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Dez23

Mega Python vs. Gatoroid

Mega Python vs. Gatoroid

Originaltitel: Mega Python vs. Gatoroid
Herstellungsland: USA   
Erscheinungsjahr: 2010
Genre: Horror, Action

Freigabe: FSK-16
Regie: Mary Lambert

Darsteller: Deborah Gibson, Tiffany, A Martinez, Kathryn Joosten, Kevin M. Horton Carey, Van Dyke u.a. 

Tierrechtsaktivistin Dr. Nikki Riley setzt einfach mal Pythons im Sumpf von Louisiana aus. Die Riesenschlangen finden reichlich Beute, vermehren sich wie Karnickel und mutieren zu wahren Monstern, die dann auch schon bald mit arglosen Hillbillies kurzen Prozess machen. Parkschützerin Terry O'Hara will dem Treiben nicht tatenlos zusehen und beantwortet den Angriff der Fremdfauna, in dem sie die heimischen Alligatoren mit Steroiden füttert. Ergebnis ist eine Schlacht der Titanen, bei der die Menschheit auf der Strecke bleiben könnte. 

- Kritik -
 

Das gibt es nicht? Riesige Alligatoren, die einen Zeppelin aus der Luft schnappen? Gigantische Schlangen, in deren Maul ganze Eisenbahnzüge fahren? Zwei Popsternchen der 80er Jahre, die sich einen Catfight liefern? Doch das gibt es. Herzlich willkommen zu Mega Python vs. Gateroid, herzlich willkommen im Happy-Asylum-Land.

Das Independent-Studio Asylum ist immer noch ein Phänomen und wurde ja von uns bereits mit einem eigenen Special gewürdigt. Nach Mega Shark vs. Giant OctopusMega Piranhaund Mega Shark vs. Crocosaurus markiert Mega Python vs. Gatoroid nicht nur den vierten Eintrag innerhalb der inoffiziellen mega-Reihe des Mockbuster-Studios, sondern mit einem Budget von 2zwei Millionen Dollar auch den bis dato teuersten Asylum-Film überhaupt. Man gönnte sich sogar eine Kinoerfahrene Regisseurin, in dem man Mary Lambert verpflichtete, die Ende der 80er Jahre die immens erfolgreiche Stephen-King-Adaption Friedhof der Kuscheltiere inszenierte, danach aber recht schnell von der Bildfläche verschwand und hauptsächlich für das US-TV arbeitete. Zudem vereinte man die 80er-Jahre-Pop-Sirenen Tiffany und Deborah Gibson, die solo bereits  Mega Shark vs. Giant Octopus bzw. Mega Piranha hinter sich brachten und eng miteinander befreundet sind.  Ein vergleichsweise hohes Budget, eine routinierte Regisseurin, zwei Trasherfahrene Darstellerinnen – anders ausgedrückt: Asylum ging in die Vollen. Heraus kam der vermutlich beste und unterhaltsamste Asylum-Film überhaupt.

Bevor jetzt Missverständnisse aufkommen: Mega Python vs. Gatoroid ist ein schlechter Film, eine Trash-Granate vor dem Herrn.  Die Story – übrigens von Naomi  Selfman „verbrochen“, die auch schon Mega Shark vs. Crocosaurus schrieb – ist ein Witz, die Dialoge grausam, die Effekte immer noch mies.  Wer also mit Trashfilmen nichts anfangen kann, sollte nicht eine Sekunde darüber nachdenken, ausgerechnet mit Mega Python vs. Gatoroid einen weiteren Versuch zu starten, denn hier werden wahrlich große Geschütze aufgefahren, die den Durchschnitts-Zuschauer an den Rand eines Nervenzusammenbruchs führen dürften. 



Warum ausgerechnet dieser Heuler nun besser als der eher schnarchige Durchschnittsoutput des berüchtigten Studios ist, ist leicht erklärt: Lambert weiß, dass sie da absoluten Low-Budget-Trash dreht und begeht nicht den Fehler, vieler Regie-Anfänger, die Asylum häufig aus Kostengründen für die Produktionen verpflichtet: Sie nimmt ihren eigenen Film nicht eine Sekunde ernst, sondern hat sichtlich Spaß an der ganzen Chose. Ohne Leerlauf reiht sie Monsterszene an Monsterszene, so dass keine Langeweile aufkommt, und agiert getreu dem Motto: Wenn schon bekloppt, dann aber richtig. Der Monsterbattle macht trotz der genannten und offensichtlichen Mängel einfach nur Spaß, funktioniert bisweilen sogar als erstaunlich sattelfeste Parodie. Es ist offensichtlich, dass hier jemand am Ruder stand, der die Gesetze des Genres versteht und weiß, dass man mit Pauken und Trompeten untergehen würde, wenn man sich der völlig bescheuerten Thematik ernsthaft annehmen würde. Die Freude am Trash überträgt sich auch auf die Darsteller. Nicht, dass die beiden Hauptdarstellerinnen auch nur den Hauch von Talent hätten – doch mit erfreulicher Selbstironie und einem der amüsantesten Catfights der Filmgeschichte passen sie sich dem debilen, aber unterhaltsamen Niveau dieser Monsterhatz an. Durchhänger gibt es nicht, die Story verläuft erfreulich straight und kann mit amüsanten und völlig überspitzten Einfällen aufwarten: hatte ich erwähnt, dass der o.g. Zeppelin das Asylum-Logo ziert? Trash-Fans: Das Ding hier ist Pflicht, und sogar noch abgedrehter als Mega Piranha, zudem auch handwerklich wesentlich runder als das, was einem sonst so aus der Mockbuster-Schmiede zugemutet wird. Wer jedoch nichts mit Trashmovies anfangen kann: Hülle wegwerfen und rennen.

 

- Fazit -

Gütiger Himmel: wie soll man ein Trashfeuerwerk wie Mega Python vs. Gatoroid auch nur im Ansatz objektiv bewerten? Viele Filme dieser Art wirklich Crap, andere ragen heraus, weil sie es wirklich schaffen, ein guter, schlechter Film zu sein. Paradox? Natürlich. Mega Python vs. Gatoroid richtet sich an den Fan, und der wird wirklich bedient, handelt es sich doch um ein Trash-Granate, wie man sie nur selten zu sehen bekommt. Erfreulich unernst und selbstironisch, zudem locker-flockig in Szene gesetzt und ohne Durchhänger. So sollten Asylum-Filme immer sein. Und jetzt Gnade mir Gott.

Bewertung: 6 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

3.7/10 Bewertung (6 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 25. August 2011
DVD Verkaufstart: 25. August 2011

Label: Great Movies/dtp
Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1) 

Untertitel: 
Keine

Laufzeit: 86 Minuten
Bild: 1,85:1 (anamorph / 16:9)
Uncut: Ja 

Extras

  • Bildergalerie
  • Making Of
  • Teaser
  • Originaltrailer
  • Trailershow 

Kritik Extras
Amüsant und teilweise sogar informativ. Man erahnt, welchen Spaß die Crew bei den Dreharbeiten hatte. Über das „selbst auf die Schulter klopfen“ sieht man dann auch gerne einmal hinweg.

Bewertung: 5 | 10

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