080p)
Laufzeit: ca. 650 Minuten
Uncut: N/A

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Japanisch (Linear PCM 2.0 Stereo)

Untertitel: 
- Deutsch

Extras:

  • Interview
  • dünne Postkarten

Kritik Extras
Die Extras der Blu-ray-Reihe sind eher dürftig. Abgesehen von den einzelnen Folgen gibt es auf der ersten und letzten BD ein Interview mit den Synchronstimmen, die über den Anime sprechen. Mit knapp 60 Minuten sind die Extras ausserdem knapp bemessen und die Aufmachung der Interviews wirkt eher amateurhaft.

Wertung: 5|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

5.0/10 rating 1 vote
Glenn Göttsche

Glenn Göttsche

   

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Statistik  

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Specials: 105
Interviews: 62
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