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Filmtipp  

   

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Interview: Michaela Schaffrath (BGT-Exklusiv)

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BGT-Redakteur Kevin Zindler hatte die Gelegenheit, mit Michaela Schaffrath zu sprechen. Mit MONTRAK und SKY SHARKS hat die überaus sympathische und talentierte Schauspielerin gleich zwei aktuelle Independent-Produktionen am Start. Ob als Ärztin oder „Zombiene“ - die gebürtige Eschweilerin macht immer eine tolle Figur. Im Interview spricht Sie über Filmemacher mit Herzblut, ihre Leidenschaft für den Genre-Film und darüber, dass man sich niemals auf etwas festlegen lassen sollte.

 

 

 


Du hast in diversen TV-Filmen und Serien mitgespielt und zuletzt auch in zwei blutigen Independent-Filmen eine Rolle übernommen – MONTRAK und SKY SHARKS. Wie kam es zu diesen ungewöhnlichen Arrangements?


MONTRAK kam so zustande, dass Stefan Schwenk mir eine offizielle Anfrage stellte und wir uns daraufhin in Frankfurt trafen. Wir haben uns super verstanden und ich habe sofort gemerkt, mit wie viel Herzblut er und seine Lebensgefährtin Heike Fauser für dieses Projekt brennen. Allein die Tatsache, dass sie schon so lange dafür gearbeitet haben, hat mich einerseits beeindruckt und andererseits überzeugt. 5 Jahre Produktionszeit sind sehr lang und doch haben alle daran festgehalten. Das ist nicht selbstverständlich. Ich bin froh, ein Teil dieses Films zu sein.

BGT-Interview mit Stefan Schwenk

Bei SKY SHARKS war es so, dass mich die Fehse Brüder nach einer meiner Theater-Premieren in Braunschweig kontaktierten. Da das „Marctropolis Filmstudio“ nicht nur Genrefilme sondern auch Hörspiele produziert, habe ich erst einmal einige Hörspiele eingesprochen. Dann kam die wahnwitzige Idee zu SKY SHARKS und sie wollten, dass ich die Hauptrolle als „Oberzombiene“ übernehme. Die Vorstellung, einen Zombie zu verkörpern hat mich neugierig gemacht und war fernab von allem, was ich bis dato dargestellt habe.

BGT-Interview mit Marc Fehse


Was gefällt Dir an der MONTRAK Geschichte besonders?


Die Geschichte um Montrak und seiner Geliebten Sofia haben mich ein wenig an Bram Stoker´s DRACULA erinnert. Das hat mir besonders gut gefallen. Ich liebe Filme mit dieser Ästhetik und Thematik. Allerdings habe ich mir nie reine Horrorfilme angeschaut, in denen literweise Blut fließt und Körperteile durch die Gegend fliegen. Da ich mich aber immer wieder gerne neu erfinde und das Abenteuer liebe, war ich selbstverständlich mit von der Partie.

BGT-Independent-Film-Special


Was kannst Du uns über Deine Rolle in SKY SHARKS verraten?


Sie ist sehr brutal und blutig! Mein Charakter in dem Film ist alles andere als nett, herzlich oder hübsch, sondern genau das Gegenteil. Das war für mich eine große Herausforderung. Allein 3 Stunden für das Auftragen und 1,5 Stunden für das Entfernen der Maske waren sehr zeitintensiv. Das Gute daran jedoch war, dass man auch mal 15 Stunden am Stück durcharbeiten konnte, weil man einfach nicht gut aussehen musste. Die Rolle war schon mega aufregend. Die Special-Effects finde ich besonders gut, eine ganze Reihe Stunts und Kampfszenen habe ich mit den Stunt-Leuten umgesetzt und wollte nicht gedoubelt werden. Als ich den Trailer das erste Mal gesehen habe, hatte ich Gänsehaut.


Wie ist es, mit so jungen Regisseuren wie Stefan Schwenk zusammenzuarbeiten?


Toll! Was ich an solchen jungen Talenten liebe, ist die Mentalität und der Enthusiasmus, wie sie an die Dinge herangehen. Ich mag generell Low-Budget Produktionen. Die Liebe und die Hingabe, wie sie junge Filmemacher an den Tag legen und auch vermitteln, begeistert mich. Zudem hängt für viele ja auch eine Menge von so einem Film ab, denn sie gehen nicht selten ein finanzielles Risiko ein, womit ein Stück weit die existentielle Bedrohung einhergeht. Vermutlich ist das ein großer Unterschied, im Vergleich zu den bereits etablierten Filmemachern.


Worin siehst Du die signifikanten Unterschiede derartiger Produktionen im Vergleich zu der Arbeitsweise beim öffentlich rechtlichen Fernsehen?


Die Zeit ist da ein wesentlicher Faktor. Es ist ja bekannt, dass bei Fernseh-Produktionen immer mehr gespart wird und aufgrund dessen versucht man, in kürzester Zeit so viel Film-Material wie möglich zu drehen. Diese Erfahrung habe ich bereits bei Daily Soaps gemacht. Das ist ein strammes Programm. Bei den Indie-Produktionen wird sich deutlich mehr Zeit genommen und dann ist einfach mehr Raum zum Improvisieren bzw. Ausprobieren. Das hat aber natürlich auch mit Erfahrungswerten zu tun, die vor allem junge Regisseure erst noch machen müssen, so dass der eine oder andere Take einfach öfter gedreht wird, was auch ein Vorteil sein kann, da hierdurch oftmals ein besseres Zusammenspiel zwischen den Schauspielern entstehen kann.


Bieten Angebote aus dem Independent-Film Sektor für Dich auch mal die Gelegenheiten, aus üblichen Rollenschemas auszubrechen und mal was ganz anderes zu machen?


Ja total! Das Schöne an meinem Beruf als Schauspielerin ist ja, dass du alle Ecken und Kanten des Lebens erforschen kannst, ohne dass du dein eigenes Leben dabei gefährdest. Wenn du in eine Rolle schlüpfst, klinkst du dich aus deinem echten Leben aus. Je facettenreicher die Rollen sind, desto reizvoller ist das für den Schauspieler. Man wird ja gerne schnell in eine Schublade gepackt, deswegen macht es umso mehr Spaß, da auszubrechen.


Gibt es einen bestimmten Vampirfilm/Horrorfilm, der Dich besonders beeindruckt hat?


Ich bin ein großer Liebhaber von Bram Stoker´s DRACULA. Einer meiner absoluten Lieblingsfilme mit einem großartigen Gary Oldman. FROM DUSK TILL DAWN hat ebenfalls mächtig Eindruck bei mir hinterlassen. Insbesondere die legendäre Tanzszene von Salma Hayek. Man muss den einfach gesehen haben, ein echter Kultfilm!


Was einige Leser vielleicht nicht wissen, ist, dass Du neben den TV-Arrangements auch in anderen Bereichen des Business sehr erfolgreich bist. Du spielst viel Theater, bist u.a. als Synchronsprecherin tätig, sprichst Hörspiele/Hörbücher ein und moderierst Veranstaltungen vor großem Publikum. 
Gibt es bei den unterschiedlichen Tätigkeiten ein Bereich, den du favorisierst?


Nein, den gibt es nicht wirklich. Ich bin glücklich darüber, dass ich die Möglichkeiten habe, so viele unterschiedliche Sachen machen zu können und dass mein Beruf so facettenreich ist. Man lernt dabei so viele Menschen kennen, dass daraus resultierend auch immer wieder neue Projekte entstehen. Ich komme – im positiven Sinn – nie zur Ruhe und habe mir die Neugierde, Offenheit und Abenteuerlust immer bewahrt.


Du bist ja bekanntlich eine Sportschützin und kannst auch mit schnellen Autos (Formel C Rennlizenz) und Motorrädern umgehen. Das sind doch tolle Voraussetzungen für eine coole Actionrolle. Wäre das was für Dich?


Absolut! Ich warte ja immer noch auf ein Angebot (lacht). Aber im Grunde sind das wirklich ideale Voraussetzungen für beispielsweise eine Tatort-Kommissarin. In erster Linie sind das Aktivitäten, die ich in meiner Freizeit gerne mache. Der positive Nebeneffekt ist, dass mir diese Attribute auch bei einer actionbetonten Rolle zu Gute kommen würden. Es geht ja schon ganz einfach damit los, dass ich als Sportschützin weiß, wie man eine Waffe richtig hält und wie man damit umzugehen hat.


Zu einem ganz anderen aber sehr wichtigen Thema: Du bist ja examinierte Kinderkrankenschwester und setzt Dich u.a. auch für krebskranke Kinder ein. Gibt es eine Stiftung oder ein Förderverein, auf die/den Du an dieser Stelle besonders aufmerksam machen möchtest?


Ich finde das richtig schön, dass das du das fragst. Ich bin seit 6 Jahren Schirmherrin für die „DSAI“, die Patienten-Organisation für Angeborene Immundefekte e.V. Meine Hauptaufgabe ist es, die Organisation und deren Arbeit in die Öffentlichkeit zu bringen. Ich bin froh und fühle mich geschmeichelt, dass man mich damals gefragt hat, ob ich die Schirmherrschaft übernehmen möchte. Natürlich auch mit dem Hintergrund, dass ich mich als gelernte ehemalige Kinderkrankenschwester mit Immundefekten auskenne. Es gibt eine Menge Kinder, schon im Säuglingsalter, die davon betroffen sind. Aber viele betroffene Familien wissen gar nicht, dass es so etwas gibt bzw. wie man damit umgeht. Infos unter: www.dsai.de


Ohne Rücksichtnahme auf das Budget: Was wäre Dein absolutes Traumprojekt und mit wem würdest Du es umsetzen wollen?


Das würde den Rahmen des Interviews sprengen. Es gibt viele tolle Kollegen und Regisseure, die ich sehr bewundere. Mit einigen von ihnen habe ich bereits gearbeitet. Ich möchte da besonders Dieter Pfaff nennen, mit dem ich gleich zu Beginn meiner Karriere zwei Projekte umgesetzt habe. Er war mein Mentor und väterlicher Freund. Zudem möchte ich den Regisseur Marcus O. Rosenmüller erwähnen, dem ich viel zu verdanken habe. Ich hatte außerdem das große Glück, mit Wim Wenders zu arbeiten, unter anderem für ein Musikvideo mit den „Toten Hosen“. Das Schöne ist ja, wenn man flexibel ist, nicht festgelegt wird und alle Genres bedienen kann.


Was sind Deine zukünftigen Projekte?


Ich habe bereits für 2019 zwei Theater-Projekte unterschrieben. Ab Mitte Juni werde ich bei den Schlossfestspielen Neersen in dem Stück „Der Mustergatte“ auf der Bühne stehen und im Herbst geht es dann weiter mit dem Comedy-Thriller „Der Geister-Leuchtturm“ in der Komödie am Altstadtmarkt in Braunschweig. Zudem habe ich vor Kurzem den Actionfilm JACK WALKER mit Martial-Artist Mike Möller (ATOMIC EDEN) abgedreht. Und einige Event-Moderationen stehen auch schon in meinem Termin-Kalender.

 

                       

   

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