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Aug28

Doomsday

Doomsday

Originaltitel: Doomsday
Herstellungsland: England
Erscheinungsjahr: 
2008
Genre: Action, Thriller, Horror
Freigabe: FSK-18
Regie:
 Neil Marshall
Darsteller: Rhona Mitra, Bob Hoskins, Malcolm McDowell, Alexander Siddig u.a.

Schottland 2008: Eine tödliche Krankheit – der Reaper Virus – lässt Panik und Verzweiflung ausbrechen. Die Regierung sieht nur einen Weg: Die totale Abriegelung von Schottland. Ein Wall wird gezogen, der Luftraum gesperrt und jedwedes Eindringen oder Entkommen unmöglich gemacht. Das Militär kontrolliert den Wall und verhindert so ein Entkommen der Eingeschlossenen. 2033: Der Reaper Virus kehrt zurück. Es droht die Infizierung Londons. Da es innerhalb Schottlands Überlebende gibt, scheint es logisch, das diese einen Impfstoff gefunden haben. Um diesen dort zu finden schickt Chief Nelson Major Eden Sinclair und ihre Eliteeinheit in das verseuchte Schottland. Mit einem Zeitlimit von nur 48 Stunden begeben sie sich auf die gefährliche Reise in das verwüstete Land und in eine Schreckensfahrt in die Abgründe menschlicher Barbarei, auf der Suche nach dem ehemaligen Regierungswissenschafter Kane ...

- Kritik -

Die Erwartungen an den neuen Film von Neil Marshall waren nach seinen bisherigen Filmen „Dog Soldiers“ und „The Descent“ recht groß. Mit Vergleichweise niedrigen Budgets landete er – inbesondere mit „The Descent“ – zwei internationale Erfolge. Bei „Doomsday“ hatte er sogar 30 Mio Dollar als Budget zur Verfügung. Und eines muss man ihm lassen – mit Geld scheint Marshall gut umgehen zu können, da „Doomsday“ bedeutend teurer aussieht. Dabei verzichtete er weitestgehend auf CGIs und drehte in realen Sets, was der Stimmung und Atmosphäre von „Doomsday“ zugute kommt. Kann „Doomsday“ die Erwartungen erfüllen?


 
Insgesamt wohl eher nicht. Dabei ist der Beginn des Films wirklich gelungen. Ein recht langer Erzählmonolog führt in die Geschichte ein und begleitet die Szenen am Anfang. Das ist düster, das ist spannend, einfach gut gemacht und lässt auf einen interessanten Actionthriller hoffen. Wenn das Militär Zivilisten einfach wie Vieh erschiesst, ist das schon bedrückend. Zu diesem Zeitpunkt kann noch keiner ahnen, welche Geschütze Marshall im Laufe des Films noch auffahren wird. Das die Story selbst hier schon ein Mix aus verschiedenen Genrezitaten ist, sollte man getrost ignorieren, denn das wilde Zusammenklauen aus den verschiedensten Filmen wird im Verlaufe der Geschichte noch auf die Spitze getrieben. „Doomsday“ baut ab dem Zeitpunkt ab, wenn Sinclair – viel zu cool und zu lässig von Rhona Mitra („Shooter“) dargestellt – und ihr Einsatztrupp in Schottland ankommen. Ab da ist Schluss mit Atmosphäre und Spannung, nun zählen nur noch Action, Splatterszenen und das zitieren bekannter Genreklassiker.


 
„Doomsday“ ist optisch recht blutig ausgefallen; das reicht von dem abtrennen diverser Körperteile über blutige Shoot outs bis hin zu Kannibalismus. Das dürfte den einen oder anderen Gorehound erfreuen, da diese Effekte ziemlich gelungen sind. Selbiges gilt für die Shoot outs und die Actionszenen generell. Das ist alles hervorragend gemacht, macht aber schlussendlich noch keinen guten Film aus. „Doomsday“ ist Trash, Edeltrash und hochwertig inszeniert, aber immer noch Trash – darauf sollte und muss man sich einstellen. Spätestens wenn der Anführer der Kannibalen Punks, die sehr stark an die Freaks aus den „Mad Max“ Filmen erinnern, zu „Good Thing“ von den Fine Young Kannibals über eine Bühne tobt, sollte man wissen, in welche Richtung es geht, und den gelungenen Anfang schnell vergessen. Hier zählt nur noch der Funfaktor. Und davon wiederum gibt es reichlich, ob das gefällt ist eine Frage des Geschmacks. So hetzt Marshall seine Protagonisten durch die verschiedensten Filmszenerien der letzten Jahre: „Klapperschlange“, „Mad Max“, „28 days later“, „Herr der Ringe“ „Gladiator“… die Liste ließe sich noch fortsetzen. Das ist schräg, skurril, optisch einwandfrei anzusehen, allerdings auch weitestgehend spannungslos und wirkt insgesamt unausgereift – trotz der zahlreichen Adrenalinschübe, die es Dank der gelungenen Inszenierung der Fights gibt. Das Marshall keinen ernsthaften Seuchenthriller erzählen will wird immer klarer, so heißen zwei der Soldaten z.B. Miller (Regisseur von „Mad Max“) und Carpenter („Regisseur von „Die Klapperschlange“) – das zeigt schon, das er sich einen Spaß daraus macht, die bekannten Vorbilder zu kopieren. Doch allerspätestens wenn der Trupp in der Burg von Kane – von Malcolm McDowell gespielt – und somit in einem Mittelalterszenario landet, ist es einfach zu wild und zu albern. Selbst wenn man „Doomsday“ da schon nicht mehr ernst nehmen kann, ist es einfach zuviel des Guten.


 
Das Finale ist dann ein furioses Stuntfeuerwerk, ganz im Stile der „Mad Max“ Filme. Das sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch hervorragend geschnitten und inszeniert. Das eigentliche Ende ist eine deutliche Verneigung vor John Carpenter – besser hätte sich auch Snake Plissken nicht verabschieden können. Auch der Score des Films sowie der Soundtrack sind gelungen, da gibt es nichts zu meckern. Die Schauspieler werden Dank der atemlosen Inszenierung kaum gefordert, allerdings ist es schade, das Bob Hoskins so wenig Screen Time hat. Was kann man nun also von „Doomsday“ halten? Auf der einen Seite verschenkt Marshall alle Möglichkeiten, die er sich Dank des gelungenen Beginns selber aufgebaut hat und versinkt im Laufe des Films in einem schrägen, aber uninteressanten Zitate Mix, der sämtliche Spannung der Optik opfert. Auf der anderen Seite bekommt man furiose und harte Actionszenen sowie reichlich Goreszenen geboten, die sehr offensichtlich mit einem Augenzwinkern platziert wurden. Fun fürs Auge, mehr sollte man nicht erwarten, dann wird man gut bedient. Vielleicht wirkt der Film beim zweiten Mal sehen sogar besser, da man dann keine falschen Erwartungshaltung – die der Trailer auch hervorruft - mehr hat. Im Endeffekt durfte man Marshall mehr Substanz zutrauen. 

Bewertung: 8 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

8.8/10 Bewertung (10 Stimmen)

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