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Sep04

Noah

Noah

Originaltitel: Noah
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2014
Genres: Abenteuer, Fantasy, Drama
Freigabe: FSK 12
Regie: Darren Aronofsky

Darsteller: Russell Crowe, Emma Watson, Jennifer Connelly, Logan Lerman, Anthony Hopkins u.a.

Die Welt ist verkommen. Die meisten Menschen ziehen unter Führung von Tubal-cain (Ray Winstone), einem Nachfahren Kains, auf der Suche nach Rohstoffen und Fleisch umher und verwüsten die grüne Erde immer mehr. Noah (Russell Crowe) lebt mit seiner Familie hingegen zurückgezogen und nimmt sich nur, was er und seine Familie brauchen. Eines Nachts träumt Noah von einer Katastrophe: Er sieht Zeichen, plötzlich steht die gesamte Erde unter Wasser und die Menschheit ertrinkt. Zudem sieht er den Berg, auf dem sein Großvater Methuselah (Anthony Hopkins) lebt. Von ihm erhofft sich Noah Antworten auf die Vision, die er für ein Zeichen des Schöpfers hält. Und so macht er sich mit seiner Frau Naameh (Jennifer Connelly) und seinen Söhnen Seth (Douglas Booth), Ham (Logan Lerman) und Japheth (Leo McHugh Carroll) auf zu seinem Großvater. Dabei stößt die Familie unter anderem auf das schwer verwundete Mädchen Ila (Emma Watson), welches sie aufnehmen und pflegen. Bei der Flucht vor Menschen, kommen sie in das Gebiet der Wächter um Samyaza (Nick Nolte), versteinerten Wesen, welche in reiner Form vom Himmel kamen, um den Menschen nach ihrem Sündenfall zu helfen, den rechten Pfad wiederzufinden. Den Menschen, die ihre HIlfe nicht annahmen und sie ins Exil trieben, haben sie ihren Verrat aber noch immer nicht verziehen und nehmen daher Noahs Familie gefangen. Doch einer der Wächter zeigt Gnade. Er glaubt Noah und führt ihn zu Methuselah. Dieser hilft Noah beim Verstehen der Vision und Noah sieht darin einen Auftrag des Schöpfers: Er soll eine gigantische Arche bauen, auf der die Unschuldigen Platz finden, während die Flut die Sünder vom Antlitz der Erde auslöscht. Aber kann ein einzelner Mann allein eine solch große Aufgabe bewältigen?

- Kritik -  

Als „Paramount“ ausgerechnet Hollywoods Querdenker Darren Aronofsky als Regisseur für die (vermeintliche) Bibel-Verfilmung NOAH ankündigte, reagierten nicht wenige Beobachter mit einer gewissen Verwunderung. Filme wie THE FOUNTAIN (2006) oder REQUIEM FOR A DREAM (2000) waren nicht unbedingt die üblichen Bewerbungsprojekte für eine 130 Millionen Dollar Major-Produktion. Allerdings hatte Aronofsky mit BLACK SWAN (2010) durchaus bewiesen, dass auch sein Stil an den Kassen bestehen kann. Trotzdem war die Entscheidung bemerkenswert und wenig überraschend sorgte der erste Big-Budget-Ausflug des eigenwilligen Filmemachers für reichlich Furore.

Fans von Darren Aronofsky befürchteten, dass sich der Regisseur zu sehr anpassen und zu stark den Bedingungen des Studios, das natürlich einen möglichst breiten Markt bedienen wollte, folgen würde. Skeptiker hingegen sahen die Gefahr, dass Aronofsky ein bewusst provozierendes Werk umsetzen wollte, das an der breiten Masse vorbei produziert wurde. Im Grunde sind beide Befürchtungen eingetroffen, denn NOAH dürfte neben THE WRESTLER das fraglos zugänglichste Werk des Regisseurs sein. Einige Szenen wirken in dieser Form ganz bewusst für Trailer und für den reinen Gimmick ins Skript gewandert zu sein und unterscheiden sich dabei weder optisch noch stilistisch von gängiger Mainstream-Dutzendware. Der Film bräuchte diese Momente nicht, er wäre sogar besser – insbesondere in Anbetracht der Veränderungen in der  zweiten Hälfte – wenn man diese Elemente außen vor gelassen hätte. Andererseits ist Aronofskys Handschrift klar zu erkennen, wenn wahre Bilderfluten und surreale Einschübe auf den Zuschauer niederprasseln. Das ist visuell berauschend umgesetzt, erscheint aber bisweilen auch wie ein Mittel zum Zweck. Ein wenig mehr Ruhe, ein wenig mehr Konstanz täte dem Film sehr gut. Gerade die erste Hälfte wirkt sehr gehetzt und überladen, dazu überraschend moralisierend und vollerIdeologie, teilweise ist das sogar recht plump eingebunden. Dass NOAH bis zur Sintflut keinen völligen Schiffbruch erleidet liegt einerseits an der – im Vergleich zu anderen Blockbustern – ungewöhnlichen Regie Aronofskys, der sich zwar etwas anpasste, aber nicht vereinnahmen ließ, und der Präsenz von Russel Crowe. Neben den rein visuellen Stärken ist es vor allem Crowe, der den Film auf Kurs hält und trägt, denn alle anderen Figuren bleiben ziemlich blass.

Wirklich interessant wird die Bibel-Adaption in der zweiten Hälfte, und in dieser ist auch Aronofskys Handschrift wesentlich klarer zu erkennen. Denn nachdem man die Apokalypse, die eher beiläufig eingebunden wird,  hinter sich gebracht hat, wandelt sich der Film zu einer kuriosen Mischung aus Drama, Psychothriller und Charakterstudie, die jedoch in sich überwiegend gut funktioniert. Hier kommt auch der Zuschauer etwas zur Ruhe und wird nicht wie in der ersten Hälfte förmlich überrollt. Aronofsky entwickelt dabei eine ganz eigene Vision, einen sehr persönlichen Blick auf die altbekannte Geschichte – und genau das macht das Mammut-Werk dann auch interessant. Überzeugte die erste Stunde überwiegend durch seine Schauwerte, stehen fortan die zwischenmenschlichen Probleme im Vordergrund. Dabei verwandelt sich die zuvor eher sympathische Hauptfigur zu einem radikalen Fundamentalisten, der im zweifelhaften Sinne Gottes und seiner Reinigung selbst vor seiner eigenen Familie nicht zurückschreckt. Wer da zwischen den Zeilen lesen möchte, kann das gerne tun. Crowe ist auch hier die beherrschende Figur, wobei Emma Watson sich durchaus behaupten kann und auch Ray Winstone durch sein Spiel überzeugt. Die zweite Hälfte ist wesentlich besser, in sich geschlossener und auch spannender als Hälfte eins, auch wenn einige Sequenzen am Rande der Lächerlichkeit wandeln. Allerdings rächt sich, dass man für das „Spektakel“ zuvor zu viel Zeit aufgewendet hat und am Ende das Gefühl hat, dass man für den zweiten Akt mehr Raum benötigt hätte.



Trotzdem: Aronofsky hat bewiesen, dass er sich auch vom Studiosystem nicht gänzlich vereinnahmen lässt und einen überraschend ungewöhnlichen Big-Budget-Streifen abgeliefert, den man gesehen haben sollte. NOAH beweist aber auch, dass selbst Aronofsky Zugeständnisse machen muss, sobald es um relevante Summen geht. Das wirkt nicht immer souverän, wobei das Endergebnis schlussendlich für ihn spricht – trotz aller Macken.

 

- Fazit -

 

lrgendwie gelang dem eigentlichen Independent-Filmer Darren Aronofsky die Quadratur des Kreises: Einerseits massentaugliches Spektakel für die Masse, andererseits kontroverses Psychodrama mit klar erkennbarer Handschrift des Regisseurs. Das Ergebnis ist nicht so brillant und stimmig wie man erhoffen, aber wesentlich besser als man befürchten konnte, auch wenn es letztlich zu viele einzelne Probleme hat, um gänzlich zu überzeugen. Dank toller Bilder und einem starken Russel Crowe übersteht NOAH die erste Hälfte und wird im zweiten Teil zu einem intensiven Psychodrama, das wesentlich kontroverser daherkommt, als es dem Studio lieb gewesen sein dürfte. Absolut sehenswert, wenngleich ziemlich überfrachtet.

Wertung: 6.5|10

Durchschnittliche Userbewertung

6.3/10 Bewertung (8 Stimmen)

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verleihstart: 28. August 2014
DVD Verkaufstart: 28. August 2014

Publisher: Paramount

Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Nein

Bild: 1,85:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 132 Minuten
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 5.1)
2. Englisch (Dolby Digital 5.1)
3. Türkisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
- Deutsch 
- Englisch
- Türkisch

Extras

  • Trailer vor Menüstart
    *Transformers - Age Of Extinction (2:21 Min.)
    *Teenage Mutant Hero Turtles (1:20 Min.)

Kritik Extras:
Nichts zu finden auf dem Silberling. da hilft es auch nur bedingt, auf die BD zu verweisen. Für so ein Prestigeprodukt wie NOAH ist das schlicht zu wenig.

Wertung: 1|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

5.5/10 Bewertung (2 Stimmen)
Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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