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Nov06

Undisputed 3

Undisputed 3

Originaltitel: Undisputed 3: Redemption
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2009
Genres: Action
Freigabe: FSK 18 (kJ)
Regie: Isaac Florentine
Darsteller: Scott Adkins, Marko Zaror, Mykel Shannon Jenkins u.a.

Uri Boyka fristet seit seiner schmachvollen Niederlage gegen "Iceman" ein tristes Dasein im Gefängnis, da er nicht nur mit seiner schweren Knieverletzung, sondern auch mit dem Verlust des Respekts seiner Mitinsassen zu kämpfen hat. Als er jedoch von einem Turnier hört, in welchem die besten Gefängniskämpfer vieler Länder gegeneinander antreten sollen, kehrt sein Kampfgeist zurück und er bereitet sich abermals darauf vor der beste zu sein...

- Kritik -

Mit Fug und Recht darf wohl behauptet werden, dass 2010 ein wahres Fest für alle Fans des B-Films darstellte. Filme wie "The Tournament", "Blood and Bone", "Ninja", "Icarus" oder "Universal Soldier 3" gehörten wirklich mit zum besten, was man als Fan der schnörkellosen Action in den letzten Jahren zu sehen bekam. Das wirklich wunderbare am Jahre 2010 ist aber, das der unangefochtene König des B-Films- nämlich Regisseur Isaac Florentine- gleich zwei Streifen ins Rennen schickt, um die Gunst der geneigten Zuschauer zu erlangen. Nachdem er 2006 mit "Undisputed 2" einen der wohl besten B-Filme der letzten Jahre auf Zelluloid bannte und dieses Jahr mit "Ninja" einen sehr soliden, wiewohl nicht herausragenden Vertreter des Genres herausbrachte, war die Spannung bezüglich "Undisputed III" enorm, da sich die Frage stellte, ob er an den sehr guten Vorgänger anknüpfen kann...

"Undisputed III" schließt nahtlos an den Vorgänger an und zeigt einen völlig heruntergekommenen Boyka, der immer noch mit seiner, Verletzung aus dem Vorgänger zu kämpfen hat und voller Schmach mitansehen muss, wie sich ein neuer Kämpfer an die Spitze "seines" Gefängnisses hochgearbeitet hat und demnächst sogar am ersten mehrere Gefängnisse umfassenden Turnier der besten "Prisonfighter" teilnehmen soll. Doch der Gottesfürchtige Boyka wäre eben nicht er selbst, wenn er hinnehmen würde, dass er das einzige Talent, welches er seiner Meinung nach von Gott persönlich bekam- der wohl beste Kämpfer der Welt zu sein- einfach verschwenden würde, indem er in Selbstmitleid zerfließt. Es ist wirklich schwierig alle positiven Aspekte von Florentines neuestem Streich zu nennen, da hier wirklich alles stimmt. "Undisputed III" ist nämlich rund wie kaum ein anderer B-Film vorher.

Die Optik ist, wie von einem Florentine gewohnt, wunderbar anzusehen und die absolute Referenz im Videothekenbereich. Die Sets sind schön dreckig, atmosphärisch und stimmungsvoll, die Kamera von Ross W. Clarkson (Undisputed 2, Ninja) über jeden Zweifel erhaben und auch der Soundtrack passt vorzüglich. Der Score untermalt das Geschehen absolut stimmig und die gelungenen und eigens für den Film produzierten Rapsongs, u.a. von Nathaniel Dawkins, werten das Geschehen dann nocheinmal weiter auf.

Es rührt einen fast zu Freudentränen, wenn man mitansieht, wie sehr sich Florentine all jener klassischer Motive bedient, die Fans der klassischen Kampfsportfilme so sehr liebten. Zum einen ist seine Einführung der verschiedenen Kämpfer wirklich wunderbar retro geworden: Die Kämpfer des Turniers werden in Reih und Glied aufgestellt und müssen ihren Namen samt Verbrechen aufzählen. Das mag sich für den Ottonormal-Kinozuschauer vielleicht lahm anhören, aber für Fans ist es einfach eine Offenbarung zu sehen mit welcher Ruhe und Selbstverständlichkeit Florentine diese kleine aber sehr effiktive in seinen Film einbaut.

Doch natürlich läuft das Turnier nicht ohne gezinkte Karten ab, sodass sich die Teilnehmer mit Ausnahme von Favorit Raul (Marko Zaror) in einem Steinbruch mit unmenschlicher Arbeit schinden müssen. Genau diese Situation dient jedoch für viele erinnerungswürdige Szenen, wobei besonders eine hervorsticht: Boyka und sein Buddy Turbo nutzen diesen Missstand zum positiven aus. Zitat Boyka: "Wir können das hier als Arbeit oder als Training ansehen!". Und genau solch martialisch anmutende Szenen prägen einfach den gesamten Film und machen ihn so liebenswert.

Des Weiteren serviert uns Florentine noch etwas anderes im Überdruss: Trainingssequenzen. Seit "Rocky" genießen jene in Kampfsportorientierten Filmen einen hohen Stellenwert, obwohl oft mokiert wird, dass sie meist viel zu kurz ausfallen. Fans lieben es einfach, wenn sich der Held des Films zu treibender Musik in Form bringt und dabei allerlei kuriose Übungen auswählt, um wirklich das Maximum aus sich herauszuholen. Florentine weiß selbstredend um diesen Kult und baut in "Undisputed III" eine Vielzahl solcher Trainingssequenzen ein, die wirklich jeden zufrieden stellen sollten, da insbesondere mit der, bereits oben erwähnten Sequenz im Steinbruch, eine der wohl besten der B-Geschichte ihren Weg in den Film gefunden hat. Doch das Kernstück des Films sind natürlich seine Kämpfe:

Isaac Florentine hat schon im Vorfeld versprochen, dass er die wenigen Kritikpunkte des Vorgängers, die unter anderem aus Kritik an etwas zu wenigen Auseinandersetzungen und eines zu kurz geratenen Endkampfes bestanden, auszumergeln. Und er hat Wort gehalten. "Undisputed III" bietet wirklich unzählige Auseinandersetzungen, sodass nicht mal die geringfügige Chance für einen Actionkiller wie Leerlauf besteht. Alle Kämpfe sind wirklich vorzüglich choreographiert und man merkt sichtlich, dass Florentine sich nur die talentiersten Kampfkünstler ausgewählt hat. Scott Adkins darf einmal mehr zeigen, dass er neben Jai White zur absoluten Spitze der westlichen Kampfkünstler zählt, indem er sich immens akrobatisch zeigt und einmal mehr zum Staunen einlädt. Hervorzuheben ist aber auch Neuentdeckung Marko Zaror, der ebenfalls zu beeindrucken weiß. Bisher ist der Riese vornehmlich als Stuntmen von Dwayne "The Rock" Johnson in Erscheinung getreten. Auch er zeigt spektakuläre Moves (speziell in Hinblick auf seine Größe) und eine gute Portion Charisma, sodass er wirklich vorzüglich als Bösewicht taugt. Besonderes Augenmerk sollte auch auf den Endkampf gerichtet werden, der fast zehn (!) Minuten andauert und erstklassig inszeniert wurde. Ross W. Clarkson fängt das Geschehen sehr ruhig und mit vielen totalen ein. Damit zeigt er Verfechtern von unangenehmen Schnitt-Stakkatos wo der Hammer hängt, da es einfach nur etwas Talent bedarf, um auch ruhige Kameraarbeit spektakulär und "modern" wirken zu lassen. Großartig ist auch der Moment als Florentine den Song "Bring it On" von Nathaniel Dawkins, der auch schon den Vorgänger prägte, einspielt und Adkins nochmal richtig loslegen darf. Sicherlich einer der gelungensten Szenen des Films, da der Track bei einer Fortführung der Reihe einen ähnlichen Effekt wie Rockys Overtüre haben könnte. Wenn auch selbstverständlich in kleinerem Maßstab.

Die Darstellerriege kann ebenfalls als gelungen angesehen werden, da speziell die Nebendarsteller ihren Zweck mehr als erfüllen. Mark Ivanir kehrt wieder in seine aus dem Vorgänger bekannte Rolle des abgebrühten Gaga zurück und Vernon Dobtcheff hat sichtlich Spaß an der Rolle eines russischen Mafiabosses. Aber auch Standard-Bösewicht Hristo Shopov gibt einen vorzüglichen sadistischen Gefängniswärter ab. Hauptattraktion ist aber ohne wenn und aber Scott Adkins, der in einmal mehr in seiner Paraderolle als Uri Boyka überzeugen kann. Hatte er noch in "Ninja" Probleme sich richtig in Szene zu setzen, was aber auch dem Drehbuch zuzuschreiben war, so blüht er in "Undisputed III" richtig auf und präsentiert uns wohl einen der charismatischsten und besten Charaktere, die je in einem B-Film mitspielten. Mykel Shannon Jenkins hat es da schwer als sein Buddy mithalten zu können, gibt aber sein bestes. Als prinzipientreuer muskelbepackter Ami mit kleiner Hintergrundgeschichte fügt er sich prima ins Gesamtbild ein.

Doch wo Licht ist fällt bekanntlich auch Schatten und so hat natürlich auch ein "Undisputed III" seine Schwächen. Zum einen wäre da die Hintergrundgeschichte die wirklich nicht mehr als ein Aufhänger für die zahlreichen Kämpfe ist. Soetwas wie Spannung darf man nicht erwarten, da der Fokus allein auf den Kämpfen und Boyka liegt. Speziell das Ende ist ein wenig kurios geraten, aber da habe ich schon weitaus schlimmeres gesehen, wenngleich es ein wenig stimmiger hätte ausfallen können. Zum anderen sollte man nicht erwarten, dass sich die Kämpfe um 100% in Bezug auf den Vorgänger gesteigert haben. Die Kämpfe sind ohne Frage spektakulär und bestechen durch ihre makellose Inszenierung doch richtige "Wow-Momente" gibt es keine, was aber auch nicht zu erwarten war, da der Vorgänger die Messlatte schon ziemlich hoch ansetzte. Stattdessen bekommt man Verbeserungen im Detail serviert, die vieles ausgereifter und runder wirken lassen. Schlußendlich bleibt mir nur zu sagen, dass "Undisputed III" seinen überaus gelungenen Vorgänger getoppt hat und nicht nur eines der besten B-Movies der letzten Jahre, sondern aller Zeiten geworden ist. Ich könnte mir vorstellen, dass ich mit meiner nun folgenden Aussage nicht bei allen auf Zustimmung stoßen werden, aber "Undisputed III" ist der bessere "Bloodsport". Es gibt mehr Kämpfe, einen besseren Hauptdarsteller, bessere Trainingssequenzen und weniger Leerlauf. Isaac Florentine hat hiermit wirklich sein kleines Meisterwerk geschaffen und dürfte wohl spätestens jetzt auch Hollywood aufgefallen sein.

 

- Fazit -

"Undisputed III" ist eines der wohl besten und stimmigsten B-Movies aller Zeiten geworden. Florentine gibt den Fans alles was sie so sehr lieben im Überdruss und dafür kann man ihm gar nicht genug danken. Pflichtprogramm!

Bewertung: 9|10

Durchschnittliche Userbewertung

7.6/10 Bewertung (10 Stimmen)

- DVD FACTS & EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 29.12.2010
DVD Verkaufstart: 25.01.2011

Label: New Line Home Video
Verpackung: Keep-Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 1.77:1, 16:9
Laufzeit: ca. 96 Minuten
Uncut: Ja

Untertitel:
- Deutsch
- Englisch


Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)


Extras:

  • Making of
  • Beghind the Scenes
  • Interviews
  • Hinter den Kulissen
  • Ausgewählte Filmclips
  • Trailershow

Review Extras:
Ordentlich für einen Film dieser Wahl. Das Making of ist freilich bedeutend zu kurz, aber das gilt für jedes Segment des Bonusmaterials. Durchweg gut, aber stets an der Oberfläche bleibend. Das jedoch deutsche Untertitel fehlen, ist recht peinlich.


Bewertung: 6| 10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

8.0/10 Bewertung (2 Stimmen)
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