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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   

Interview: Fred „The Hammer“ Williamson

Details

Fred Williamson ist ein ehemaliger, erfolgreicher Footballspieler, der zwischen 1961 und 1963 dem AFL All-Star Team angehörte. Mit „M.A.S.H, 1970“ folgte der große Durchbruch als Schauspieler.  Er prägte maßgeblich die sogenannten Exploitation-Filme der siebziger Jahre mit Streifen wie „Hammer, 1972“ und trat in den achtziger Jahren vermehrt in italienischen Produktionen wie „The Black Cobra, 1987“ in Erscheinung. Er schreibt Drehbücher, produziert und führte etliche Male Regie. Mit Filmen wie dem Robert Rodriguez Kult-Splatter „From Dusk till Dawn, 1996“ und der TV-Serien-Verfilmung „Starsky  & Hutch, 2004“ konnte er auch in der jüngeren Vergangenheit große Erfolge feiern.  Mit „Atomic Eden“ meldet sich „The Hammer“ nun eindrucksvoll zurück. BGT-Redakteur Kevin Zindler führte das Interview mit der lebenden Legende für das „X-Rated Magazin“.

“THE HAMMER” IN ACTION (click)

 


  

Was hat dich gereizt, bei „ATOMIC EDEN“ mitzuwirken?

Es gibt viele Gründe, warum ich mich für „Atomic Eden“ entschieden habe.Einer war mein guter Freund Nico. Es ist der Regisseur und Produzent und es war meine Absicht, meinem guten Freund zu helfen seinen Film drehen zu können. Außerdem versteht er die Charaktere die ich spielen möchte und die mich bis heute ausmachen. Darüberhinaus hat er ein gutes Gespür für die geschäftliche Seite des Filmemachens in dem heutigen Marktumfeld. Ein Gespür was nur die wenigsten haben.

Facebook Seite „Atomic Eden“ (click)

Inwieweit war das Drehbuch für Dich ausschlaggebend bei „ATOMIC EDEN“ als Executive Producer einzusteigen?

Das Drehbuch war wirklich sehr interessant und die Idee dahinter enthält auch ein Teil historische Wahrheit. Aber das Drehbuch war nur einer von vielen Gründen, warum ich mich entschieden habe, bei diesem Film auch als Executive Producer zu fungieren.

Was kannst du uns über die Dreharbeiten verraten und wie war die Zusammenarbeit mit Regisseur Nico Sentner?

Mit Nico zu arbeiten hat wirklich Spaß gemacht. Er ist ein guter Regisseur. Er ist immer offen für Ideen und Vorschläge von seinen Schauspielern, was nicht viele Regisseure sind. Zum Beispiel Robert Rodriguez war immer offen für Ideen am Set von „From Dusk till Dawn“ und dieser Film ist heute ein Kultklassiker.

BGT-Interview mit Nico Sentner (click)

Wie war die Zusammenarbeit mit deinem Co-Star Mike Möller und was hältst Du von seinem Schauspiel und vor allem von seinem Martial Art?

Mike ist ein wahrhaft fantastischer Martial Artist und ein überraschend guter Schauspieler. Um ehrlich zu sein, hatte ich das nicht erwartet, als ich ihn zum ersten Mal getroffen habe. Ich habe mich komplett getäuscht.

BGT-Interview mit Mike Möller (click)

Du bist eine Legende und hast weltweit viele Fans. Wie gehst du mit dem Respekt vieler jüngerer Schauspieler um und inwieweit unterstützt du sie, um ihnen das Lampenfieber zu nehmen?

Wenn die jüngeren Schauspieler Lampenfieber haben, sollten sie sich für einen anderen Beruf entscheiden! Wenn Du nicht mal an Dich selbst glaubst, wie sollen Dir dann andere die Figur die Du spielst abkaufen? 

Wärst du auch bei einer Fortsetzung zu „ATOMIC EDEN“ wieder mit dabei?

Ich würde jederzeit wieder die Figur des Stoker in einer Fortsetzung von „Atomic Eden“ spielen. Aber ich würde gern noch mehr kämpfen als im ersten Film.

Du spielst häufig mit deinem Image. Wie viel Fred Williamson steckt in „The Hammer“? Und wie viel „The Hammer“ steckt in deiner Rolle „Stoker“ bei „ATOMIC EDEN“?

Ich spiele mich eigentlich immer selbst. Aber was genau heißt das? Ich hab mich selbst noch nie erklärt!

Du warst prägende Figur der Exploitation-Filme in den siebziger Jahren. Was verbindet dich bis heute mit der Zeit und wie siehst du den Unterschied zu den heutigen Hollywood-Produktionen. 

Hollywood hat seine Wurzeln vergessen und ist vom Weg abgekommen. Sie denken, je mehr Geld sie in einen Film stecken, desto besser wird er. FALSCH! Filme sollten von Menschen, Figuren und Geschichten erzählen. Die Stars in heutigen Hollywood-Filmen sind die Special Effects und sie scheren sich einen Dreck um die Figuren.

Für viele Fans warst du die ideale Besetzung für „Shaft“. Bot man dir die Rolle damals an?

„Shaft“ wurde Roundtree gegeben, weil er ein guter Freund von Regisseur Gordon Parks war. Die Rolle wurde nie irgendjemand anderem auch nur angeboten. Ich mag meine Figur aus der „Black Cobra“ Reihe ohnehin lieber.

Trailer „Black Cobra“ (click)

Dem jüngeren Publikum ist vor allem dein legendärer Auftritt in „From Dusk till Dawn“ im Gedächtnis. Hatte deine Rolle eine Art Comeback-Charakter für dich?

“From Dusk till Dawn” war ein guter Film, aber ich bin für meine Fans nie weg gewesen. „Original Gangsters“ war ein großer Erfolg und ebenso „Starsky und Hutch“.

Trailer „From Dusk till Dawn“ (click)

Du hast unzählige Filme als Schauspieler gedreht, aber du warst auch häufig hinter der Kamera als Produzent, Autor und Regisseur tätig. Wie ordnest du selbst dein großes Tätigkeits-Spektrum ein?

Ich bin Produzent, Autor und Regisseur aus Frustration geworden, wegen der Rollen die mir Hollywood angeboten hatte. Ich verkaufe ein Image, eine Marke, so wie das Eastwood und Bronson getan haben – einen harten Hund. Hollywood war daran nicht interessiert, also habe ich meine eigenen Filme gemacht. Ich habe drei Regeln, die Hollywood lernen musste, wenn sie mich besetzen wollten.

  1. Man kann mich nicht töten
  2. Ich gewinne alle meine Kämpfe
  3. Ich bekomme am Ende die Frau, sofern ich sie will 

Wenn 2 dieser 3 Regeln zutreffen, können wir reden.

Du hast mit sämtlichen Top-Stars und Filmemachern zusammengearbeitet. Wer hat dir besonders imponiert?

Manche Schauspiel-Kollegen waren wirklich großartige Menschen und andere wiederrum haben ihren eigenen Hollywood-Bull Shit geglaubt. Ich war zuerst ein Football Spieler. Im Football gab es keinen Bull Shit. Aber in Hollywood gibt es überall jede Menge Bull Shit.

Du hast schon überall auf der Welt Filme gedreht. Wie war es für Dich in Ost-Deutschland zu drehen?

Ich mag Ost-Deutschland, das Essen, die Menschen, die Herzlichkeit, die Gastfreundschaft. Einfach alles.

Gibt es ein neues Projekt auf das sich deine Fans in Zukunft freuen können und wird es irgendwann eine erneute Zusammenarbeit mit Nico Sentner geben?

Das nächste Projekt, was ich versuche auf die Beine zu stellen ist „THE LAST HITMAN“. In den Hauptrollen Franco Nero und ich selbst. Ich wollte den Film sehr gerne in Ost-Deutschland drehen und ihn zu einer Deutsch-Amerikanischen Co-Produktion machen, Arbeitsplätze schaffen usw. aber die Mitteldeutsche Medienförderung war alles andere als begeistert und sehr ablehnend dem Projekt gegenüber. Ich würde jederzeit wieder einen Film mit Nico drehen, denn er versteht es, mein Image zu nutzen, für das ich stehe und darüberhinaus hat er ein gutes Gespür für das Filmgeschäft.

Fred Williamson auf IMdB (click)

Vielen Dank für das Interview. Das „BGT“ - Team wünscht dir weiterhin viel Erfolg.

   

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