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Filmtipp  

   

Kommende Reviews  

   

Interview: Mike Möller (BGT-Exklusiv)

Details

Mike Möller ist zweifellos der Shootingstar in der deutschen Martial-Arts Szene und wird zu Recht als kommender europäischer Actionstar gehandelt. Er ist seit Jahren bei dutzenden Studio-Produktionen als Stuntman/Koordinator tätig, spielt Hauptrollen neben Genre-Veteranen wie Fred Williamson, Mark Dacascos oder Matthias Hues und führte bei „Arena of the Street Fighter (2012)“ auch erstmals Regie. BGT-Redakteur Kevin Zindler hatte die Gelegenheit, dem sympathischen Multi-Talent einige Fragen zu stellen.

 

Mike Möller auf IMDb (click)

Mike Möller Demoreel 2013 (click)

 


  

Du bist ein Parade-Beispiel für Disziplin und Trainingseifer. Wie sieht dein Fitness-Programm aus?

6 Tage Training die Woche, davon gehe ich 3 Mal die Woche ins Fitness Studio und 3 mal in die Halle um meine Akrobatik, Stürze und Martial Arts zu trainieren. An einem dieser Tage kommt noch Choreographie Training dazu und Stretching ist jeden Tag angesagt.

Was ist deine bevorzugte Kampftechnik?

Eine bevorzugte Kampftechnik habe ich nicht. Ich nehme Elemente aus den verschiedensten Kampfsportarten, vor allem aber aus dem Taekwondo, Boxen und Wrestling. Das kombiniere ich alles miteinander. Ich mag besonders die Kicks und Wrestling Moves, dass sind auch die Sachen, die mich am meisten auszeichnen, die Tripple Kicks und Beinscheren sind meine Spezialität.

Was fasziniert dich am Kampfsport?

Die Kontrolle über den eigenen Körper und die verschiedenen Techniken, die Kraft, Geschmeidigkeit und Schnelligkeit die man über die Jahre entwickelt. Das erlangte Selbstvertrauen und den Respekt den man seinem gegenüber entgegenbringt.

Der Kampfsport ist ein Teil von mir geworden. Ich trainiere seit nunmehr über 20 Jahren und bin immer noch fasziniert von der Vielfalt. Gerade das MMA ist jetzt ganz groß im Kommen und ich liebe es.

Du arbeitest seit vielen Jahren erfolgreich als Stunt-Performer/Choreograph/Coordinator für große Produktionen wie „Unknown Identity“, „Monuments Men“ oder zuletzt „Pound of Flesh“ mit Jean-Claude Van Damme. Hast du Freiräume bei der Gestaltung der Choreografien?

Nein, eigentlich nicht. Es kommt immer auf die jeweilige Produktion und die Verantwortlichen an. Wenn du als Stuntman oder Fighter gebucht wirst wie z. B. bei „Unknown“ oder  „Monuments Men“, dann hörst du auf das was dir der zuständige Stunt Coordinator oder Fight-Choreographer sagt. Er hat seine Vorstellungen und setzt dich dementsprechend ein. Arbeitest du hingegen länger bei einer Produktion und bist Teil des Fight-Teams, dann hat man natürlich die Chance sich mehr einzubringen und Sachen anzubieten. Bei „Pound of Flesh“ hab ich endlich wieder mit John Salvitti gearbeitet, seit Jahren ein sehr guter Freund von mir. Er hatte seine Vorstellungen und wir haben sie umgesetzt. Er war immer offen für Vorschläge und es war eine sehr gute Erfahrung.

Wie muss man sich der Leser eine Kampfchoreografie vorstellen? Hast du da bestimmte Abläufe sofort im Kopf? Gibt es Zeitvorgaben für das Einstudieren?

Alles beginnt mit dem Drehbuch. In welcher Zeit spielt die Story, wo ist der Schauplatz des Kampfes, was für ein Kampfstil wird gewünscht. Dazu muss man mit dem Regisseur und den Darstellern reden um deren Vorstellungen umsetzen zu können. Dann geht’s ans choreographieren mit dem Fight-Team. Man erstellt eine Previz der Kämpfe und zeigt sie dem Regisseur. Im besten Fall hat man die Chance mit den Darstellern im Vorfeld zu trainieren, was oft unmöglich ist, besonders im Low Budget Bereich, da die Zeit und das Geld zu knapp sind.

Du präsentierst in deinen Filmen immer wieder spektakuläre Kampf-Szenen. Hast du dich schon ernsthaft verletzt und welcher Stunt forderte dich bisher am meisten? Wurden einige deiner „Moves“ von anderen Darstellern kopiert?

Nein, noch nicht ernsthaft verletzt. Bei den Kampfszenen habe ich bisher nur die ein oder andere Schramme und paar blaue Flecke abbekommen. Aber ich hab auch schon diverse Stunts hinter mir, da musste schon mal die ein oder andere kleine Wunde genäht werden und einmal bin ich fast zerquetscht wurden von Tonnenschweren Baumstämmen, aber Gott sei Dank hatte ich einen Schutzengel. 

Ja, einige Moves haben sich die ganz Großen abgeschaut und in ihre Filme gepackt... Jackie Chan, Scott Adkins und Milla Jovovich. 

Bei Milla war ich selbst dabei, Scott hatte mir schon mehrfach geschrieben und von Jackie hab ich es über die Stuntleute erfahren. Ich lasse mich von den Action Stars auch inspirieren und kopiere den ein oder anderen Move von Ihnen bzw. füge meinen eigenen Stil dazu. Freut mich, dass die Stars auch auf meine Sachen zurückgreifen.

Bei „Arena of the Street Fighter“, der bereits in vielen Ländern wie USA, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Korea im Kino lief und am 2.12. 2014 in Deutschland auf DVD & Blu-ray re-released wird, warst du in mehreren Funktionen als Autor, Hauptdarsteller und Produzent beteiligt.  Außerdem konntest du dein Regie-Debüt feiern. Worum geht es in den Film und wieviel Mike Möller steckt in „Arena“? Was war dir besonders wichtig?

„Arena oft he Street Fighter“ entstand unter den schwierigsten Bedingungen überhaupt. Es gab so viele Probleme. Die Fertigstellung dauerte Jahre, die Hälfte des Filmes ist ohne Drehbuch entstanden und es gab während der Drehzeit personelle Veränderungen in der Regie. Letztendlich wollte ich nur retten was zu retten war und nicht das gedrehte Material verkommen lassen, auch aus Respekt zu meinen Freunden und Bekannten, die uns unterstützt hatten. Daher hab ich nach langem hin und her den Film selbst fertig gestellt. Der Film ist ein dickes Demoreel für uns alle, mit viel Action und wenig Handlung. Wir wollten zeigen was wir können und haben es als ein Test angesehen. Ich bin stolz auf all jene die mich unterstützt haben bei der Realisierung und Fertigstellung von dem Film, aber auf das Endprodukt nicht. Deshalb war ich so glücklich, dass mir Rüdiger W. Kümmerle / Silent Partners die Chance gegeben hat „One Million K(l)icks“ zu realisieren.

Eine ausführliche BGT-Kritik zum Film „Arena of the Streetfighter (Street Gangs)“ findet ihr hier (click)

Trailer: Arena of the Street Fighter (click)

„Atomic Eden“ – ein weiterer Actionfilm  – befindet sich noch in der Post-Produktion. Erzähl uns von deiner Rolle und wie war die Zusammenarbeit bzw.ist das Verhältnis zu Blaxploitation-Legende Fred Williamson und Regisseur Nico Sentner, der bei „Arena“ bereits als Executive Producer beteiligt war.

Ich spiele David, einen erprobten Martial Arts Kämpfer. Zusammen mit Fred Williamson und einer Gruppe Söldner begebe ich mich auf eine Mission die uns nach Tschernobyl führt. Die Zusammenarbeit mit Nico Sentner, Fred Williamson, Lorenzo Lamas und dem restlichen Cast und Crew war toll. Ich hab versucht mein bestes für den Film zu geben - in der Zeit und mit den Mitteln die mir zur Verfügung standen.

Trailer: „Atomic Eden“ (click)

„Atomic Eden“ auf Facebook (click)

Ein exklusives BGT-Interview mit Nico Sentner findet hier (click)

Vor Kurzem war in Göppingen die Premiere deines neuen Films „One Million (K)licks“.  Wie ist das Gefühl - nach Wochen/Monaten harter Arbeit – sein Werk auf der Leinwand zu betrachten? Gibt es schon Release Termin?

Es steht noch kein Release-Termin fest. Die Bavaria Film Parners kümmern sich um den Vertrieb und Erscheinungstermin. Wie ich vorher schon erwähnte, war „Arena of the Street Fighter“ nicht das, was ich auf die Leinwand bringen wollte. Mit „One Million K(l)icks“ ist da schon ein Traum in Erfüllung gegangen. Nette Story, die auch funktioniert, gewürzt mit guter Martial Arts Action.

Trailer: „One Million K(l)icks" (click)

“One Million K(l)icks auf Facebook (click)

Bei „One Million K(l)icks“ setzt du auch schauspielerische Akzente. Reizen dich auch Rollen außerhalb des klassischen Actionfilms?

Nein, eigentlich nicht. Ich weiß was ich kann und was ich nicht kann. Actiondarsteller ja, aber nur einen rein auf Schauspieler machen, liegt mir einfach nicht.

Du hast gerade die Dreharbeiten zu dem Action-Streifen „Ultimate Justice“ beendet, in dem du neben Genre-Größen wie Marc Dacascos und Matthias Hues zu sehen bist. Worauf kann sich der geneigte Action-Fan freuen?

Eine weitere Produktion von Rüdiger W. Kümmerle /Silent Partners. Ich bin sehr stolz und geehrt mit Mark und Matthias zusammengearbeitet zu haben. Seit meiner Kindheit bin ich ein Fan dieser Jungs.

Zusammen mit meinem Fight -Team haben wir es ordentlich krachen lassen - in der Zeit die uns zur Verfügung stand. Die Fights sind passend zur Story und deren Charaktere choreographiert und ich bin sehr stolz darauf. 

Ein exklusives BGT-Interview mit Matthias Hues findet ihr hier (click)

Kannst du uns etwas über zukünftige Projekte verraten?

Wenn alles klappt dann wird 2015 „Two Million K(l)icks – Hong Kong Death Match“ realisiert.

Eine persönliche Frage zum Schluss unseres Interviews: Mein Motto ist: „Ich bin nicht fett, ich bin nur nicht fit.“ Schaffst du es innerhalb von drei Monaten, mich von einem Auslaufmodel in ein Vorzeigemodel zu verwandeln?

Was ist schon ein Vorzeigemodel? Und was ist nach den 3 Monaten, lässt du das Training dann wieder schleifen wenn du erreicht hast was du wolltest? Es liegt an jedem selbst ob er willens ist seine Ernährung umzustellen und jeden Tag trainieren möchte. Veranlagung spielt sicher auch ne Rolle aber jeder kann seine Kondition, Aussehen und Wohlbefinden ändern und verbessern...wenn er regelmäßig trainiert und sich ordentlich ernährt. Bei dem einen dauert es halt nur Monate, bei anderen wiederum Jahre. Nur nie aufgeben und dranbleiben. 

Training im Mike Möller Modus (click)

Vielen Dank für das Interview. Die „BGT“ – Redaktion wünscht dir weiterhin alles Gute und viel Erfolg.

   

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