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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   
Jan23

Die Brut des Teufels

Die Brut des Teufels

Originaltitel: Mekagojira no gyakushû
Herstellungsland: Japan

Erscheinungsjahr: 1975
Genres: Science-Fiction, Fantasy
Freigabe: FSK-12
Regie: Ishirô Honda
Darsteller: Katsuhiko Sasaki, Tomoko Ai, Akihiko Hirata u.a.

Preis zum Test: EUR 37,98


 

Inhalt: Der erste Versuch Außerirdischer, die Erde mit Hilfe ihres Roboters Mechagodzilla zu erobern, schlug fehl. Nun haben sich die Invasoren mit den brillanten Wissenschaftler Dr. Mafune verbündet, der als Ausgestoßener der Gesellschaft auch noch eine Rechnung mit seinen Mitmenschen zu begleichen hat. Mit dem neuen Roboter Mechagodzilla 2 und dem im Meer lebenden Titanosaurus geht es zum Angriff. Ein junger Wissenschaftler verliebt sich in Mafunes Tochter, ohne zu wissen, dass sie mehr Maschine als Mensch ist und die Steuereinheit Mechagodzillas im Körper trägt. Soll Mechagodzilla besiegt werden, muss sie sterben. Als schließlich auch Godzilla eingreift, kommt es zur alles entscheidenden Schlacht.

 


 

 



- Kritik -
       

Regisseur Ishiro Honda hatte 1954 Godzilla ins Leben gerufen und das Genre revolutioniert. Hiernach erschienen zahlreiche Filme mit der Riesenechse und die einstmalige Bedrohung durchlief eine drastische Wandlung, wurde gar zum Menschenretter. Honda führte auch danach noch einige Male Regie bei einem Godzilla-Film, für DIE BRUT DES TEUFELS setzte er sich letztmalig für Godzilla auf den Regiestuhl und liefert damit auch den letzten Film der 15 Filme umfassenden Show-Ära von Godzilla ab. 

Anolis veröffentlichte nun DIE BRUT DES TEUFELS in der beliebten Kaiju Classics Reihe. Wieder einmal gibt es zwei Discs in einem schicken Star Metalpak. Jeweils mit der deutschen respektive japanischen Fassung des Films versehen. Ishiro Hondas letzter Godzilla-Film ist ein direkter Nachfolger von KING KONG GEGEN GODZILLA (1974), in welchem die Urzeitechse eine außerirdische Invasion im Keim erstickt. Mit dem riesigen Roboter Konga führte man in diesem Film auch einen Gegner ein, der sich sehr variantenreich zeigte und Godzilla Paroli bieten konnte. Gemeinsam mit dem Gott Caesar konnte Konga jedoch besiegt werden und die Außerirdischen mussten einen dramatischen Rückschlag hinnehmen.  

Trotzdem haben die affenähnlichen Außerirdischen ihre Pläne noch lange nicht beerdigt. Man findet Unterstützung bei dem missverstandenen Wissenschaftler Dr. Mafune (Akihiko Hirata), den ein unbändiger Hass gegen die Menschen antreibt. Gemeinsam setzt man sich daran, die Menschheit zu vernichten. Man nutzt dabei den Titanosaurus, der in der Tiefe des Meeres lebt und von Mafune bzw. seiner Tochter Katsura (Tomoko Ai) kontrolliert wird. Doch zufälligerweise stoßen Meeresbiologen unter der Führung von Akira Ichinose (Katsuhiko Sasaki) auf den Titanosaurus und kommen somit Dr. Mafune und den Außerirdischen auf die Spur. Im Hintergrund haben die Affenwesen Mechagodzilla Nr. 2 gebaut. Eine direkte Kopie Kongas und somit eine Lebensgefahr für Godzilla.  

Für Zuschauer, die den direkten Vorgänger nicht gesehen haben, werden die Geschehnisse in Kurzfassung zu Beginn des Films noch einmal rekapituliert. Dass man Konga/Mechagodzilla für DIE BRUT DES TEUFELS wiederbelebt ist sicherlich eine gute Idee, stellt er doch eine riesige Herausforderung für Godzilla dar. Außerdem ist der Roboter-Kaiju ein Gegner, mit einem sehr abwechslungsreichen Waffenarsenal, welches auch hier zur Geltung kommt. Der Titanosaurus hingegen ist deutlich eindimensionaler. Mit seinem Schwanz kann er einen Sturm auslösen, der Gebäude zerfetzt, ansonsten muss er eher seine Fäuste sprechen lassen. Bis die drei Kaijus gegeneinander antreten dürfen, vergeht jedoch einige Zeit. 

Bis dahin widmet man sich den Eroberungsplänen der Außerirdischen. Wie gewohnt läuft das eher plump ab, trotzdem tobt man sich im Drehbuch aus, lässt die Protagonisten von einer Gefahr in die nächste trudeln und versucht das Ganze spannend aufzuziehen. Dass man dabei dramaturgisch kaum über B-Movie-Niveau hinauskommt, tut dem Film glücklicherweise keinen Abbruch. Mit Dr. Mafune und seiner Tochter Katsura führt man zudem zwei recht interessante Figuren ins Feld, die nicht ins klassische Schwarz-Weiß-Spektrum passen und sich etwas differenzierter darstellen. Die Außerirdischen hingegen stellen sich mal wieder recht inspirationslos an und sehen in ihren seltsamen Raumanzügen eher amüsant, als bedrohlich aus. Etwas sprunghaft auch der Erzählfluss, der immer wieder durch kleinere Action-Momente aufgelockert wird.  


Erst im letzten Drittel betritt Godzilla die Bildfläche und auch erst nachdem der Titanosaurus gemeinsam mit Mechagodzilla Tokio in Schutt und Asche legt. Ab diesem Moment schöpft man aus den Vollen. Explosionen, Zerstörung und fliehende Menschen dominieren das Bild und immer wieder zeigt sich, wie mächtig der riesige Roboter ist. Godzilla muss jedoch erst einmal am Titanosaurus vorbei. Dieser malträtiert den Menschenretter recht ordentlich, was zuweilen recht amüsant aussieht und lange Zeit sieht es nicht gut für Godzilla aus. Dem Zuschauer präsentiert sich ein recht ausuferndes Finale das jedoch nie langweilig wird und tricktechnisch eindrucksvoll ist. Die Wartezeit hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn ist dies nicht genau das, was man als Godzilla-Fan sehen möchte? Kaiju-Action? Die Stärken der Godzilla-Filme lagen noch nie in der zwischenmenschlichen Handlung, sondern in der Zerstörungsorgie, die das Finale ausmachen. Die trashige Geschichte gerät dementsprechend auch in DIE BRUT DES TEUFELS in den Hintergrund.

 

- Fazit -  

Der letzte Film der Show-Ära knüpft nahtlos an KING KONG GEGEN GODZILLA an und belebt einen der gefährlichsten Godzilla-Gegner wieder. Unterstützung erhält Mechagodzilla in Form des Titanosaurus. Dabei verkommt die (versuchte) Invasion durch die Außerirdischen zu schmückendem Beiwerk, mit hohem Trash-Faktor, bleibt aber durchaus unterhaltsam. Seine Stärken spielt DIE BRUT DES TEUFELS dann wie gewohnt im Finale aus, als die drei riesigen Monster gegeneinander antreten und dabei halb Tokio verwüsten.

Wertung: 7|10

Durchschnittliche Userbewertung

8.0/10 rating 1 vote

 

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD Verkaufstart: 27. Januar 2017
DVD Verleihstart: 27. Januar 2017

Publisher: Anolis (Kaiju Classics)

Verpackung: Metalpak
Wendecover:

Bild: 2,35:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 97 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono)
2. Japanisch (Dolby Digital 2.0 Mono)

Untertitel:
- Deutsch

Extras:

  • Audiokommentar von Jörg Buttgereit und Alex Iffländer
  • Audiokommentar von Florian Bahr und Ivo Scheloske
  • Japanischer Trailer und türkischer Trailer
  • Bildergalerie Japanisch & International
  • Werberatschlag
  • Deutsche Bildergalerie
  • Deutscher Trailer
  • 20-seitiges Booklet geschrieben von Ingo Strecker

Kritik Extras
Neben den beiden Filmfassungen, gibt es auch dieses Mal zwei Audiokommentare sowie in 20-seitiges Booklet für den geneigten Fan zu bewundern. Bildgergalerien und ein paar Trailer sowie die deutsche Super 8 Fassung runden das Paket ab.

Wertung: 8|10

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Sascha Weber

Sascha Weber

   

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