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Kommende Reviews  

   
Dez01

BFG – SOPHIE UND DER RIESE

BFG – SOPHIE UND DER RIESE

Originaltitel: The BFG
Herstellungsland: USA

Erscheinungsjahr: 2016
Genres: Fantasy, Abenteuer, Familie
Freigabe: Steven Spielberg
Darsteller: Mark Rylance, Ruby Barnhill, Penelope Wilton u.a.

Preis: EUR 14,99


 

Inhalt: Die kleine Sophie (Ruby Barnhill) ist zehn Jahre alt, lebt in einem Waisenhaus und hat eine Theorie: Während alle Welt davon ausgeht, dass die Geisterstunde nachts um 00:00 Uhr beginnt, ist sie der festen Überzeugung, dass diese erst um 03:00 Uhr anfängt. Dann nämlich kommt der Schattenmann und plötzlich verschwinden Menschen. Doch eines Nachts macht Sophie eine zunächst sehr furchteinflößende Entdeckung. Sie bricht die ungeschriebenen Regeln, geht zur Geisterstunde ans Fenster und wagt sich hinter den Vorhang. Auf der Straße beobachtet sie eine übergroße Hand, die sich als die eines Riesen (Mark Rylance) entpuppt. Der Riese, auf den sie trifft, heißt BFG, was für Big Friendly Giant steht. Sophie hat fürchterliche Angst vor ihm, doch BFG ist anders als die anderen Riesen. Er ist ein freundlicher Riese, der den Menschen mit einer Trompete schöne Träume in die Schlafzimmer pustet. BFG wiederum hat Angst, dass sie ihn verrät, und so nimmt er sie kurzerhand mit ins Riesenland, in dem leider nicht alle so sympathisch sind wie er. Im Gegenteil: Die anderen Riesen wie beispielsweise Bloodbottler (Bill Hader) und Fleshlumpeater (Jemaine Clement) sind mindestens doppelt so groß wie BFG und sie verspeisen liebend gern Menschen. Sophiechen und der freundliche Riese planen nun, den furchtbaren Menschenfressern das Handwerk zu legen.

 


 

 



- Kritik -
     

Wir hatten bereits zu Kinostart von BFG die Buchvorlage von Roald Dahl - dessen Geburtstag sich dieses Jahr zufälligerweise zum hundersten Mal jährt - vorgestelllt. Nun folgt pünkltich zum Heimkinostart auch die Besprechung der Verfilmung von Steven Spielberg. Am 1. Dezember wird diese von Constantin Film auf DVD, Blu-ray und 3-D-Blu-ray veröffentlicht. In letzter Zeit springt Spielberg immer mal wieder Gerne zwischen den Genres hin und her 2011 veröffentlichte er mit THE ADVENTURES OF TINTIN erst einen Animationsfilm und ließ mit WAR HORSE (Gefährten) kurze Zeit später einen Kriegsfilm folgen. Als BFG im Sommer in die Kinos kam, lag sein letzter Zeit noch gar nicht solange zurück: THE BRIDGE OF SPIES. Steven Spielberg will sich auch im hohen Alter noch nicht auf eine bestimmte Art von Filmen festlegen. Sein Markenzeichen soll vor allen Dingen der Erfolg sein. Beim Publikum wie an den Kinokassen. An den Kinokassen konnt der Film bei einem Budget von 140 Millionen Dollar und einem Einspiel von knappen 170 Millonen Dollar eher weniger seine Erwartungen erüllen. Wie sieht es bei der Qualität des Films aus?

Selbstverständlich sei vorab gesagt und das sollte auch die Bewertung des Films beeinflussen, handelt es sich bei BFG schlichtweg um einen Kinderfilm. Steven Spielberg macht in seiner Inszenierung auch keinen Hehl daraus, dass vor allem Kinder sein Zielpublikum sind. Er hält sich nahe an der Kinderbuchvorlage, kann also auch Puriste der literarischen Vorlage zufrieden stellen und doch hat der Film ein großes Makel: seine Geschichte. Das mag zuerst plump klingen, doch schon das Buch mit seinen zirka 250 Seiten mit vielen Abbidlungen bot schon nicht die Masse an Handlung. Wir behalten die Zielgruppe im Hinterkopf, aber auch gemessen daran gerät der Film zweifellos nach dem Zusammentreffen von Sophie und dem Riesen in ein Loch der Erzählung. Das Tempo wird anfangs angenehm gedrosselt, doch irgendwann fragt man sich was das alles soll. Es scheint lange kein Ziel zu geben, keinen Spannungsaufbau. Spielberg mag sich darauf verlassen, dass man sich, angetrieben durch den Score von John Williams in dieser Welt verliert, doch ist auch dies ein Punkt, der sich nach einer gewissen Laufzeit im nichts verläuft. Das eigentliche Finale und die Höhepunkte der Geschichte, inszeniert er dann relativ unaufgeregt, was man nicht kritisieren muss, doch zeigt es auf, dass man vielleicht auch schon früher hätte diesen Fokus der Handlung einführen können. Das Buch macht es nicht anders, funktioniert aber in seiner Rezeption besser als es die Handlung nun im Film tut.

Tricktechnisch kann man dem Film auf der anderen Seite eigentlich nicht viel vorwerfen. Natürlich fragt man sich zwischenzeitlich zurecht, ob man es eigentlich mehr mit einem Live-Action-Film zu tun hat oder einem Animationsfilm, wenn beispielsweise Sophie mal nicht mit im Bild ist, aber das was gezeigt wird, auch in Interaktion mit den echten Darstellern sieht überzeugend aus. Hier und da verfällt aber auch Spielberg ähnlich wie beispielsweise Peter Jackson bei seiner HOBBIT-Trilogie darin, sich mit seiner Kamea quasi grenzenlos durch die digitalen Räume zu bewegen und dabei die kuriosesten Parkours zu durchstreiten. Das gilt dann auch für Sophie, die im Traumlager des Riesen sich über und durch die verschiedensten Hindernissen kämpfen und rennen darf, wo dann auch immer wieder die Dinge dann runterfallen, wenn es passt etc. Eingefangen mit einer durch den Raum fliegenden Kamera ohne Schnitte. Mitreissend ja, aber kaum noch realistisch einzuordnen.

  

- Fazit -  

Tricktechnisch tadellose Gute-Nacht-Geschichte, die aber auch ihr jüngeres Zielpublikum bei fast zwei Stunden Lauflänge nicht die ganze Zeit bei Laune halten kann. Dafür verläuft sich der Film vor allem im Mittelteil etwas im Nichts.

Wertung: 5|10

Durchschnittliche Userbewertung

5.5/10 Bewertung (2 Stimmen)

 

- BD FACTS UND EXTRAS -

 

BD Verkaufstart: 01. Dezember 2016
BD Verleihstart: 01. Dezember 2016

Publisher: Constantin Film

Verpackung: Keep Case (Amaray)
Wendecover: Ja

Bild: 2,40:1 (anamorph / 16:9)
Laufzeit: ca. 117 min.
Uncut: Ja

Ton:
1. Deutsch (DTS-HD HR 5.1)
2. Englisch (DTS-HD HR 5.1)

Untertitel:
- Deutsch

Extras:

  • Wie BFG zum Leben erweckt wird (ca. 27 Min.)
  • BFG und ich (ca. 2 Min.)
  • Riesensprache: Die wundervollen Wörter bei BFG (ca. 3 Min.)
  • Die Charaktere der Riesen (ca. 5 Min.)
  • Eine Hommage am Melissa Mathison (ca. 5,5 Min.)
  • Originaltrailer Deutsch (ca. 2 Min.)
  • Originaltrailer Englisch (ca. 2 Min.)

Kritik Extras
Die Extras, besonders das halbstündige Making Of, sind als sehr gelungen zu bezeichnen. Die Länge des Blick hinter den Kulissen scheint genau richtig zu sein und zu sehr ausufernd in einigen Bereichen zu werden. Die restlichen Extras sind dann teilweise für Kinder. Wobei aber auch die Hommage an die leider verstorbene Drehbuchatuorin Melissa Mathison hervorzuheben ist, die für Spielberg schon E.T. geschrieben hatte. Die Hommage lässt die Beteiligten nochmals zu Wort kommen ohne zu sehr ins sentimentale abzudriften.

Wertung: 6|10

Durchschnittliche Besucher-Wertung

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Manuel Föhl

Manuel Föhl

   

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