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Aug20

30 Days of Night

30 Days of Night

Originaltitel: 30 Days of Night 
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2007
Genre: Horror 
Freigabe: FSK-18
Regie: David Slade 
Darsteller: Josh Hartnett, Danny Huston, Ben Foster u.a.

Barrow, Alaska: Jedes Jahr im Winter bleibt es in der abgeschiedenen Kleinstadt einen Monat lang Nacht. Kein Tageslicht, keine Sonne, nur Dunkelheit... 30 Tage lang. Es ist eine harte Zeit, in der die meisten Einwohner ihre Heimat Richtung Süden verlassen. Doch dieses Jahr wird es noch schlimmer: Kaum sind die letzten Sonnenstrahlen am Horizont verschwunden, kommt eine Gruppe geheimnisvoller Fremder auf der Suche nach Nahrung in die Stadt. Und diese Nahrung sind die Einwohner, die in Barrow zurückgeblieben sind, denn die Fremden sind Vampire. Sie fallen regelrecht über sie her. Sheriff Eben und seine Frau Stella stellen sich den angriffslustigen Vampiren in den Weg, um die Einwohner von Barrow zu retten. Doch die Nacht ist noch lang und die Zahl der Überlebenden wird immer geringer ...

- Kritik - 

"30 Days of Night" basiert auf den äußerst erfolgreichen Comicbüchern von Steve Niler und Ben Templesmith. Sie schlugen einige Angebote bezüglich einer Verfilmung aus – bis Sam Raimi anfragte. Für 1 Mio Dollar überließen sie ihm und seiner Produktionsfirma die Rechte an einer filmischen Umsetzung. Als Regisseur wurde David Slade verpflichtet, der kurz zuvor mit dem hervorragenden "Hard Candy" international auf sich aufmerksam machte. Neben dem klangvollen Namen Raimis und einem hoffnungsvollen Regienewcomer wurde mit Stuart Beattie  ein erfahrener Drehbuchautor engagiert; so stehen z.B. "Fluch der Karibik 1+2" oder "Collateral" in seiner Vita. Dazu erhielt man für den Dreh in Neuseeland immerhin ein Budget von knapp 30 Mio. Dollar. Was sollte da schon schief gehen? Leider vieles.

"30 Days of Night" bietet einiges an Schauwerten, aber das war es dann auch. Die Actionszenen sind hervorragend und weisen zahlreiche härtere Szenen auf, die teilweise durchaus splatterig gerieten. In diesen Momenten funktioniert der Film. Doch insgesamt gesehen ist das bei diesen Voraussetzungen einfach zu wenig. Aus der Grundsituation wird viel zu wenig heraus geholt, eine beklemmende Atmosphäre entsteht nie. Und das ist äußerst bedauerlich, da das eigentlich das Herzstück der Geschichte sein sollte. Der Zuschauer fühlt sich nie isoliert und allein gelassen – doch genau darum geht es ja: Die Protagonisten sind mitten im Eis völlig auf sich allein gestellt  und niemand wird ihnen helfen. Doch dieses Gefühl kommt nie auf. Nachhilfestunden kann sich Slade da beim Ron Perlman Streifen "The last Winter" holen, denn hier wird diese Situation perfekt umgesetzt.

Dazu kommen deutlich erkennbare Mängel im Story- und Spannungsaufbau: Die Vampire werden viel zu früh und unmotiviert eingeführt und damit quasi verschenkt. Sie sind einfach da und das viel zu früh–Punkt. Sehr schade, denn da bleibt aufgrund einer schlechten Handlungsplanung einiges an Potential ungenutzt. Des weiteren wurde der Anführer der Vampire wirklich schlecht gecastet. Wenn schon solch ein Charakter eingebaut wird, muss dieser auch überzeugen können und ein gewisses Charisma versprühen, doch der Oberblutsauger wirkt gänzlich ungefährlich und lahm. Über diverse Logiklöcher muss man bei einer Geschichte dieser Art natürlich hinwegsehen, doch je länger "30 Days of Night" läuft, umso auffälliger und ärgerlicher werden die Widersprüchlichkeiten und Logiklöcher.
 

 

- Fazit -

Der Film ist jedoch weit davon entfernt ein Flop zu sein. Zu gut sind die Actionszenen, zu hervorragend die Splattereffekte. Auch das Setting an sich ist sehr gut getroffen, die Ausstattung ebenfalls. Da kann man nicht meckern. Außerdem überzeugt die weitestgehend ordentliche Besetzung, allen voran der ewig unterschätzte Josh Hartnett. Sehr glaubwürdig und überzeugend verkörpert der Mime den Sheriff des Örtchens. Schlussendlich ist das aber zu wenig, um den Film deutlich über Durchschnitt zu heben-insbesondere bei diesen überaus guten Voraussetzungen.

Bewertung: 5 | 10

Durchschnittliche Userbewertung

8.5/10 Bewertung (11 Stimmen)

- DVD FACTS UND EXTRAS -

 

DVD-Verleihstart: 06.03.2008
DVD-Verkaufstart: 02.04.2008

Ton:
1. Deutsch Dolby Digital 5.1
2. Englisch Dolby Digital 5.1 

Untertitel:
- Deutsch

- Englisch

Bild: 2.35:1 (16:9) 
Laufzeit: ca. 109 Min.

Uncut: Ja

Extras:
- Audiokommentar vom Regisseur

Extras Doppel DVD:

  •  Audiokommentar:
  •  Josh Hartnett
  •  Melissa George
  •  Robert G.Tappert 
  •  Achtteiliges Making Of 
  •  Interviews
  •  Deutscher und US-Kinotrailer
  •  B-Roll
  •  Exklusives DVD-Booklet mit Comic-Auszügen
  •  Informationen zu Cast & Crew
  •  Fotogalerie
  •  Programmtipps

Review Extras: 
Das Bonusmterial zu "30 Days of Night" kann sich wirklich sehen lassen. Ist der Audiokommentar von Regisseur Slade zwar interessant, aber nicht weiter bemerkenswert, überzeugt der Audiokommentar von Robert Tappert, der mit Sam Raimi schon öfter zusammen arbeitete, auf ganzer Linie. Amüsant und informativ erzählt er von den verschiedenen Realisierungsstufen des Films. Das achtteilige Making of läßt keine Wünsche offen. Von den blutigen Effekten bis zu den Stuntszenen wird jeder einzelne Bereich ausführlich vorgestellt. Das ist interessant und selbst für heutige Verhältnisse ausgesprochen ausführlich. Die Interviews sind dann allerdings nicht weiter der Rede wert, zuviel Lobeshymnen wirken immer ein wenig gestellt und überzogen. Da fährt man mit den jeweiligen Audiokommentaren bei weitem besser. Besonders schön ist die Idee des Booklets mit einigen Auszügen des Originalcomics. Eine nette Idee und recht einzigartig. Insgesamt gesehen ist das Bonusmaterial wirklich informativ, detailliert und ausgesprochen liebevoll zusammen gestellt worden.

Bewertung: 8 | 10

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Tobias Hohmann

Tobias Hohmann

   

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